Lebenslauf eines Stromes – Uwe Rada über die „Oder“

Die „Oder“ – ein Fluss, der als Grenzfluss trennte, aber auch Städte mittlerweile verbindet. „Ein Fluss ist ein Band – man muss es nur aufnehmen“, so der Buchautor. Frei fließend mit wunderbaren Auen schlängelt sich die Oder durch ihr Flussbett. Dies und vieles mehr über den großen Strom erfuhren die Gäste am Donnerstagabend im Burghaus Bielstein von Journalist und Autor Uwe Rada. Der Kulturkreis und die Stadt Wiehl hatten in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft zu dieser Lesung eingeladen.


Foto: Vera Marzinski

Roswitha Köhlert, Vorsitzende der Deutsch-polnischen Gesellschaft in Köln-Bonn – waschechte Wiehlerin seit 17 Jahren – stellte zudem noch weitere Fragen zum Fluss, zum Buch und zum Autor. Nach der „Memel“ ist dies das zweite Buch, in dem sich Uwe Rada mit dem Lebenslauf eines Stromes befasst. Er nimmt in seiner Publikation den Zuhörer und Leser mit hinein in die Kulturlandschaft und berichtet über Menschen, die in bestimmten Zeitabschnitten dort gelebt haben. Eine wechselvolle, historische Geschichte hat dieser Fluss. Das Buch verleitet zum Reisen an die Oder und zu den Spuren, die er hinterlassen hat. Dieser Strom konnte zu einer verbindenden Lebensader in Mitteleuropa werden, an seinen Ufern leben Städte wie Breslau, Frankfurt oder Slubice auf, die sich mittlerweile auf ihr multikulturelles Erbe besinnen.

Uwe Radas Buch und auch die Lesung beginnen mit einem Diskurs zu Rhein, Donau, Weichsel, Moldau. Die Oder verbindet nichts mit einem Mythos wie die Lorelei mit dem Rhein. Wenige Dichter widmeten der Oder einige Zeilen. Theodor Fontane bereist das Oderland lediglich von Frankfurt bis Schwedt. Aus dem Kulturstrom – der eigentlich mal begradigt werden sollte – wurde ein vergessener Strom und schließlich ein Naturstrom. Die Oder, die in Tschechien entspringt und durch das Stettiner Haff in die Ostsee mündet, hat für uns Deutsche eine ganz besondere historische Bedeutung. Bereits vor tausend Jahren trennte der Fluss Deutschland und Polen, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurde die Oder sogar zum Symbol einer Grenze schlechthin.

März 1730 und Friedrich der Große – eins der Kapitel im Oder-Buch von Uwe Rada spielt in dieser Zeit. Auf viel Geschichtliches und auch Naturgegebenheiten, wie ein hohes Fischaufkommen, sowie Friedrichs Modernisierungsvorhaben geht Rada hier ein. Auch das Friedrich-Standbild das lange Jahre in einem Ort im Oderbruch hinter Gurkenfässern verborgen wurde erwähnt er. In einem anderen Kapitel geht es um Begegnungen, um eine versenkte Glocke, um Nachbarn und Fremde. Und auch um die Wandzeitungen in Aurith und Urad um 2004, die die Einwohner verbinden sollten. Ein kleines Projekt der deutsch-polnischen Völkerverständigung. Denn Aurith und Urad sind eigentlich zwei Hälften eines Dorfes, die mit einer Fährverbindung verbunden waren. 1945 wurde der Fluss Staatsgrenze. Um am gegenüberliegenden Ufer zu stehen, muss man 42 Kilometer fahren.

Viele Fakten hat Uwe Rada zusammengebracht. Dabei ist er nicht in Archiven gewesen sondern hat versucht alles zu lesen, was es über die Oder an Veröffentlichungen gibt, sowohl polnisch als deutsch. Zudem ist er oft mit dem Fahrrad an der Oder entlanggefahren und hat Geschichten gesammelt. In insgesamt drei Jahren kam der Stoff für das Buch zusammen. Sein eigenes Interesse liegt nicht in familiären Wurzeln. Er lebt in Berlin und durch den Mauerfall erlebte er, wie Menschen sich mit der Grenze beschäftigen. Da ist Polen naheliegend und insbesondere auch so eine naturgegeben Grenze, wie die Oder.

