WiehlGespräche „Zukunft Dorf – Zukunft Ehrenamt“ gehen in die zweite Runde

Im Mittelpunkt der zweiten Veranstaltung der WiehlGespräche zum Themenkreis „Zukunft Dorf – Zukunft Ehrenamt“ am 29. Januar 2019 stand die Konkretisierung der Vorstellungen und Anliegen, die von den Teilnehmern der Auftaktveranstaltung im Juli 2018 geäußert worden waren.

Der Einladung der Stadtverwaltung in die Aula des Schulzentrums Bielstein waren rund 60 Vertreter aus 61 Wiehler Dörfern und Siedlungen gefolgt, um präzise Unterstützungsbedarfe zu den vier ermittelten Handlungsschwerpunkten „Netzwerk + Kommunikation“, „Bürokratie + Hilfen“, „Ideen + Best Practice“ und „Nachwuchs + Motivation“ zu formulieren.

Neben der Verwaltungsspitze rund um Bürgermeister Ulrich Stücker standen mit der Stadtentwicklungs-Expertin Elke Frauns und dem Kreisdezernenten für Planung und Regionalentwicklung, Frank Herhaus, ausgewiesene Fachleute zum Bürgerdialog bereit. Mit dem Hinweis auf vielfältige, öffentliche Finanzhilfen zur Land- und Dorfentwicklung forderte Elke Frauns dazu auf, sich tatkräftig an der Ideenfindung zu beteiligen.

Über reges Interesse am kommunalen Unterstützungsangebot „Wiehler Dorfprogramm“, das über ein jährliches Budget von 20.000 Euro verfügt, informierte Angelika Stückemann für die Stadtverwaltung Wiehl. So seien bisher 12 der 13 eingereichten Förderanträge von der paritätisch besetzten Dorfjury bewilligt worden. Dabei lag das Augenmerk hauptsächlich auf der Ausgestaltung von Dorftreffpunkten. Mit Hinweis auf die Homepage der Stadt Wiehl, wo die „Dorfprogramm“-Richtlinien und Unterlagen abrufbar sind, verwies sie auf den nächsten Stichtag 15. Mai. Bis dahin können die Förderanträge als Zuschuss für die dörflichen Aktivitäten eingereicht werden.

Kreisdezernent Frank Herhaus gab einen Überblick über die zahlreichen Kreis-, Regions-und Landesförderungen für die 13 Kreiskommunen mit ihren 1441 Ortsteilen und rund 270.000 Einwohnern. Formate, wie beispielsweise der Oberbergische Dorftag, die Landesinitiative „Unser Dorf hat Zukunft“, der Mobilitäts- und Nahverkehrsplan, das Quartiersmanagement, die Wiehler Natur-Erlebnis-Tage tragen dazu bei, eine Vernetzung und Bündelung von Instrumenten und Akteuren zu ermöglichen. Mit den fünf Elementen Heimat-Scheck, Heimat-Preis, Heimat-Werkstatt, Heimat-Fonds und Heimat-Zeugnis fördert die NRW-Landesregierung bis 2022 mit rund 150 Millionen Euro die Aktivitäten von zivilgesellschaftlichen Initiativen und Vereinen zur Gestaltung der Heimat vor Ort.

An vier Thementischen konnten die anwesenden Dorfvertreter ihre Wünsche und Ideen für eine gute ehrenamtliche Arbeit vor Ort konkretisieren. Insbesondere die Frage, wie der Nachwuchs im Ehrenamt motiviert und akquiriert werden kann, schien allen Beteiligten eine Herzensangelegenheit zu sein, hier wurden die meisten Anmerkungen eingebracht.

Angelika Stückemann übernimmt ab Februar die Leitung des Rechnungsprüfungsamtes im Rathaus. Ulrich Stücker bedankte sich zum Abschluss der Veranstaltung für ihre engagierte Arbeit und stellte Daniela Tomasini als neue Ansprechpartnerin vor.

Zusammen mit Elke Frauns freute er sich über die vielfältigen Vorschläge, die als Grundlage zu weiteren „WiehlGesprächen“ dienen werden. Allerdings bemerkte er auch, dass die Handlungskompetenzen der Stadt Wiehl durch bindende Landes-, Bundes- und EU-Gesetzgebungen eingeschränkt seien, man aber alles tun werde, um konstruktive Anregungen zu realisieren.

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Fotos: Christian Melzer

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