Erzquell Brauerei Bielstein mit starkem Bekenntnis: ‚Die Freien Brauer‘ – wir sind dabei!

‚Die Freien Brauer‘, eine Initiative der Deutschen Brau-Kooperation, stellen sich vergangene Woche in München erstmals der Presse vor. Die Deutsche Brau-Kooperation gibt es bereits seit 1969 als Verbund führender unabhängiger Privatbrauereien. Die Initiative ‚Die Freien Brauer‘ ist neu. Sie versteht sich als eine Interessens- und Wertegemeinschaft Gleichgesinnter. Ihr Ziel ist die Förderung der Zusammenarbeit, des Zusammenhalts und der Öffentlichkeitsdarstellung von derzeit 35 führenden regionalen Privatbrauereien in Deutschland und Österreich.


35 mittelständische Brauer gründen in München „Die Freien Brauer“, Brauereichef Dr. Axel Haas, Geschäftsführender Gesellschafter der Erzquell Brauerei Bielstein (2. Reihe, 3. v. l.)

Besonders wichtig ist der Initiative ‚Die Freien Brauer‘ ihr Bekenntnis zu einem unabhängigen, freien Unternehmertum und zur Förderung der jeweiligen Heimatregionen. Bereits 65 Prozent der deutschen Brauwirtschaft befinden sich in Konzernhand. „Die aktuelle Entwicklung ist mittelstandsfeindlich und bedroht die Sortenvielfalt“, betont Christoph Barre, Sprecher der Initiative ‚Die Freien Brauer‘ und Geschäftsführer der Privatbrauerei Ernst Barre GmbH. „Aus Verantwortung als regionaler Arbeitgeber, Ausbildungs- und Nachwuchsförderer setzen ‚Die Freien Brauer‘ sich engagiert für den Erhalt einer gesunden regionalen Wirtschaftsstruktur und damit aktiv für den Standort Deutschland ein.“

‚Die Freien Brauer‘ stehen auch für Vielfalt. Georg Schneider, der andere Sprecher der Initiative ‚Die Freien Brauer‘ und geschäftsführender Gesellschafter der Privaten Weissbierbrauerei G. Schneider & Sohn GmbH, unterstreicht: „Vielfalt ist dabei im wahrsten Sinne des Wortes vielfältig gemeint. Sie bezieht sich auf unsere Privatbrauereien und deren Inhaber, eben Menschen mit Ecken und Kanten. Sie erstreckt sich ebenso auf die verschiedenen Bierarten und Biersorten höchster Qualität, auf Biere, die wir, ‚Die Freien Brauer‘, mit viel Liebe und Sorgfalt brauen.“

Auch Brauereichef Dr. Axel Haas betont für die Erzquell Brauerei Bielstein sein Engagement in dieser Initiative: „Als bereits langjähriges Mitglied in der Deutschen Brau-Kooperation war es für uns nur selbstverständlich, bereits in der Gründungsphase diesem neuen und wichtigen Zusammenschluss beizutreten. Hier werden für uns all die Werte wie Heimatverbundenheit und damit Bekenntnis zur Region, Sortenvielfalt sowie Förderung regionaler Kontakte und Traditionen vertreten, die schon seit der Gründung unserer Privatbrauerei vor über 100 Jahren die wesentlichen Unternehmensgrundsätze darstellen. In einer starken Gemeinschaft bieten die Freien Brauer hier ein gewichtiges Forum, diese Werte zu leben und gemeinsam nach außen zu tragen, auch im Verhältnis gegenüber den Konzern- und Großbrauereien.“

Ab sofort ist auch die neue Homepage www.Die-Freien-Brauer.com freigeschaltet. Hier finden Interessierte aktuelle Informationen rund um die neue Initiative. Die offizielle Proklamationsveranstaltung mit Teilnahme aller Brauereien wird am 29. März 2006 in Lübbecke stattfinden.

Wiehltalbahn: Fahrt ins Ahrtal verschoben

Durch Bauarbeiten auf der Aggertalbahn und die durch sie verursachte Sperrung des Abschnitts Ründeroth – Dieringhausen musste die Fahrt der Wiehltalbahn ins Ahrtal kurzfristig auf den 9. Oktober verschoben werden. Die Anmeldung ist ab sofort möglich beim Wiehltalbahn-Infotelefon: 0 22 62 / 99 99 234.

Elf Jahre Heimat- und Kuhstallmuseum

Nach elf Jahren wurde am 20. September 2005 das zehnjährige Bestehen des Heimat- und Kuhstallmuseums in Bielstein-Damte mit viel Prominenz gefeiert – darunter Bürgermeister Becker-Blonigen, Landrat Hagen Jobi und Erzquell-Brauerei-Chef Dr. Axel Haas. Da der Betreiber des Museums, Ernst Birkholz, vor einem Jahr gesundheitlich angeschlagen war, wurde die Feier jetzt nachgeholt.

