In der Johanniter-Kita Bielstein gibt es jetzt regelmäßige Waldtage

Der Wald ist für die Kinder ein Abenteuerspielplatz der besonderen Art“, sagt das Team aus der Johanniter-Kindertagesstätte Bielstein. Seit dem vergangenen September verbringen die 45 Kinder aus der Tageseinrichtung wöchentlich einen Vormittag im benachbarten Wald. Dort in der Natur haben sich die Zwei- bis Sechsjährigen bereits richtig gut eingelebt: Sie haben einen „Taschenbaum“, an dem sie ihre Rucksäcke aufhängen, ein „Waldsofa“ aus Ästen zum Ausruhen und eine „Becherwurzel“, auf der die Getränke platziert werden.

„Die Waldtage waren ein Wunsch der Kinder und ihrer Eltern“, berichtet Kita-Leiterin Birgit Kleese. Die bisherigen Erfahrungen mit dem Aufenthalt im Freien bestärken die Einrichtung beim Durchführen dieses Projektes. „Beim Aufenthalt im Freien gibt es weniger Konflikte unter den Kindern, sie sind ausgeglichener und konzentrierter“, schildert Leiterin Kleese.

Die Waldtage ermöglichten viel Raum für Bewegungs- und Entdeckungsfreude. „Im Wald erfahren die Kinder außerdem eine Ruhe, wie sie im Alltag häufig kaum noch vorkommt“, berichtet das Kita-Team. Erlebnisse wie das Rauschen der Blätter im Wind, der Anblick eines kleinen Käfers oder der Geruch des Laubs schulten zusätzlich alle Sinne.

„An unseren Waldtagen werden die Kinder mit Situationen konfrontiert, die für sie ungewohnt oder sogar neu sind“, sagt Birgit Kleese. „Ein steil abfallender Hang, im Weg liegende Äste oder auch der unebene Waldboden stellen für die Kinder eine Herausforderung dar.“ Und dies schule die motorischen Fähigkeiten ebenso wie das Selbstvertrauen.

Ohne vorgefertigtes Spielzeug, dafür aber mit geheimnisvoll wirkenden Bäumen und ungewohnten Geräuschen, wird die Fantasie und Kreativität der Kinder im Wald angeregt: Hier wird eine Buchecker zum Zwerg, ein Tannenzapfen verwandelt sich in ein Mäuschen und aus einem Stück Baumrinde wird ein Schiffchen.

Die festen Regeln für den Aufenthalt im Freien hatten die Kinder auch schnell gelernt: Sie stecken nichts in den Mund, berühren keine Tiere und bleiben in Sichtweite der Erzieherinnen.

Weitere Informationen bei Leiterin Birgit Kleese unter 02262 2248.

„Satin Dolls“ bezauberten mit Swing

Drei wunderbar harmonierende Stimmen, dazu Humor, Charme und die richtige Ausstrahlung – das konnte nur ein phantastischer Abend werden. Die Satin Dolls ließen den Glanz der 20er bis 50er Jahre wieder auferstehen und begeisterten damit das Publikum im Burghaus Bielstein.


Satin Dolls in der Bielsteiner Burg – Foto: Christian Melzer

Dreistimmig gesungen von drei reizenden Damen in Tupfenkleidern präsentierten sie ein Hörerlebnis von den Anfängen der 20er Jahre bis in die heutige Zeit. Alte Andrew-Sister-Songs swingten über die Bühne, aber auch ein Stück von ABBA – „Voules vous“ – erhielt eine ganz neue Klangversion. Getragen von Klavierbegleitung, Kontrabass und Schlagzeug überzeugte jedes Stück.

Die drei Kölner Sängerinnen Tina Folz, Sabine Galuschka und Christina Müller lernten sich 2001 bei der Madonna Tribute – Band „Material Girl“ kennen. Dort zeigte sich sofort das harmonische Miteinander der drei Stimmen und die Vorliebe anspruchsvolle Chorsätze – die Basis für dieses Projekt. Diese Gemeinsamkeiten weckte die Idee für „Satin Dolls“ – harmonischer Drei-Klang mit Anspruch. Sabine Galuschka sang in Kinderopern und später in zahlreichen Pop-, Rock- und Funk-Formationen sowie unterschiedlichster Chor- und Studioprojekten, Christina Müller studierte an der HS für Musik in Köln. Seit 2000 arbeitet sie freiberuflich als Sängerin und Pianistin. Tina Folz steht sei 1991 mit diversen Projekten auf großen und kleinen Bühnen und glänzt neben ihrer kraftvollen, ausdrucksstarken Stimme mit Präsenz und Ausstrahlung, die mitreißt.

