Bielstein soll zu einem Kleinod werden

Zum Infoabend für den zweiten Bauabschnitt des integrierten Handlungskonzepts (IHK) Bielstein hatten die Stadt Wiehl und der Heimatverein in die Mensa der Sekundarschule Bielstein geladen. Seit April 2013 befindet sich die Stadt Wiehl in der Umsetzungsphase des mit Bürgerbeteiligung erarbeiteten integrierten Handlungskonzeptes Bielstein (IHK Bielstein). Das gemeinsame Erarbeiten stellte Baudezernent Maik Adomeit besonders heraus. „Wünsche und Bedenken haben wir ernstgenommen und umgesetzt“. Und um weiter einvernehmlich vorgehen zu können sollten nunmehr die unmittelbaren Maßnahmen und Auswirkungen vorgestellt werden.


Udo Kolpe und Klaus Marenbach (beide Büro Donner und Marenbach) Andreas Behle (Geschäftsführer Straßen- und Tiefbau GmbH Kirchhundem), Sebastian Hennen (Schachtmeister Straßen- und Tiefbau GmbH), Christian Reusch (Ansprechpartner Bauamt Stadt Wiehl), Bernd Niedermeier (Planungsgruppe mwm). Fotos: Vera Marzinski

Nachdem die Umgestaltung von Schlanderser Straße und Bahnhofsplatz beendet ist, beginnt nun die zweite Bauphase in Bielstein. Der erste Spatenstich wird am 12. März 2014 offiziell stattfinden. Dipl. Ing. Udo Kolpe vom Ingenieurbüro Donner und Marenbach erläuterte anhand des Bauabschnittplanes die zeitlichen und örtlichen Vorgehensweisen. Die Firma Straßen- und Tiefbau GmbH aus Kirchhundem wird die Arbeiten durchführen. Der geplante Umbaubereich im zweiten Bauabschnitt umfasst die Bielsteiner Straße und einen Teil der Bechstraße im zentralen Abschnitt. Diese soll zu einer attraktiven Geschäftsstraße mit Einbahnstraßenverkehr werden. Sichere und unbeschwerte Querungsmöglichkeiten, ein komfortables Parkangebot und eine verstärkte Verkehrsberuhigung (Schrittgeschwindigkeit) sind Bausteine des Konzeptes, die durch die vorgesehene Oberflächengestaltung betont werden soll. Neben Blockparken im Brinkdöpke-Platz-Bereich stehen als komfortables Kurzzeit-Parkangebot dann auch Längs- und Diagonalparkplätze in den westlichen und östlichen Abschnitten zur Verfügung.

Für die Zeit der Neugestaltung wird die Bielsteiner Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt und der Ausbau in vier Abschnitten so durchgeführt, dass Sackgassen mit Wendemöglichkeiten eingerichtet werden. Im eigens eingerichteten Büro in der Bielsteiner Straße 113 wird Birte Birte Rötzmeier immer donnerstags ab 11 Uhr Ansprechpartnerin sein. Sie ist Assistentin des Citymanager Dr. Wolfgang Haensch, der den Bauabschnitt begleitet. Hier können die Bürger und Geschäftsleute der Bielsteiner Straße Anfragen zum Baufortgang ebenso los werden als auch Hilfe beim zukünftigen Marketing oder Erstberatungen für Fassadengestaltung erhalten.


Dr. Wolfgang Haensch, Birte Rötzmeier

„Die wenigsten haben es wahrscheinlich bemerkt – wir sind schon seit drei Wochen dran“, so Udo Kolpe in der Infoveranstaltung, denn unterirdisch haben die Bauarbeiten schon mit der Kanalsanierung begonnen. Und einen neuen Bielsteiner wird es bald geben: Prunus schmittii wird seine Wurzeln in der Bielsteiner Straße wachsen lassen. Der Zierkirsche weicht der „stinkende“ Hahnensporn-Weißdorn (Crataegus crus-galli). Am Dienstag nach Rosenmontag ist das Entfernen der Bäume eine der ersten Maßnahmen. In den Tagen danach wird die Baustelle eingerichtet und ab 10. März geht es richtig los. Aber wenn dann alles fertig ist – anvisiert ist Ende September- soll Bielstein ein Anziehungspunkt auch für Menschen außerhalb eines Radius von drei Kilometern werden, als ein Kleinod im Wiehler Stadtgebiet.

