Zahlreiche oberbergische Teams bei der „Tour der 1000 Kurven“ am Start

Oldtimer-Sonderprüfung und Mittagsrast traditionell auf dem Brauereihof der Erzquell Brauerei Bielstein.


Archivbild – Foto: Christian Melzer

Am Samstag den 7. Juli 2012 lädt die Renngemeinschaft Oberberg e.V. zur neunzehnten Ausgabe ihrer Orientierungsfahrt für Oldtimer und klassische Fahrzeuge ein. Die „Tour der 1000 Kurven“ präsentiert auch dieses Jahr wieder eine bunte Palette verschiedenster Fahrzeug-Typen und Epochen. Angefangen vom zierlichen NSU Spider bis zum noblen Rolls Royce Silver Shadow den Hans Gerd Volberg aus Kürten an den Start bringt. Natürlich auch englische und italienische Sportwagen aus den Häusern MG, Triumph und Alfa Romeo, vom legendären Brezel–Käfer bis zu vielen deutschen Limousinen. Natürlich dürfen auch viele Porsche-Typen nicht fehlen.

In der „Sportlichen“ Kategorie treten die Profis gegeneinander an. Darunter auch die Gesamtsieger des Vorjahres Jörg Ramme/Michael Thomas um den Titel auf der ca. 130km langen Tour durch das schöne Oberbergische Land zu verteidigen. Die Ambition auf den Gesamtsieg haben aber auch zahlreiche andere Teams in dieser Wertungsgruppe, die aus ganz Nordrhein-Westfalen mit ihren Porsche, BMW, Jaguar und vielen anderen wunderschönen Oldtimern in Lindlar an den Start gehen um die Orientierungsaufgaben fehlerfrei zu lösen und die Gleichmäßigkeitsprüfungen mit Null-Abweichung zu fahren.

In der Wertungsgruppe „Tourensportlich“ ist der Schwierigkeitsgrad nicht ganz so hoch. In dieser Kategorie haben Edwin Hanstedt mit Co. Meriet aus Wiehl auf einem MG TC genannt. Mit einem sehr interessanten Fahrzeug, einem Porsche 911 Safari Rallye, treten in dieser Kategorie Guido Nase/Ute Landua aus Wiehl an.

Nur nach Bordbuch fahren die Teilnehmer der Touristischen Wertung, in der die meisten Teams genannt haben. Darunter alleine 12 Teams mit wunderschönen Oldies aus dem Oberbergischen. Mit der höchsten Startnummer Rene Klos/Friedericke Schmeling aus Wiehl.

Schon ab 10.01 Uhr werden die ersten Fahrzeuge in Minutenabstand auf dem Marktplatz in Lindlar vom Bürgermeister der Gemeinde, Herr Dr. Georg Ludwig, gestartet. Hier können interessierte Zuschauer bereits vorher einen Blick auf das Teilnehmerfeld werfen.

Über Berghausen, Rodt, Dannenberg, Wiedenest führt die Strecke über Marienhagen zur Halbzeitpause in die Erzquell Brauerei nach Bielstein. Hier gilt es vor der verdienten Mittagsrast noch eine Wertungsprüfung zu absolvieren.

Eine kleine abgesperrte Strecke auf dem Brauerei–Gelände ist in einer auf die zehntel Sekunde vorgegebenen Zeit zu absolvieren. Jede Abweichung beschert Strafpunkte.

Anschließend bietet sich reichlich Gelegenheit, die Schätzchen der Automobilbaukunst aus nächster Nähe auf dem Brauereihof zu betrachten und mit den stolzen Besitzern ins Gespräch zu kommen, oder einfach den Worten des Moderators zu lauschen, der jeden Teilnehmer und dessen Fahrzeug vorstellen wird. Der Bürgersteig entlang der Brauerei bietet hier eine tolle erhöhte Aussichtsplattform. Ab 12.30 Uhr werden die ersten Oldies in der Brauerei erwartet.

