Rilke im Burghaus zum Klingen gebracht

„Literatur musikalisch im Burghaus“ hieß es am Donnerstagabend in Bielstein. Oliver Steller präsentierte gemeinsam mit Bassist Dietmar Fuhr und Saxophonist Bernd Winterschladen das Programm „Rainer-Maria Rilke – Zwischen den Sternen“. Eine geniale Verknüpfung von Musik und Literatur.


Foto: Vera Marzinski

Gedichte vertont in besonderer Weise. Oliver Steller erzählte die Biographie des Dichters Rainer Maria Rilke und mischte immer wieder gesprochene oder gesungene Parts ein – ob Gedichte oder Zitate aus Briefen. Die Textauswahl, die Dramaturgie und die musikalische Bearbeitung gingen eine Verbindung zu einem wunderbaren und fesselnden Bühnenprogramm ein.

„Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“ zählt sicher zu einem der bekanntesten Gedichte. Dies und „Der Panther“, einen Auszug aus der „Duineser Elegie“ oder auch „Du Nachbar Gott was wirst Du tun“ reihten sich in die Textauswahl ein. Rilke, geboren am 4. Dezember 1875 in Prag und verstorben am 29. Dezember 1926 in Valmont (Montreux), wurde auf den Namen „René Karl Wilhelm Johann Joseph Maria“ getauft. Während seines Besuches der Militär-Realschule begann er zu dichten. In München lernte er die für seine spätere Laufbahn entscheidende Lou Andreas Salomé kennen, die zuvor auch mit Nietzsche liiert war. Rilkes Lebensreise führte über Russland nach Bremen, Berlin, in die Nähe von Triest und schließlich in die Schweiz. Seinen Lebensabend verbrachte er in einem einsamen Turm aus dem 13. Jahrhundert in der Schweiz, wo sein Hauptwerk – die zehn Duineser Elegien – entstand.

„Steller und seine fantastischen Musikerkollegen spüren in ihren Rilke-Vertonungen jede literarische Gefühlsverästelung des Dichters auf“ – so hieß es in der Ankündigung. Damit hatten sie wirklich nicht zu viel versprochen. Fuhr und Winterschladen sind zwei Musiker, die brillant spielen. Steller ist als Rezitator, Gitarrist und Sänger grandios. Mit diesem Projekt touren die drei schon seit 2005 durch die Säle – nur das Kurt-Tucholsky-Programm gibt es schon länger. Aber die beiden Programme sind die gefragtesten neben Morgenstern, Kästner, Goethe oder Heine. In Bielstein kam Steller mit einem Abend für Seele und Verstand, der noch lange nachklingen wird. Rilkes bewegte Lebensreise unprätentiös, nachdenklich und humorvoll erzählt und gesungen. Ein wahres Literatur-musikalisches Fest.

Vera Marzinski

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Der Bielsteiner Prinz Martin II. ist offiziell im Amt

Seit Samstagabend hat das Bierdorf Bielstein wieder ein neues Prinzenpaar: Vater und Tochter aus dem Hause Bischoff gehen als Prinz Martin II und seine Prinzessin Pia in die 31. Session des Karnevalsvereins Bielstein. Getreu Ihrem Motto „Mit dem Karneval im Herzen und Blau-Weiß im Gepäck, feiern wir mit Euch Karneval und machen ganz Bielstein jeck!“ wollen sie die Bielsteiner und Wiehler Jecken karnevalistisch erobern.


Foto: Michael Gauger

Mit viel Musik und durch den Literaten Volkmar Winkler wieder einmal stimmungsvoll gestaltetem Programm, feierte das neue Prinzenpaar zusammen mit vielen Gästen eine rauschende Proklamation. Zu Beginn der Veranstaltung zog zunächst das scheidende Prinzenpaar der Session 2014/2015, Mille I. und Monja aus dem Hause Müller, mitsamt Gefolge auf die Bühne, um sich gebührend zu verabschieden. Präsident Michael Becher lobte ihr Engagement und dankte im Namen des Vereins für eine prächtige Session.

Nach einem Medley ihrer Lieder und einem persönlichen Dank an die Karnevalisten der Region machten die beiden die Bühne frei für die Bomiger Höhenspatzen, die zugleich auch in Personalunion die Prinzenequipe des KVB stellen. Bühnenerfahren gelang es ihnen sofort, das Publikum mit kölschen Hits bestens zu unterhalten.