Uwe Rada, geboren 1963, ist Redakteur der „taz“ und Buchautor. Er lebt in Berlin. Für seine publizistische Arbeit hat er verschiedene Stipendien und Preise erhalten, unter anderem von der Robert-Bosch-Stiftung und dem Goethe-Institut. Er hat mehrere Bücher zur Geschichte Osteuropas veröffentlicht, zuletzt „Die Oder. Lebenslauf eines Flusses“. Zurzeit ist ein Buch zur Elbe in Arbeit.

Vera Marzinski

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Hallenhandball-Kreispokalrunde um den Zunft-Kölsch-Pokal 2011: Siegerehrung

In diesem Jahr wurde zum dreizehnten Mal die Hallenhandball-Kreispokalrunde der Herren um den Zunft-Kölsch-Pokal ausgespielt. In enger Zusammenarbeit mit dem Handballkreis Oberberg kämpften die Herren-Mannschaften der oberbergischen Handballvereine um Punkte und attraktive Preisgelder.


Foto: Michael Kleinjung

Dabei ist die Grundidee dieses Zunft-Kölsch-Pokales, die Jugendarbeit in den heimischen Vereinen zu fördern. So spielen und gewinnen die Herren im Wesentlichen für die Jugendarbeit ihres Vereins. Da gemäß der Ausschreibung 75% der zu gewinnenden Preisgelder in die Jugendkasse des jeweiligen Vereins fließen müssen.

In diesem Jahr gab es wiederum ein Rekord-Teilnehmerfeld: es beteiligten sich 36 Herrenmannschaften aus dem Oberbergischen am Wettbewerb um den Zunft-Kölsch-Pokal und spielten von September 2010 bis zum Finale am 1. Mai 2011 in der Ründerother Sporthalle die Pokalrunde aus.

Im Braustübchen der Erzquell Brauerei Bielstein wurden dann am Dienstagabend bei einem zünftigen Schluck und Deftigem vom Buffet die Sieger 2011 geehrt:

Der Vorsitzende des Handballkreises Oberberg, Udo Kolpe und Dr. Axel Haas, Chef der Erzquell Brauerei sowie Werbeleiter Oliver Pack, überreichten hier den Zunft-Kölsch-Pokal, den 750,00 EURO-Siegerscheck und einen Gutschein über 100 Liter Zunft-Kölsch an die 1. Herren-Mannschaft des TuS Derschlag. Die zweitplazierte Mannschaft des SSV Nümbrecht konnte sich über ein Preisgeld von 500,00 EUR0 und 50 Liter Zunft-Kölsch freuen und die Drittplazierten (die Sieger des HKO-Finales) nahmen 250,00 EURO und 30 Liter Zunft-Kölsch für ihre Leistung und die Jugendarbeit ihres Vereins mit nach Hause. Neben dem „Rekord-Pokalsieger“ TuS Derschlag sind diesmal eine ganze Reihe „neuer Gesichter“ dabei: Der SSV Nümbrecht 1 und die HSG Marienheide-Müllenbach 2 haben sich ebenfalls „ins Braustübchen“ gespielt.

Alle beteiligten Mannschaften, der Handballkreis Oberberg und auch die Vertreter der Brauerei waren gemeinsam der Ansicht, dass es ein besonderer Anreiz ist, um diesen Pokal zu spielen, da neben dem Spaß am Handballspiel, insbesondere die Jugendarbeit des jeweiligen Vereins gefördert wird.

Lesung mit Eva Mattes im Burghaus Bielstein

„Wir können nicht alle wie Berta sein. Erinnerungen“ – Lesung mit Eva Mattes am Freitag, 20. Januar 2012, 20:00 Uhr im Burghaus Bielstein.

Tatort-Kommissarin, beliebte Theaterschauspielerin, Kultfigur des Neuen Deutschen Films: eine Frau, die zwischen den Rollen zu sich selbst findet.

