Kölsche Klänge beim Brauerei Open Air

Beim ersten Brauerei Open Air in diesem Jahr war der Abend fest in Kölner Händen. Mehr als 5 Stunden rockten die Kölschen Urgesteine „Linus and the good Vibrators“, „Tommy Engel & Band“ und zum Abschluss natürlich die „Höhner“ das oberbergische Publikum in den Wiehlauen der Bielsteiner Erzquell Brauerei.

Den Beginn machte Moderator Michael Büttgen – besser bekannt als Linus, von der Linus Talentprobe am Kölner Tanzbrunnen, der mit seinen „Good Vibrators“ eine Menge alter Rockdisco-Titel coverte und dabei in die unterschiedlichsten Verkleidungen schlüpfte. Ob als Robbie Williams, James Brown, Elton John, Freddy Mercury oder Tina Turner – Linus machte stimmlich und optisch einen hervorragenden Eindruck, seine überzogen-albernen Kostüme machten viel Spass.

Anschliessend durfte der ex-Bläck Föös Frontman Tommy Engel mit seiner Band das gut in Stimmung gekommene Bielsteiner Publikum unterhalten, hatte neben den aus dem Karneval bekannten Evergreens seiner ex-Band aber auch einige ruhigere eigene Stücke mit im Set und wurde vom Publikum gefeiert.

Als Hauptact des Abends gehörte natürlich dann anschliessend den „Höhnern“ die Bühne und Festwiese, mit mehr als 150 Titeln haben die Kölner in 33 Jahren Bandbestehen ein großes Repertoire um eine abwechslungsreiche Bühnenshow zu bieten. Das da auch Titel wie „Hey Kölle“, „Viva Colonia“ oder der „Höhnerhoff-Rock“ nicht fehlen dürfen ist selbstverständlich.

Das bei soviel Professionalität und Musikgeschichte die Zuschauer vom Regen nicht gestört wurden, stand ausser Frage. Und so feierte Bielstein trotz abwechselnden Regengüssen und Sonnenschein bis fast Mitternacht die „Kölsche Nacht“ in den Wiehlauen.

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21. Zunft Kölsch-Lauf am Ostersonntag

Am Ostersonntag, 27. März, wird auch in 2005 wieder bereits im Morgengrauen reges Treiben auf dem Hof der Erzquell Brauerei Bielstein herrschen. Zum 21. Mal führt die Brauerei in Zusammenarbeit mit Herrn Josef Linden den Zunft Kölsch-Lauf von Köln nach Bielstein, einen Super-Marathonlauf über 50 km durch. Die attraktive Laufstrecke führt durch die landschaftlich reizvolle Gegend des bergischen und oberbergischen Landes und findet bei aktiven Vereinsläufern, aber auch bei Hobby- und Freizeitläufern jedes Jahr großen Anklang.

Wie in den vergangenen Jahren findet auch der 21. Zunft Kölsch-Lauf dieses Jahr mit Start in Köln und Zieleinlauf vor dem Sudhaus der Brauerei in Bielstein statt. Über 50 interessierte Läuferinnen und Läufer haben sich bereits angemeldet, um pünktlich 8.30 Uhr von Köln aus auf die 50 km Strecke nach Bielstein zu starten. Etliche „Alte Hasen“, also 10- und sogar 20-fache Teilnehmer, findet man im Lauffeld genauso wie jedes Jahr neue Läufer, die sich den Anforderungen der Veranstaltung stellen wollen, und die lockere, freundschaftliche Atmosphäre schätzen.

Der Zieleinlauf wird ca. 12.30-13.00 Uhr vor dem Sudhaus der Erzquell Brauerei Bielstein stattfinden.

Wenn das Wetter mitspielt und Ostersonntag die Sonne scheint, werden die Teilnehmer und interessierte Zuschauer dort mit einem Zunft Kölsch-Freibierausschank begrüßt. Nachdem alle Teilnehmer im Ziel eingetroffen sind, findet dann um 14.00 Uhr in der Brauerei die Siegerehrung mit anschließendem gemütlichem Beisammensein statt.