Dann war es aber an der Zeit, die Bühne für das neue Prinzenpaar zu räumen, denn die neuen Tollitäten konnten es in den Katakomben der Aula vor Aufregung kaum noch aushalten. Zunächst zogen Abordnungen des KVB durch den Saal auf die Bühne, um die neuen Tollitäten und deren Schmöllzchen gebührend in Empfang nehmen zu können. Und dann war es soweit: Unter großem Jubel und Konfettiregen zogen die neuen Tollitäten nacheinander in den Saal ein.

Wie üblich begann der Reigen mit der Prinzessin Pia, die lange brauchte, bis sie endlich die Bühne erreichte.

Ihr folgte das neue „Oberhaupt“ der Karnevalssession – Prinz Martin II. und auch er benötigte einige Zeit, um alle sich ihm entgegen reckenden Hänge zu schütteln und um Bützchen zu verteilen.

Nachdem der Präsident Michael Becher in einem Zwiegespräch mit dem Prinzen Martin II. die Stimmung und Anspannung der neuen Tollitäten etwas gelockert hatte, war es dann soweit und der 1. Beigeordnete der Stadt Wiehl, Michael Schell, übergab dem Prinzen Martin II. mit dem zünftigen Zepter die Insignien der Macht, verbunden mit den besten Wünschen der Stadt Wiehl.

Dann war es an der Zeit, dass der neue Prinz das Wort an seine Jeckenschar richtet und erläuterte seine Beweggründe, einmal Prinz im Bielsteiner Karneval zu sein. Auch sein stets mitgeführtes Maskottchen „Hennes“ war ein Thema, zum Glück war niemand von der „Wilden Horde“ im Saal, sonst wäre die Bezeichnung „Ziege“ Grund für einen Massenprotest geworden.

Dann wurde es Zeit für die ersten musikalischen Farbtupfer und die Prinzessin als ex-Tanzmaus kam natürlich wieder „ans Fliegen“.

Als nächster Punkt stand die Ehrung durch den Vizepräsidenten des BdK, Wolfgang Köckerling und seinen Beisitzer Karl-Peter van der Vieten an.

Das alles zog sich doch etwas länger hin als geplant und so wurde das Programm kurzerhand umgestellt und der Programmpunkt mit dem Büttenredner Christian Pape vorgezogen. Christian gelang brillant die Mischung zwischen Unterhaltung, Comedy und Büttenrede. Seine Show fand großen Anklang und hatte einen Unterhaltungswert der besonderen Art. Die Spezies „Rheinländer“ und dessen Eigenarten hatten es ihm und seinem Begleiter Dr. Stefan Bimmermann besonders angetan.

Dann wurde es Zeit für die ersten „Eigengewächse“ des KVB an diesem Abend: Mit den Crazy Girls & Boys zog die jüngste Tanzgruppe des KVB auf die Bühne. Jung im Alter aber bereits seit 25 Jahren aktiv, feiert diese Tanzformation in dieser Session ihr Jubiläum. Unter tosendem Applaus absolvierten die Kids einen perfekten Auftritt unter den gestrengen Augen des Trainerpaares Monja und Mille Müller. Mit einigen Sondertrainings hatte man sich fit für die Session gemacht. Logische Konsequenz war dann natürlich eine Zugabe und die erste Saal-Rakete des Abends.

„De 5 Fleje“ sorgten anschließend musikalisch dafür, dass keiner mehr auf den Stühlen saß, sondern kräftig mitfeierte. Die Gruppierung existiert bereits seit 1994 und hat in über 1.000 Auftritten gezeigt, wie man Kölsche Musik zum Mitsingen machen kann.

Als nächster Programmpunkt kam dann die zweite Tanzformation des KVB zum Einsatz. Die „Bielsteiner Raketen“ kennt so mancher Handball-Fan, doch an diesem Abend sorgten sie mit mehreren Tänzen für eine tolle Stimmung. Auch die „Raketen“ feiern in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum und verbreiten weit über das Wiehler Gebiet hinaus Frohsinn und choreografische Klasseleistungen.

Ihr größter Fan stammt vom „Freundeskreis Raddampfer Goethe e.V.“ und begleitet unsere Tanzgruppe, wann immer es ihm möglich ist. Das nachfolgende Bild zeigt ihn als „Oberrakete“.

Zu vorgerückter Stunde war es dann auch an der Zeit, dass der Prinz selber einige Ehrungen vornimmt und seinen Prinzenorden verleiht. Das nachfolgende Bild zeigt die an diesem Abend geehrter Gäste.

