Albie Donnelly und seine Supercharge mit viel Power

Eine Party-Band der Extraklasse, angeführt von einer der besten Bläser-Sektion Europas um den charismatischen Ausnahmesaxophonisten, Frontmann und Sänger Albie Donnelly gastierte im Burghaus Bielstein.


Foto: Vera Marzinski

Donnellys Saxophonspiel liefert „Soulpower pur“ und das musikalische Feuerwerk aus Liverpool hat zudem noch eine grandiose Band um sich geschart. Direkt neben dem Frontmann: Jürgen „Big Jay“ Wieching mit Tenor- und Bariton-Saxophon. An der Posaune Thorsten Heitzmann und an der Hammond Orgel Sascha Kühn. Die Rhythmus-Sektion bilden Drummer Uwe Petersen und Bassist Wolfgang „Bolle“ Diekmann. Solo-Gitarrist Roy Herington ist ein Meister an der Fender-E-Gitarre und spielt diese auch schon mal mit den Zähnen.

Gemeinsam sorgten sie im Burghaus für viel Rhythm’n’Blues, Swing und Good Times Rock’n’Roll. Die Stimme des Frontmanns der siebenköpfigen Profi-Truppe ist zudem geprägt von britischem Rhythm and Blues. Der in Liverpool geborene Saxofonist, Leadsänger und Bandleader Albie Donelly startete seine Karriere als Studiomusiker in London bei Produktionen mit Bob Geldof, The Boomtown Rats, Graham Parker und anderen. Seit dem ist der Musiker mit dem Rauschebart nicht mehr aus den Clubs, Studios und großen Bühnen wegzudenken. „Albi Donnelly’s Supercharge“ spielen auf großen Jazz und Bluesfestivals in Europa oder auch mal in Clubs wie der „Unterfahrt“ in München – und in Bielstein. Auch bei den Wiehler Jazztagen zeigten sie ihr Können. Nach 40 Jahren „on the road“ ist die Formation mit dem britischen Chef alles andere als eine Rentnercombo.

„Six very romantic man“ befänden sich auf der Bühne, verriet Donnelly. Nur der Schlagzeuger sei noch zu haben. Deshalb kam dann auch ein „Ladies night – oh what a night“ sowie „Buona Sera Signorina – kiss me good night“. Die traditionsbewusste Gute-Laune-Band spielte viele Stücke von ihrer „Live & Loaded“ CD. So „Gangster of Love“, den „Boogie Woogie King“ oder „Hoochie Googhie Man“. Das Publikum war begeistert. Und Albie Donelly – Mr. Supercharge – ist auch mit fast 70 Jahren noch die Coolness in Person. Mit den bewährten Attributen Vollbart, dunkel-getönter Brille und polierter Glatze ist er am Tenor-Saxophon eine Sensation. Fette Arrangements boten „Supercharge“ mit einem kompakten Sound und Bläsereinsätzen auf den Punkt. Es sind nun mal Vollprofis mit viel Spaß an der Musik. Und das springt auch aufs Publikum über.

Vera Marzinski

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Besuch des DFB-Mobils in Bielstein: „Trainieren die den Schweinsteiger?“

Da staunten die Kids des BSV Bielstein nicht schlecht, als die Trainer Simon Arndt und Sebastian Rüppel am Dienstagabend mit ihrem DFB Mobil auf dem Vorplatz der Dr. Kind Arena eintrafen.

Die beiden Trainer waren an die Jahnstraße gekommen, um sowohl den Trainern als auch den Spielern unterschiedliche Themen des altersgerechten Trainings näherzubringen.

Während Sebastian Rüppel im Vereinsheim mit Trainern und Vorstand über aktuelle Themen des Fußballs diskutierte, forderte Simon Arndt die Bielsteiner U13 im Rahmen einer Demo-Trainingseinheit.

„Der BSV Bielstein bedankt sich für die praktischen Tipps und den großen Zuspruch!“, freute sich Juniorenleiter Volker Biock über den Besuch. „Die Trainer vom DFB Mobil haben die tolle Anlage, das Vereinshaus und unser großes Engagement gelobt.“

Dieses Lob freute den Verein besonders – schließlich hat auch Bastian Schweinsteiger mal klein angefangen.

Hallenhandball-Kreispokalrunde um den Zunft-Kölsch-Pokal 2016: Siegerehrung im Braustübchen der Erzquell-Brauerei Bielstein

Zum achtzehnten Mal wurde 2016 die Hallenhandball-Kreispokalrunde der Herren um den Zunft-Kölsch-Pokal ausgespielt.


