Zunft-Kölsch-Kegelturnier: Siegerehrung

Gemeinsam mit Organisator Gerd Lingenberg vom Netzwerk Gastronomie aus Marienheide entwickelte die heimische Erzquell Brauerei in diesem Jahr ein zeitgerechtes Konzept für ein Jedermann-Kegelturnier in der Bergischen Gastronomie.


Foto: Christian Melzer

In 2014 beteiligten sich bereits 22 bergische Gaststätten in denen 197 Kegelclubs angemeldet waren in den Gebieten Overath, Wipperfürth, Much, Radevormwald, Gummersbach, Marienheide, Lindlar, Eckenhagen, Engelskirchen und Bergneustadt bei dem über vier Monate dauernden Turniers in den örtlichen Kegelstätten. In den Vorrundenturnieren wurden Gutscheine für Brauereibesichtigungen und Biergutscheine an die örtlichen Sieger ausgegeben.

Die Sieger der Vorrunden kegelten dann am 4. Oktober 2014 im Hotel Stremme in Gummersbach-Becke um den Gesamtsieg „in die Vollen“. Schon in den Vorendscheiden zeichnete sich unter den einzelnen Vereinen ab, dass beim Endturnier einige starke Kegelclubs teilnehmen würden und diese sich einen harten Kampf um den 4000 € Gutschein liefern würden. Fast alle Clubs mussten für ihre Platzierung noch mal in ein Stechen. Unter den beiden Erstplatzierten musste auch ein Stechen ausgetragen werden. Beide hatten nach 17 Würfen genau 100 Kegel zu Fall gebracht.

Die Preisverleihung an die 10 Gesamtsieger fand in gemütlicher Runde im Braustübchen der Erzquell Brauerei Bielstein statt. Die Siegermannschaft „Spiegeleierclub“ aus Radevormwald konnten aus der Hand von Vertriebsleiter Udo Hülsmann und Organisator Gerd Lingenberg einen Reisegutschein in Höhe von € 4.000,00 entgegennehmen, die Sieger der Plätze 2 bis 10 nahmen ebenso wertvolle Sachpreise mit nach Hause.

Die Platzierungen im Einzelnen:
Platz 1 – Spiegeleierclub, Radevormwald
Platz 2 – Die flotten Neuner, Marienheide Platz 3 – Kornschieber, Bergneustadt Platz 4 – Fall Öm, Wipperfürth Platz 5 – Holzfäller, Morsbach Platz 6 – Hal drop 1951, Gummersbach Platz 7 – Die Fetzer, Eckenhagen Platz 8 – Hau drauf und Schluß, Gummersbach Platz 9 – Genial Daneben, Bergneustadt Platz 10 – Pudelbande / Ammer, Lindlar

Udo Hülsmann betonte: „Es ist schon bemerkenswert, wie viele begeisterte Freunde der Kegelsport hier in unserer Heimat hat!“. Auch die beteiligten Clubs als auch die durchführenden Gaststätten waren durchweg mit dem Turnier zufrieden und hoffen auf eine Fortsetzung in 2015. Wer mehr wissen will über dieses Turnier, der kann sich auf der Internetseite www.netzwerkgastronomie.de informieren.

Eine Bilderserie finden Sie hier…

Glanzvoll mit den „Glanzstücken“ von „Sistergold“

Einen weiten stilistischen Bogen spannten die vier Musikerinnen von „Sistergold“ am 13. November 2014 im Burghaus Bielstein. Von Jazz über Funk, Klezmer und Klassik bis hin zum Barock. Und keine der Musikrichtungen ließ Wünsche offen – grandios, wie die vier das Programm darboten.