Bürgermeister Becker-Blonigen würdigte die Verdienste des „Museumsdirektors“ Ernst Birkholz, der in Privatinitiative mit seinem Museum Heimatgeschichte in vorbildlicher Weise pflegt. Weil man wissen muss, wo man herkommt, bräuchten wir gerade in der heutigen Zeit Traditionsbewusstsein.

Im Juni 1994 hatte Ernst Birkholz eine Ausstellung mit Bildern und alten Schriften in der Heimatstube der Siebenbürger Sachsen in Drabenderhöhe durchgeführt. Dort ist dann der Entschluss gefasst worden, ein eigenes Heimatmuseum zu errichten. Das Museum, errichtet auf dem Heuboden eines ehemaligen Stalles, wurde schließlich am 16.09.1994 von dem heutigen Landrat Hagen Jobi, damals stellvertretender Bürgermeister der Stadt Wiehl, eröffnet.

„Mein Museum ist eine Spurensicherung aus allen Lebensbereichen der Menschen aus dem Homburger- und Bergischen Land“ erläutert Ernst Birkholz, „meine Mutter Emma Birkholz, geborene Pflitsch, hat immer alles verwahrt. Auf dem Sterbebett sagte sie zu mir: ‚Hole alles Aufbewahrte zu dir, du machst was daraus.'“

Zu sehen sind unter anderem die ersten Kristallgläser der Adler Brauerei aus dem Jahre 1908, sowie drei persönliche Biergläser von Bürgermeister Müller aus Wiehl, der sein Amt 1891 bis 1920 ausübte. Das Hochrad von Ernst Stoffel aus Bielstein kaufte Birkholz von der Erbin. Dieses Rad wurde 1860 in England gebaut.

Ernst Birkholz über seinen Antrieb: „Mein Anliegen ist es, in unserer schnelllebigen Zeit alte Spuren und Wurzeln zu zeigen und zu erhalten. Wer diese vergisst, wird vergessen.“

Wer das Museum in der Damtestraße 60 besichtigen möchte, muss sich bei der Touristinformation der Stadt Wiehl unter der Telefonnummer (0 22 62) 99-195 anmelden.

Eine Bilderserie finden Sie hier…

Einbruch in Freibad

In der Nacht auf den 20. September brachen unbekannte Täter in das Bielsteiner Freibad ein. Zuerst versuchten sie die Eingangstür aufzuhebeln. Als dies misslang, hebelten sie das Fenster auf und gelangten ins Gebäudeinnere. Eine Bohrmaschine, ein Hochdruckreiniger und eine Motorsense wurden entwendet. Hinweise bitte an das Kriminalkommissariat Gummersbach, Tel.: 02261 8199-0.

Nächtliches Viehtreiben auf der A4

Mit „Cowboys auf der Autobahn“ war folgende Polizeimeldung betitelt: Zu einem nächtlichen Viehtreiben wurden in der Nacht auf den 20. September, gegen 00:00 Uhr, Kolleginnen und Kollegen der Polizeihauptwache Gummersbach eingesetzt. Ca. 20 Kühe, die es in der Nachvollmondnacht nicht mehr auf ihrer Weide in Wiehl-Forst aushielten, trabten ordnungsgemäß über die Auffahrt Bielstein der A 4 in Fahrtrichtung Köln. Nachdem die Autobahn kurzfristig gesperrt wurde, gelang es den Beamtinnen und Beamten die Tiere ohne den Einsatz eines Lassos zu bewegen, die Autobahn entgegen der Fahrtrichtung wieder zu verlassen und auf die Landstraße 302 einzubiegen. Nachdem sie auf eine Wiese mit frischen Blumen getrieben wurden, konnten sie in die Obhut des Bauern übergeben werden. Nach Überprüfung der Fahrbahnbeschaffenheit (mehrere kreisrunde dunkelgrüne Flecken waren zurückgeblieben) konnte der Einsatz ohne Verletzungen beendet werden.

Hauptschule Bielstein wieder erfolgreich beim Kölner Schulmarathon

Die Schulstaffel der GHS Bielstein mit Svenja Laake, Denise Hüller, Ansgar Heidermann, Rudolf Miller, Alex Ortmann, Dominik Müller, Philip Gläser und Alina Berges (Schülerbetreuerin) bewies im dritten Jahr hintereinander Teamgeist und Leistungsstärke und sicherte sich mit 3 Stunden und 52 Minuten einen Platz im Mittelfeld.

Die bisher jüngste Mannschaft der GHS trotzte dem zu Beginn des Rennens einsetzenden Regen und ließ sich zu keinem Zeitpunkt die gute Stimmung und Motivation nehmen. Der Kölner Marathon ist der einzige Marathon in Deutschland, der Schülern ermöglicht im großen Läuferfeld von über 14 000 Teilnehmern zu starten und von über 450 000 Zuschauern angefeuert zu werden.