Foto: Christian Melzer

In enger Zusammenarbeit mit dem Handballkreis Oberberg kämpften die Herren-Mannschaften der oberbergischen Handballvereine um Punkte und attraktive Preisgelder. Dabei ist die Grundidee dieses Zunft-Kölsch-Pokales, die Jugendarbeit in den heimischen Vereinen zu fördern. So spielen und gewinnen die Herren im Wesentlichen für die Jugendarbeit ihres Vereins. Da gemäß der Ausschreibung 75 % der zu gewinnenden Preisgelder in die Jugendkasse des jeweiligen Vereins fließen müssen.

In diesem Jahr beteiligten sich 22 Herrenmannschaften aus dem Oberbergischen am Wettbewerb um den Zunft-Kölsch-Pokal und spielten von September 2015 bis zum Finale am 1. Mai 2016, erstmals in der Eugen-Haas-Sporthalle in Gummersbach, die Pokalrunde aus.

Zur Erinnerung noch einmal die Ergebnisse der Endspiele am Finaltag, der in diesem Jahr durch den TV Strombach hervorragend ausgerichtet wurde:

Endspiel Herren (HVM) SSV Nümbrecht 1 : CVJM Oberwiehl 1 31 : 28
Endspiel Herren (HKO) TV Oberbantenberg : TV Niederseßmar 34 : 23
Endspiel Damen SSV Nümbrecht 1 : TV Strombach 1 34 : 32 (n.V.)
Endspiel Junioren CVJM Oberwiehl : TV Strombach 27 : 26
Endspiel Juniorinnen SSV Nümbrecht : TV Strombach 36 : 22

293 Tore fielen in den fünf Endspielen. Drei Titel sicherte sich der SSV Nümbrecht. Der „Oberbergische Handballgipfel“ bot in diesem Jahr, wieder vor einer Rekordkulisse von über 700 Zuschauern, beste Unterhaltung. Das Finale des laufenden Wettbewerbs wird ebenfalls wieder als „traditionelles Mai-Event“ am 1. Mai 2017 stattfinden.

Im Braustübchen der Erzquell-Brauerei Bielstein wurden dann am Mittwochabend, 23.11.2016 bei einem zünftigen Schluck und Deftigem vom Buffet die Sieger 2016 geehrt:

Der Vorsitzende des Handballkreises Oberberg, Udo Kolpe und der Spielwart Karl-Walter Marx sowie Dr. Axel Haas, Chef der Erzquell Brauerei, überreichten hier den Zunft-Kölsch-Pokal, den 750-EURO-Siegerscheck und einen Gutschein über 100 Liter Zunft-Kölsch an die 1. Herren-Mannschaft des SSV Nümbrecht. Die zweitplazierte Mannschaft des CVJM Oberwiehl konnte sich über ein Preisgeld von 500,00 EUR0 und 50 Liter Zunft-Kölsch freuen und die Drittplazierten, der TV Oberbantenberg (die Sieger des HKO- Finales) nahmen 250,00 EURO und 30 Liter Zunft-Kölsch für ihre Leistung und die Jugendarbeit ihres Vereins mit nach Hause.

Fast schon „Traditionsgäste“ in Bielstein: die beiden langjährigen Oberbergischen „Südkreis-Rivalen“ SSV Nümbrecht und CVJM Oberwiehl. Diese beiden Teams und der TV Oberbantenberg (HKO-Runde) durften in diesem Jahr das Hallentraining mit dem Braustübchen tauschen.

Ebenfalls eingeladen waren die Schiedsrichtergespanne der Finalspiele, das Kreispokalsieger-Team der Damen des SSV Nümbrecht, der Ehrenvorsitzende des Handballkreises Oberberg Karl-Heinz Lenz, Frauenwartin Christiane Köpplin, die Volksbank Oberberg eG (die Volksbank Oberberg stellte für den Frauen-Kreispokal ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 1.250,00 EUR zur Verfügung).

Die Damen wurden zusätzlich von der Erzquell-Brauerei mit Sachpreisen sowie einem Bier-Gutschein bedacht.

Alle beteiligten Mannschaften, der Handballkreis Oberberg und auch die Vertreter der Brauerei waren gemeinsam der Ansicht, dass es ein besonderer Anreiz ist, um diesen Pokal zu spielen, da neben dem Spaß am Handballspiel, insbesondere die Jugendarbeit des jeweiligen Vereins gefördert wird. Die in den letzten Jahren immer wieder gestiegene Zahl der teilnehmenden Mannschaften und Zuschauer beim Pokalwettbewerb, dessen Finaltag in diesem Jahr ausgesprochen unterhaltsam vor einer Rekordkulisse verlief, spricht für sich.

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Historische Musik – erklärt und gespielt

Das „Cicerone Ensemble“ spielt nicht nur einfach historische Musik. Sie eröffnen den Zuhörern die Welt der barocken Musik. Nicht ohne Grund haben sich Thomas Wormitt (Traversflöte), Adrian Cygan (Barockcello), Andreas Gilger (Cembalo) den Namen “ Cicerone“ (ital. Fremdenführer) gegeben.