Drei fabelhafte und handverlesene Musiker bilden die Satin Dolls Band. Christoph Herder (Kontrabass) studierte an der Musikhochschule Mannheim. Danach zog es ihn von der Neckar-Metropole nach Köln, wo er seitdem als gefragter Live- und Studiobassist arbeitet. Christian Meißner (Schlagzeug) studierte Klassisches Schlagzeug an der HS für Musik in Saarbrücken und Drumset am Drummers Collective in NY. Olaf Drewes (Piano) ist ausgebildet an der Kölner Musikhochschule und hat reichhaltige Erfahrungen von Pop bis Jazz, von Solo über kleine Bands bis zur Bigband.

Gleich zu Beginn versüßten die „Satin Dolls“ ihren Gästen den Abend. Zu einem swingenden Start mit Band verteilten die drei Damen „Lollypops“. Sie durchleuchteten das Liebesleben des Publikums – hauptsächlich mit musikalischen Tipps, was Frauen wirklich wollen. Mit „Chatanooga Choo Choo“ kam Glenn-Miller-Feeling auf und man hatte den Eindruck als ob die Andrew-Sisters persönlich an Bord des Burghauses wären. „Frauen sind nicht nur materialistisch, aber der Mann sollte schon ein wenig romantisch sein“, meinte Christina Müller. So romantisch wie in „Aqua de beber“ von Gilberto. Doch sei ein Gedicht sicher mal ganz nett, aber Marilyn Monroes „Diamonds are a girls best friends“ brachte es doch eher auf den Punkt was Frauen wollen. Ein Kuss, eine Zärtlichkeit habe sicher auch was, wie „It’s in his kiss“ wusste Tina Folz. Sabine Galuschka wies da aber auch auf das Tanzen hin, so wie mit einem „Dancing cheek to cheek“.

Christina Müller hatte sich extra ein Instrument passend zu den Kostümen ausgesucht, damit sie absolut im Mittelpunkt stehen konnte – verrieten die anderen beiden gespielt zickig. Doch beim Andrew-Sister-Hit „Bei mir bist du schön“ unterstützten die andern beiden Satin Dolls gerne gesanglich zum Akkordeon. Was wünschen sich Frauen, wenn sie ins Bett gehen „Mr. Sandman“ – das Chordettes-Stück drückte dies noch sehr unschuldig aus. „The way you make me feel“ von Michael Jackson im Swing-Stil ist da doch schon etwas anders. Mit dem kleinen Ding, das man Liebe nennt – „Crazy little thing called love“ von Elvis Presley – begeisterten die „Satin Dolls“ ebenso wie mit „A heart Heart of glass“, „Candyman“ oder auch „Wolfgang“, der Schuld an zuviel Alkoholkonsum durch Liebeskummer hatte. Rainer musste bei “ What a man “ mit auf die Bühne als die drei Mädels a capella sangen. Seine blauen Karos im Hemd und die Brille besangen sie unter Klatschzulage des Publikums. „It don´t mean a thing“ von Duke Ellington, präsentierten sie in einer besonders swingenden Version. Die Zugabe, ganz überraschend: ein Liebeslied. „Ain ´t no mountain high enough“ von Marvin Gay & Tammi Terrell. Und es fehlte zum Schluss natürlich nicht „Satin Doll“ von Duke Ellington nicht. Ein swingender Abend mit bezaubernden Sängerinnen die perfekt harmonierten.

Vera Marzinski

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14. Ü32-Kreismeisterschaft um den Zunft-Kölsch-Pokal: Erzquell-Brauerei fördert Jugendarbeit im oberbergischen Fußball mit über 3000 Euro

Als heimische Brauerei ist die Erzquell Brauerei Bielstein den Vereinen in ihrem Geschäftsgebiet eng verbunden und hält enge Kontakte zu den Verantwortlichen und Aktiven. Gerade der Sport, und hier ganz besonders der Fußball, spielen im Bergischen Land eine ganz besondere Rolle, deshalb fördert die Bielsteiner Brauerei diesen auf vielfältige Weise.