Der Re-Start für das erste Fahrzeug erfolgt von hier ab 13:30 Uhr zur zweiten Runde. Über Oesinghausen, Remerscheid, Gimborn, Kreuzberg geht es über kleine verwinkelte Sträßchen und schönen breiten Landstraßen ins Ziel, dem historischen Marktplatz in Wipperfürth, wo der erste Oldtimer ab 16.00 Uhr erwartet wird. Weitere Infos unter www.rgoberberg.de.

Burghof in Bielstein mit „Wein & Musik“

Bereits zum vierten Mal fand für die Freunde von Wein und Musik die Sommerveranstaltung des Heimatvereins Bielsein – der diese in Zusammenarbeit mit den Dorfgemeinschaften Helmerhausen und Kehlinghausen organisiert – statt.


Foto: Christian Melzer

Auch diesmal wieder mit Jazz, Swing und Rockmusik und einem reichhaltigen kulinarischen Angebot. Auch wenn das Wetter nicht die ganze Zeit mitspielte, kamen doch selbst am Sonntag bei strömenden Regen viele Gäste. Mit Bossa-Nova-Stücken, Balladen und schnellen Swingnummern eröffnete die „Swing Company“ am Samstagnachmittag den musikalischen Reigen. Der Bielsteiner Saxophonist Matthias Bauer bot mit seiner oberbergischen Big Band ein buntes Spektrum. Gemeinsam mit dem ehemaligen WDR-Big-Band Lead-Altsaxophonisten Heiner Wiberny spielten sie auch Stücke wie „Her Comes Julian“ oder „Ulla in Afrika“. Big-Band-Sängerin Karin Brzezinski beeindruckte das Publikum bei Jazz-Standards mit ihrem Gesang.

Bei lauer Sommerabend-Luft schwoften die Gäste zu der Musik der „Driem Beus“ am Samstagabend. Da wurde auch eifrig getanzt auf dem Platz, wenn Bernd Fuhrich „Walking in Memphis“ oder „Unchain My Heart“ sang. Wie schon bei den Kulturkreis-Veranstaltungen im Burghaus fesselten sie die Gäste mit ihrer Musik und ihrer ansteckenden Begeisterung. Fast 30 Jahre stehen die „Traumjungen“ auf der Bühne. Mit Michael Bielecke am Piano und Bass, Gitarrist Udo Lesemann und Schlagzeuger Wilfried „Holli“ Holberg präsentierte Fuhrich Rockmusik vom Feinsten. Es wurde getanzt, mitgesungen und gute Laune machte sich breit.

Auch am Sonntag stand ein ausgewähltes Musikprogramm für die Gäste bereit. Staighter Swing, eingängige Grooves und wiederum ein Bielsteiner auf der Bühne: Saxophonist Stephan Aschenbrenner spielte mit „JAZZlight“ auf. Mit viel Spaß am Spiel und der Musik boten sie ein Programm von „Buena Sera Senorina“, „Just A Gigolo“ bis zu „Preacher“ – aber auch Götz Alsmann Stücken. Ihr starker Bläsersatz mit Trompete, Posaune und Saxophon beeindruckte durch gutes Ensemble-Spiel und grandiose Soli. Den musikalischen Abschluss gestaltete das „Trio Vamosa“. Passend zum Regen hatten sie „Ases Tod“ von Grieg im Programm, aber auch Interpretationen zu Kompositionen des einstigen schwedischen Esbjörn Svensson Trios. Mit Sambarhythmen gespickt, das „Ghana Feel“ von Schlagzeuger Martin Schulte. Beide Bands hätten sicher ein größeres Publikum verdient, aber das Wetter spielte leider nicht mit am zweiten Tag des Festes für die Freunde von Wein und Musik.