Foto: Christian Melzer

Wie die Orgelpfeifen die Damen, die ihr Outfit dem Fachwerk angepasst hatten, wie sie verschmitzt bemerkten. Wie die Orgelpfeifen auch die Instrumente. Von Sopran-, über Alt- und Tenorsaxophon bis zum Baritonsaxophon. Mit Klassikern aus der Jazz-Ecke stimmten sie die Gäste erst einmal auf den Abend ein. Auf ein melancholisches „A study in contrasts“ folgte ein Happy-feeling mit ihrem „Bei mir bist Du schön“. Ihr Stücke schreiben Inken Röhrs (Sopransaxophon), Elisabeth Flämig (Altsaxophon), Sigrun Krüger (Tenorsaxophon) und Kerstin Röhn (Baritonsaxophon) selbst oder arrangieren sie selbst. Sehr interessant und brillant ihr Arrangement von Telemanns „Concerto D-Dur“, das eigentlich für vier Geigen geschrieben wurde. „Zur Zeit des Komponisten gab es noch keine Saxophone. So haben wir ausprobiert, ob wir den barocken Klang auch mit unseren Instrumenten wiedergeben können“, erfuhr das Publikum. Und auch hier wieder nach dem Ausflug in den Barock ein geschmeidiger Übergang – diesmal zum Funk. Kerstin Röhn bot ein Naturereignis der tiefen Frequenzen auf dem Baritonsaxophon zum selbstkomponierten Stück „Blondes Gift“. Bei „Ain’t she sweet“ kam noch ein anderes Instrument auf die Bühne – Sigrun Krüger spielte dazu Klarinette.

„Sistergold“ spielen auf goldenen Instrumenten – wenn auch mal Elisabeth Fläming zu einem silbernen Altsaxophon griff. Nach der Pause kamen alle ganz in schwarz mit goldenem Haarschmuck oder Mütze. Dazu auch im zweiten Teil wieder ein dynamisches, kurzweiliges und sehr niveauvolles Programm. Zu „Officer Kropkee“ verbreiteten sie Meeresstimmung. Denn mit den Saxophonen sind auch Meeresrauschen, Ozean-Dampfer-Geräusche und Möwengekreische möglich. Danach ging es in den Buena Vista Social Club mit dem Chan Chan , des kubanischen Musikers Francisco Repilado Muñoz. Zudem outeten sich die vier Damen als Abba-Fans mit ihrem Medley aus Hits der schwedischen Formation. Das Quartett präsentierte in seinen Konzerten die persönlichen Glanz- und Lieblingsstücke. Neben brillanten Bearbeitungen aus den Genres Pop, Jazz, Soul und Weltmusik boten „Sistergold“ ein spannendes Entertainment von Stepptanz bis Showblock. Dies Alles in transparentem und dynamischem Sound und absolut souverän dargeboten – denn „Sistergold“ ist mehr als die Summe von vier Saxophonen. Vier Frauen, vier Saxophone, ein Sound. Das sind „Sistergold“, die sich mit Zugaben vom begeisterten Publikum verabschiedeten.

Vera Marzinski

Eine Bilderserie finden Sie hier…

Karnevalistischer Abend im Burghaus

Pünktlich zum Start in die fünfte Jahreszeit schallten durch die Burgmauern in Bielstein karnevalistische Klänge. Der Kulturkreis Wiehl hatte mit den „Driem Beus“ die perfekte Band für so einen Abend im Programm. Mehr als die Hälfte der Gäste kam an diesem Abend verkleidet zum „Sessionstart in die Karnevalssession 2014/2015 mit den Driem Beus“.


Foto: Vera Marzinski

Clowns, Raubkatzen, Cowboys, Waldfeen, Hexen – mannigfache Kostüme waren zu sehen. Bei guter Stimmung schunkelten alle zweieinhalb Stunden mit der Coverband. Seit 2010 bringen die vier Musiker der „Driem Beus“ die Weiberfastnachtsparty in der NRW-Landesvertretung in Berlin zum Kochen. Ihre Gute-Laune-Karnevals-Welle brachten sie nun auch nach Bielstein. Sänger Bernd Fuhrich ist natürlich prädestiniert als „echte kölsche Jung“ den Karnevalsbazillus zu verbreiten. „Dat Trömmeltje“ bearbeitete Bergneustadts Bürgermeister Wilfried „Holli“ Holberg, mit langem, lockigen, schwarzen Haar unter dem goldenen Hut spielte dazu Michael Bielecke auf dem Piano und Udo Lesemann rockte seine Gitarre. Stimmungsmusik „handjemacht in Oberberg“ und das von der ersten Minute an. Die Gäste prüfte Fuhrich allerdings erst mal am Eingang auf Mitsing-Tauglichkeit. Da musste jeder einen Liedanfang vervollständigen – für eingefleischte Karnevalisten natürlich kein Problem. Und dann ging es gleich los mit dem „Kölsche Jungs“, „Echte Fründe“ oder „Hey Kölle! Du bes e jeföhl“. Selbst ein Coverstück von Cat Ballou – „Et jitt kei wood“ – hatten sie im Gepäck. Sie nahmen das Publikum mit nach Köln-Bickendorf und vor der Pause gab es ein „Drink noch ene met“. Ob die Hits von Brings, den Bläck Fööss oder der Höhner – alles brachten die vier zu Gehör. Aber auch einige ihrer üblichen Coversongs, wie „We will rock you“ oder „Needles and pins“ hatten sie zum Karnevalsauftakt im Programm. Die Gäste waren immer voll dabei und schunkelten zu „Ich bin ene Räuber“ oder „Kumm los mer fiere“, bis es dann „By, by my love“ hieß.

