Bielsteiner Tanzmäuse suchen Verstärkung

Aufruf der Bielsteiner Tanzmäuse:

Ob Training oder Auftritt, wir verbreiten Spaß und Freud, die man spüren kann. Du bist mindestens 17 Jahre jung, hast Spaß und Lust am Tanzen und am Karneval, dann sichere dir einen Platz in unseren Reihen und du wirst auch schon bald das Publikum mit Schwung und Akrobatik begeistern, die Mädels durch die Lüfte fliegen lassen oder als Mädel vielleicht sogar selber fliegen!? Es erwarten Dich viele Auftritte, auch über unsere regionalen Landesgrenzen hinaus. Haben wir dein Interesse geweckt, dann werde ein Teil der „Bielsteiner Tanzmäuse“ und komm am besten schon in Trainingssachen zu unserem Probetraining. Insbesondere sollten sich dieses Jahr die Herren der Schöpfung ganz besonders angesprochen fühlen. Also sei nicht bange, zögere nicht lange und melde dich bei unserem Tanzgruppenleiter.
Wann: bereits am Donnerstag den 29.03.2012 um 19:30 Uhr
Wo: Aula Realschule Bielstein
Kontakt: Trainer Volkmar Winkler, Tel.: 02262/701503

Umsetzung des integrierten Handlungskonzeptes Bielstein: Informationsveranstaltung

Die Stadt Wiehl beabsichtigt mit der Umsetzung des integrierten Handlungskonzeptes Bielstein noch in diesem Jahr zu beginnen. Damit sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über die geplante Umgestaltungsmaßnahme der Bielsteiner Straße und des Busbahnhofes informieren können, wird es eine Informationsveranstaltung geben. Diese Informationsveranstaltung findet statt am: Freitag, den 30. März 2012 um 18.00 Uhr in der Burg in Bielstein, Burgstraße 9, 51674 Wiehl.

007-Wunder mit der Lizenz zum Begeistern

Wer kennt die Musik nicht, mit der jeder James-Bond-Film anfängt!? Genauso startete der Literaturabend im Burghaus Bielstein am Sonntagabend. „Zu der Musik wollte ich immer mal auftreten“, so Dietmar Wunder, der aus dem neuen James-Bond-Roman von Jeffrey Deaver las. Wunder ist die deutsche Stimme von James Bond-Darsteller Daniel Craig und war mit dem Autor des neuen Romans bis zum Vortag auf Deutschland-Lesereise. In Wiehl, und nur hier, durfte Dietmar Wunder in einem Soloprogramm „007“ zum Leben erwecken.


Dietmar Wunder – Foto: Christian Melzer

Als Jeffrey Deaver als Autor für den neuen James-Bond-Roman ausgewählt wurde, benötigte er ganze fünf Sekunden, bevor er sagte: „Ja, das will ich machen!“. Sein Bond ist ein relativ junger Agent, und die Geschichte spielt in der Gegenwart. Dabei basiert er nicht auf einer der Filmversionen, sondern auf dem Charakter in den ursprünglichen Romanen. „Carte Blanche“ heißt der neue Roman – und genau solch eine Carte Blanche erhält 007. In Bielstein stieg Dietmar Wunder mit dem Anfang des Romans ein. Natürlich ist eine Frau mit im Spiel. Und – Moneypenny fehlt auch nicht in diesem neuen James-Bond-Roman. Später noch ein Einblick in ein späteres Kapitel, wo Bond noch rund zweieinhalb Stunden Zeit hat, um herauszufinden, wo die Bombe hochgeht – aber die Bombe, wie der Roman ausgeht, verriet Wunder nicht.

Der neue James-Bond-Film „Sky Fall“, der im Herbst erscheint, ist nicht identisch mit „Carte Blanche“. Aber wie es aussieht, verriet Wunder, bleibt Craig auch weiterhin der 007-Darsteller. Vor 50 Jahren lief der erste James Bond Film und James Bond wurde in jedem Jahrzehnt wieder neu erfunden. Wie würde Bond klingen wenn er wirklich gealtert wäre? Dietmar Wunder stellte dies wunderbar mit seiner Stimme dar und man sah den Greis Bond förmlich vor sich.

Wen hat Wunder vor sich gesehen, als er den James Bond las? Er sah Daniel Craig vor sich. Bei „Casino Royal“ war Wunder erstmals die deutsche Bond-Stimme. Allerdings musste er gestehen: „Ich komme nicht ganz so sportlich aus dem Wasser wie Craig“ – aber schon alleine durch seine sonore Stimme wirkte er in Bielstein und hatte eine überaus sympathische Ausstrahlung. Die Geschichte, wie er zum Synchronisieren der James Bond Filme mit Daniel Craig kam, war nicht weniger spannend und interessant wie der Roman. Auch die Erklärung, weshalb Synchronisierung positiv ist: denn eigentlich soll ein Film in eine andere Welt mit hineinnehmen, aber wenn man die Untertitel lesen muss, funktioniert das nicht. Eine kleine Überraschungen hatte Wunder auch noch dabei: Zum einen Bond-Filmausschnitt präsentierte er eine Live-Synchronisation: „Mein Name ist Bond – James Bond“.