An beiden Tagen sorgte man an zehn Ständen für das leibliche Wohl der Gäste im Burghof Bielstein. Der Renner war der Flammkuchen – am Samstagabend bildete sich eine lange Schlange vor dem Stand. Und wer ein Brett mit der Köstlichkeit ergattert hatte, konnte sich an den Weinständen noch ein leckeres Tröpfchen dazu holen. Ob von den Weingütern der Mosel, Nahe, Baden oder von der Auswahl des örtlichen Weinhändlers – aber auch für die Bierfreunde gab es einen Stand. Und natürlich waren auch alkoholfreie Getränke im Angebot.

Heimatvereinvorsitzender Hans-Georg Bauer möchte die Veranstaltung zu einer festen Institution werden lassen. Gerne hätte man auch noch Unterstützung aus der jungen Generation für Ausschank und Essenstände. Bei der musikalischen Auswahl legt er Wert auf ein für die Heimatstadt typisches Programm. Dabei hat sich für den Samstagabend die Wahl einer Coverband mit viel Mainstream-Musik bewährt. Da ist ein voller Burghof-Platz garantiert. Auch für das nächste Jahr möchte der Heimatverein wieder am letzten Juni-Wochenende sein Wein- und Musikfest anbieten. Selbst wenn für gutes Wetter nicht garantiert werden kann – die Musik- und Weinauswahl wird wieder vom Feinsten sein.

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Thilo Sarrazin im Burghaus Bielstein

Erst schafft Deutschland sich selber ab – so der Titel des ersten Sarrazin-Buches. Im zweiten Buch „Europa braucht den Euro nicht“ weitet er seine Sicht auf Europa aus. Da könnte man eigentlich doch schon ahnen, dass er im dritten Buch – so es dies geben wird – noch globaler wird. Spannend daran: welches Thema wird er wählen? Und diese Frage ist sicher spannender als der Abend im Burghaus war. Eher unaufgeregt gestaltete sich die Literatur-Veranstaltung mit Thilo Sarrazin.


Thilo Sarrazin – Foto: Vera Marzinski

Das Polizeiaufgebot am Burghaus und eine handvoll junger Demonstranten ließen einen zumindest kontroversen Abend im Burghaus Bielstein erwarten. Aber es war eher ein Auftischen von Fakten, Zahlen, Spekulationen. Im Bereich Finanzen ist Thilo Sarrazin ganz in seinem Metier. Viele Zahlen gab es an diesem Abend mit Thilo Sarrazin: Billionen, Milliarden. Zudem Deflation, Inflation, Rankings – alle volkswirtschaftlichen Begriffe fielen irgendwann im Vortrag. Sogar Persönliches gab Sarrazin von sich: Wie oft habe er seiner Mutter versprochen, die Vokabeln besser zu lernen und – es passierte doch nichts. Ähnlich laufe es aber auch in der Euro-Union ab. Und so werde Deutschland immer unauflöslicher mit dem Schicksal der südeuropäischen Länder verbunden. Denn an der übersteigerten Erwartungshandlung anderer – daran sei Deutschland selbst nicht unschuldig.

Der Traum von der Europäischen Währungsunion habe seinen Glanz eingebüßt, so Thilo Sarrazin. In seinem Buch „Europa braucht den Euro nicht“, zeigt er auf wie nach seiner Meinung das politisches Wunschdenken in die Krise geführt habe. Moderator Günther von Lojewski – deutscher Journalist und von 1989 bis 1997 Intendant des Senders Freies Berlin (SFB) – führte zuvor in den Abend ein. Er lobte Sarrazin, dass dieser aus dem ersten Buch gelernt habe und im neuen Buch viel analysiere. Und auch die Gäste im Burghaus merkten schnell: so provokant wie das erste Buch ist das Euro-Buch wahrhaftig nicht.