Vera Marzinski

Eine Bilderserie finden Sie hier…

Neue Wiehler Bürgerinnen und Bürger wurden empfangen

Knapp 100 Wiehlerinnen und Wiehler waren der Einladung zum Begrüßungsabend der neuen Bürgerinnen und Bürger am 10. November in die Burg Bielstein gefolgt. Neben Bürgermeister Becker-Blonigen waren es die beiden Vizebürgermeister Herr Wilfried Bast und Frau Bianka Bödecker, welche die Gäste im Burghaus in Bielstein herzlich begrüßten.


Neubürgerempfang in der Burg Bielstein. Foto: Christian Melzer

Mit der freiwilligen Feuerwehr Wiehl, dem Stadtsportverband, dem Familienbüro „FamoS“ und der „OASe“ – Offene Arbeit für Senioren – waren einige der Organisationen und Einrichtungen der Stadt mit Informationsständen vertreten.

Zudem wartete auch die Musikschule der Homburgischen Gemeinden (www.mdhg.de), vertreten durch die Big Band Spinning Wiehl unter der Leitung von Matthias Bauer, mit einer 10-köpfigen Besetzung auf und konnte sich durch unterschiedliche Stücke Gehör verschaffen.

Musikbeiträge und der Imagefilm der Stadt Wiehl erlaubten einen gelungenen Auftakt, bevor Bürgermeister Becker-Blonigen die Gäste willkommen hieß. Er skizzierte Wiehl kurz mit Daten und Fakten und beschrieb die große Palette an Dienstleitungen, Einrichtungen und Freizeitangeboten sowie die breit gefächerte Vereinslandschaft Wiehls.

Er bedachte auch das für Wiehl wichtige Veranstaltungshaus – die Burg Bielstein – als „kulturelles Herz der Stadt Wiehl“ und riss den geschichtlichen Hintergrund des Hauses an. Es befindet sich hier die Musikschule und die Volkshochschule, die Unterrichtsstunden abhalten. Auch die Bücherei ist auf einer Etage untergebracht. Das Standesamt bietet in historischem Ambiente Trauungen an. Zu guter Letzt ist die Burg auch als Heimat des Kulturkreises Wiehl e.V. (www.kulturkreis-wiehl.de) bekannt, der schon viele prominente Künstler anlocken konnte. Das aktuelle Programm läuft noch bis Dezember. Für das Frühjahrsprogramm läuft bereits der Vorverkauf bei Wiehl-Ticket.

Der erste Beigeordnete der Stadt, Michael Schell, ging dann auf das noch relativ neue städtische Projekt „Wir kommen Ihnen entgegen“ ein und erklärte die Beweggründe, dieses Projekt im Frühjahr 2014 zu starten. Einige Vereine hätten ihm über Schwierigkeiten bei der Mitgliederfindung berichtet. Die sich daraus ergebenen Sorgen, neue Vorstandskräfte aufzubauen, kommen noch hinzu. Zudem stellte sich die Frage, wie den (Neu-)Bürgerinnen und Bürgern seitens der Verwaltung geholfen werden kann, eine schnelle und feste Bindung an ihre neue Heimat zu finden. Nicht jeder hat Kinder, die durch den Besuch von Kindergarten oder Schule ein vielleicht einfacheres Einleben ermöglichen. Genau hier setzt das Projekt „Wir (die Stadt Wiehl und ihre Vereine) kommen Ihnen (den Neubürgerinnen und Neubürgern) entgegen“ an: Es wurde in der Verwaltung eine Schnittstelle geschaffen, mit dem Ziel den direkten und persönlichen Kontakt zwischen den neu Zugezogenen und dem für sie jeweils passenden und gewünschten Chor, der Feuerwehr, dem Sport- oder anderen Verein herzustellen. Das „Gesicht“ der Schnittstelle ist Corinna Kawczyk (c.kawczyk@wiehl.de). Sie steht im Rathaus zur Verfügung, um einen ersten Überblick über das Wiehler Vereinsleben zu bekommen.