Fotos: Vera Marzinski

Und auch die entsprechenden Musikinstrumente erklären sie ausführlich. Besonders interessiert waren die Gäste im Burghaus Bielstein nach dem Konzert am Cembalo von Andreas Gilger. Bei diesem Instrument werden die Saiten nicht angeschlagen sondern gezupft und man spiele es anders als das Klavier, denn es habe keine Anschlagsdynamik, erklärte Gilger. Auch das Barockcello weist einen anderen Klang auf, als die heutigen Instrumente, was eng mit dem Barockbogen zusammenhängt. Die zwar modernen Instrumente des „Cicerone Ensemble“ sind nach alten Vorbildern gebaut und die drei Musiker spielten Musik aus der Zeit in der wohl auch das Burghaus gebaut wurde. Angefangen mit der „Sonate d-Moll 3. Buch Nr.2“ für Flöte und Barockcello über Händel und Telemann bis zu Johann Joachim Quantz. Letzterer komponierte nicht nur Flötenmusik, sondern baute auch Flöten. Die von Thomas Wormitt ist ein Nachbau einer Quantz Flöte. Das Original war aus Ebenholz mit Klappen aus Elfenbein – seine ist auch Buchsbaum mit Kunststoff. Sie erzeugt den warmen, „hölzernen“ Klang, der für die Barockmusik perfekt ist.

Zur Zeit des Barock begaben sich viele Komponisten auf Studienreisen. So auch der in Deutschland geborene Georg Friedrich Händel, der nach England ging. Seine „Sonate G-Dur Op. 1 Nr. 5“ fängt jedoch italienisch an und geht dann in ein französisches Bourrée und anschließend in ein Menuett über. Natürlich durfte an diesem Barock-Abend eine Sonate aus der Bachfeder nicht fehlen. Die „Sonate A-Dur Op. 16 Nr. 4“ von Johann Christian Bach trugen die drei Musiker ebenso brillant vor, wie die schon fast moderne Sonate von Johann Helmich Roman. Der sei den meisten nicht bekannt, „aber nach diesem Abend vergessen Sie ihn nicht mehr“, versprach Andreas Gilger.

Die drei Musiker des „Cicerone Ensembles“ nahmen 2014 an der Akademie der Düsseldorfer Hofmusik teil und erreichten das Semifinale des Internationaal Van Wassenaer Concours Utrecht. 2015 wurde das Ensemble beim renommierten Deutschen Musikwettbewerb mit dem Stipendium des DMW ausgezeichnet und für die Spielzeit 2016/17 in die Bundesauswahl Konzerte junger Künstler des deutschen Musikrat aufgenommen. Sie treten mit verschiedenen Programmen gemeinsam auf, so „Wie der Vater so der Sohn…?“ – die Gegenüberstellung von Werken Johann Sebastian Bachs mit denen seiner Söhne, wodurch sie den Übergang von Barock zu Frühklassik nachzeichnen. Oder „Paris“, eine Stadt die wohl das wichtigste musikalische Zentrum Europas zu Beginn des 18. Jahrhunderts war. Und ihr Programm „Grand Tour“ – mit dem sie auch in Bielstein waren – berichtet von bedeutenden Begegnungen, Reiserouten und davon, was es mit dem sogenannten „vermischten Geschmack“ auf sich hat.

Vera Marzinski

Prinzenproklamation des Karnevalsvereins Bielstein ein voller Erfolg

Am vergangenen Samstagabend feierte der Karnevalsverein Bielstein mit vielen Jecken in der Bielsteiner Schulaula die Prinzenproklamation des neuen Bielsteiner Prinzenpaares. Pünktlich um 18.00 Uhr eröffnete der 1. Vorsitzende Michael Röser die gut besuchte Sitzung und begrüßte zahlreiche Abordnungen der befreundeten Karnevalsvereine, Gäste aus der Politik und karnevalistisch interessierte Wiehler Bürger.


Foto: Christian Melzer

Zum Glück fand Michael Röser für die Moderation des Abends einen guten Ersatz: Der hauptamtliche Präsident des KVB, Michael Becher, konnte aus privaten Gründen nicht an dieser Sitzung teilnehmen und auch die Anfrage bei Arbeitsamt und Zeitarbeitsvermittlern führte zu keinem Ergebnis. Doch mit einem Zunft Pittermännchen ließ sich Marco Schmitz überreden, die Moderation des Abends durchzuführen, und er machte seine Sache sehr gut.