James-Bond-Autor Jeffery Deaver – 1950 in Illinois/USA geboren – gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller, der einen schier unerträglichen Nervenkitzel erzeugt. Er verführt mit falschen Fährten, überrascht mit blitzschnellen Wendungen. Seine Bücher, die in 25 Sprachen übersetzt werden und in 150 Ländern erscheinen, haben ihm bereits zahlreiche Auszeichnungen eingebracht. Darunter auch sein Roman „Die Assistentin“, der unter dem Titel „Der Knochenjäger“ (mit Denzel Washington und Angelina Jolie in den Hauptrollen) verfilmt wurde.

Dietmar Wunder ist ein alter Hase im Synchrongeschäft, seine erste Aufnahme machte er 1991. Wer an Adam Sandler denkt, hat seine Stimme im Kopf. James Bond begeisterte ihn von Kindesbeinen an – ab 2006 lieh er ihm seine Stimme. Seitdem ist er unverkennbar mit dem englischen Mimen Craig verbunden. Momentan ist Dietmar Wunder in der Neuverfilmung von Stieg Larssons „Verblendung“ zu hören. In Wiehl überzeugte er mit einem spannenden Thriller, viel Charisma, seinem endlosen Wortschwall – er hatte so viel zu erzählen -, seiner tiefen, leicht rauchig-sonoren Stimme und verzichtete zum James-Bond-Roman freiwillig auf den Martini.

Vera Marzinski

Der Motorsportclub (MSC) Drabenderhöhe-Bielstein ist international wieder da

Udo Hess, der den Vorsitz des MSC 2010 übernahm, wurde für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. Er hatte sich bei seinem Antritt wenige Monate nach dem Kassen-Diebstahl 2009 das Ziel gesetzt, gemeinsam mit den Mitgliedern den Verein sowohl sportlich wieder nach vorne zu bringen, als auch die fast ausweglose finanzielle Situation in den Griff zu bekommen.

Der Ansatz, sich bei Rennveranstaltungen auf die Motocross Landesmeisterschaft „ADAC Nordrhein MX-Cup“ zu konzentrieren, führte den Club 2011 zurück in die schwarzen Zahlen. Diese Serie, übrigens u.a. vom MSC initiiert, bietet dem Nachwuchs und Amatateuren eine professionell organisierte Plattform zur Ausübung ihres Sports bei kleinem finanziellen Risiko für die Streckenbetreiber.

Aus sportlicher Sicht konnte ebenfalls auf ein erfolgreiches Jahr ohne folgenschwere Unfälle zurückgeblickt werden. Besonders gut war die Resonanz auf das 2011 erstmalig durchgeführte Trainingswochenende, bei der nicht nur Rennfahrer den gesamten Streckenverlauf befahren konnten.

Die Ausrichtung auf Breitensport und Nachwuchsförderung soll beibehalten, jedoch auch eine Perspektive in Richtung internationaler Events aufgebaut werden. Bereits in diesem Jahr werden diese Zielsetzungen optimal kombiniert.

Am Fronleichnam-Wochenende 9./10. Juni 2012 wird die UEM Europameisterschaft der Klassen 65cm³ und 85cm³ im Uelpetal gastieren. „Wir sind sehr stolz diese Veranstaltung bestätigen zu können. Nachdem wir letztes Jahr der Föderation UEM eine Absage für die Quad-EM erteilen mussten, konnten wir nun von einer Absage des Veranstalters in Finnland profitieren und der UEM aushelfen“, berichtet Udo Hess. „Von der UEM haben wir nur positive Rückmeldungen erhalten – man freut sich, dass der MSC international wieder da ist,“ ergänzt Gerd Vilshöver. Um das Programm abzurunden, wird man die Klasse Quad des MX-Cups einladen und auch einige Lokalmatadoren am Start haben.

Um die weiteren Geschicke MSC Bielstein zu leiten wurden neben den Wiederwahlen von Udo Hess (1. Vorsitzender), Gerd Vilshöver (Sportleiter) und Jörg Steinhausen (Marketing & PR) turnusmäßig neue Gesichter in den Vorstand berufen. So fungieren nun Ulrich Kehlenbach (Nümbrecht) für Sport, Daniel Schumacher (Wiehl) für Finanzen, Peter Krieger (Wiehl/Wiederwahl) für Bahn und Anlagen, Yvonne Sondermann (Lennestadt) für Soziales, Ansgar Strauß (Nümbrecht) für Jugend und Holger Ruch (Wiehl) für aktive Sportler als Besitzer. Vervollständigt wird der Vorstand durch den 2. Vorsitzenden Jürgen Schell (Gummersbach), Leiter für Finanzen Klaus Schmidt (Mühlen) und den Beisitzer für Marketing & PR Robin Hannes (Nümbrecht), die dieses Jahr nicht zur Wahl standen.