Vera Marzinski

Rosenmontagszug und „After-Zug-Party“ in Bielstein

Am 3. März startet um 14:11 Uhr der Rosenmontagszug in Bielstein. Was im letzten Jahr als Testballon gestartet wurde, traf auf ein extrem positives Echo seitens der Besucher des Bielsteiner Rosenmontagszuges: Die „After-Zug-Party“ im beheizten Zelt auf dem Gelände der Bielsteiner Erzquell Brauerei.


Archivfoto: Christian Melzer

Auch in diesem Jahr wird der Karnevalsverein Bielstein seinen tausenden Gästen, die aktive oder passiv am Rosenmontagszug teilnehmen, die Möglichkeit verschaffen, nach Ende des Zuges weiter zu feiern. Ab Zugende lädt der KVB als Veranstalter ins beheizte Zelt auf dem Brauereigelände (Zugang über Dreibholzerstraße). Für die Bewirtung hat sich der KVB mit Michael Chlechowitz sowie Marriage Berg explizite Fachleute geholt, die Erfahrung mit Großveranstaltungen dieser Art haben. Zwei Kölner Karneval DJs sorgen für die richtige Musik, auf die die Jecken abgehen werden. Ausreichend überdachtes und sogar beheiztes Freigelände wird den Rauchern zur Verfügung stehen und auch für saubere und vielzählige Toiletten ist Sorge getragen.

Der Eintritt wird 7,- € kosten. Gerne und auch auf Wunsch des Veranstalters haben Kinder in Begleitung des Erziehungsberechtigten Zutritt zum Zelt. Natürlich müssen gesetzliche Bestimmungen eingehalten werden. Jugendliche unter 18 Jahre werden beim Einlass „Rot“ gestempelt, alle anderen „Blau“. Die Security kontrolliert zudem Stichprobeweise am Eingang die Ausweise und die Mitarbeiter im Zelt achten beim Verkauf der Getränke selbstverständlich auf die gesetzlichen Vorgaben.

Seien Sie dabei, wenn das Bielsteiner Prinzenpaar mit starkem Gefolge seinen letzten öffentlichen Auftritt in Bielstein haben wird.

BSV Bielstein: Dietmar Herhaus neuer Trainer der 1. Mannschaft

Beim BSV Bielstein laufen die Planungen für die neue Saison auf Hochtouren. Ab der neuen Spielserie übernimmt Dietmar Herhaus die sportliche Leitung im Seniorenfußball und trainiert die 1. Mannschaft des BSV.

Für den 1. Vorsitzenden Christof Fries und das Vorstandsteam des BSV war er der absolute Wunschkandidat, da Herhaus auf große Erfahrungen im Jugend- wie auch im Seniorenbereich zurückgreifen kann. „Wir freuen uns sehr diese Verpflichtung bekannt zu geben, da er ein überaus qualifizierter und fachkundiger Fußballlehrer ist, der zudem zu seinem Heimatverein zurückkehrt“, so Fries.

Als Co-Trainer von Verbandssportlehrer Helmut Jungheim- und als einer der ersten Stützpunkttrainer des DFB hat er u.a. mit Lukas Podolski und Tim Wiese gearbeitet und einige Jahrgänge mit zum Gewinn des Länderpokals der Deutschen Fußballverbände geführt.

Weitere Stationen seiner Trainerlaufbahn waren der SSV Bergneustadt (A-Junioren Mittelrheinliga), Germania Windeck (U23)(Bezirksliga), der 1.FC Gummersbach (Kreisliga B) und die sehr erfolgreichen Tätigkeiten als Chefcoach beim Frauen-Bundesligisten FCR Duisburg (Vizemeister) und als Trainer des Frauen-Regionalligisten TUS Rechtsrheinisch Köln, mit dem er zweimal den Verbandspokal gewann und in die Zweite Bundesliga aufstieg.

