Kunstrasen auch in Bielstein ein Thema

Auch beim BSV Bielstein ist Kunstrasen ein Thema. „Das Grün soll kommen!“, darüber ist man sich im Vorstand einig. Eigens dafür wurde schon vor längerer Zeit ein Projekt-Team unter der Leitung von Eckhard Klees zusammengestellt. Positive Gespräche mit der Stadt Wiehl und den Kommunalpolitikern hat es bereits gegeben.

Erste Angebote von renommierten Kunstrasen-Herstellern liegen vor, die Kosten belaufen sich je nach Wahl auf etwa 300.000 bis 350.000 €. Und da liegt das Problem. Neben den möglichen Mitteln der Stadt Wiehl bleibt noch ein erheblicher Betrag, welcher durch Eigenleistungen und Sponsoren getragen werden müsste. Schulden, wie es zum Teil andere Vereine getan haben, möchte man sich beim BSV jedenfalls nicht ans Bein binden. Die Finanzierung muss stehen. „Denn nach dem Kunstrasen ist vor den Kunstrasen“. Wenn das Grün liegt, muss es eigentlich schon bezahlt sein. Denn dann beginnt schon das Sammeln für die neue Decke, die ca. 10-12 Jahre hält. Und so ein Kunstrasen ist nicht das einzige, was auf einen Verein so an Kosten während einer Saison zukommt.

Daher besteht der nächste Schritt darin, sich mit möglichen „Großsponsoren“ zu treffen. Jede kleine Spende ist zwar gut gemeint, würde aber im Moment nicht so recht weiterhelfen. „Die Finanzierung und die Machbarkeit sollen bis zum Ende des Jahres geklärt sein“, so Eckhard Klees.

„Der Idealfall wäre, wenn wir 3-5 Großsponsoren finden würde, die sich 2/3 der Summe teilen. Den Restbetrag würde der Verein über kleinere Spenden und diverse Aktionen sowie die Mittel der Stadt Wiehl erbringen“, so der Tenor der Projektgruppe. Der Kunstrasen wäre enorm wichtig, da gerade die Jugend im Verein davon profitieren würde. Nachdem bereits eine Kooperation mit der Jugend des TuS Weiershagen besteht ist natürlich auch die Auslastung gestiegen. Und man will weiter wachsen. Jedem jungen Kicker macht es doch mehr Spaß auf Kunstrasen zu spielen, als auf Asche, was gerade im Winter und bei schlechtem Wetter auch für viele Eltern ein Graus ist. Diesen Anreiz möchte auch der BSV Bielstein bieten können.

New Orleans-Feeling im Bielsteiner Burghaus

Dixieland und guten Jazz – mit viel New Orleans Feeling – präsentierten die sieben Herren von „The Jolly Jazz Orchestra“ im Burghaus. Mit der „Bourbon Street Parade“ eröffneten sie den Reigen. Zum ersten Mal nach 15 Jahren gastierte das Ensemble wieder in Wiehl. Seit über 40 Jahren existiert das Orchester, das natürlich auch schon selbst in New Orleans war und begeistert davon berichtete.


The Jolly Jazz Orchestra – Foto: Christian Melzer

Ein bunter Musikabend mit dem „Jolly Jazz Orchestra“, das im Sommer 1968 in Düsseldorf gegründet wurde. Allen Liebhabern von traditionellem Jazz bescherten sie ein kurzweiliges, interessantes Erlebnis. Die Musiker kombinierten stimmungsvollen, traditionellen Dixieland mit Erinnerungen an die Schauorchester vergangener Jahrzehnte. Auch Rock’n’Roll-Titel ebenso wie zahlreiche Evergreens aus der Glenn Miller Ära enthielt das Repertoire des Abends. Sieben Musiker, die mit viel Spaß, Lautstärke und Spielfreude den Abend gestalteten.