Foto: Christian Melzer

Schon fast traditionell wurde im Bereich Fußball in diesem Jahr zum 14. Mal die Ü32-Kreismeisterschaft um den Zunft-Kölsch-Pokal ausgespielt. In enger Zusammenarbeit mit dem Fußballkreis Berg spielten die Ü32-Mannschaften der bergischen Fußballvereine um Punkte und attraktive Preisgelder. Dabei ist nach wie vor die Grundidee dieses Zunft-Kölsch-Pokals die Jugendarbeit in den heimischen Vereinen zu fördern. So spielen und gewinnen die „jungen Alten Herren“ im wesentlichen für die Jugendarbeit ihres Vereines, da gemäß der Ausschreibung mindestens 75% der zu gewinnenden Preisgelder in die Jugendkasse des jeweiligen Vereins fließen müssen.

In diesem Jahr beteiligten sich 28 Mannschaften aus dem Bergischen an dem Zunft-Kölsch-Pokal und spielten im Laufe des Jahres die Meisterschaft aus. Im Braustübchen der Erzquell-Brauerei Bielstein wurden dann am Dienstagabend bei einem zünftigen Schluck und Deftigem vom Buffet die Sieger 2010 geehrt.

Der 2. Vorsitzende des Fußballkreises Berg, Detlef Baldauf, Brauereichef Dr. Axel Haas und Oliver Pack, Werbeleiter der Erzquell Brauerei überreichten hier den Zunft Kölsch-Pokal, eine Urkunde, den € 1.500,00 Siegerscheck sowie einen Biergutschein über 100 Liter Zunft Kölsch für die Siegesfeier an die Ü32-Mannschaft des FC Gummersbach, alte Bekannte auf dem Siegertreppchen und bei den Siegesfeiern im Braustübchen. Auch die zweitplazierte Mannschaft des SV Bergisch Gladbach 09 war schon mal auf dem Treppchen und konnte sich über ein Preisgeld von € 1.000,00 und einen 50-Liter-Gutschein Zunft Kölsch freuen. Beide Mannschaften haben in der Vergangenheit bereits einmal den Zunft-Kölsch-Pokal gewonnen. Die Drittplazierten des RS 19 Waldbröl kennen auch die Braustube schon von Siegesfeiern und nahmen € 500,00 und 30 Liter Zunft Kölsch für ihre Leistung und die Jugendarbeit ihres Vereins mit nach Hause.

Die vierten Sieger dieser Meisterschaft vom FV Wiehl 2000 waren jedoch zum ersten Mal auf dem Siegertreppchen konnten mit 20 Litern Zunft Kölsch und einem Preisgeld von € 250,00 feiern.

Alle beteiligten Mannschaften, der Fußballkreis Berg und auch die Vertreter der Brauerei waren gemeinsam der Ansicht, dass es ein besonderer Anreiz ist um diesem Pokal zu spielen, da es neben dem Spaß am Fußballspiel insbesondere ein wichtiges Ziel für den Fußballkreis, die beteiligten Mannschaften und auch der Brauerei ist, die Jugendarbeit der Vereine zu fördern. Für die Siegermannschaften ist es immer wieder ein besonderer Anreiz, einen schönen Abend im Braustübchen verbringen zu können. Brauereichef Dr. Axel Haas sagte spontan zu, dass die Ü32-Kreismeisterschaft um den Zunft-Kölsch-Pokal auch weiterhin mit gleichem Konzept durchgeführt werden soll.

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Literaturabend mit Jonathan Tropper und Oliver Bootz im Burghaus Bielstein

Aller guten Dinge sind drei – auch im Burghaus Bielstein. Hier fand am Dienstagabend bereits die dritte Literaturveranstaltung in diesem Monat statt. Ein erwartungsfrohes Publikum empfing den amerikanischen Autor Jonathan Tropper, Marion Brasch (radioeins in Berlin) übernahm die Moderation, den deutschen Text las der Schauspieler Oliver Bootz, „Sieben verdammt lange Tage“ ist bereits der fünfte Roman von Tropper – zuletzt erschien sein internationaler Bestseller „Mein fast perfektes Leben“.


Von rechts: Oliver Bootz und Jonathan Tropper – Foto: Christian Melzer

Perfekt ist das Leben der Hauptfigur Judd Foxman nicht, denn er verliert innerhalb einer Sekunde alles: seine Frau, seinen Job, sein Haus. Dabei wollte er eigentlich seine Frau überraschen – und überraschte sie in flagranti mit seinem Boss. Das ist nicht genug – nun stirbt auch noch sein Vater, der sich eine Schiwa von seiner Familie gewünscht hat, eine siebentägige traditionelle Totenwache.