Der erste Programmpunkt war natürlich dem scheidenden Prinzenpaar Martin II. und Pia Bischoff gewidmet. Nachdem Vereinsgruppierungen des KVB durch den Saal auf die Bühne einmarschiert sind, kamen zuletzt Prinz Martin II. und seine Prinzessin Pia samt Gefolge auf die Bühne, bedankten sich noch einmal herzlich für die zurückliegende Session und gaben ein letztes Mal eines Ihrer Sessionslieder zum Besten.

Dann kam es zu einem eingeschobenen Programmpunkt, der für den KVB kennzeichnend ist: Es wurde an diesem Abend offiziell die neue Kindertanzgruppe „Die Lolli Popps“ vorgestellt, die unter der Leitung von Pia Bischoff den 4 bis 8-jährigen Kindern die Möglichkeit gibt, erste Gehversuche im Bereich Gardetanz zu unternehmen. Man kann auch sagen, dass der KVB damit den „Talentschuppen“ für die „Crazy Girls & Boys“ gestartet hat. Die „Lolli Popps“ eroberten natürlich die Herzen des Publikums im Fluge und präsentierten an diesem Abend gleich 2 Tänze. Bestimmt werden unsere Kleinen an diesem Abend vor Aufregung nur schwer in den Schlaf gekommen sein.

Anschließend präsentierten sich die „Tanzmäuse“, die den „Lolli Popps“ zuvor einen Teil Ihrer Ihnen zustehenden Bühnenzeit abgegeben haben. Wie zu erwarten absolvierte unsere älteste und etablierteste Tanzformation den Auftritt in routinierter Weise. Sie feiern in diesem Jahr ihr 30. jähriges Bestehen und der Verein hatte ihnen dafür eine Sondererlaubnis erteilt, für diese Jubiläumssession einen eigenen „Mäuse-Orden“ zu kreieren. Ein begehrtes Sammlerstück, das nur speziellen Menschen verliehen wird…

Und dann war es Zeit für die „Zeitenwende“: Die Proklamation des neuen Bielsteiner Prinzenpaares stand an. Begleitet von kleinen Abordnungen des Bielsteiner Tanzgruppen und dem Hofstaat bahnte sich der karnevalistische Lindwurm seinen Weg durch die Aula auf die Bühne. Der Wiehler Bürgermeister Ulrich Stücker ließ es sich an diesem Abend nicht nehmen, die Proklamation nicht von Stellvertretern, sondern durch eigene Hand auszuführen. Es freut den Verein besonders, dass sich unser Bürgermeister dafür die Zeit genommen hat, denn das ist auch eine Anerkennung des Wiehler Vereinslebens und der ehrenamtlichen Tätigkeit vieler Helfer des Vereins. Nachdem unser Bürgermeister endlich das Zepter übergeben hatte, war es soweit und das Bielsteiner Narrenvolk darf sich über den Prinzen Helmuth I. und seine Prinzessin Astridt freuen. Damit hat der KVB nunmehr sein zweites Prinzenpaar, das seine Wurzeln in Siebenbürgen hat. Und man konnte es gleich merken: Das Prinzenpaar ist auch im realen Leben sehr sympathisch und genau so kamen sie auch rüber: voller Herzblut für den Karneval und authentisch. Wir können uns auf eine sehr schöne lange Session mit unserem Prinzenpaar freuen! Es blieb nur noch Zeit für 1 Sessionslied und der nächste Programmpunkt wartete bereits in den Startlöchern.

Der „Kistedüvel“ mit rotem Haar und behörnt war der erste Büttenredner des Abends. Thilly Meester nahm auf lustige Art und Weise die Problemchen des alltäglichen Lebens auf die „Hörner“ und bereitete damit den Boden für unsere Tanzformation „Crazy Girls & Boys“. Das Trainerpaar Monja und Wolfgang Müller hatten für diesen Abend mit der Tanzgruppe einen neuen Tanz einstudiert, der perfekt funktionierte. Mittlerweile wächst auch diese Tanzgruppe immer stärker, was zwangsläufig dazu führt, dass auf der Bühne wesentlich mehr Fülle präsentiert werden kann. Ein rundum gelungener Auftritt unserer Tanzformation, die mit viel Applaus verabschiedet wurden.

Und dann wurde „Tacheles“ geredet: Gemäß ihrem Motto „Alles kann – Stimmung muss!“ rissen sie den gesamten Saal von den Stühlen. Waren sie bereits vor ein paar Jahren als Zwischenact bei einer KVB-Sitzung zu Gast, haben sie sich seitdem prächtig weiterentwickelt und folgen ihrem Motto zu 100%. Ein rundum stimmungsvoller Auftritt der rheinischen Jungs mit Wiederhol-Charakter.