Hans Kirchmayer kommt aus Wien und spielt nicht nur Banjo, er singt auch und begeisterte mit „Sweet Georgia Brown“. Eine der ältesten Jazznummern aus New Orleans spielte Peter Colditz auf der Klarinette „At The Jazzband Ball“. 1917 wurde das Stück zum ersten Mal aufgenommen worden, von den Herren des „Jolly Jazz Orchestra“ war wohl höchstwahrscheinlich keiner dabei. „Ain’t She Sweet“, „In The Mood“ oder „Alexanders Ragtime Band“ sowie ein „Happy Birthday“ für Kulturkreis-Geschäftsführer Hans-Joachim Klein – bei dem sie als Marching-Dixie-Band durch den Saal marschierten – boten sie dem Publikum. Swing-Tanzmusik der 40er und 50er Jahre hatten sie ebenfalls im Programm. Dazu Frank Sinatras „Blue Moon“ mit zwei Saxophonen, gesungen von Peter Colditz. Der bot auch ein hervorragendes „Petit Fleur“ auf der Klarinette.

Musik hält fit und die Musik des „Jolly Jazz Orchestra“ wird immer noch in den Jazzlokalen gespielt. Auch Chinesisch anmutende Klänge gab es, bevor es mit Volldampf zu „China Town, My China Town“ überging. Traditioneller Jazz auch im zweiten Teil, den sie mit „In The Mood“ eröffneten. Moni Henning vervollständigte die Band nach der Pause und sang zum Spiel des Orchesters mit hervorragend souliger Stimme – Louis Amstrongs „Oh What A Wonderful World“ oder „It’s Wonderful“.

Jeder der Bandmitglieder zeigte auch in kurzen oder längeren Soloparts sein Können. Der Mann mit der schönsten Frisur auf der Trompete, Adi Köster-Manstein, ebenso wie Saxophonist Gordon Walters, der sowohl Tenor- als auch Alt-Saxophon spielte. Auf dem riesigen Sousaphon trug Ditchy Geese zum Sound bei und für den Rhythmusteppich zeigte sich Mavy Liebmann verantwortlich, der gerne auch mal einen Kalauer einwarf und am Ende das Trommelfell der Gäste testete. Durchs Programm führte Bandleader und Posaunist Freddy Schauwecker. Das Publikum wirkte sogar selbst mit – beim „Glory Glory Haleluja“ sang fast jeder mit. Auch bei „Oh When The Saints“ waren die meisten voll dabei. Mit dem Blue-Diamonds Titel „Ramona, zum Abschied sag ich dir Goodby“ verabschiedete sich „The Jolly Jazz Orchestra“ von den Gästen im Burghaus an diesem Abend.

Kulturkreis Wiehl

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Zunft Fassbrause wird vorübergehend zum Produkt X

Die erfolgreiche Neueinführung von Zunft Fassbrause, einem erfrischenden alkoholfreien Mischgetränk mit Zitronengeschmack, im November letzten Jahres schien offenbar einem regionalen ‚freundlichen‘ Wettbewerber nicht zu schmecken: per Einstweiliger Verfügung setzte er beim Landgericht Köln durch, dass die Erzquell Brauerei dieses neue Produkt vorläufig nicht mehr in der ursprünglichen Ausstattung im Regierungsbezirk Köln anbieten darf.

Natürlich wird die Bielsteiner Brauerei dieser vorläufigen Entscheidung nachkommen, möchte auf der anderen Seite aber weiterhin ihre Kunden in Handel und Gastronomie mit diesem neuen Produkt bedienen, welches in kürzester Zeit bereits viele Fans gewonnen hat.

„Um der Verfügung nachzukommen, haben wir vorübergehend die Etiketten geändert. Wir haben sie darüber hinaus mit einem großen X versehen!“ erklärt Brauereichef Dr. Axel Haas die Vorgehensweise. „Dies ist so lange erforderlich, bis die Angelegenheit gerichtlich geklärt ist und da wir unsere Kunden im Handel und in der Gastronomie, vor allem aber die vielen Fans von Zunft Fassbrause nicht darauf warten lassen wollen, haben wir uns für diese Zwischenlösung entschieden.“

Die bisherigen Stimmen zu diesem mutigen und unkonventionellen Schritt sind äußerst positiv: viele Getränkehändler und Gastronomen bestellen nun gerade wegen der augenblicklichen Situation die neue Erfrischung aus Bielstein. „Das hat doch jetzt dadurch etwas Kultiges und Geheimnisvolles!“ meint ein freundlicher Gastwirt.