Nachdem der Bauchredner Jens mit seinem Hund Heinz den Saal verbal unterhalten hatte, war es Zeit für den Auftritt der „Bielsteiner Tanzmäuse“. Nach Abschluss der vergangenen Session mussten einige neue Ensemblemitglieder neu in die Formation eingebaut werden und man konnte nur staunen, dass dieser Prozess so reibungslos abgelaufen ist. Die jungen Damen und Herren wirbelten zur Freude des Publikums über die Bühne und ließen die Mariechen fliegen. Auch kräfteraubende Hebefiguren wurden gezeigt und begeisterten das Publikum.

Am Ende wurde eine verdiente Tanzmaus verabschiedet, die über viele Jahre „Erste Tanzmaus“ der Bielsteiner Tanzmäuse gewesen ist: Doreen Vollmer hat ihre Tanzstiefel an den Nagel gehängt, aber mit wie viel Liebe und Leidenschaft sie noch immer an dieser Formation hängt zeigt das nachfolgende Bild.

Zum Abschluss des abendlichen Programms kamen zwei „Nordlichter“ auf die Bielsteiner Bühne. Das Stimmungsduos „Die JunX“ aus Hamburg zeigten „Nordic Pop“ und Christopher und Gunnar hatten viel Spaß an ihrem Auftritt. Das Bielsteiner Publikum sang begeistert mit und hielt die Stimmung locker auf 100 Prozent.

Wie es halt Usus ist, übernahm zu später Stunde noch einmal das neue Prinzenpaar die Bühne und trug weitere Lieder ihres Repertoires vor. Da der Prinz Martin II. ein Fan von Marius Müller-Westerhagen ist, war es klar, dass er mit dem neu vertexteten Hit „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“ den Saal rockte.

Ein langer Abend ging zuende und der KVB bedankt sich aufs herzlichste bei seinem treuen Publikum.

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Ein volles Haus mit neuen Wiehlern und Wiehlerinnen

Über 100 neue Bürgerinnen und Bürger waren auf die Einladung hin nach Bielstein gekommen, um sich persönlich von Bürgermeister Stücker und dem stellvertretenden Bürgermeister Bast willkommen heißen zu lassen.

Eingeladen wurden alle, die im letzten halben Jahr in Wiehl zugezogen sind – darunter natürlich auch die Flüchtlinge. Die große Resonanz auf die Einladung bewog die Organisatorinnen Karin Madel und Corinna Kawczyk dazu, einen Übersetzer für Arabisch und Farsi hinzu zu bitten, um die Willkommensgrüße auch in der jeweiligen Muttersprache entgegenbringen zu können.

Nachdem Julian Kessmann mit einem Musikbeitrag am Flügel die Veranstaltung musikalisch eröffnete, führte der erste Beigeordnete Michael Schell als Moderator durch das kurzweilige Programm. Auch der schon fest zum Programm gehörende Imagefilm der Stadt Wiehl wurde gezeigt und man hätte meinen können, der Schluss könnte gar nicht passender sein: Endlich am Ziel!

Herr Stücker begrüßte die Gäste und freute sich über das bunte Bild, dass sich ihm von der Bühne bot. „Es sind durchweg alle Altersklassen vertreten.“ Manche hatten ihre Kinder mitgebracht und auch eine Neubürgerin im Alter von 91 Jahren hatte es sich nicht nehmen lassen, in die Burg zu kommen. In der kurzen Zeit, die er der Stadtverwaltung vorsteht, hat er Wiehl als überaus freundlich und hilfsbereit kennengelernt. „Dieses ist gelebte Willkommenskultur, wie ich mir das vorstelle.“

Neben der Musik tanzten noch die Powerkids, eine Gruppe von 10 Mädchen des CVJM Oberwiehl unter der Leitung von Monika König und Joanna Hartwig. Der CVJM Oberwiehl gab damit ein gutes Beispiel für die ausgeprägte Wiehler Vereinskultur. Neben der CVJM-Arbeit ist die Handballabteilung mit 18 Mannschaften natürlich hoch anzusehen, aber auch die 4 Mädchentanzgruppen haben großen Zulauf.