Mit 13 ist sie die deutsche Stimme von Timmy aus der Fernsehserie „Lassie“ und von Pipi in der Fernsehserie „Pipi Langstrumpf“. Mit 15 steht sie in Verhoevens Antikriegsfilm o.k. zum ersten Mal vor der Kamera. Mit 16 sorgt ihre Rolle in Wildwechsel für den ersten deutschen Fernsehskandal. Heute deckt sie als Konstanzer Tatort-Kommissarin Klara Blum spektakuläre Fälle im Dreiländereck auf. In ihrer Autobiographie erzählt Eva Mattes von Begegnungen mit Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Peter Zadek und anderen Größen aus Film und Theater. Ein sehr persönliches, intensives Buch und ein spannender Streifzug durch die deutsche Theater- und Filmgeschichte.

Elke Heidenreich schrieb über Eva Mattes´ Buch in der Brigitte vom 7. September 2011: „Berta ist famos. Aber so können wir nun mal nicht alle sein … Eva Mattes kann.“

Bitte beachten Sie die Einbahnstraßenregelung.

Vorverkauf:
Wiehl Ticket
Bahnhofstraße 1
51674 Wiehl
Tel.: (0 22 62) 99-285
Fax: (0 22 62) 99-185
www.kulturkreis-wiehl.de

Achtung: Veranstaltung ist bereits ausverkauft.

„Slyboots“ rockten wieder mal vor ausverkauftem Haus

Nicht zum ersten und sicher nicht zum letzten Mal spielten die „Slyboots“ im Burghaus Bielstein. Die Dienstälteste Band des Oberbergischen Kreises präsentierte Oldies und Beat – Musik aus den 60er und 70er Jahren.


Slyboots – Foto: Christian Melzer

„Venus“ schallte es als erstes durch das Gemäuer. Mit coolen Gitarrenriffs und einer sehr spiel- und singfreudigen Band – das will das Publikum sehen und hören und das bekommen sie auch. Für Manfred Boesinghaus und seine Mitmusiker ist das Burghaus mittlerweile „das Wohnzimmer“. Bereits 2008 und 2010 konnten sie ihre Gäste begeistern. Sie spielten damals und auch am Donnerstagabend Stücke wie „The Wanderer“ oder „Bus Stop“ – ein Oldie reihte sich an den nächsten. Dies in üblicher Slyboots-Manier dargeboten – und das Publikum war zufrieden.

Seit dem 13. Januar 1965 existieren die „Slyboots“ und zwei der Gründungsmitglieder sind auch heute noch mit Herz und Seele dabei: Bandleader und Bassist Manfred Bösinghaus und Rhythmusgitarrist Joachim Fuchs. Sinah Meier aus Wiehl singt schon seit einigen Jahren mit den Musikern – ob Balladen wie „You’ve got a friend“ von Carole King oder alte Partyhits wie „Knockin‘ On Heavens Door“: sie wusste ihr Publikum für sich einzunehmen. Gesanglich unterstützte sie nicht nur Sparkassenchef Manfred Bösinghaus. Auch Keyboarder Ralf Zimmermann und Manuel Chamorro übernahmen die Gesangsparts. Chamorro sang und tanzte dabei sogar ein paar Drehungen mit seiner Gesangspartnerin. Das Stück „Stumblin’in“ von Chris Norman und Suzie Quattro präsentierten sie gemeinsam. Gitarrist Robert Schuller aus Drabenderhöhe ließ des Öfteren mit seiner Gitarre in kleinen Soloparts erklingen. Für den guten Rhythmusteppich sorgte Oliver Fuchs am Schlagzeug. Beatles, Hollies aber auch Santana, Eric Clapton und andere gehören zum Repertoire der Gruppe.