Den ersten Teil aus dem 26 Kapitel umfassenden Roman las Jonathan Tropper selbst – ganz up to date aus dem frisch herunter geladenen e-book. Hier wird erstmal die Familie vorgestellt. Vier Geschwister – drei Brüder und eine ältere Schwester. Auch Tropper selbst wuchs in ähnlicher Konstellation auf, aber er betont, dass die Personen in seiner Phantasie entstanden sind. Jeder Charakter ist jedoch für den Autor ein bisschen schauspielern. Als Autor gebe man immer ein Stück von sich selbst, verriet Tropper.

Der Protagonist Judd ist nicht der einzige in der Familie, der vom Leben gebeutelt ist. Seine Schwester Wendy ist nicht so glücklich mit ihrer Ehe und ihre Kinder machen das Leben auch nicht gerade einfacher. Dann der brave Bruder Paul der schon lange das Familienunternehmen übernommen hat, mit seiner Frau Alice, die unbedingt ein Kind will. Dazu kommt noch das schwarze Schaf der Familie – Nesthäkchen Phillip, der kaum Kontakt hat und gleich mit seiner Verlobten auftaucht. Komplett ist die Runde mit der Mutter Hillary, die in erster Linie Psychologin und Buchautorin ist und dann erst Mutter.

Schauspieler Oliver Bootz verlieh der Geschichte rund um das Familientreffen die deutsche Stimme an diesem Abend. Jonathan Tropper stellte fest: Die Geschichte klingt im Deutschen nicht nur viel länger – in Amerika ist das Buch auch nur halb so dick. Bootz. 1973 in Berlin geboren, machte eine Ausbildung zum Automechaniker und besuchte in Köln eine Schauspielschule. Bei einem Modelwettbewerb wurde er zum Gesicht 1991 gewählt. Bekannt ist er aus vielen TV-Filmen und spielte unter anderem in den MDR Tatort „Einsame Entscheidung“ , aber auch Rosamunde Pilcher Filmen.

Jonathan Tropper wurde am 19. Februar 1970 in New York City geboren. Er studierte an der NYU Literatur und Literarisches Schreiben und lebt heute mit seiner Frau und seinen drei Kindern in New Rochelle (New York). Er arbeitet hauptberuflich als Schriftsteller und hält Schreibseminare an der Universität. Allerdings lehrt er nicht anderen das Schreiben oder möchte sie zu Schreibern machen – vielmehr möchte er unterstützen, das Schreiben seiner Studenten zu verbessern. Dabei zieht er aber nie seine eigenen Romane heran und hat auch nie mehr als zehn Seminar-Teilnehmer. Für das Schreiben eines Buches benötigt er zwischen neun und zwölf Monaten. Mit Steven Spielberg schrieb er gemeinsam ein Skript für einen Film, der aber vorerst auf Eis gelegt ist. Etwas verlegen erzählte Tropper in Bielstein, dass Spielberg bei ihrem Kennenlernen sogar wusste, dass Tropper ihn in seinen Roman „This is where I leave you“ („Sieben verdammt lange Tage“) vorkommen lässt. Spielberg ist auch nicht ganz unbeteiligt daran, dass Warner Bros. die Filmrechte für die Verfilmung bereits hat – voraussichtlich in 2012 wird die Geschichte auch in den Kinos zu sehen sein.

Die Gäste im Burghaus erhielten einen ersten Einblick in ein Buch voll von besonderem Witz – jenem nämlich, der auch im Angesicht des Tragischen stets auf eine unnachahmlich ironische Art noch positiv wirkt. Nach der Lesung mit einem Abstecher zur Beerdigung und dem anschließenden Kaffeetrinken im Haus der Familie nahmen viele „Sieben verdammt lange Tage“ signiert von Jonathan Tropper mit um zu erfahren, wie das Familientreffen wohl weiter verläuft.

Vera Marzinski

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Literatur in der Burg: Jonathan Tropper und Oliver Bootz

Jonathan Tropper Am Dienstag, 19. Oktober 2010, findet im Rahmen der Reihe „Literatur in der Burg“ ab 20:00 Uhr im Burghaus Bielstein eine Lesung mit Jonathan Tropper und Oliver Bootz statt.

Lustig, sarkastisch, warmherzig, voller Trauer und so, so lebensecht!

„Ich bin deine Mutter und ich liebe dich.“ Das sagt Mom immer. Das nächste Wort lautet stets: „Aber …“

Familientreffen bei den Foxmans enden gewöhnlich mit zuschlagenden Türen und quietschenden Reifen, wenn der Mittdreißiger Judd und seine auch nicht mehr ganz jungen Geschwister so schnell wie möglich einen Sicherheitsabstand zwischen sich und ihr Elternhaus bringen. Doch nun ist Judds Vater gestorben und die Familie muss zähneknirschend seinen letzten Wunsch erfüllen: sieben Tage gemeinsame Totenwache.