Im Anschluss daran hatte es Moped Manni alis Henning Schmiing nicht leicht: Er musste sich Gehör verschaffen, obwohl doch gerade noch der Saal getobt hatte. Nichtsdestotrotz meisterte Moped Manni dies routiniert und stilsicher.

Nach ihm folgte ein ganz besonderer Programmpunkt, der dem anwesenden Publikum noch lange in Einnerung bleiben wird. Norbert Conrads sang als klassisch ausgebildeter Tenor „Kölsche Leeder op klassisch“. Und wie! Er begann mit älteren aber bekannten „Krätzjer“ und vom ersten Lied an stand das Publikum und den männlichen Besuchern die Härchen auf ihren Armen und Rücken vor Jeföhl. Erst nach zahlreichen Zugaben und nachdem er als letztes Lied die „Kölner Hymne“ von den Höhnern gesungen hat, ließ das Bielsteiner Publikum Norbert von der Bühne gehen. Hier hat sich mal wieder bewiesen, welches Glück der KVB mit seinem Literaten Volkmar Winkler hat: Er kennt nicht nur die vermeintlich erste Garde der rheinischen Künstler, die in der Vergangenheit ja des Öfteren den Weg zu Bielsteiner Sitzungen gefunden haben. Nein, er kennt auch die vermeintlich zweite Garde, die jedoch mit Sicherheit bald begehrt sein wird, denn künstlerisch haben sie sehr viel zu bieten.

Als vorletzter Programmpunkt folgten die „Bielsteiner Raketen“, die personell noch einmal verstärkt wurden und mit phantastischen neuen Tänzen auf der Bühne großartige Bilder stellen konnten. Der KVB kann auch in diesem Punkt stolz darauf sein, so viele talentierte junge Menschen in den eignen Reihen zu haben, die somit ein breites Fundament für den Gesamtverein bilden.

Den Schlusspunkt des Abends bildete Victoria, das Helene Fischer Double. Annähernd 45 Minuten lang unterhielt Victoria die Gäste mit Liedgut von Helene Fischer. Das Bielsteiner Prinzenpaar, begleitet von Tänzerinnen der „Crazy Girls & Boys“ und auch Gäste aus dem Publikum kamen zu Victoria auf die Bühne und tanzten zu ihren Liedern. Das alles sorgte für eine harmonische und ausgelassene Stimmung, die typisch ist für die Bielsteiner Sitzungen.

Um 1.30 Uhr am Sonntagmorgen drehte das Thementeam vom MSF Bielstein dann die Zapfhähne um und stellte die Bierversorgung ein. Ein sehr schöner und langer Abend hatte sein Ende gefunden und hat bei allen anwesenden Gästen hoffentlich den Wunsch hinterlassen, bei der nächsten Sitzung des KVB wiederzukommen.

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Katharinenball der Bielsteiner Siebenbürger Sachsen

Grandiose Stimmung, schöne Heimaterinnerungen, herrliche Trachten, so die Bilanz des diesjährigen Katharinenballs vom 12. November 2016 in der Aula des Schulzentrums Wiehl-Bielstein.

Als sich um 19.00 Uhr der Vorhang für das Bühnenspiel „Ferienkind in Siebenbürgen“ (nach Paul Rampelt) hob, ahnte noch keiner, welche großen „kleinen Stars“ sich dahinter verbergen. Die Hauptperson, das Ferienkind in Siebenbürgen, wurde von dem 10-jährigen Sebastian Hübner, gebürtiger oberbergischer Junge, wirklichkeitsnah in Szene gesetzt. Aus der Großstadt Köln kommend, durfte er Ferien auf dem Dorf in Siebenbürgen machen und kennenlernen, dass Palukes ein schmackhaftes Mahl ist. Selbstverständlich lernte er auch die Verpflichtungen der Landwirtschaft kennen, dazu gehörte auch die „Getter“ zu hüten. Viele schöne Momente konnte er dem Landleben abgewinnen, wäre da nicht sein starkes Heimweh nach seiner Familie gewesen.

Wer früher auch ein Ferienkind in Siebenbürgen war, konnte das alles gut nachfühlen. Großen Applaus ernteten auch die kleinen Darsteller, Sebastian, Alina-Marie und Anna Sofie, die durch Unterstützung der Tanzgruppe und der Statisten die Bühne komplett ausfüllten. Ein großer Dank gilt dem Ehepaar Hamlischer, die für Regie und Tontechnik des Stücks verantwortlich waren. Wieder einmal konnten Augenblicke der Vergangenheit bildhaft in Szene gesetzt werden und Erinnerungen an ein „einfaches“ Leben geweckt werden.

Zur siebenbürgischen Identität gehören natürlich auch die anschließend aufgeführten Volkstänze, dargeboten von Tänzern dreier Generationen, Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen. Horst Kessmann bedankte sich bei den Tanzgruppenleitern mit Blumen.