Santanas „Black Magic Woman“ oder „American Pie“ von Don McLean – ein Stück zum Mitsingen -, die „Hymn“ von Barcley James Harvest. – ihr Programm ist umfangreich. Auch ein „La Bamba“ der Los Lobos fehlte nicht. Das älteste Stück – besonders vom Keyboarder wegen der Soloeinlage bevorzugt: „Runaway“ von Del Shanon. Der absolute Knaller, bei dem die Lautstärke immer mehr und mehr anstieg und die Gäste aus vollem Hals mitsangen: „Rockin‘ All Over The World“. Auch bei Pink Floyds „The Wall“ gingen alle eifrig mit. „Hang On Snoopy“ kam als eine der Zugaben und begeisterte ebenso.

Nach über mehr als drei Duzend Songs endete das Programm. Die Partystimmung hatte sich durch den ganzen Abend gezogen und war tendenziell gleich geblieben. So rockten die „Slyboots“ das Burghaus mal wieder für über drei Stunden und heizten ihren Gästen mächtig ein, die anschließend durch die Novemberkälte nach Hause mussten.

Vera Marzinski

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Bielsteiner Weihnachtsmarkt rund um die Burg

Am letzten Adventwochenende, Samstag und Sonntag, den 17. und 18. Dezember 2011 findet der Bielsteiner Weihnachtsmarkt rund um das historische Burghaus statt.

Nahezu 50 Verkaufsstände – in romantischen Holzhütten untergebracht – laden zum besinnlichen Bummel über das festlich geschmückte Gelände ein. Töpfereien, Kunstgewerbe, Holzarbeiten, weihnachtliche Gestecke, Trödel, Lederwaren und allerlei Geschenkartikel, aber auch Selbstgestricktes, Bastelarbeiten, Schmuck, Edelsteine und Kleinigkeiten können erworben werden. Baumschmuck, Schnitzereien aus dem Erzgebirge und Krippenfiguren runden das Angebot ab. Im Eingangsbereich der Burg stellt die Theodor–Fliedner–Stiftung Waldruhe künstlerische Exponate der Bewohner der Einrichtung aus.

Auch an das leibliche Wohl der Besucher ist gedacht. Spießbraten, Steaks, Grillwürstchen, Bratkartoffeln, leckere Reibekuchen, Flammkuchen, Pizza und Wildspezialitäten können verzehrt werden; Helmer’scher Hefeplätzchen, Schwedenpunsch, Berliner Ballen, Christstollen und Gebäck werden ebenso angeboten wie Kaffee und frische Waffeln, Glühwein, Crepes und Kinderpunsch. Bei den bei herrlichem Weihnachts– und Winterwetter im Vorjahr erschienenen Besucherscharen galt der nur auf dem Bielsteiner Markt ausgegebene Winzerglühwein als besonderer Tipp, zumal wenn er im exklusiven und auch käuflichen Becher kredenzt wurde.

Der Weihnachtsmarkt beginnt am Samstag, dem 17.12.2011 um 14.00 Uhr. Offiziell wird der Markt vom Bürgermeister der Stadt Wiehl, Herrn Werner Becker–Blonigen um 15.00 Uhr eröffnet – musikalisch umrahmt von der Siebenbürger Trachtenkapelle aus Gummersbach. Ab 16.00 Uhr unterhält die Besucher mit weihnachtlichen Melodien der Posaunenchor Remperg und ab 19.00 Uhr präsentiert die Jazz–Combo „Uptown four“ Jazzklassiker mit der bereits im Vorjahr blendend aufgelegten jamaikanischen Solistin Beverly Daley.

Das Programm beginnt am Sonntag, den 18.12.2011 um 11.00 Uhr mit dem Frauenchor Oberbantenberg und dem Bielsteiner Männerchor, danach gibt das Saxophon–Quartett der Musikschule Bergneustadt „Jazz 4 Saxes“ ein Stelldichein. Am Nachmittag präsentiert der „Nachtexpress“ aus Wiehl unter Mathias Bauer sein Weihnachtsprogramm und das MZ–Trio um den Jazzgeiger Michael Zirwes schließt sich nahtlos unter dem Motto „Swing meets Christmas“ an. Den Abend beschließen die Bläser der Posaunenchores Mühlen–Drabenderhöhe der Freikirchlichen Gemeinde mit besinnlichen Weihnachtsliedern – auch zum Mitsingen.