„Der Verein möchte die herausragende Möglichkeit mit D. Herhaus nutzen, in den nächsten Jahren vom Jugendbereich bis zum Seniorenbereich konzeptorientiert zu arbeiten und wir erhoffen uns, dass wir mit Ihm einen großen sportlichen Schritt nach vorne machen werden“, teilte der 1. Vorsitzende des BSV mit.

Posaunenklang von Bach bis Gershwin

>Die Posaune erschallte nicht vorm Turm, dafür aber im Burghaus Bielstein am Samstagabend. Und es war nicht nur eine sondern gleich vier. Das Posaunenquartett „Opus 4“ brachte den Klassik-Part ins Frühjahrsprogramm des Kulturkreises Wiehl.


Das Posaunenquartett „Opus 4“ aus Leipzig begeisterte die Burghausgäste am Samstagabend. Fotos: Vera Marzinski

Sie spielen, wie auch die Wiener und Berliner Philharmoniker, auf deutschen Instrumenten und geben damit dem Posaunensatz einen typischen, homogenen weichen Klang. Seit Oktober 2012 haben sie sich anlässlich der Aufnahmen zu einer CD neue Instrumente angeschafft – als Dauerleihgabe -, die „erzeugen einen wunderbaren Klang!“, so Jörg Richter, der durch das Programm führte.

Das Posaunenquartett „Opus 4“ mit Posaunisten des Gewandhausorchesters zu Leipzig wurde 1994 gegründet und kann auf 20 Jahre mit vielen Konzerten im Inland und europaweit zurückblicken. Heute besteht das Ensemble aus Jörg Richter und Dirk Lehmann vom Gewandhaus zu Leipzig, sowie Stephan Meiner und Hans-Martin Schlegel, beide freischaffende Musiker, die das Posaunenquartett „Opus 4“ in Bielstein vervollständigten. Das umfangreiche Repertoire des Ensembles umfasst Bläsermusik aus fünf Jahrhunderten.


Hans-Martin Schlegel (li.) und Stephan Meiner (re.), beide freischaffende Musiker, vervollständigten das Posaunenquartett „Opus 4“ in Bielstein.

Die Posaune ist das Bassinstrument der Trompetenfamilie und wird im Italienischen trombone (große Trompete) genannt. Da sich die Posaune als selbstständiges Instrument etabliert hatte, wurde sie zu einer ganzen Familie ausgebaut: Diskantposaune, Altposaune, Tenorposaune und Bassposaune. Ihr Klang ist voll, majestätisch und klingt besonders im Zusammenspiel mehrerer Posaunen oder mit anderen Blechbläsern prunkvoll und festlich. Und mit einem sehr festlichen Stück begann auch das Konzert von „Opus 4“ in Bielstein. „Marienvesper“ oder „Gloria und Exultent Caeli“ von Claudio Monteverdi. Andächtige Feierlichkeit bestimmten auch die geistlichen Kompositionen von Josquin des Pres, Thomas Selle und Hans Leo Hassler. Johann Sebastian Bach – obwohl er nur sehr wenig für Posaune komponierte – durfte als Komponist nicht fehlen. So stand im Mittelpunkt des Konzertes die hervorragende Bearbeitung einer seiner bekanntesten Orgelkompositionen, der Toccata und Fuge in d-moll BWV 565. Und die klingt mit vier Posaunen dann ganz anders. Außergewöhnlich! Beeindruckend!


Dirk Lehmann (li.) und Jörg Richter (re.) sind beide Posaunisten im Gewandhaus zu Leipzig.