Für Judd eine Woche, in der er sich mit dem auseinandersetzen muss, was geschehen ist, dem, was hätte sein können, aber auch dem, was kommen wird denn ausgerechnet jetzt erfährt er, dass seine zukünftige Ex-Frau schwanger ist.

Jonathan Tropper, geboren 1970 in New York City, studierte an der NYU Literatur und Literarisches Schreiben. Er lebt heute mit seiner Familie in New Rochelle (New York), arbeitet erfolgreich als Schriftsteller und gibt Schreibseminare an der Universität.

Begleitet wird Jonathan Tropper von dem deutschen Schauspieler Oliver Bootz. Dieser, geboren 1973, machte eine Ausbildung zum Automechaniker und besuchte in Köln eine Schauspielschule. Bei einem Modelwettbewerb wurde er zum Gesicht 1991 gewählt. Seitdem gehört er zu den gefragtesten männlichen Schauspielern Deutschlands. Neben mehrfacher Mitwirkung bei ARD Tatorten glänzte er 2006 neben Bruno Ganz in dem Historiendrama Ode an die Freude.

Eintritt 16,- €
Empore 13,- €

Bitte beachten Sie die Einbahnstraßenregelung.

Vorverkauf:
Wiehl Ticket
Bahnhofstraße 1
51674 Wiehl
Tel.: (0 22 62) 99-285
Fax: (0 22 62) 99-185
www.kulturkreis-wiehl.de

Erneuter Kriminalfall im Burghaus – „Mord ist kein Kinderspiel“

Vorhang auf für Flavia und den Puppenspieler-Mord. Zum zweiten Mal eine spannende Literaturlesung zum Anfang des goldenen Oktobers – und wieder fanden viele Krimi-Freunde in das Burghaus in Bielstein. Diesmal präsentierten der Kulturkreis und die Buchhandlung Hansen & Kröger den kanadischen Buchautor Alan Bradley mit seinem zweiten Roman über Flavia de Luce, der elfjährigen Kriminalistin.


Foto: Christian Melzer

Flavia weiß alles übers Giftmischen. Sie ist die Hauptfigur in Alan Bradleys Roman „Mord ist kein Kinderspiel“. Die NDR-Redakteurin Margarete von Schwarzkopf entlockt dem Autor noch einiges über Flavia und die anderen überaus interessanten Charaktere in der Krimi-Reihe. Anna Thalbach, die aus dem Roman an diesem Abend las, findet sie alle spannend. Beim Vorlesen darf sie jede Romanfigur spielen – im Fernsehen immer nur eine Rolle- deshalb liest sie so gerne. Film, Theater und Lesen sind jedes ein Abenteuer für sich, sagt die gefragte Schauspielerin und Hörbuchsprecherin. Sie ist viel auf Lesereisen, denn sie freut sich den Menschen die Literatur schmackhaft zu machen.

Das schaffte sie auch im Burghaus Bielstein. Gebannt verfolgten die Gäste die Geschichte. Das lag an der liebenswerten Giftmischerin in der Geschichte des Kriminalromans, aber auch an der hervorragenden Weise wie Anna Thalbach der Geschichte Leben einhauchte. Alan Bradley war sichtlich begeistert von Anna Thalbachs Stimme, aber auch der Autor las selbst aus seinem Buch – in der englischen Version – vor. Der Humor von Alan Bradley ist großartig. Man muss immer lachen, auch wenn es um Mord geht. Die Geschichte spielt um 1950. Damals war er selbst in Flavias Alter und begeistert von Büchern. Es ist wichtig, dass Flavia elf bleibt – in dem Alter sind Kinder sehr wissbegierig, so auch die Hauptdarstellerin in seinen Romanen. Alan Bradleys Figur Flavia de Luce ist ein junges Mädchen, welches neben ihrem Hobbylabor auch gern schon einmal Detektiv spielt. Die Begeisterung für Marionetten hatte Alan Bradley schon immer. So baut er eigene Begeisterungen – wie in „Mord ist kein Kinderspiel“ – auch in seine Bücher.

Seit 1994 ist Alan Bradley zum Schreiben gekommen, zuvor hatte er an Universität von Saskatchewan in Saskatoon gearbeitet. Bereits sein erstes Werk „Mord im Gurkenbeet“ wurde von den Kritiken hoch gelobt, so dass die Fortsetzung „Mord ist kein Kinderspiel“ nur eine Frage der Zeit war- sechs Bücher mit Flavia sind in Planung. Für den Debüt-Roman wurde mit dem renommiertesten Krimipreis der Welt ausgezeichnet, dem „Dagger Award“.