Inzwischen gab die Feeling-Band den Ton an und holte damit etliche Tanzfreudige aufs Parkett. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Nach Mitternacht wurde die Veranstaltung vom „Siebenbürgischen Prinzenpaar des Karnevals 2017 des KVB Bielstein“ heimgesucht. Mit tönenden Fanfaren drangen sie auf die Bühne und läuteten mit ihren jecken Tönen die fünfte Jahreszeit (Karneval) ein. Viele Närrinnen und Narren ließen sich dazu mitreißen.

Horst Kessmann: „Ein großer Dank für diesen gelungenen Abend geht an alle Helferinnen und Helfer, die für den Aufbau, das Programm, Essen, den reibungslosen Ablauf gesorgt haben, aber auch an diejenigen, die uns jedes Jahr auch im Hintergrund unterstützen und die Treue halten.“

A-capella von Bollywood bis Punk-Rock

Für „Vocaldente“ gibt es keine Grenzen: Charleston, Rock ’n‘ Roll, Discomusik bis hin zu New Metal, Hip Hop oder Bollywood-Songs. Mit einer einzigartigen Mischung aus perfektem Satzgesang, originellen Arrangements, charmanten Moderationen und hoher Musikalitat begeistert das Quintett seit über zehn Jahren das Publikum.

Zum Burghaus Bielstein kamen sie über die Autobahn von Hannover mit ihrem aktuellen Programm „LIFE IS A HIGHWAY“. Und dazu gehört auch das gleichnamige Lied. Die Band Rascal Flatts lieferte 2006 diesen Hit für den Disney-Pixar-Film „Cars“ – eine rockige Nummer über das Leben auf Tour und das Leben als Tour.

Tobias Kiel und Jakob Buch (Tenöre), Benjamin Boresch (Countertenor), Alexander Nolte (Bariton) und Tobias Pasternack (Bass) überzeugten schon mit dem ersten Stück. Sprichwörtlich unter die Haut ging Grönemeyers „Sie mag Musik nur wenn sie laut ist“. Stecknadel-Stille im Saal und leuchtende Augen beim Publikum. Die fünf Sänger zeigten gleich, wie grandios sie ihre Stimmen beherrschen und dabei auch noch viel Spaß haben. Sie zelebrieren „a-capella-Art“ erklärte Alexander Nolte, „und das ausschließlich mit unseren Stimmbändern und unseren wohlgeformten Körpern“. Jeder von ihnen ausgestattet mit brillanter Stimme – als Zuhörer kann man sich nicht entscheiden welche denn nun ganz besonders ist. Und moderieren können sie auch alle. Ob zum Tirili-Tirila-Lustspiel in einer Krokodil-Bar in Ägypten oder zur Einleitung des Hipp-Hopp-Stückes „Jetzt geht’s los“.

„Der Kuckuck und der Esel“ – eine Mischung aus dem altbekannten Volkslied und Bobby McFerrins „Don’t worry be happy“ – war der Knaller. Warum nur ein Lied singen, wenn man gleichzeitig zwei singen kann? In einem einzigartigen und witzigen Arrangement verknüpften sie den Streit zwischen Kuckuck und Esel mit dem bekannten Ohrwurm. So hat man den Kuckuck noch nicht singen hören. Sehr spaßig auch ihr Ausflug nach Bollywood mit „Tharki chokro“, ein Lied aus einem indischen Film von Sänger Swaroop Khan. Jakob Buch hatte hier den Schalk in den Augen bei seinen Solo-Einlagen. Wunderbar auch ihr spanischer Ausflug mit „Pereginación“. Mit dem Lied „Problem“ zitierten sie aus diversen Chartstürmern. Ein Song, der jeden „anmacht“, aber vor allem die „Single Ladies“.

2004 aus der Hochschule für Musik und Theater und dem Knabenchor Hannover hervorgegangen, haben sich „vocaldente“ in wenigen Jahren zu einem international gefragten Vokal-Akt entwickelt. Über 100 Konzerte und Auftritte jährlich führen das Quintett durch die gesamte Bundesrepublik, das europäische Ausland und auf mehrwöchige Tourneen wiederholt in die USA sowie nach Hongkong, Singapur, Südkorea, Japan und Taiwan. Und auch nach Bielstein – wo sie hoffentlich bald mal wieder vorbeikommen.

Vera Marzinski

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Virtuose Streicherinnen – „La Finesse“

Eigentlich sollte man meinen, dass ein Streichquartett ein Klassik-Konzert darbietet. Nicht so „La Finesse“. Die vier Musikerinnen boten die ganze musikalische Bandbreite – von klassisch bis rockig. Und das mit viel Spaß, Begeisterung und auf hohem Niveau.