Dieses Beispiel war für Michael Schell eine gute Überleitung zur Vorstellung des Projektes „Wir kommen Ihnen entgegen“. Er spielte das doch manchmal stressige Umziehen in Gedanken durch und dass das sich kümmern um einen neuen Verein schnell zu kurz kommt.
„Hier möchte Ihnen die Stadt Wiehl Ansprechpartner sein und Ihnen im persönlichen Kontakt Hilfestellung bei Ihrer Suche nach dem richtigen Verein geben“, so Schell und gab das Mikrofon weiter an Corinna Kawczyk, die in der Stadtverwaltung für die Projektbetreuung zuständig ist.
Neben dem persönlichen Kontakt oder per Telefon (02262/ 99-195), ist natürlich auch der Weg per Mail (c.kawczyk@wiehl.de) oder direkt über die Homepage der Stadt Wiehl möglich. Hier sind alle Vereine in Wiehl aufgeführt. Kawczyk konnte noch am Abend einer Neubürgerin aus Oberwiehl Informationen zum Gospelchor und dem Volleyballverein Wiehl geben. Beide möchte sie bald besuchen.

Julian Kessmann spielte nach dem Schlusswort die Klaviersonate von Beethoven Opus 27 Nr. 2. Anschließend wurden Häppchen gereicht und es ergaben sich viele Gespräche unter den neuen Bürgern und Bürgerinnen selber, aber auch mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung. Kolleginnen des Meldeamtes, die als erster Kontakt zur Stadt vielen Gästen bekannt waren, übernahmen die Bewirtung. Andreas Harnisch vom Stadtsportverband, Gerlinde Hünninghaus von der Bücherei und Pascal Petermann von der Feuerwehr Wiehl nutzen den Abend, um Ihr Angebot und Ihre Arbeit bekannt zu machen und die Neubürger und Neubürgerinnen mit diversen Informationen zu versorgen.

Dieser Empfang wurde nun zum dritten Mal durchgeführt und der nächste Termin steht bereits fest: Montag, der 18. April 2016. Auch dann freut sich die Stadt wieder auf den persönlichen Kontakt und informative Gespräche.

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Hallenhandball-Kreispokalrunde um den „Zunft-Kölsch-Pokal“ 2015: Siegerehrung

Am 24. November 2015 fand im Braustübchen der Erzquell Brauerei in Bielstein die Siegerehrung der Hallenhandball-Kreispokalrunde um den „Zunft-Kölsch-Pokal“ 2015 statt.


Foto: Christian Melzer

Als heimische Brauerei ist die Erzquell Brauerei Bielstein den Vereinen in ihrem Geschäftsgebiet eng verbunden. Ob im Sport, der Tradition oder der Kultur, die Bielsteiner Brauerei fördert auf vielfältige Weise das Vereinsleben der heimatlichen Region.

Zur Bündelung vieler Einzelaktivitäten wurde deshalb 2015 zum siebzehnten Mal die Hallenhandball-Kreispokalrunde der Herren um den Zunft-Kölsch-Pokal ausgespielt. In enger Zusammenarbeit mit dem Handballkreis Oberberg kämpften die Herren-Mannschaften der oberbergischen Handballvereine um Punkte und attraktive Preisgelder. Dabei ist die Grundidee dieses Zunft-Kölsch-Pokales, die Jugendarbeit in den heimischen Vereinen zu fördern. So spielen und gewinnen die Herren im Wesentlichen für die Jugendarbeit ihres Vereins. Da gemäß der Ausschreibung 75 % der zu gewinnenden Preisgelder in die Jugendkasse des jeweiligen Vereins fließen müssen.

In diesem Jahr beteiligten sich 25 Herrenmannschaften aus dem Oberbergischen am Wettbewerb um den Zunft-Kölsch-Pokal und spielten von September 2014 bis zum Finale am 1. Mai 2015 in der Sporthalle Derschlag die Pokalrunde aus.

Zur Erinnerung noch einmal die Ergebnisse der Endspiele am Finaltag, der in diesem Jahr durch den TuS Derschlag hervorragend ausgerichtet wurde:

Endspiel Herren (HVM) SSV Nümbrecht 1 : TuS Derschlag 1 21:30
Endspiel Herren (HKO) TuS Derschlag 2 : HSG Gelpetal/Wallefeld 1 19:18
Endspiel Damen TV Oberbantenberg 1 : TV Strombach 1 31:37
Endspiel Junioren TuS Derschlag : TV Strombach 23:21
Endspiel Juniorinnen SSV Nümbrecht : TV Strombach 31:22

253 Tore fielen in den fünf Endspielen. 3 Titel sicherte sich in heimischer Halle der TuS Derschlag. Der „Oberbergische Handballgipfel“ bot in diesem Jahr, wieder vor einer Rekordkulisse von über 700 Zuschauern, beste Unterhaltung.