An beiden Tagen können sich die Kleinen auf einem nostalgischen Mini-Karussell vergnügen und an Ständen des Heimatvereins und der Dorfgemeinschaft gibt es eine süße Überraschung.

Organisiert wird der Weihnachtsmarkt vom Heimatverein Bielstein und der Dorfgemeinschaft Helmerhausen, seinen familiären Charakter erhält er aber erst dank der Mitwirkung der Ortsvereine, der Schulen, der Freundeskreise, von Behindertenorganisationen, talentierten Bastlern und richtigen Künstlern sowie engagierten Gewerbetreibenden und vielen freiwilligen, ungenannten Helfern.

Zur Durchführung des Weihnachtsmarktes wird die Straße „Am Rosenhang“ (Teilstück oberhalb des Burghauses) von Mittwoch, dem 14.12.2011, 8.00 Uhr bis Montag, dem 19.12.2011, 18.00 Uhr und die „Burgstraße“ (ab Einmündung der „Brindöpkestraße“ bis zur Einmündung „In der Kämpe“ ) von Freitag, dem 16.12.2011, 8.00 Uhr bis Montag, den 19.12.2011, 18.00 Uhr gesperrt. Zeitgleich wird die „Florastraße“ zur bergauf führenden Einbahnstraße.

Parkmöglichkeiten für die Besucher stehen in ausreichendem Maße in der Ortsmitte von Bielstein, an den Lebensmittelmärkten Dornseifer und Plus, dem Firmenparkplatz Kind & Co. sowie im Freizeitgelände zur Verfügung.

Das Programm:

Samstag, den 17.12.2011

14.00 Uhr:
Traditionelle weihnachtliche Blasmusik mit der „Siebenbürger Trachtenkapelle“ aus Gummersbach

14.30 Uhr:
Eröffnung des Bielsteiner Weihnachtsmarktes durch den Bürgermeister der Stadt Wiehl , Herrn Werner Becker-Blonigen

15.30 Uhr:
Die „Kölschen Singpänz“ , eine Vokalgruppe der Hugo – Kückelhaus – Schule aus Wiehl – Oberbantenberg bringt weihnachtliche Großstadtstimmung mit auf die Bühne an der Burg

17.00 Uhr:
CVJM „Posaunenchor Remperg“ mit klassischen und beschwingten Advents -und Weihnachtsliedern unter Leitung von Eckhard Gülicher

19.00 Uhr:
Augen- und Ohrenschmaus mit „The Uptown Four“ um den Bielsteiner Saxophonisten S. Aschenbrenner sowie der jamaicanischen Sängerin Beverly Daley mit einem brandneuen Weihnachtsprogramm, das abendliche Highlight ergänzen W.Geck, p; R.Kleine -Tebbe, b; H.Laaks, dr

Sonntag, den 18.12.2011

11.00 Uhr:
„Frauenchor Oberbantenberg“ und „Bielsteiner Männerchor“ unter Dirk van Bettery

12.00 Uhr:
Das Saxophon – Quartett der Musikschule Bergneustadt „Jazz 4 Saxes“ intoniert bekannte und amerikanische Weihnachtssongs auf hohem Niveau

14.00 Uhr:
Weihnachtliche Pfade beschreitet die Wiehler Tanzband „Nachtexpress“ unter ihrem Leiter Matthias Bauer mit traditioneller und moderner Festtagsmusik

15.30 Uhr:
Das „MZ – Trio“ mit dem Wiehler Jazzgeiger Michael Zirwes und dem chilenischen Top – Pianisten Pablo Paredes komplettiert durch den Bassisten Wolfgang Ohndorf präsentiert in außergewöhnlichen Klängen „Swing meets Christmas“

17.00 Uhr:
Besinnliches Liedgut zum Abschluss mit dem „Posaunenchor Mühlen – Drabenderhöhe“, getragen von der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Mühlen – Bielstein und der evangelischen Kirchengemeinde Drabenderhöhe

Ausstellung „Könige“ für Kinder und Erwachsene in St. Bonifatius

Vom 20. November bis 18. Dezember 2011 werden die „Könige“ des Kölner Künstlers Götz Sambale in St. Bonifatius in Wiehl-Bielstein (Florastraße) zu sehen sein.