Im zweiten Teil der Krimireihe lernt Flavia de Luce durch Zufall auf dem Friedhof den Puppenspieler Rupert Porson und dessen Assistentin Mariella kennen. Im Gespräch stellt sich heraus, dass die beiden mit einer Panne liegen geblieben sind. Der Vikar, der später hinzukommt, bietet den beiden an, dass sie im verschlafenden Ort eine oder zwei Vorstellungen spielen können, in der Zwischenzeit würde ihr Auto repariert werden. Während der zweiten Vorstellung blitzen plötzlich Funken und statt der Puppe des Riesen liegt Rupert Porson tot auf der Bühne. Die Polizei nimmt sofort die Durchleuchtung des Kriminalfalles auf, tappt aber im Dunkeln. Bei der Lesung im Burghaus wird schnell klar: auch hier wird Flavia wieder einen spannenden Fall lösen, aber wie sie die Puzzleteile letztendlich zusammensetzt bleibt offen – erstmal. Denn so mancher nahm sich das Buch mit nach Hause und konnte anschließend beim Schmökern die Auflösung des Falls erlesen. Alan Bradley und Anna Thalbach signierten nach dem interessanten Literaturabend die Bücher. Die nächste literarische Reise im Burghaus findet am 19. Oktober statt. Oliver Bootz und Jonathan Tropper lesen „Sieben verdammt lange Tage“.

Vera Marzinski

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Blues-Duo der absoluten Sonderklasse

Richard Bargel und Klaus Major Heuser – zwei, die sich gefunden haben. Beide in einem Alter, in dem man sich dem gepflegten Blues widmen kann. Die Generation für die sie spielen hat viel graues Haar, behaupten sie frech weg.


Foto: Christian Melzer

Richard Bargel zählt längst zu den Blues-Ikonen. Der Meister Slidegitarre spielte alle großen Festivals, tourte durch die USA, arbeitete mit renommierten Kollegen. Auf der Bühne zelebriert er den Blues mit starker Bühnenpräsenz und magisch-rauher Bass-Stimme. Klaus „Major“ Heuser erlangte große Popularität als Gitarrist der Kölner Rockgruppe BAP, deren Mitglied er von 1980 bis 1999 war. Blues ist die Musik mit der er groß geworden ist, beeinflusst von den großen Blues-Vorbildern, wie Eric Clapton, Peter Green, Rory Gallagher. Bargel und Heuser verbindet eine auf gleichem Musikverständnis basierende Liebe zum Blues. Die Chemie stimmt zwischen den Musikern.

Begonnen hat alles mit einer Talk Show in der „Harmonie“ in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn. Eigentlich sollte jeder eine kleine musikalische Einlage nach einer Talkrunde darbieten. Die beiden spielen einfach zusammen und begeistern das Publikum mit ihrem spontanen Zusammenspiel. Sie schaffen mit ihrer Musik Atmosphäre – Bluesfeeling. Das Blues-Gitarren-Duo „Men in Blues“ hat mittlerweile eine CD aufgenommen und ihr Duo auf eine Band ausgeweitet. Mit Sascha Delbrouck am Bass und Macus Rieck am Schlagzeug sorgen sie mit ausgewogene Bandsound für einen rundum gelungene Bluesmusik und in der Burg Bielstein zelebrierten sie einen besonderen Bluesabend.

Sascha Delbrouck begann seine musikalische Berufsausbildung mit dem klassischen Kontrabass-Studium. Sein Werdegang ist Baßlastig, dabei keineswegs einseitig – eher viersaitig. Marcus Rieck studierte Jazz-Schlagzeug an der Hochschule für Musik in Köln und arbeitete unter anderem mit Jazzgrößen wie John Goldsy, Silvia Droste, Lyambiko. Seine Vielseitigkeit als Schlagzeuger bewies er in der Band von Rock-Urgestein Wolf Maahn bei der Tour „Zauberstraßen“. Mit Klaus „Major“ Heuser und Richard Bargel brachten sie den Blues in die Burg und die Spiellaune sprang schnell auf das Publikum über.