Foto: Vera Marzinski

Ihre Bühnenpräsenz ist phänomenal. Sie sind ein Ohren- und Augenschmaus und entführen in „ihr Amerika“. So heißt dann auch das Programm der Damen „…in Amerika“ und umfasst Stücke von Komponisten, die in Amerika lebten oder etwas mit diesem Land zu tun hatten. So Anton Dvorák, der als erfolgloser Bratschist startete und als Komponist großen Erfolg hatte – ab 1892 war er Professor in New York. Aus seinem „Amerikanischen Quartett“ präsentierte La Finesse das „Finale“. Edvard Griegs „Prelude From The Holberg Suite“ beeindruckte ebenso wie George Gershwins „Summertime“ – ein Stück, das in so einem Programm natürlich nicht fehlen durfte.

Auch um Leornard Bernstein und sein bekanntes Musical „West Side Story“ kamen sie natürlich nicht drum herum. Bei „I Want To Be In America“ zeigten sie die gemeinsame Komponente zum Bayerischen Zwiefachen auf. Der Zwiefache besteht aus einer Melodie mit Taktwechsel innerhalb der Phrase. Und ebenfalls aus dem Bernstein Musical das „Maria“ – sehr melancholisch und ergreifend. Monika Beck (Bratsche), Maria Voigt (1. Geige), Daniela Reimertz (2. Geige) und Dagmar Kochendörfer (Cello) fügten auf besondere Art und Weise klassische Musik mit dem Musikgeschmack unserer Zeit zusammen. Die vier Virtuosinnen verstehen es, die Geschichte großer Meister auf ihren Instrumenten neu zu erzählen. Alle musikalischen Interpretationen mit Elementen aus Rock, House, Electro wurden eigens von und für La Finesse arrangiert – und dadurch entsteht ein unverwechselbarer Sound. Seit 2008 gibt das Quartett facettenreich und modern dem kulturellen Erbe großer Komponisten wie Brahms, Rossini, Bach, Mozart und Beethoven einen neuen Kontext.

Im Burghaus Bielstein nahmen sie das Publikum nicht nur mit in den Wilden Westen – mit Stücken wie „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „High Noon“ auf der Bonanza-Ranch der Familie Cartwright. Auf den Spuren von Leroy Andersons zauberhaften Filmmelodien wie „The Typewriter“ nahmen sie noch Hilfe der Gäste dazu – die Hotelglocke betätigte ein Freiwilliger aus dem Publikum. Und beim „Baby Elephant Walk“ von Henry Mancini fungierte das gesamte Publikum als Percussion-Einheit mit Rhythmus im Offbeat-Takt. In ihr Medley „Music On The Cat Walk“ packten sie ganz viel Klassik rein mit Unterstützung eines Band-Playbacks. Auch damit packten sie das Publikum, das nach dem Konzert ganz begeistert und berauscht nach Hause ging.

Vera Marzinski

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Karnevalistische Klänge im Burghaus

Es ist schon Tradition, der Sessionsstart mit den „Driem Beus“ im Burghaus Bielstein. Pünktlich zum 11.11. heißt es hier jedes Jahr „Et jeht widder los“. Stimmungsmusik „handjemacht in Oberberg“ von den vier Herren.


Foto: Vera Marzinski

Sänger Bernd Fuhrich ist natürlich prädestiniert als „echte kölsche Jung“ den Karnevalsbazillus zu verbreiten. „Dat Trömmeltje“ bearbeitete Bergneustadts Bürgermeister Wilfried „Holli“ Holberg, diesmal im bunt-gestreiftem Anzug und mit blondem Haar, unter dem goldenen Hut spielte dazu Michael Bielecke auf dem Piano und Wikinger Udo Lesemann rockte seine Gitarre.

Wie immer hatten die „Driem Beus“ reichlich karnevalistische Songs im Gepäck. Aber erst einmal verteilten Sie Blömcher an die Damen im proppenvollen Saal unter dem Burghaus Dach. Der größte Teil der Gäste kam verkleidet und schunkelte, tanzte und sang eifrig mit an diesem karnevalistischen Abend. Viele in rot-weiß – Kölle ist ja ganz nah. Aber auch Schotten mit Rock oder die älteren Herren von der Insel in karierter Hose. Gartenzwerge, Schneefrauen, aber auch Clowns oder Waldgestalten. Vor der Bühne rockten nicht die Blues Brothers sondern die Blues Sisters, im schwarzen Anzug mit Sonnenbrille. Passend zum Kasalla Lied „Pirate“ hatten sich auch Piratinnen unter das lustige Volk gemischt. Kulturkreisleiter Hans-Joachim Klein empfing die Gäste mit roter Pappnase und glitzernd roter Krawatte. Die Damen vom Bielsteiner Karnevalsverein trugen blau-weiß gemusterte Halstücher und hinter der Theke hatten sich die beiden fleißigen Mädels vom Burghaus-Team im Hippie-Look gekleidet.