Dieses Team wird dann auch die zweite Renn-Veranstaltung auf dem „Bielsteiner Waldkurs“ am 22./23. September durchführen. An diesem Termin plant man neben dem Finallauf zum Seitenwagen-Veteranen Cup, der vom MSC-Mitglied Dirk Prill geleitet wird, auch einen Großteil des MX-Cup-Programms mit seinen verschiedenen Leistungsklassen starten zu lassen.

Wie immer sind weitere freiwillige Helfer zur Vorbereitung, als auch während der Rennen z.B. als Streckenposten, herzlich willkommen. Bis zum Juni sollen kleine Veränderungen an der Strecke selbst und ein gründlicher Frühjahrsputz an Anlagen und Gebäuden erfolgen, wo helfenden Hände jeden Alters gern gesehen sind.

Weitere Informationen gibt es auf der Vereinswebsite www.msc-bielstein.de.

Stimmung pur mit „Chris & The Poor Boys“

Eine leere Bühne beim Konzert im Burghaus Bielstein? Super Musik, aber niemand auf dem Podium? Das gab es tatsächlich am Donnerstagabend in den alten Gemäuern. „Chris & The Poor Boys“ gastierten dort und als mobile Band spielen sie überall. Auf der Straße, im Park, in der Fußgängerzone, in großen Hallen oder in Wohnzimmern, auf der Landesgartenschau oder im Kleingarten – selbst auf einem Regatta-Begleitboot auf der Nordsee und in einem Museumszug hat die Band schon gespielt. Da hielt es die fünf natürlich auch in Bielstein nicht auf der Bühne. Quer durchs Publikum ging es immer mal wieder – mittendrin dabei.


Foto: Christian Melzer

Die deutsch-irische Band spielt in ungewöhnlicher, rein akustischer Besetzung eigene Cover-Versionen und Interpretationen von Rock-Titeln, Oldies und irischen Songs. Mit dem ersten Stück meinte man die „Dubliners“ oder „Pogues“ zu hören, aber darauf folgte eine erstklassige Version von „Over my shoulder“ von „Michael & The Mechanics“. Besonders hervorragend die Marius Müller-Westernhagen-Stücke „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“ oder „Willenlos“.

Verbunden mit einer witzigen und temperamentvollen Show und dem direktem Publikumskontakt sprang der Funke schnell über. Der eine oder andere „verrockte“ Shanty schlich sich auch schon mal ins Programm der musikalischen Piraten. So sangen sie ein passendes Piraten-Stück – und das mit viel Publikumseinsatz.“ Hey, hey, aloahe!“ schallte es durchs Burghaus. Da musste Bassist Peter Baser doch mal nachhaken: „Seid ihr alle in einem Chor?“ Ein Teil des stimmgewaltigen Publikums konnte dies bejahen, denn fast der gesamte Gospelchor „Celebration“ aus Marienhagen war anwesend.

Ausschließlich mit akustischen Instrumenten wie Gitarre, Akkordeon, Bass und Percussion sowie mit mehrstimmigem Gesang interpretierten „Chris & The Poor Boys“ Rock/Pop Klassiker der letzten 50 Jahre – von den Beatles und CCR bis Ronan Keating. Einen besonderen Sound erzeugte dabei das Akkordeon, gespielt von Evelyne Kruza. Sänger Chris Cassidy stammt aus Irland und sang ein „Let it be“ von den Beatles ebenso beeindruckend wie das „Stand by me“. Mit Bassist Peter Baser lieferte er sich zwischendurch immer wieder ein kleines Rededuell. Beide ständig auch musikalisch an vorderster Front. Drummer Chris Beine und der ausgezeichnete Gitarrist Ralf Franke hielten sich eher im Hintergrund.

Ohne großen technischen Aufwand und ohne übertriebene Lautstärke spielten die fünf immer wieder im und mit dem Publikum. Zwar verfrachteten sie Wiehl-Bielstein mal eben nach Niederbayern, aber bei der guten Musik waren geographische Kenntnisse vollkommen unwichtig. Mit einem fröhlichen „Macht’s gut und: allways look on the bright site“ sowie dem Stück „Hey Jude“ wollten sich „Chris & The Poor Boys“ eigentlich verabschieden. Aber das Publikum sang immer noch weiter – auch ohne Band, die sich aber noch mal kurzfristig dazu gesellte. Ein Abend mit Stimmung pur.

Vera Marzinski

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