14 Einrichtungen der Stadt Wiehl werden die Ausstellung besuchen, um die Königs-Figuren auf großen und kleinen Stelen zu erleben. Die Objekte lösten bisher an allen Ausstellungsorten bundesweit Faszination und Nachdenklichkeit aus, unabhängig von religiösen oder kulturellen Zugehörigkeiten, wie die Ausstellungsbesucher in Gästebüchern dokumentiert haben.

Es geht um Haltungen und Erfahrungen, es geht um Selbstwert, Individualität, Einsamkeit, Endlichkeit, Größe, Freiheit, Arglosigkeit und vieles mehr. Im Christentum steht hierfür Christus als König, der das Beispiel der Menschenwürde schlechthin darstellt. Jeden Sonntag wird die Bonifatius-Kirche von 11 bis 17 Uhr für den Besuch geöffnet sein. Weiter Informationen auch unter www.bonifatius-bielstein.de.

Anlässlich dieser Ausstellung lädt St. Bonifatius zu zwei Höhepunkten ein: Am Sonntag, 4. Dezember, wird eine erlebnispädagogische Führung speziell für Kinder im Grundschulalter mit ihren Geschwistern, Eltern und Familien in der Zeit von 15-16 Uhr angeboten.

Am Montag, 12. Dezember, lädt Bürgermeister Becker-Blonigen zusammen mit Holger Banse, dem Leiter der Oberbergischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, um 18 Uhr zu einem politischen Gespräch mit Christoph Wonneberger in die St. Bonifatius-Kirche ein. Dabei wird es um Fragen rund um das (auch lokale) politische Engagement angesichts der Forderung einer Menschenwürde gehen. Grundfragen, die nicht nur allgemein erhoben bleiben dürfen, sondern auch vor Ort in unserer Stadt eine politische Haltung herausfordern und dem alltagspolitischem Engagement einen Bezugspunkt geben. Als Mitgestalter des DDR-Umbruchs wird sich Christoph Wonneberger über den Zusammenhang von Menschenwürde und lokalem politischem Engagement kompetent einbringen können.

Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen und Besuchszeiten frei.

Karnevalsverein Bielstein e.V.: Kickoff Kapaaf Sitzung

Der erste große Höhepunkt für das neue Prinzenpaar Hansi I. und seiner Gattin Sandra aus dem Hause Schmid fand letzten Samstag am 12.11.2011 mit der Kickoff Kapaaf Sitzung in der Aula des Bielsteiner Schulzentrums statt.


Foto: Melzer

Nach der Begrüßung durch den neuen 1. Vorsitzenden Markus Heitmann übernahm der KVB- Sitzungspräsident Michael Becher das Mikrofon und ließ zunächst das scheidende Prinzenpaar Michael II. und Gattin Rita aus dem Hause Jonen die Bühne „entern“. Nach einer kurzen Abschiedsrede folgte noch ein Potpourri ihrer Karnevalslieder der letzten Session, bevor „der Bär in Bielstein“ erlegt war. Anschließend zogen zur Begrüßung des neuen Prinzenpaares alle anwesenden Gruppierungen des KVB auf die Bühne und bereiteten ein imposantes Bild. Doch bevor es für das neue Prinzenpaar ernst wurde, galt es, den langjährigen 1. Vorsitzenden Jörg Karthaus für seine Verdienste um den KVB zu ehren. Er bekam keinen Orden – aber eine Heizdecke mit eingesticktem Vereinsemblem, die ihn auch im Alter stets an die herzliche und „warme“ Zeit an der Spitze des KVB erinnern möge.