Und dann hieß es wieder „Hück steiht de Welt still“ – das grandiose Lied von Cat Ballou – gemixt mit Bouranis „Ein hoch auf uns“, oder auch „Da simmer dabei, dat is prima“, das „Viva Colonia“ der Höhner. Von denen kam natürlich auch das Lied „Ich bin ene Räuber“. Mit viel guter Laune und Spaß zog die Karawane nicht weiter, sondern zu „Die Karawane zieht weiter“ zog eine lange Polonäse durch den Saal. Wieder einmal ein gelungener Karnevalsauftakt im Burghaus und sicher heißt es auch im nächsten Jahr am 11.11. hier wieder „Kum loss mer fiere“.

Vera Marzinski

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Eindrucksvoller Sinatra-Abend

Alexander Gelhausen und Philip Brämswig präsentierten am Donnerstagabend im Burghaus Bielstein „Intimate Sinatra“. Keine Big Band, sondern ein Duo, das ganz intim für das Publikum einen Ausschnitt aus dem Repertoire von Frank Sinatra auf ihre Weise darbot.


Foto: Vera Marzinski

„May way“ – dieses Stück spielen andere Bands meist am Ende eines Sinatra-Abends. Gelhausen-Brämswig setzten es schon weit vorher im zweiten Set ein. Es gehörte ebenso wie „New York, New York“ oder Fly Me To The Moon“ in das Repertoire, das bei einem Sinatra-Abend nicht fehlen darf. Aber die beiden Musiker machen aus allem so ein bisschen ihr eigenes Ding. Da kommt dann schon mal die Bemerkung „Aber in unserer Version – freut euch nicht zu früh!“ von Alexander Gelhausen. Doch gerade über diese Version kann sich der Zuhörer freuen. Sie ist immer irgendwo überraschend, brillant umgesetzt und doch nah am Original. 2015 wäre Frank Sinatra 100 Jahre alt geworden (12.12.1915 – 14.05.1998) – anlässlich dieses Jubiläumsjahres stellten der Jazzsänger Alexander Gelhausen und der Jazzgitarrist Philipp Brämswig ein komplettes Programm aus Sinatra-Klassikern zusammen. Die beiden kennen sich seit fünf Jahren und treten seit zwei Jahren als Duo auf.

Und so wie der „Ol‘ Blue Eyes“ oder auch wegen seiner charakteristischen Stimme „The Voice“ genannte Sinatra, plauderte Gelhausen mit dem Publikum. Sinatra trat oft mit einer großen Big Band auf, hatte aber seine Kernband. Ein Gitarrist gehörte dazu, den Sinatra 1945 kennenlernte und der ab 1956 zu Sinatras regulärem Orchester zählte: Al Viola. Ein Virtuose auf seinem Instrument. Auch Philip Brämswig ist ein grandioser Gitarrist. Er war Mitglied im Jugendjazzorchester Niedersachsen sowie später im BuJazzO unter Peter Herbolzheimer und spielte bei Konzerten von Charlie Mariano, der WDR Big Band, Bob Mintzer, John Goldsby oder auch Candy Dulfer. Alexander Gelhausen hat „die“ Stimme für die Sinatra Songs. Er ist in diversen Formationen zu hören – mit „Nightshift“ war er bereits im Burghaus Bielstein – und Dozent für Jazzgesang an der Hochschule für Musik Mainz für „Jazz-/Pop-Gesang“ und „Vokalimprovisation“ – dazu gehört auch das Scatten. Davon gab er beim Konzert im Burghaus mehrfach Kostproben. Dabei wird die Stimme gleichberechtigt neben de Instrument eingesetzt. Ein improvisiertes Singen von rhythmisch und melodisch aneinandergereihten Silbenfolgen ohne Wortbedeutung und ohne zusammenhängenden Sinn – mit den Silben und Wortfragmenten werden lautmalerisch instrumentale Phrasen nachgeahmt. Aber nicht nur damit überzeugte der Sänger. Und außerdem hatte er zu „Come Fly With Me“ das Gitarrenarrangement geschrieben – und eine ganz andere Stimmung als das Original erzeugt. Aber auch das Arrangement von Brämswig zu „The Lady Is A Tramp“ überzeugte sehr. Mit „Where Oh When“, Cole Porters „Night And Day“ oder „One For My Baby“ sowie „Strangers In The Night“ begeisterten Gelhausen/Brämswig das Publikum, dass sicher gerne noch mehr gehört hätte.

Vera Marzinski

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