Im Braustübchen der Erzquell Brauerei Bielstein wurden dann am Dienstagabend, 24.11.2015 bei einem zünftigen Schluck und Deftigem vom Buffet die Sieger 2015 geehrt: Der Vorsitzende des Handballkreises Oberberg, Udo Kolpe und der Spielwart Karl-Walter Marx sowie Dr. Axel Haas, Chef der Erzquell Brauerei und Werbeleiter Oliver Pack, überreichten hier den Zunft-Kölsch-Pokal, den 750,00 EURO-Siegerscheck und einen Gutschein über 100 Liter Zunft-Kölsch an die 1. Herren-Mannschaft des TuS Derschlag. Die zweitplazierte Mannschaft des SSV Nümbrecht konnte sich über ein Preisgeld von 500,00 EUR0 und 50 Liter Zunft-Kölsch freuen und die Drittplazierten, der TuS Derschlag 2 (die Sieger des HKO- Finales) nahmen 250,00 EURO und 30 Liter Zunft-Kölsch für ihre Leistung und die Jugendarbeit ihres Vereins mit nach Hause.

Fast schon „Traditionsgäste“ in Bielstein: die beiden langjährigen Oberbergischen „Oberliga-Rivalen“ TuS Derschlag und SSV Nümbrecht. Diese beiden Teams und der Tus Derschlag 2 (HKO-Runde) durften in diesem Jahr das Hallentraining mit dem Braustübchen tauschen!

Ebenfalls eingeladen: die Schiedsrichtergespanne der Finalspiele, das Kreispokalsieger-Team der Damen des TV Strombach, der Ehrenvorsitzende des Handballkreises Oberberg Karl-Heinz Lenz, Frauenwartin Christiane Köpplin, die Volksbank Oberberg eG (die Volksbank Oberberg stellte für den Frauen-Kreispokal ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 1.250,00 EUR zur Verfügung). Die Damen wurden zusätzlich von der Erzquell-Brauerei mit Sachpreisen sowie einem Bier-Gutschein bedacht.

Alle beteiligten Mannschaften, der Handballkreis Oberberg und auch die Vertreter der Brauerei waren gemeinsam der Ansicht, dass es ein besonderer Anreiz ist, um diesen Pokal zu spielen, da neben dem Spaß am Handballspiel, insbesondere die Jugendarbeit des jeweiligen Vereins gefördert wird. Die in den letzten Jahren immer wieder gestiegene Zahl der teilnehmenden Mannschaften und Zuschauer beim Pokalwettbewerb, dessen Finaltag in diesem Jahr ausgesprochen unterhaltsam vor einer Rekordkulisse verlief, spricht für sich.

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Country im Burghaus mit Wild Bunch

Mit der Verschmelzung von traditioneller Countrymusik mit Pop- und Rock-Sound begeisterte „Wild Bunch“ am Donnerstagabend das Publikum im Burghaus Bielstein.


Foto: Vera Marzinski

New Country aus Deutschland spielt die Band um Sängerin Katja Picker. Als Solistin erreichte Katja Picker im Jahr 2014 mit vier Titeln den ersten Platz der deutschen Country Music Airplay Charts. Ebenfalls im vergangenen Jahr wurde Katja Picker gemeinsam mit Katy Ipu für den Titel „You make me come alive“ als Songschreiberin des Jahres mit dem deutschen Countrypreis für das Songwriting in der Kategorie „Song des Jahres“ ausgezeichnet. In diesem Jahr konnte Katja Picker diesen Erfolg jetzt noch toppen. Sie erhielt den Award “ Sängerin des Jahres 2015″.

Im Burghaus startete „Wild Bunch“ erst einmal mit einem Medley aus traditionellen Country-Titeln. Mittendrin Reinhard Meys „Über den Wolken“ als Country-Version. Sie sangen von wilden Engeln („Wild Angel“) oder „I’m Coming Home“. „Wild Bunch“, das sind Sängerin Katja Picker, Bassist Uwe Streletz, Keyboarder Michael Gehrke, an der E-Gitarre Alexander Pavlovski, das Schlagzeug bedient Andreas Bechheim, an de Lead-Gitarre Marko Müller und für Akustikgitarre und Backroundgesang ist Kallo Schmittgens zuständig. Gehrke und Streletz sind ebenfalls gesanglich mit dabei. Schon vor fünf Jahren präsentierten „Wild Bunch“ ein „New Country Music“-Programm im Burghaus Bielstein. Sie bieten hauptsächlich den Nashville Sound mit einer Portion Rock`n Roll. „No, No, Never“ von Texas Lightning oder Shanaia Twains „Man I Feel Like A Woman“ gehörten am Donnerstagabend ebenso zum Programm, wie ihre ganz eigene Version des Electric Light Orchestra Hits „Rock’n Roll Is King“.