Wiehler Rathausstürmung an Weiberfastnacht 2005

„Bobb, der Baumeister“
(03.02.2005) Bürgermeister Werner Becker-Blonigen, alias „Bobb, der Baumeister“ – eine Anspielung auf die zahlreichen im letzten Jahr in Wiehl realisierten Bauvorhaben – hatte bei der Verteidigung seines Amtssitzes kein Erfolg. Ausgetrickst wurde er von den Wievern des Bielsteiner Karnevalsvereins, die den Schlüssel vom Gürtel des Bürgermeisters klauten, als dieser die von Prinzenpaar Dietmar I. und Jutta mitgebrachte Entenschar mit Körnern in den Entenstall auf dem Rathausvorplatz lockte.

Mit dem Bielsteiner Karnevalsverein und den Wiehler Bürgerinnen und Bürger wurde anschließend noch ausgiebig gefeiert.

Geschichte und Brauchtum der Weiberfastnacht

Schon im Mittelalter feierten die Kölner Klöster am Donnerstag vor Fastnacht die Pfaffenfastnacht. Dabei soll es besonders in den Nonnenklöstern hoch hergegangen sein. Aus dem Jahr 1729 wird berichtet, dass verkleidete Nonnen diese Nacht voller Lust (!) gefeiert hätten. Das scheint eine besonders erwähnenswerte Fastnacht gewesen zu sein, wenn sogar das Jahr noch angegeben werden kann.

Der Karneval in den Klöstern hatte einen eigenen Namen. Man nannte ihn „Mützenbestabelung“, die Nonnen setzten sich Mützen auf die Hauben. Daraus entstand das kölsche „Mötzebestot“, das den Inhalt der Weiberfastnacht auf der Straße bildete.

Man trieb einen toller Unfug auf den Straßen, bei dem die Frauen sich gegenseitig die Mützen und Hüte vom Kopf rissen. Allen voran war das Treiben der Gemüseweiber auf dem Alter Markt.

Das Abreißen der Mützen hatte seinen Sinn im „unter die Haube bringen“. Eine Tochter unter die Haube zu bringen hieß, sie ins Kloster zu geben oder zu verheiraten. Diese Frauen wurden dem Kreis ihrer Freundinnen entzogen und so wehrte man sich auf närrische Weise dagegen. Dieser Brauch hielt sich noch bis etwa 1890.

Als die Franzosen anrückten, wurden die Klöster aufgelöst und damit verschwand die Pfaffenfastenacht.

Die Mötzenbestot auf dem Alter Markt blieb nicht nur erhalten, sondern wurde immer wüster, allerdings ohne einen Umzug, der einen neuen Fastnachtmittelpunkt bilden sollte. Dagegen bekam die Weiberfastnacht eine neue Note dadurch, dass Wandermusikanten in den Wirtschaften aufspielten.

Die Weiberfastnacht war zu Beginn des vorigen Jahrhunderts vorwiegend eine Angelegenheit der Marktfrauen. Nach der Aufhebung der Märkte auf dem Alter Markt im Dritten Reich und dem sozialen Absinken des Marktviertels, artete die Feier immer mehr aus. Nur in Mühlheim, was vom Volkstum her dem Bergischen Land verbunden war, wurde noch bis zum letzten Krieg in der ursprünglichen Art gefeiert. Der Festausschuss Kölner Karneval schuf im Dritten Reich eine zeitgemäße Eröffnung des Karnevals, indem Weiberfastnacht die Flagge des Prinzen auf dem Rathausturm gehisst wurde.

Nach dem Krieg erfuhr die Weiberfastnacht durch die Zeitumstände neue Ideen, sowie eine Umgestaltung. Sie, die sich vor dem Krieg auf das Marktviertel beschränkte, rückte nach dem Krieg in die Reihe der Hauptfesttage. Die Frauen drängten in die Betriebe, sie wurden wirtschaftlich selbstständiger und durch das Grundgesetz kam die Gleichberechtigung. Das Selbstgefühl der Frauen erhielt einen Auftrieb, und sie ernannten die Weiberfastnacht zu ihrem Tag.

Der Brauch, dass Frauen an Weiberfastnacht den Männern die Krawatten abschneiden, soll erst unmittelbar nach 1945 entstanden sein. Es gehört zum Fastnachtsspaß in Köln. Vermutlich spielt dabei der Gedanke mit, dass die Frauen an Weiberfastnacht das Regiment führen und so den Männern zeigen, wer das Sagen hat. Heute treten die Scheren nur noch hin und wieder in Aktion. Die Männer ziehen es vor, ohne Krawatte zu erscheinen und halten sich auf diese Weise die dollen Weiber vom Hals.

