Ohrwurm-Zeitreise mit besonderen Hits

Schlager der 1920er bis 1950er konnte man am 16. Februar 2017 im Burghaus Bielstein mit „Richard Ernst & den Grammophonikern“ unter dem Motto „Eine musikalische Zeitreise“ erleben.

Sieben Musiker aus dem Oberbergischen nahmen die Burghausgäste mit auf eine musikalische Zeitreise - Foto: Vera Marzinski
Sieben Musiker aus dem Oberbergischen nahmen die Burghausgäste mit auf eine musikalische Zeitreise – Foto: Vera Marzinski

„Ein Freund, ein guter Freund“  – ein Lied, das Werner Richard Heymann 1930 für die Tonfilm-Operette „Die Drei von der Tankstelle“ geschrieben hat. Im Burghaus Bielstein waren es sieben Freunde, die sich „Richard Ernst und die Grammophoniker“ nannten und mit so manchen Ohrwurm der 1920er bis 1950er Jahre die Gäste am Donnerstagabend zum Mitsingen und Schunkeln brachten. Auf die Idee für das Programm kam Ernie Wirth, der gemeinsam mit Michael Bielecke (Flügel und Akkordeon), Uwe Cujai (Bass), Ramona Even (Gesang), Peter Even (Schlagzeug), Jörn Frederik Klein (Gesang) und Manuel Marcos (Gitarre) das Programm zusammenstellte. Selbst übernahm er einige Gesangsstücke wie „Ich brech die Herzen der stolzesten Frauen“ oder das Comedian Harmonists Stück „Irgendwo auf der Welt“. Seine Tante Martchen brachte die Sache ins Rollen.

Als Ernie Wirth seiner Mutter zum 80. Geburtstag ein musikalisches Ständchen brachte, meinte Tante Martchen, dass sie die schönsten deutschen Schlager aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts doch gerne wieder hören wolle. Und so stellten die sieben Musiker Stücke wie „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ oder „Man müsste noch mal 20 sein“ zusammen. In Bielstein fragte eine Dame nach einer CD, denn ihre über 90jährige Mutter – die mit dabei war – hätte doch gerne noch zu Hause diesen musikalischen Abend weiter genossen.

Leider gibt es noch keine von „Richard Ernst und den Grammophonikern“ – aber mit dem Programm treten sie demnächst wieder auf. In Bielstein begeisterte besonders Jörn Frederik Klein. Sein Bill Ramsey – mit „Souvenirs, Souvenirs“ und „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ – oder auch sein Hans Albers mit „Komm doch liebe Kleine“ bzw. „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ brachte er, trotz Erkältung genau auf den Punkt. Ramona Even wurde zur Lilian Harvey mit „Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder“(das Stück sang Harvey 1931 im Film „Der Kongress tanzt“). Und lud ihren Mann Peter am Schlagzeug mit „Am Sonntag will mein Süßer mit mir Segeln gehen“ zu einem Wochenendausflug ein. Zwischen den gut bekannten Liedern von Heinz Rühmann, Comedian Harmonists und anderen gab es immer wieder noch ein paar Ansagen zu den Stücken oder damaligen Interpreten.

So erzählte Jörn Frederik Klein von einem Segelausflug seines Vaters am Starnbergersee, wo Hans Albers seinen Altersruhesitz hatte und besondere Badefreuden genoss. Ernie Wirth fragte im Publikum nach, ob jemand Franz Eugen Nidl kennen würde – so schnell kam niemand darauf, dass dies der bürgerliche Name von Freddy Quinn war, aber das Lied „Heimweh“ kannten alle und schmetterten „So schön, schön war die Zeit“ mit. So verging der kurzweilige Abend wie im Flug mit „Richard Ernst und den Grammophonikern“.

Vera Marzinski

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Fotos: Vera Marzinski

2 Antworten auf „Ohrwurm-Zeitreise mit besonderen Hits“

  1. Ich war mit meiner Mutter dabei und es war ein ganz toller Abend.Die 7 Freunde haben ein einzigartiges und ganz tolles Programm zusammen gestellt.Das müsste es öfters geben,wir wären wieder dabei

  2. Auch wenn für viele Oberberger Drolshagen immer noch ein weißer Fleck auf der Landkarte ist, die Zeitreise mit Ernie Wirth macht ihn demnächst wieder einmal bunt!!!
    Kommt, traut euch über den Zaun!

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