Ganz besonders auch „Kaffeestunde bei Anna Magdalena – Leipziger Intermezzo opus 183“ von Benrhard Krol. Den im vergangenen Jahr verstorbene Komponisten hatte das Ensemble „Opus 4“ vor sechs Jahren bei einem Konzert kennengelernt. Er war so begeistert von ihrer Musik und ihrem Können, dass er drei Stücke für sie schrieb. Jörg Richter las zu der Leipziger Kaffestunde einen kleinen Text vor, aus dem die Gäste erfuhren, dass die tonale Geräuschkulisse der Kaffeeschlürfer an Lautstärke der eines Posaunenquartettes nicht nachgestanden habe. Ins Programm hatten die vier Posaunisten auch „A Portrait“ von George Gershwin genommen und sie begeisterten das Publikum so sehr, dass dies sie erst nach vier Zugaben – darunter auch „Mr. Sandmann“ – gehen ließ.

Vera Marzinski

Karnevalsverein Bielstein: Kindersitzung

Am 22. Februar 2014 fand in der Aula des Bielsteiner Schulzentrums die diesjährige Kinderkarnevalssitzung statt. Hunderte bunt maskierter Kinder stürmten mit ihren Eltern den Saal und durften ausgelassen herumtoben, während sich die Eltern bei Kaffee und Kuchen entspannt unterhalten konnten.


Foto: Christian Melzer

Der KVB hatte wieder ein umfassendes Programm zusammengestellt, das mit den Bielsteiner Crazy Girls and Boys startete. Gefesselt schauten die Kinder zu, wie perfekt die kleinste Gardetanzgruppe ihr Programm abspulte. Es folgte der „Kinderelferrat“ der KG Rut-Wies aus Denklingen, gefolgt von einer Clowneinlage, die den Kleinen besonders viel Spaß bereitete.

Das Engelskirchener Kinderprinzenpaar ließ sich natürlich auch die Gelegenheit nicht nehmen, gemeinsam mit ihrem Schmöllzchen in Bielstein ihre Visitenkarte abzugeben. Prinz Leon I. und Prinzessin Greta merkte man schon an, dass sie beide viel Karneval im Blut haben und das Erbe ihrer Eltern gut investiert wurde.

Nach einer schönen und langen Polonaise der Kinder durch den Saal hatte das Bielsteiner Prinzenpaar Prinz Martin I. und seine Prinzessin Astrid die erste Gelegenheit, sich die schönsten Kostümierungen unter den anwesenden Kindern anzuschauen und im Kopf schon einmal die Topfavoriten zu selektieren – eine Entscheidung die jedes Jahr aufs neue schwer fällt, sind doch viel mehr als nur drei Kinder wunderbar verkleidet. Sie konnten sich aber noch etwas Zeit lassen, denn zunächst zeigten die „Pänz der Schlossgarde“ aus Engelskirchen, was sie im Laufe des letzten Jahres alles gelernt hatten.

Dann war es an der Zeit, dass das Bielsteiner Prinzenpaar die Bühne übernahm und ein paar Lieder mit den Kindern vortrug. Am Ende wurde es dann spannend und das Prinzenpaar musste die Wahl treffen, welche Kinder sich am prächtigsten verkleidet hatten.

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Burghaus wurde zum Rockabilly-Eldorado

Sie machen keinen Pop und erst recht keinen Elektro – sie zelebrieren den Rockabilly – „Peggy Sugarhill & The Eldorado Tigerettes“. Frontfrau Peggy Sugarhill fegt dabei mit Leidenschaft über die Bühne. Die Musikerin mit tschechisch-litauischer Herkunft ist in Köln aufgewachsen, spielte im Alter von 15 Jahren in einer Schulband und entwickelte im Laufe der Zeit eine besondere Vorliebe zu Elvis Presley. So heißt dann auch ein Burghaus wurde zum Rockabilly-Eldorado im Rockabilly-Stil mit kölschem Text „Elis lääv“.