Und dann war es endlich soweit: Untermalt von modernen Klängen zog das neue Schmölzchen samt Prinzenpaar Hansi I. und seiner Prinzessin Sandra in den Saal und ließ sich feiern. Nach vielen geworfenen „Strüssjer“ und verteilten „Bützje“ standen sie noch leicht nervös aber rundum glücklich auf der Bühne und präsentierten sich den Gästen. Gewohnt sicher und schlagfertig inthronisierte Bürgermeister Becker-Bloningen das neue Prinzenpaar und wurde dafür auch mit dem ersten Prinzenorden der noch jungen Session beehrt. Nach kurzer Ansprache an das jecke Volk präsentierte das Prinzenpaar auch das erste Lied der Session und man merkte ihnen an, dass die erste Anspannung von ihnen abfiel.

Das künstlerische Programm für diesen Abend – wieder hervorragend durch Volkmar Winkler gestaltet – startete mit dem Trio „Blom + Blömcher“ und brachte viel Stimmung in den Saal. Es folgte die erste Tanzgruppe des Abends: Die jüngsten Tänzerinnen und Tänzer der „Crazy Girls & Boys“ tanzten auf der Welle der Begeisterung ihre Tänze und wurden vom nachfolgenden Künstler, dem Bauchredner Gerard, sogar dazu animiert, ihr volles Programm zu zeigen. Es folgte zwischenzeitlich die Ehrung des neuen Prinzenpaares durch eine Abordnung des „Bundes Deutscher Karneval“ (BDK). Anschließend gab Sonja Becker aus Köln eine Kostprobe ihres Könnens ab und es folgte mit den Bielsteiner Raketen die zweite Tanzformation des KVB. Alle Tänze sowie der Ein- und Ausmarsch wurden komplett neu einstudiert und perfekt choreografiert. Dann kamen die Bauchmuskeln wieder ins Spiel: Die Beckendorfer Knallköpp hatten ein wunderschönes Programm in „reinstem Kölsch“ parat. Direkt nach „Klaaf“ kam wieder Musik und es folgte mit den Labbesse eine weitere bekannte Kölner Musikgruppe, die gekonnt die Bühne für Bielsteins dritte und letzte Tanzgruppe bereitete: die Bielsteiner Tanzmäuse. Hatten sie in den vergangenen Sessionen immer ein wenig Startschwierigkeiten in die Session zu gelangen, so war in diesem Jahr davon rein gar nichts zu spüren: Die Tänze waren perfekt! Das Programm ging zu Ende mit den Kaafsäck, einem großartigen Trompetencorps aus Dürwiß. Weit nach 23.00 Uhr durfte dann das Prinzenpaar noch einmal auf die Bühne und ihr Restprogramm zum Besten geben. Ein gelungener Abend schloss dann bei Kölsch & Klaaf weit nach Mitternacht und den Gästen wurde alles geboten, was man sonst nur in Köln bekommt.

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Martinszug in Bielstein

Auf Initiative des Heimatvereins Bielstein fand der diesjährige Martinszug am 10. November statt. Ausgehend vom Sammlungspunkt „An der Mühle“/Freizeitpark zogen über 200 Kinder mit ihren Eltern oder Begleitpersonen durch den Ort. St. Martin zu Pferde wurde dargestellt von einer jungen Dame.

An der katholischen Kirche wurde das historische Martinsspiel aufgeführt, wo, nach der Überlieferung zufolge, der römische Soldat Martin einem frierenden Bettler einen Teil seines Mantels überließ. Aus Umweltschutzgründen verzichtete der Heimatverein zum Abschluss zum zweiten Mal auf ein großes Martinsfeuer im Freizeitpark.

In der romantischen Umgebung der Bielsteiner Burg, beleuchtet durch Feuerkörbe erhielten alle Kinder wie immer einen kostenlosen Weckmann.

Burghaus Flügel vierhändig zum Klingen gebracht

Mit einem perfekt aufeinander abgestimmten Doppelspiel zu vier Händen an einem Flügel konzertieren sie regelmäßig in bedeutenden Musiksälen wie der Berliner Philharmonie, dem Gewandhaus Leipzig oder auch im Prinzregententheater München – am Freitagabend nun auch im Burghaus Bielstein. Das Klavierduo Anna und Ines Walachowski verbindet nicht nur geschwisterliche Blutsbande, sondern eine besonders begnadete pianistische Traumtänzerei. Ihr Spiel ist nie langweilig und langatmig und verzückt das Publikum im Nu.