Zu den meisten Stücken gab es in Bielstein sogar Tanzeinlagen. Die „Lady Liners“ aus Drabenderhöhe tanzten ihren Line-Dance teilweise vor der Bühne oder im hinteren Teil des Saals. Die Gruppe von 12 Frauen trifft sich einmal wöchentlich im Jugendzentrum Drabenderhöhe, um mit viel Spaß den Line-Dance zu üben. Line Dance ist eine choreografierte Tanzform, bei der einzelne Tänzer in Reihen und Linien vor- und nebeneinander tanzen. Die Tänze sind passend zur Musik choreografiert, die meist aus den Kategorien Country und Pop stammen.

Vor 30 Jahren sang Kaja Picker bei einigen Musikern vor, die eine Country-Band gründen wollten. In Hermesdorf. Sie kam gut an und es wurde viel in Waldbröl und Hermesdorf geprobt bevor es losging. 1994 belegte die Band im Finale des „Eurodisneyland-Country-Music-Awards“ in Paris den 2.Platz bei einem Mitbewerberfeld von 80 europäischen Country-Bands. Und die GACMF (German American Country Music Federation) kürte „Wild Bunch“ im Januar 1995 mit dem Award „Newcomer des Jahres“. Selbst in den USA konnte man Aufsehen erregen und schaffte als erste deutsche Countryband den Sprung mit dem Song „Are You Sure“in die amerikanischen Indy-Charts. Und den Song gab es auch in Bielstein. Zum guten Schluss sang dann fast jeder das „Allmost Heaven“ mit.

Vera Marzinski

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Polen für Fortgeschrittene mit Steffen Möller

Nicht nur sein neustes Buch heißt „Viva Warszava – Polen für Fortgeschrittene“, sondern auch sein Bühnenprogramm, bei dem er die Gäste im Burghaus Bielstein mit auf die Reise in das Land nahm, in das er vor 20 Jahren „auswanderte“. Den Polen-Versteher Steffen Möller hatte der Kulturkreis Wiehl in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Polnischen Freundeskreis Wiehl-Rogo?no-Ryczywól eingeladen. Bereits 2012 nahm Möller die Wiehler in der Wiehltalhalle zur „Expedition zu den Polen – Eine Reise mit dem Berlin-Warschau-Express“ mitgenommen.


Foto: Vera Marzinski

Steffen Möller ist Autor der Bestseller „Viva Polonia“ und „Expedition zu den Polen“ – „Viva Warszawa“ ist sein drittes Buch. Es geht mit ihm aber zunächst einmal in das von allen geliebte Krakau bevor er auf das von den meisten Polen verhasste Warschau überleitet. Krakau sei die Stadt, die man gesehen haben muss. Dorthin verschlug es ihn auch vor 20 Jahren, nachdem der gebürtige Wuppertaler einen Zettel mit der Aufschrift „Polnischkurs in Krakau – zwei Wochen, 600 DM“ in der Uni gelesen hatte. Beata, seine Polnisch-Lehrerin klärte ihn erst einmal über das „Negativ Thinking“ der Polen auf, denn – so Möller -, die Polen besäßen einen „Realismus mit einer Prise Depression“.

Bei „Guten Tag“ fingen gleich die ersten Probleme an. Das heiße „Tag guten“ (Dzien dobry). Und dann dieses „Przepraszam“ (Entschuldigung) – da muss das rollende „r“ her und das sei für einen Deutschen schon eine große Hürde. Aber Möller fungierte im Burghaus als Sprachlehrer, outete die, die noch nicht in Polen waren, erzählte von der polnischen Diktat-Fernsehsendung bei der er den ersten Platz – „mit mehr als 200 Fehlern in der Kategorie Ausländer“ gewann und von seiner Rolle in der populären Telenovela „M jak milo“ (L wie Liebe) sowie der kurzen Karriere der polnischen Version von „Wetten, dass?“, die er moderierte.