Peggy Sugarhill & The Eldorado Tigerettes – Foto: Vera Marzinski

„Wollt ihr Party?“ rief Peggy in die Menge – da sagten die Gäste im Burghaus nicht „Nein“. Aber auch Balladen konnten die fünf Musiker auf der Bühne. Und damit sprachen sie nicht nur „All the single ladies“ – so der Burghaus wurde zum Rockabilly-Eldorado eines Musikstückes – an. „That’s all right Mama“ kam ebenso klasse an wie „Tainted Love“ oder das mit dem Publikum gesungene „Hit the road Jack“. Bei Coverversion wie „Money Honey“, wird die raue Stimmlage von Peggy eins mit dem Song. Selbst Katy Perrys „I kissed a girl“ hatten sie im Programm. Das hat Peggy dann selbst mal ausprobiert, um den Song auch richtig rüber zu bringen – aber wirklich begeistert war die Mutter einer kleinen Tochter davon nicht. Dennoch kam es ebenso gut wie das „Breakaway“ von Tracy Ullman.

„New Rockabilly“ nennen sie ihre Musik. Das steht für die typischen Rockabilly-Elemente mit den einschlägigen Grooves und Sounds an der Gitarre, am Kontrabass und Schlagzeug. Dazu kommt modernes Songwriting, auch mit abwechslungsreicheren Sounds vom Keyboard. Rockabilly hat eine Energie, die sehr direkt und positiv ist, sie geht einfach gnadenlos ins Herz, als nächstes sofort in die Beine. Am bekanntesten für Rockabilly sind in Deutschland „The Baseballs“ und „Dick Brave & The Backbeats“. Und auch „Peggy Sugarhill & The Eldorado Tigerettes“ geben richtig Gas und lassen die Musik aus glorreichen Zeiten aufleben.

Das Publikum hatte fünf Rockabilly-Ladies erwartet. Peggy Sugarhill kam mit Bassistin „Lea Randellak“ und „Lucy Karashigo“ am Keyboard. Die Tigerettes-Schwestern Captainesse und „Princess Charles“ waren leider verhindert. Kurzfristig konnten zwei „Tiger“ einspringen – Gitarrist Til Kersting und Drummer Bernhard Reichinger ergänzten die drei Damen perfekt und spielten mit viel Spaß an der Musik. In dieser Konstellation sind sie somit nicht immer auf der Bühne, aber zum Abschluss wollten sie dennoch keinen Song wiederholen und verabschiedeten sich mit Chuck Berrys „Johnny be Good“. Der Groove und der Sound im Rockabilly versprühen ein gutes Gefühl und das kam auch mit „Peggy Sugarhill & The Eldorado Tigerettes in Bielstein sehr gut an.

Vera Marzinski

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Landrat empfängt die oberbergischen Tollitäten

Landrat empfängt die oberbergischen Tollitäten

Die zahlreichen Delegationen der oberbergischen Karnevalsvereine sind der Einladung von Landrat Hagen Jobi ins Kreishaus gefolgt. Die Karnevalsvereine haben zum nunmehr 18. Mal gemeinsam die Session eingeläutet.


Foto: Christian Melzer

„Kapaaf!“, „Kall Du!“, „D’heem!“, „Hoi Boi!“, „Pass up!“, „Oh‘ jor jor jor!“, „Ruck Zuck!“, „Anno pief!“ und Alaaf!“ – wenn diese karnevalistischen Rufe in einem Saal ertönen, dann haben sich alle oberbergischen Tollitäten zum offiziellen Empfang im Kreishaus eingefunden.

Die oberbergischen Dreigestirne und Prinzenpaare präsentierten sich gewohnt fröhlich und ausgelassen mit ihrem Gefolge. Gemeinsam mit Kreisdirektor Jochen Hagt und den stellvertretenden Landräten Prof. Dr. Friedrich Wilke und Monika Hüttenmeister ehrte Landrat Hagen Jobi die heimischen Karnevalisten und verteilten großzügig Bützchen und Orden.

Der Karnevalsverein Bielstein zog mit dem Piraten-Lied ein und gab sich „teuflisch“, mit blinkenden blauen Hörnern ausgestattet. Die Jecken freuten sich „über den guten Zusammenhalt der vielen Karnevalsgesellschaften im Oberbergischen“. Prinz Martin I. forderte alle auf, sich in eine bunte Polonaise einzureihen und so sammelten sich die Närrinen und Narren der vielen Karnevalsgesellschaften in einer tanzenden Menschenschlange.