Duo Walachowski – Foto: Christian Melzer

Die Schwestern Walachowski stammen aus Breslau/Polen, wo sie mit vier bzw. sechs Jahren den ersten Klavierunterricht erhielten. Als Duo debütierten sie 1996 und errangen seither mehrere Preise bei Wettbewerben in Deutschland, Polen und Italien. Die Schwestern verfügen über außerordentliche Musikalität und Bühnenpräsenz. Ihr breites Repertoire reicht von Bach bis hin zu zeitgenössischer Musik. Einen kleinen Einblick in ihr Programm gaben sie auch den Gästen in Bielstein.

Sehr zurückhaltend sind die beiden im Kontakt mit dem Publikum – außer der Zugabe, der „5. Ungarische Tanz“ von Johannes Brahms sagten sie nichts an. Dies lag sicherlich auch daran, dass sie die ganze Zeit hochkonzentriert spielten. Kaum eine Regung im Gesicht, dafür umso flinker die Bewegungen auf den Tasten des Flügels. Die beiden Schwestern sind perfekt aufeinander eingespielt. Sie präsentieren ein temporeiches, weiches und fließendes Spiel und eine brillante Homogenität im Klang. Facettenreich wechseln sie von Mendelssohn-Bartholdy zu Gabriel Fauré und Frédéric Chopin bis zu Maurice Ravel. Der „Bolero“ – vierhändig in einer Bearbeitung des Komponisten – ist fulminant. Mit extrem ausgefeiltem Tempo und Dynamik. Magisch der Sommernachtstraum. Mitten in die eisige Novemberkälte erwärmten die beiden Pianistinnen die Gäste im Burghaus mit einem musikalischen, sommerlichen Traum.

Insbesondere durch den „Hochzeitsmarsch“ hat der „Sommernachtstraum“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy weltweite Berühmtheit erlangt. Das Meisterwerk des siebzehnjährigen Felix Mendelssohn-Bartholdy lässt auch das Publikum unserer Tage noch aufhorchen: Diejenigen, die Shakespeares Lustspiel noch nicht kennen, erahnen die geheimnisvolle Märchenwelt der Elfen oder der tanzenden Rüpel. Feinsinnig hat der Komponist die Stimmung des Schauspiels von Shakespeare in die Sprache der Töne übersetzt. Anna und Ines Walachowski setzen dies am Flügel beeindruckend um. Der Zuhörer hört die Unbeschwertheit in der Ouvertüre, die Melancholie des Notturno – facettenreich sind die Motive und Themen miteinander verwoben. Grandios wie die Walachowski-Schwestern dies darbieten. Bei Anna und Ines Walachowski stimmt einfach alles – Tempo, Balance der Abstimmung, Dynamik. So konnte es auch im Burghaus nur ein beeindruckendes Konzert werden.

Vera Marzinski

Benefizkonzert DIE BAchLKAN BEGEGNUNGEN in der Burg Bielstein

Am Samstag, den 19.11.2011, um 19.30, findet in der Burg Bielstein das Benefizkonzert DIE BAchLKAN BEGEGNUNGEN statt. Mit diesem Konzert wird die fast zehnjährige Tradition der Begegnungen junger Musiker der Oberbergischen Region mit Musikern aus Bosnien-Herzegowina fortgesetzt.

Die bosnische Herkunft des Wiehler Pianisten Gregor Vidovic hat ihn in den Jahren nach dem Bürgerkrieg bewogen, mit Benefizkonzerten seinen Kollegen aus Bosnien zu öffentlichen Gehör zu verhelfen.

Auch diesmal werden Gastmusiker aus Sarajevo, zusammen mit jungen Musikern aus unserer Region, ihr Können dem Wiehler Publikum im Rahmen dieses vom Lions Club Oberberg und der Musikschule der Homburgischen Gemeinden e.V. organisierten Konzertes, präsentieren können.

Karten für das Benefizkonzert DIE BAchLKAN BEGEGNUNGEN gibt es an der Abendkasse der Burg Bielstein zum Preis von 20 Euro.