Das Blues-Publikum war gleich ganz aus dem Häuschen. Die Musiker legten aber auch direkt heftig los. Dabei wiesen Bargel und Heuser auf ihre „Stehhilfen“ hin – eigentlich Barhocker -, denn breitbeinig auf der Bühne geht da nicht. Sie wollen in Würde alt werden und damit das nicht so auffällt, haben sie die Stehhilfen. Zwischen den Blues-Stücken gab es mal kürzere und mal längere Moderationen. So erzählten sie, dass sie im Februar im Männer-Knast waren. Eiskalte Begeisterung sprang ihnen dort beim Konzert entgegen. Richard riss die Saite und Klaus hatte den schwarzen Peter die schweren Jungs ohne Gesichtsregung irgendwie „einzuheizen“. Degenhardt oder Bob Dylan wäre da gar nicht gegangen und er spielte einfach mal „Smoke on the water“. Und auf einmal kam Bewegung rein. Leider war Richard dann fertig und sie mussten auch noch Blues weiterspielen. Die Herausforderung nahmen sie an wie richtige Männer. Auch die Herausforderung in Wiehl nahmen sie an – die war aber nicht so schwierig, denn das Publikum ließ sich schnell begeistern. Mit Stücken wie „Blowing time“ oder der Song „The last one“, der von einem handelt, der immer am Ende der falschen Reihe steht. „Bad whisky“ oder „What the matter than“, ein ruhiges Stück für Klammer-Blues-Freunde, reihten sich aneinander.

„Evry time she wants“ sollte das letzte Stück sein, aber das Publikum ließ sie so schnell nicht gehen. „Men in Blues“ ist eine Liebeserklärung an die schönste Art zu trauern, zu trinken und sich gehen zu lassen: den Blues. Beide Musiker sind Rheinländer, Bargel aus Köln und Heuser aus Leverkusen. Sie haben den Blues und verzweifeln nicht dran. Mit einem Höhepunkt nach dem anderen erzeugten sie Gänsehaut oder musikalische Explosionen. Blues der absoluten Sonderklasse.

Vera Marzinski

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Ab 11. Oktober: Einbahnregelung in der Bielsteiner Straße

Ab dem 11.10.2010 wird in der Bielsteiner Straße zwischen den Hausnummern 97 und 115 (30-km/h-Bereich vor der alten Post) eine Einbahnregelung für den Fahrzeugverkehr eingerichtet, so dass ein Befahren dieses Bereiches nur noch von der Einmündung an der Gaststätte „Fässchen“ in Richtung Brauerei möglich ist.

Dies ist notwendig, weil dort – bedingt durch die Umbauarbeiten am „Bielstein Haus“ – ein Begegnungsverkehr nicht mehr möglich ist. Die Einbahnregelung gilt als Baustellen-Verkehrsführung bis ca. Januar 2012, jedoch wird es im Rahmen von Abbrucharbeiten dieses Jahr auch noch einmal zu einer Straßenvollsperrung für ca. 4 Wochen kommen. Es wird in diesem Zusammenhang gebeten, die entsprechenden Verkehrszeichen und Hinweisschilder zu beachten.

Spannende Krimi-Reise in die argentinische Geschichte

Ernesto Mallo lässt seine Krimis in den unterschiedlichen Epochen der argentinischen Geschichte stattfinden. In Detektivromanen setzte er sich mit den Begebenheiten in seinem Regime auseinander. Zwei seiner Detektivgeschichten sind ins Deutsche übersetzt: In diese beiden – Der Tote von der Plaza Once“ und „Der barfüßige Polizist von der Calle San Martin“- erhielt das Publikum im Burghaus Bielstein kleine Einblicke.


Foto: Vera Marzinski

In diesem Jahr präsentiert sich Argentinien als Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse 2010. Das Land zeichnet sich durch eine große literarische Tradition und eine faszinierend lebendige Kulturszene aus. Ernesto Mallo erzählte im Burghaus Bielstein von seinem Leben in Argentinien und seinem Leben mit der Literatur. Moderiert wurde der Abend von dem freien Journalisten Kersten Knipp – Heikko Deutschmann las aus den beiden Romanen. Durch den Wechsel von Moderation und Interview zu den Lese-Kostproben wurde es ein kurzweiliger Abend. Gebannt verfolgten die Gäste die Ausführungen Mallos und dem brillanten Vortrag der Buchauszüge von Heikko Deutschmann.