Lauftreff „running & more“ – Das sportliche Highlight für die gute Sache

Der Lauftreff „running & more“ des TSV Dieringhausen veranstaltet am Freitag, 16. und Samstag, 17.September 2005 einen Kombinationslauf über eine Distanz von ca. 120 Kilometern. Es werden fünf Teams mit je zwei Personen starten. Jedes Teammitglied absolviert im Wechsel fünf Kilometer laufend bzw. auf dem Fahrrad. Es wird in der Nacht von Freitag auf Samstag um Mitternacht gestartet.

Der Start wird in Neuwied am Rhein sein. Die Strecke führt rheinabwärts bis Bonn, von dort aus führt der weitere Streckenverlauf Richtung Sieg. Weiter geht es durchs Bröltal, von wo aus Kurs in Richtung Marienberghausen und Elsenroth genommen wird. Über Bielstein, Weiershagen und Osberghausen lockt das Ziel des Laufes, der Sportplatz in Dieringhausen. Dort wird ein gemütlicher Grillabend über die Anstrengungen der langen Strecke hinweghelfen. Wie der Überbegriff „Sponsoren-Marathon“aussagt möchte der TSV Dieringhausen möglichst viele Sponsoren gewinnen, die die Aktion unterstützen. Die Sponsoren spenden dann einen frei wählbaren Betrag pro Kilometer.

Der erzielte Betrag wird wie folgt verwendet. Die Hälfte des Gesamtbetrages kommt der Kinder und Jugendleichtathletikgruppe des TSV Dieringhausen zu Gute. Die Kinder sollen als Weihnachtsüberraschung mit Trainingsanzügen ausgestattet werden. Die andere Hälfte des Betrages wird der Hilfsorganisation „Projekt Kongo“ übergeben. Hier handelt es sich um ein Projekt, welches vom Gemeindepfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Oberbantenberg vor vielen Jahren ins Leben gerufen wurde. Pfarrer Daniel Boltner unterstützt afrikanische Kinder, die durch Krieg und andere Schicksale ohne Eltern in größter Armut aufwachsen. Die Gelder und Sachgüter dieser Hilfsorganisation gehen direkt und ohne bürokratische Kosten zu den Hilfsbedürftigen nach Kinshasa.

Die Teilnehmer der fünf Teams würden sich sehr freuen auf den letzten Kilometern möglichst viele Läufer und Radfahrer zur moralischen Unterstützung als Begleitung begrüßen zu können. Streckeninfos können während des ganzen Laufes unter Tel. 0170/3114836 direkt von den Teams abgefragt werden.

Unfall auf der Wiehltalbrücke geklärt

Fotos: Christian Melzer

Am Donnerstag wurde die Brücke für mehr als vier Stunden gesperrt. Das Gummersbacher Amtsgericht hatte einen Ortstermin auf der Brücke anberaumt, um zu klären, wie es zum dem Unfall kommen konnte.

In einer gemeinsamen Erklärung haben fünf Gutachter erklärt, dass der Laster, der vor einem Jahr von der Wiehltalbrücke stürzte, vorher zweimal von einem Auto gerammt wurde.


Der Angeklagte hat zwar zugegeben den BMW gefahren zu haben, allerdings machte er ansonsten zu dem Unfallhergang keinerlei Angaben.

Das Auto, ein BMW mit abgefahrenen Reifen, wurde von dem 26-jährigen Mustapha A. gelenkt, der mit zuviel Tempo und ohne Führerschein unterwegs war. Zum Unfallzeitpunkt stand der 26-Jährige zudem unter dem Einfluss von Cannabis.

Der Prozess um den teuersten Autounfall in Deutschland (die Sanierung der Brücke wird ca. 35 Millionen Euro kosten) soll in der kommenden Woche mit den Plädoyers weitergehen.

Die Witwe des getöteten Lastwagenfahrers wollte beim Ortstermin auf der Wiehltalbrücke genau wissen, wie ihr Mann ums Leben kam. An dieser Stelle stürzte er vor einem Jahr mit einem Tanklaster, geladen mit 30 000 Litern Treibstoff, in die Tiefe.

Die Brücke war nach dem Unfall nur provisorisch in Stand gesetzt worden und soll erst im kommenden Jahr komplett saniert werden, dazu müssen rund 20 Meter beschädigte Fahrbahn komplett aus der Brücke herausgeschnitten und ersetzt werden. Wer für den Millionenschaden aufkommen muss, wird sich erst nach dem Urteil des Amtsgerichts klären, das am Mittwoch nächster Woche erwartet wird.

Durch die Sperrung der Wiehltalbrücke staute sich der Verkehr am Donnerstag rund um Bielstein.