Der Möhnenkarneval hat in Köln nie eine Rolle gespielt. In ihm haben sich ursprünglich alleinstehende Frauen zusammengeschlossen, denen der Karneval nicht zugänglich war. Die Keimzelle liegt in Beuel. Mittlerweile zieht sich der Möhnenkarneval durch viele Kleinstädte und Dörfer im Rheinland und der Eifel. Die ersten Möhnengeschwader gab es schon Ende der 20er Jahre. In den letzten Jahren ist der Möhnenkarneval förmlich explodiert. Im Rheinland-Pfälzischen Karneval hat jede Karnevalsgesellschaft auch ihre Möhnengruppe. Es gibt sogar selbstständige Möhnenvereine, die keine Männer aufnehmen.

Marianne Stitz

Weiberfastnacht

Weiberfastnacht kein Erbarmen
Wenn die Lust lacht über warmen
Leibern, fast nackt deinen Armen
Frisch entbunden bald entschwunden.

Weiberfastnacht, Leiber fast nackt
Narren harren der Verwendung
Oh erbarm in deinen Armen
Fand ich schon zu oft Vollendung.

Alle Jahre wider besser
Wissen Müssen Dürfen Sollen
Liefer die Moral ans Messer
Wandle mich zu schierem Wollen.

Weiberfasstnacht, Weiber fasst nach!
Narren starren, Gecken lecken
Sich die Mäuler trüb Gewässer
Nebelhirne euch zu Sklaven.

Weckt die Recken, rollt die Fässer
Habt die Stirn, euch zu entlarven
streckt die Decken und die Braven
backt für Fastenspeisenesser

Amanita Rilkes Reimpfleger

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Rosenmontagszug 2005: Die Sonne feierte mit

Die Bielsteiner Jecken durften sich heute, am 7. Februar, über einen sehenswerten Rosenmontagszug bei strahlendem Sonnenschein freuen. Ein Jubiläum gab es auch zu feiern: Bereits zum 20. Mal wurde in Bielstein Karneval gefeiert.

Vom Turnverein Oberbantenberg liefen mehr als zweihundert Vereinsmitglieder – auf Zugposition eins – als Fußgruppe durch die Ortsmitte. Gekleidet in weiße T-Shirts mit aufgedrucktem, großem, grünem Jubiläumslogo machten die TVO’ler auf ihr 100-jähriges Vereinsjubiläums aufmerksam.

Auch zahlreiche weitere Fußgruppen und Wagen bewegten sich gleich zweimal durch die Bielsteiner Ortsmitte. Von vielen Wagen dröhnten die aktuellen Karnevalshits, die ab und zu durch „Bielstein Kapaaf“-Rufe unterbrochen wurden. Die Besucher sangen die Hits kräftig mit, die Stimmung war gut. Auch die jüngeren Besucher hatten viel Freude am Zug, jede Menge Kamelle und Süßigkeiten wurden von allen Wagen und Fußgruppen in die Menge geworfen. Die Kinder füllten eifrig Tüten, Eimer und Rucksäcke mit allerlei Leckereien. Nach dem Karnevalsumzug wurde rund um den Brindöpkeplatz weitergefeiert.

Das Video ist zur Zeit nicht verfügbar.

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Karnevalsverein Bielstein: Wiehler Rathausstürmung an Weiberfastnacht 2005

Foto: Christian Melzer

Bürgermeister Werner Becker-Blonigen, alias „Bobb, der Baumeister“ – eine Anspielung auf die zahlreichen im letzten Jahr in Wiehl realisierten Bauvorhaben – hatte bei der Verteidigung seines Amtssitzes kein Erfolg. Ausgetrickst wurde er von den Wievern des Bielsteiner Karnevalsvereins, die den Schlüssel vom Gürtel des Bürgermeisters klauten, als dieser die von Prinzenpaar Dietmar I. und Jutta mitgebrachte Entenschar mit Körnern in den Entenstall auf dem Rathausvorplatz lockte.

Mit dem Bielsteiner Karnevalsverein und den Wiehler Bürgerinnen und Bürger wurde anschließend noch ausgiebig gefeiert.