In Buenos Aires zur Zeit der Militärdiktatur unter Jorge Videla, Ende der 70er Jahre, spielt der erste Teil rund um Comisario Lascano. Es ist nicht direkt ein Krimi über die Militärdiktatur – sie ist die Landschaft vor der diese Geschichte spielt. Diese Form wählte Ernesto Mallo, weil er kein anklagendes Buch schreiben wollte, sondern eins, dass das gesellschaftliche Klima zeigen sollte. Gleich im ersten Kapitel lernt der Zuhörer die Eigenheiten den Protagonisten kennen. Über Funk erhält Lascano Informationen über einem Kriminalfall zu dem er gerufen wird- zwei Leichen. Es sind dann doch drei Leichen – zwei durchnässt, von Schüssen entstellt – ein junges Paar. Die dritte Leiche, ein älterer Mann, trocken, mit himmelblauem Hemd und entsetztem Gesichtsausdruck.

Im Laufe der Geschichte kommt eine weitere wichtige Figur hinzu. Fuseli, der Gerichtsmediziner. Comisario Lascano, lernt im Verlauf der Geschichte Eva kennen. Ausgerechnet ein Mädchen aus dem subversiven Untergrund, in die er sich schließlich verliebt. Er versucht sie zu schützen, gleichzeitig einen Mordfall aufzuklären und wird von Todeskommandos durch Buenos Aires gejagt.

Ernesto Mallo ist ein Mann, der keinem Club angehören will. Mit 20 Jahren glaubte er, die Welt ändern zu müssen. Literatur war für ihn ein sehr wirksames Mittel zu überleben. Er benutzt die Literatur manchmal als eine Form der Rache, sagt Mallo mit einem verschmitzten Lächeln – das seien die 50 % seines italienischen Blutes. So hat er jemandem, der ihn für seine Leistung mal nicht bezahlt hat zu einem Bordellbesitzer in seinen Romanen gemacht.

„Nicht ich wählte die Literatur, sie wählte mich.“ sagt der argentinische Autor. Der „Tote von der Plaza Once“ ist sein erster Roman, preisgekrönt als bester Krimi bei der Semana Negra in Gijón, dem größten Festival für Kriminalliteratur. Für seinen zweiten Roman erhielt er in einer Zeit als es ihm gerade nicht so gut ging – kein Geld, gerade geschieden – ebenfalls einen Literaturpreis. Zwar hatte er nur den zweiten Platz, aber er hatte die ganze Aufmerksamkeit bei der Verleihung. Zudem sei der Zweite Preis immer besser als der erste, denn von oben könne man nur fallen, vom zweiten Platz könne man sich noch steigern.

Ernesto Mallo erzählt in seinen Romanen packend von einem dunklen Kapitel der argentinischen Geschichte, beherrscht von Korruption, Aufbruch und Gewalt. Der österreichische Schauspieler Heikko Deutschmann bringt die Figuren und die Geschichte zum Leben. Einen kurzen Abschnitt las der Autor aber auch selbst in seiner Muttersprache. Gebannt hörten auch hier die Gäste zu. Ebenso wie bei seinen Ausführungen zu der Argentinischen Gesellschaft. Die Argentinier haben gelernt, dass sie nie sicher sind und dadurch müssen sie sich schnell neuen Situationen anpassen, flexibel sein. Ein ganz besonderer Abend mit kurzen Ausschnitten aus zwei Büchern eines Autors, dem es gelingt ebenso harte wie lyrische Krimis zu schreiben, die ganz nebenbei ein präzises Bild der Gesellschaft liefern.

Vera Marzinski

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Auszeichnung für Elektro Hube: 1a-Fachhändler 2010

Bereits zum dritten Mal seit 2008 konnte dem Fachgeschäft Elektro Hube in Weiershagen die begehrte „mi“-Auszeichnung als 1a-Fachhändler überreicht werden.


Übergabe der Urkunde durch Thomas Gaisbauer, Beigeordneter der Stadt Wiehl (2.v.r.) bei Elektro Hube in Weiershagen. – Foto: Christian Melzer

Anlässlich einer kleinen Feierstunde gratulierte der 1. Beigeordnete Thomas Gaisbauer dem Ehepaar Hube zu dieser besonderen Leistung im Namen der Stadtverwaltung und des Rates der Stadt Wiehl. Zahlreiche Kunden, Nachbarn und Freunde waren gekommen um dem Ehepaar ebenfalls zu gratulieren.

In seiner Gratulationsrede wies Herr Gaisbauer auf die zahlreichen Kriterien des Anforderungskataloges hin, deren Einhaltung durch kompetente Fachjuroren des „markt-intern-Teams“, bestehend aus Juristen, Dipl. Kaufleute und Volkswirten, dem inhabergeführten Elektrofachgeschäft Hube für das Jahr 2010 testiert und mit der Auszeichnung zum „1a-Fachhändler“ seine Bestätigung und Anerkennung erhalten hat.

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