Eine Verlosung verschiedener Gutscheine, z. B. für den Besuch einer Veranstaltung des Kulturkreises, einer Fahrt mit der Postkutsche oder eines Restaurantbetriebes aus Drabenderhöhe, rundete den kurzen und kompakten Informationsteil des Abends ab. Als „Glücksfeen“ fungierten hier die beiden stellvertretenden Bürgermeister.

Danach begann der eigentlich wichtigste Teil des Abends – nämlich das gemeinsame Gespräch bei Schnittchen und Getränken. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen war dabei Gelegenheit nachzufragen, ob es stimme, dass es einen Posaunenchor in Remperg gibt oder welche Frauenchöre es denn in Wiehl gibt. Außerdem wurden vielleicht sogar neue Freundschaften geschlossen, denn auf dem bereit gestellten Spielteppich war bei den Kindern reges Treiben. Es war eine rundum gelungene Premiere, die im kommenden Frühjahr ihre Fortsetzung finden wird.

Neben der Freude über die Einladung zum Begrüßungsabend lautete die Resonanz zum Ende einmütig: „Kurz, informativ und dabei sehr gesellig – richtig schön!“

Eine Bilderserie finden Sie hier…

Bielsteiner Männerchor: Musikalisches Stelldichein

Am Sonntag, den 9. November hatte der Bielsteiner Männerchor zu einem musikalischen Stelldichein geladen und der Bochumer A-Capella Chor „Crashendo“, sowie das Instrumental-Duo Ossig-Fischdick sind dieser Einladung gerne gefolgt.


Foto: Christian Melzer

Die Bielsteiner Sänger trugen zunächst einige traditionelle Stücke vor und das Instrumental-Duo spielte ebenfalls einige ruhigere Stücke, bevor die Bochumer Gäste andere Saiten aufzogen. Das Ensemble Crashendo zeigte sich von einer anderen Seite, da sie nicht auf der Bühne, sondern von der entgegengesetzten Seite vor dem Publikum standen. Crashendo begann mit einigen Variationen über Schuberts Forelle, die aus der Klassik, bis zum Rock alle Genres umspannte. Bei den folgenden teilweise englischen Liedern und dem anschließenden „Bütz mich“ ließen die Gäste bereits ihre besonderen Fähigkeiten aufblitzen.

Nach der Pause, die die Konzertgäste mit einigen flüssigen und festen Köstlichkeiten verbringen konnten, starteten die Bielsteiner Sänger mit Stücken von Reinhard Mey, Phil Collins, den Toten Hosen sowie Udo Jürgens. Dank des neuen und jungen Chorleiters Karsten Rentzsch waren die Bielsteiner Sänger gut eingestimmt und trugen die Stücke teils bewegt, teils stimmungsvoll vor. Danach legte das Ensemble Crashendo eine Schippe zu und trug sowohl Stücke aus den Fünfzigern, als auch modernste Rock- und Pop-Stücke vor, die das Publikum begeisterten. Außergewöhnlich waren einige Stücke nicht nur durch die Aktualität, sondern auch durch die frische und bewegte Vortragsweise. Von „Schuld war nur der Bossa-Nova“ von Hazy Osterwald bis „Be my lover“ von La Bouche war für jeden etwas dabei. Das Publikum dankte für die choreografisch, rhythmisch und stimmlich außergewöhnlichen Stücke mit anhaltendem Applaus.

Eine Bilderserie finden Sie hier…