Und dann waren da noch die Fettnäpfchen. Da gebe es so einige in Polen. Russischkenntnise in Polen ginge gar nicht – „dann lieber Deutsch sprechen“. Und niemals sagen „Frederik Chopin war Franzose“, denn das war er nicht. Er ging zwar nach Frankreich und sein Vater kam aus diesem Land – aber Chopin war ein waschechter Pole. Auch zu den Klischees, die sowohl in Polen als auch in Deutschland bestehen, hatte er gleich zu Beginn etwas parat: Der Pole sehe den Deutschen gerne als Nazi, der Deutsche den Polen als Dieb. Und dann sind da noch die deutschen Wörter in der polnischen Sprache, wie „Szyberdach“ (Schiebedach) oder „Kibel“ (Kübel). Steffen Möller trug an diesem Abend mit seiner Kollektivberatung und seinem Schnellkurs in Polnisch einiges zum deutsch-polnischen Verständnis bei und konnte fünf Gäste noch schnell in der Polonaise unterrichten. Die werde immer bei den Abi-Abschlussbällen getanzt. Und so tanzte er sich und das Publikum durch zwei Stunden „Polen für Fortgeschrittene“.

Vera Marzinski

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Infoveranstaltung „Flüchtlinge in Bielstein“

Einladung an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Infoveranstaltung „Flüchtlinge in Bielstein“ am Dienstag, 24. November 2015, 19.00 Uhr im Burghaus Bielstein. Themen: Fragen, Fakten, Erfahrungsaustausch und Organisation von Hilfen.

Nicht nur Soul mit der Soulband im Burghaus

Die „Soulband“ versteht es grandios, alten Soulklassikern neues Leben einzuhauchen, bekannte Songs in neuem „Soul“-Gewand zu covern und allen Stücken ihren unverwechselbaren Stempel aufzudrücken. Davon konnten sich die Gäste im Burghaus Bielstein bei der Kulturkreis-Wiehl-Veranstaltung überzeugen. Aber auch Songs aus der Rhythm n’Blues-Ecke hatten die zehn Musiker im Gepäck.


Foto: Vera Marzinski

Gleich mit drei unterschiedlichen Stimmfarben konnte die Band aufwarten. Zum einen Rockröhre Ralf Korn, der besonders Stücke, wie „Unchain My Heart“ von Joe Cocker oder auch den Opener „Mustang Sally“, grandios darbot. Sabine Galuschka zeigte gleich bei „Knock On Wood“ ihr Können und auch bei „Think“ sowie „Proud Mary“ und „Respect“ brillierte sie. Dritter in der Gesangs-Fraktion: Ernie Wirth, der Stücke wie „Midnight Hour“ oder „Dancing In The Street“ sang. Gemeinsam dann ein „Le Freak“ gepaart mit „Papa Was A Rolling Stone“.

Gleich sieben Musiker sorgten für den perfekten Sound. Ausnahmegitarrist Manuel Marcos, die Rhythmusgruppe Uli Pohl am Bass und Drummer Stefan Hilgermann, am Keyboard Peter Böddecker und die Bläser-Fraktion Hans Vogel (Posaune), Matthias Bauer (Saxophon) und Erwin Dieterichs (Trompete). Eine gute Mischung, die Soul, Rhythm’n’Blues und mehr bot. „Sweet Home Chicago“ war ebenso dabei wie „Play That Funky Music White Boy“. Wunderschön das „Up Where We Belong“ – im Original von Joe Cocker und Jennifer Warnes, in Bielstein mit Ralf Korn und Sabine Galuschka. Neben vielen Gigs in Musikkneipen und auf Gartenfesten begeisterte die Band schon auf dem Bergneustädter Rathaus Open Air, der Christmas Rock Party in der Gummersbacher Halle 32 und beim großen Lindenplatz Open Air in Gummersbach. Und jetzt auch im Burghaus Bielstein.

Vera Marzinski

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Stimmungshochburg Burghaus

Das war wieder ein Sessionsstart vom Feinsten. Die Gäste im Burghaus Bielstein feierten den Start der Karneval-Session 2015/2016 mit einer stimmungsvollen Party. Es wurde viel gesungen, gelacht und geschunkelt.


