Unfall auf der Wiehltalbrücke geklärt

Fotos: Christian Melzer

Am Donnerstag wurde die Brücke für mehr als vier Stunden gesperrt. Das Gummersbacher Amtsgericht hatte einen Ortstermin auf der Brücke anberaumt, um zu klären, wie es zum dem Unfall kommen konnte.

In einer gemeinsamen Erklärung haben fünf Gutachter erklärt, dass der Laster, der vor einem Jahr von der Wiehltalbrücke stürzte, vorher zweimal von einem Auto gerammt wurde.


Der Angeklagte hat zwar zugegeben den BMW gefahren zu haben, allerdings machte er ansonsten zu dem Unfallhergang keinerlei Angaben.

Das Auto, ein BMW mit abgefahrenen Reifen, wurde von dem 26-jährigen Mustapha A. gelenkt, der mit zuviel Tempo und ohne Führerschein unterwegs war. Zum Unfallzeitpunkt stand der 26-Jährige zudem unter dem Einfluss von Cannabis.

Der Prozess um den teuersten Autounfall in Deutschland (die Sanierung der Brücke wird ca. 35 Millionen Euro kosten) soll in der kommenden Woche mit den Plädoyers weitergehen.

Die Witwe des getöteten Lastwagenfahrers wollte beim Ortstermin auf der Wiehltalbrücke genau wissen, wie ihr Mann ums Leben kam. An dieser Stelle stürzte er vor einem Jahr mit einem Tanklaster, geladen mit 30 000 Litern Treibstoff, in die Tiefe.

Die Brücke war nach dem Unfall nur provisorisch in Stand gesetzt worden und soll erst im kommenden Jahr komplett saniert werden, dazu müssen rund 20 Meter beschädigte Fahrbahn komplett aus der Brücke herausgeschnitten und ersetzt werden. Wer für den Millionenschaden aufkommen muss, wird sich erst nach dem Urteil des Amtsgerichts klären, das am Mittwoch nächster Woche erwartet wird.

Durch die Sperrung der Wiehltalbrücke staute sich der Verkehr am Donnerstag rund um Bielstein.

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