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Gute Stimmung bei der Kostümsitzung des Karnevalsvereins


Foto: Christian Melzer

Am 22. Januar feierten die Bielsteiner Jecken die große Kostümsitzung im Schulzentrum Bielstein. Ein volles Haus buntkostümierter Närrinnen und Narren erlebten unter anderem die Pillhöhner, Susan Kent, den Bauchredner Addy Axan, die Falkenjäger, Willi Binzen und die Albatrosse. Die Bielsteiner Crazy Girls and Boys, die Raketen und die Tanzmäuse zeigten mitreißende Tänze und brachten den Saal zum toben.

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BAP in Bielstein: 3000 Fans durchnässt aber glücklich

„25 Jahre sind BAP nun schon unterwegs und es gibt nur wenige Steckdosen, an die die Band ihre Anlage noch nicht angeschlossen hat“ meinte Wolfgang Niedecken am Anfang des BAP-Konzertes. Der 27. August 2004 bescherte der Band eine dieser wenigen Steckdosen: BAP war erstmals in Bielstein.

Doch bevor BAP loslegte, durften zwei oberbergische Bands ihr Bestes geben: zum einen die Coverband „Raubwal“, die deutsche Rock-Songs aus den 70er und 80er Jahren in gitarrenlastigen Arrangements präsentierten und zum anderen BONK!, eine neue oberbergische Band, die harten Rock mit deutschen Texten kombinierte und der man die Spielfreude, mit der die eigenen Songs präsentiert wurden, ansehen konnte. Dem Publikum gefiel es und BONK! durften für eine Zugabe erneut auf die Bühne.

Die beiden oberbergischen Bands waren gut, was weniger gut war: das oberbergische Wetter! Es regnete von Anfang an in Strömen und es sollte im weiteren Verlauf des Abends auch nicht aufhören.

BAP boten am Anfang viele neue Lieder aus ihrem aktuellen Album SONX. Als Niedecken erstmals zur Mundharmonika griff und das älteste Lied des Abends ankündigte („Helfe kann dir keiner“), war das miese Wetter endlich vergessen – die Fans zündeten Wunderkerzen an und sangen lauthals mit. Viele der alten Songs wurden mit neuen Arrangements und frischen Sounds präsentiert.

Als es dann aber immer heftiger regnete und die Band es sich oben auf der Bühne auf Hockern bequem machte, sich von bunten Strahlern wärmen ließ und von Marokko sang, hätte man als durchnässter Zuschauer ja doch mal gerne getauscht. Na ja, wenigstens gab es unten im Matsch einen Bierstand mit leckerem Kölsch – diesmal gab es das Bier auch nicht in Plastikbechern, wie beim letzten Brauerei Open Air.

Je später der Abend, desto ältere Songs spielte BAP – und schließlich zum Abschluss: „Verdamp lang her“. Doch das war nicht wirklich der Abschluss des Abends, denn die Fans forderten lauthals: „Zugabe“. Diese erhielten sie dann auch in Form von noch einigen weiteren Klassikern der Band.

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BSV Sommerturnier war ein Erfolg

Vom 16. Juli bis 18. Juli richtete der BSV sein Sommerturnier für Jugend- und Freizeitmannschaften aus. In sportlicher und wirtschaftlicher Hinsicht war das Turnier ein Erfolg. Organisiert wurde das Turnier noch vom alten Jugendvorstand, der damit seine letzte Amtshandlung durchführte. Mit dem Wetter, das an allen Tage gut mitspielte, hatte der Jugendvorstand viel Glück.

Folgende Platzierungen wurden erreicht.

Freizeitmannschaften: 1. Sarstedt, 2. Herpa Print, 3. BSV Ü32, 4. Bad Boys.

D-Jugend: 1. BSV Bielstein, 2. Inter 96 Bergisch Gladbach, 3. VfL Engelskirchen, 4. TSV Urdenbach.

Mädchen: 1. Fortuna Köln, 2. Tus Köln rrh., 3. TuRa Dieringhausen, 4. Tus Immekeppel.

Bambinis: 1. Tus Weiershagen, 2. Bergneustadt, 3. Denklingen, 4. Hunsheim.

F-Jugend: 1.Inter 96 Bergisch Gladbach, 2. Tus Weiershagen, 3. Tus Elsenroth, 4. Jan Wellem.

E-Jugend:1. Tus Othetal, 2. Tus Homburg-Böltal, 3. BSV Bielstein, 4. Tus Weiershagen

Der BSV hofft, dass alle Mannschaften viel Spaß hatten und im nächsten Jahr wieder kommen. Bilder des Turniers gibt es im Internet unter www.bsv-bielstein.de.