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Prinzenpaar des Karnevalvereins Bielstein besucht den „Närrischen Landtag“ in Düsseldorf

Auf Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Roland Adelmann durfte das Bielsteiner Prinzenpaar Martin I. mit seiner Astrid und einer Abordnung des Bielsteiner Schmöllzchens die traditionelle Karnevalsveranstaltung des Landtags NRW, kurz „Närrische Landtag“ genannt, besuchen.

Im Rahmen dieser karnevalistischen Veranstaltung lädt die Landtagspräsidentin Carina Gödecke jedes Jahr die närrischen Delegationen der rheinischen und westfälischen Karnevalsvereine ein, um gemeinsam die „fünfte Jahreszeit“ und damit den Strassenkarneval einzuleiten.

WIe jedes Jahr folgten zahlreiche Vereine dem Aufruf und präsentierten sich auf der „parlamentarischen Bühne“. Für viele Karnevalisten ist das eine einmalige Gelegenheit, auch mal hinter die Kulissen des Parlamentsbetriebes zu schauen und gegebenenfalls den „Hammelsprung“ zu wagen.

Erzquell Brauerei Bielstein: Start in den Frühling mit „Bergischer Radler“

Zu einem richtigen Geheimtipp hat sich das Bergische Landbier entwickelt. Als die Erzquell Brauerei Bielstein im vergangenen Jahr diese regionale Spezialität auch in der Flasche vorstellte, brachte sie ein Produkt auf den Markt, das eher abseits des üblichen Biergeschmacks in der Nische angesiedelt war. Man kreierte kein neues Bier, sondern erweckte eher eine alte Rezeptur zu neuem Leben.


Foto: Christian Melzer

Der Erfolg von Bergischem Landbier führte dazu, dass man sich in der heimischen Brauerei Gedanken machte, wie man diese Philosophie auch auf andere Produkte übertragen könnte, beispielsweise auf ein Biermischgetränk. Dabei war von vornherein klar, dass es nicht die 100. Biermischung mit einem neuen exotischen Fruchtgeschmack sein sollte, sondern die Variante eines Klassikers.

Wie man weiß, wurde der Radler „erfunden“, als vor langer Zeit einem Gastronomen bei schönem Wetter das Bier ausging und er viele Radfahrer als Kunden hatte. In seiner Not mischte er Bier mit Limonade, um für die Radler genügend Erfrischung zu haben. Natürlich ist nicht überliefert, welche Limonade hier verwendet wurde. Dies war der Ansatzpunkt für die Überlegung der Braumeister in der Brauerei.

Lange und intensiv haben diese an der Rezeptur experimentiert, herausgekommen ist ein naturtrüber, fruchtig-frischer Radler, der die Tradition heimischer Braukunst harmonisch mit einem tollen aromatisch-fruchtigen Geschmack verbindet. Das naturtrübe Biermischgetränk hebt sich ab durch die Verwendung von echtem Saft mit natürlichem Fruchtgehalt. Durch die Trübung kommen die Zitrusnoten besonders gut zur Geltung. Mit nur 2,4 % Vol. Alkohol, seinem natürlichen Geschmack und vor allem durch den Verzicht auf künstliche Süßstoffe ist der neue Radler naturtrüb ein wahres Erfrischungsgetränk. Er wird in der traditionellen 0,5 Liter NRW Flasche im individuellen 16er Kasten angeboten.

Nach sehr vielversprechenden Tests im Bergischen Land, die trotz winterlicher Saison eine überaus positive Zustimmung ergaben, stellte Brauereichef Dr. Axel Haas nun stolz das neue Produkt für die Öffentlichkeit vor. „Der ‚Bergische Radler‘ ist eine konsequente Fortsetzung unserer Linie, als heimische Brauerei braufrische regionale Spezialitäten anzubieten. Die Tests haben gezeigt, dass ein Radler immer noch die höchste Akzeptanz bei den Biermischgetränken hat, ob bei Männern oder Frauen, ob bei alt oder jung!“