Und er wagte eine Prognose – was sonst nicht seine Art sei, wie der ehemalige Berliner Finanzsenator betonte. Deutschland werde nicht nur für seine eigenen sondern für sämtliche Schulden in der Währungsunion aufkommen. Radikale Lösungen würden ihm selbst mental sehr entgegen kommen, aber die Vorschläge von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann – entweder die Finanzpolitik weiter national betreiben und eine gegenseitige Haftung für die Schulden anderer Länder vermeiden oder einem großen Sprung in eine Fiskalunion – findet er utopisch. Utopisch aber auch Sarrazins Szenario-Gedanken zu einer „eins zu eins“ Umstellung des Euro zurück in die Deutsche Mark.

Griechenland musste im Rahmen der Euro-Diskussion natürlich angesprochen werden – und das dann ganz ausführlich. Für den Fußball hoffte Sarrazin am Mittwochabend, dass die Griechen das Spiel am Freitag gewinnen – es wäre gut für sie. Aber er gehe davon aus, dass die Deutsche Elf weiterkommen wird.

Vera Marzinski

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Chorakademie überzeugte auch mit ABBA

Der Knaben- und Mädchenchor der Bergischen Akademie für Vokalmusik hat sich inzwischen im Bereich der Klassik einen Namen in der Region gemacht. Die Mitwirkung bei Carl Orffs CARMINA BURANA in Morsbach 2012 oder die preisgekrönte Johannes-Passion von J.S. Bach 2012 mit mehreren Vorstellungen im ganzen Kreisgebiet haben diesen Erfolg begründet. Dass die Jungen und Mädchen aber auch anderes singen können, haben sie mit ihrem Schuljahresabschlusskonzert am 16. Juni 2012 im Bielsteiner Burghaus bewiesen.

Unter dem Motto „academy goes pop“ sangen die verschiedenen Chorgruppen mal getrennt, mal als großer Chor gemeinsam, bekannte Stücke aus dem Popbereich mit dem Schwerpunkt ABBA; natürlich mehrstimmig und unplugged, wie es sich für einen solchen Chor gehört. Die Zuschauer brachen in wahre Begeisterungsstürme aus, die sich bis zum letzten Stück „You´ll never walk alone“ immer weiter steigerten.

Die Dirigenten Marco Fischdick (auch Schlagzeug) und Dirk van Betteray (auch Klavier) waren sehr zufrieden mit der Leistung ihrer Schützlinge. Auch der Gastchor, das bekannte Frauenvokalensemble A CAPPELLA, Köln glänzte mit teilweise szenisch aufbereiteten Chorwerken, spritzig vorgetragen unter der Leitung von Dirk van Betteray.

Als nächstes Großprojekt werden die Kinder 2013 die Kantate „Adiemus“ von Karl Jenkins in mehreren Konzerten in der Wiehltalhalle aufführen, ein großartiges Bühnenspektakel für Augen und Ohren. Man darf gespannt sein, was man von diesen wunderbaren Kinderchören in Zukunft noch zu hören bekommen wird.

1. Brauerei Open Air 2012: Trotz Regen tolle Party

Supertramp, Dire Straits, AD/DC! Drei Bands die unzählige Welthits geschrieben haben. Viele davon gab es am 16. Juni beim 1. Brauerei Open Air 2012 zu hören. Die Tributebands „Dreamer“, „Brothers in arms“ und „Dirty Deeds 79“ ließen die Hits dieser Bands erklingen und feierten mit über 3000 Gästen trotz Regens eine tolle Party.


Foto: Christian Melzer

Die Open-Air-Fans müssen nicht lange auf den nächsten Event warten, bereits am 25. August steht das 2. Brauerei Open Air 2012 an und das verspricht ein richtiger Kracher zu werden, dann kommt nämlich die legendäre Band BAP mit ihrem Sänger Wolfgang Niedecken in die Wiehlauen. Bereits jetzt sind laut Oliver Pack von der Erzquell Brauerei Bielstein 3/4 aller Tickets verkauft.

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