Foto: Vera Marzinski

Die „Driem Beus“ haben hier fast Tradition mit ihrem Konzert zum 11.11.. Mit Bernd Fuhrich als „nem echte kölsche Jung“ am Mikrofon und jeder Menge Karnevalshits im Gepäck treten die „Driem Beus“- zu denen noch Michael Bielecke, Udo Lesemann und Wilfried „Holli“ Holberg gehören – den Beweis an, das Stimmungsmusik „handjemacht in Oberberg“ zurecht den Sprung auf die Bühne von Berlins größter Fastelovendsparty geschafft hat.

Weiberfastnacht treten die vier nämlich immer auf der Party in der NRW Landesvertretung in Berlin auf. Aber der Sessionsstart ist in Oberberg – um genau zu sagen in Bielstein. Hier hieß es vorab im Programmheft des Kulturkreises: „Und zum Karnevalsauftakt im Burghaus- am besten im Kostüm!!“ Und bis auf wenige Ausnahmen, hielten sich die Gäste daran. Ob als Clown, Mönch, Schneeflocken. Gartenzwerge, elfenhafte Geschöpfe, Musketiere oder sogar als fast waschechter Schotte im Rock – die Burghaus-Karnevalisten ließen sich einiges einfallen. Auch die Kopfbedeckungen konnten sich sehen lassen. Vom kleinen bis zum großen Hut, Perücken in diversen Farben und Längen und sogar Eierwärmer XXL schmückten die Köpfe.

„Su sin mer all he hin jekumme…“ schallte es gleich durch die Burghaus-Gemäuer. Die „Driem Beus“ hatten wieder reichlich karnevalistische Musik im Gepäck. Da hieß es im ersten Teil „Ich bin ene Räuber“ oder „Et Meiers Kättchen“ und natürlich „Drink noch ene mit“, denn da gab es die alten Karnevalslieder, die jeder seit Ewigkeiten kennt. So testete Fuhrich das Publikum vor „Am Bickenbacher Büdche“ von den Bläck Föös auf Textsicherheit – aber: kein Problem. Hier sang man fast jedes Stück lautstark mit. „Oh, oh, Katrin“ oder „Mer losse der Dom in Kölle“ – die Gäste kannten jeden Text. Wie „Echte Fründe“ standen sie auch im zweiten Teil zusammen. Da gab es dann „Kölsche Jung“ von den Brings, Kasallas „Pirate“ und auch von Cat Ballou hatte die Oberbergische Cover-Band etwas im Gepäck. „Hück steiht de Welt still“ und natürlich: „Et jitt kein Wood“. Selbstverständlich musste auch etwas von den Höhnern dabei sein: „Schenk mir dein ganzes Herz“ und sogar BAPs „Verdamp lang her“ spielten die vier Jungs. Bis es dann hieß „By, by, my love“. Doch auch zum nächsten Sessionsauftakt gibt es dann wieder „Sessionsstart in die Karnevalssession mit den Driem Beus“.

Vera Marzinski

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Im Herbst geht es rund im Jugendtreff Bielstein

Kurze Tage, lange Abende – wenn es draußen schnell dunkel und usselig wird, kommt oft die Frage auf „Wohin mit dem Rest vom Tag?“ Der städtische Jugendtreff „JuTe“ in Bielstein bietet das beste Gegenmittel gegen drohende Winterschläfrigkeit.

Dort gehen um 17:30 Uhr die Türen auf, wenn draußen das Licht ausgeht. Montags und donnerstags ist „OT-Zeit“ für Mädels und Jungs ab 12 Jahren. Kickern, Dart und Billard wie die Profis, Chillen, gemeinsames Kochen und Quatschen lassen das schlechte Wetter und die Langeweile schnell vergessen sein.

Jetzt im Herbst startet zudem die „Pizza-Time“: an jedem 1. Montag (per Taxi) und 3. Montag (selbst gemacht) entscheidet ihr was drauf kommt! Raus aus dem Haus heißt es am 12.11. für die gemeinsame Fahrt in Gummersbacher Kino (Unkostenbeitrag 3€).

Jeden Dienstag öffnet der Jugendtreff um 17:30 Uhr exklusiv für junge Damen ab 13 Jahren. Buntes, Kreatives, Geschick, Geschmack und Design sind gefragt, wenn in lockerer Atmosphäre gewerkelt, genäht, gestylt und gequatscht wird.

Einen Einblick in und Ausblick auf das Programm im Jugendtreff findet ihr unter www.jugendtreff-bielstein.de. Neugierig und gespannt erwarten euch Marika Töller und Pascal Behrendt.