Schnee im Burghaus mit „Der kleine Eisbär (Lars) und der Angsthase“

Dass der kleine Eisbär „Lars“ heißt, wussten die Kinder im vollbesetzten Burghaus Bielstein längst. Das Buch „Der kleine Eisbär und der Angsthase“ von Hans de Beer ist mittlerweile ein Klassiker in den Bücherschränken und -kisten. Kein Wunder, dass die jungen Theaterbesucher auch sofort in den Saal riefen, dass am Südpol die Pinguine wohnen – und nicht am Nordpol wie die Eisbären. Polarforscherin und Puppenspielerin Dorothee Wellfonder hatte ihr Forschungsbüro Hammerfest/Norwegen mitgebracht, in dem sich auch ein kleiner Globus befand.


Polarforscherin und Puppenspielerin Dorothee Wellfonder zeigte den kleinen Theaterbesuchern auf dem Globus die Erdteile. Fotos: Vera Marzinski

Ein langer Tisch mit Telefon, kleinem Laptop, Mikroskop – „da könnt ihr kleine Dinge groß sehen“ – und einem Globus. So einfach, aber gleichzeitig eindrucksvoll, stellt das WoDo-Puppenspiel das Forschungslabor im Bühnenbild dar. Und mit ein paar weißen Tüchern verschwindet das Büro und ist schnell die Eisscholle, auf der Eisbär „Lars“ auf dem Meer schippert. Hubschraubergeräusche simulieren den Rückflug zu seiner Oma an den Nordpol. Für die große Schneefläche kommen noch ein paar weißte Tücher dazu. Hier hoppelt Schneehase „Hugo“ herum, der dummerweise in ein Schneeloch fällt.

Doch Eisbär „Lars“ kann ihn retten. Sie springen, spielen fangen und suchen gemeinsam den Weg zurück nach Hause. Beide werden Freunde und Lars bemerkt, dass Hugo oftmals sehr zurückhaltend, ja sogar ängstlich ist. Der Polarstation nähert sich Hugo nur mit großer Zurückhaltung. Anders Lars, der vorwitzig durch eine Luke fällt. Plötzlich hat auch der kleine Eisbär Angst. Zum Glück hilft ihm sein Freund Hugo. Gebannt verfolgen die vielen kleinen Zuschauer im Burghaus die Geschichte und kommen gerne den Aufforderungen von Forscherin Dorothee nach, doch mit durch den Schnee zu stapfen oder einen Berg zu erklimmen. Das neue „Wodo-Stück“ für Kinder ab drei Jahren bot dem Familienpublikum – viele Muttis, Väter und Großeltern waren dabei – eine spannende, spaßige Unterhaltung.

Das Mülheimer Figurentheater Wodo Puppenspiel gibt es bereits seit 1983. Was mit Inszenierungen für Familienfeste und Kindergeburtstagsfeiern begann, entfaltet inzwischen seine Spielfreude in Theatern, Bürgerzentren, Kindergärten, Schulen und auch in der eigenen festen Spielstätte in Mülheim an der Ruhr. Immer mit Dorothee Wellfonder oder Wolfgang Kaup-Wellfonder. Wodo Puppenspiel wendet sich aktueller Kinderliteratur zu wie „Mama Muh“ oder „Conni“, blickt auch gerne auf die Klassiker „Pippi Langstrumpf“ oder „Das Sams“ und nimmt sich gesellschaftlicher Themen an. Denn angeregt werden soll auch das Nachdenken – wie beim „Kleinen Eisbären“ über den Klimawandel, der den Eisbären wegen der Eisschmelze im Polarmeer große Probleme bereitet. Einen ganz besonderer Nachmittag mit einer Geschichte zum Lachen, Nachdenken, Mitmachen – ein tolles Theatererlebnis.

Vera Marzinski


Mit der Puppenspielerin hüpfte der kleine Eisbär „Lars“ lustig über die Eisscholle auf der Bühne.


Eisbär „Lars“ und der ängstliche Schneehase „Hugo“ werden zu Freunden und erleben kleine Abenteuer.