Maria Stuart: Elisabeth I in der Bielsteiner Burg

Das Schauspiel von Dacia Maraini wurde am Dienstag, 27. September von Antonia Schnauber und Jutta Seifert vorgetragen. Zwei Gegnerinnen in einem Krieg, der in ihrem Namen geführt wird, aber ohne ihren Willen: ein Spagat zwischen Karriere und dem Wunsch, eine Familie zu gründen; aber auch: allen Führungsqualitäten zum Trotz auf die ‚urweibliche‘ Rolle der Mutter reduziert zu werden.


Foto: Christian Melzer

Was hier auf der Folie eines historischen Stoffes verhandelt wurde, ist in der Fassung von Dacia Maraini ein hoch aktuelles Thema: zwei Frauen gefangen in den Zwängen der Macht, auf der Suche nach Leben, Liebe, Anerkennung, getrieben von Zweifeln, Schuld und Ohnmachtsgefühlen. Spannend, mitreißend, berührend bis zur letzten Minute.

Elisabeth nannte ihre Kontrahentin einmal „Tochter des Widerspruchs“. Sie selbst wurde als erfolgreichste Regentin ihrer Zeit und „jungfräuliche Königin“ zur Legende.

Antonia Schnauber und Jutta Seifert (im ForumXXelle bereits bekannt durch ihren Djuna-Barnes-Abend) schlüpfen jeweils auch in die Rolle der Zofe der gegnerischen Königin und ließen so ein spannendes Wechselspiel aus Macht und Liebe, Status und Verzicht im Spiegel gesellschaftlicher Rollen entstehen.

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Ausverkauften Premiere im Bielsteiner Burghaus: „Krach bei Bach“

Eine witzige und spritzige Aufführung erlebten die großen und kleinen Besucher des Musicals „Krach bei Bach“ in der ausverkauften Premiere im Bielsteiner Burghaus. Der Knaben- und Mädchenchor der Chorakademie hatte dieses Musical gemeinsam mit Darstellern des Schauspielstudios einstudiert und aufgeführt.


Foto: Christian Melzer

Die kurzweilige und pointierte Regie stammte von Ulrich E. Hein. Die musikalische Leitung hatte Dirk van Betteray, der auch selbst am Flügel saß und gemeinsam mit Charlotte Mohrs (Kontrabass) und Marco Fischdick (Schlagzeug) die Aufführung begleitete. Dieses Stück ist sowohl etwas für Kinder als auch für Erwachsene: Eine schwungvolle Handlung über das Alltagsleben der Familie Bach (Barbara Wiwianka und Thomas Knura als Ehepaar Bach) gepaart mit Slapstick, z.B. wenn der ungeratene Bachsohn (Leif Schulmeistrat) auf einen Tisch springt, um mit dem Chor zu rappen. Dazu kommt intelligenter und temporeicher Wort- und Musikwitz, wenn z.B. die Kunst (Jonathan Windgassen) Bachs Ave Maria wunderschön den anderen Tugenden vorsingt (Luisa Schwunk, Jana Kessmann, Vincent Staus), aber eben mit einem herrlich ironischen Text. Bachs Gegenspieler, der Schulrektor Ernesti (Michael Albrecht), gibt eine köstliche komische Figur ab genau wie der „Oberschlamper“ Krause (Piet Wiwianka). So etwas verschafft dem Publikum (egal ob alt oder jung) äußerst unterhaltsame 70 Minuten Theatererlebnis, wobei auch anrührende Momente nicht fehlen. So singt ein Kleinchor Bach´s Trauergesang „Wenn es meines Gottes Wille“. Das geht unter die Haut.

Das ganze Stück lebt von großartigen Gruppenleistungen, vor allem der des Chores als Darsteller des Leipziger Thomanerchores. Dazu treten die bestens agierenden Gruppen der Bachkinder und -verwandten oder der Komponisten, die am Schluss ihrem verehrten Bach ein Ständchen bringen. Über 40 Mitwirkende, fast alle auch mit solistischen Aufgaben versehen, verbieten es leider alle namentlich zu erwähnen, obwohl es angebracht wäre.

Neben den bekannt guten darstellerischen Leistungen des Schauspielstudios sind es besonders die gesanglichen Leistungen der Kinder als Solisten und in unterschiedlichen Chorformationen, die die Aufführung zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Ohne solide Stimmbildungsarbeit (Josephine Pilars de Pilar) wäre das nicht möglich: Kinder lernen ihre eigene Stimme ganz zu erfahren und einzusetzen und füllen ohne technische Hilfsmittel den Raum. Und das bei einer Musik und einem Stück, das sich wohltuend von der „Kinder-Musical-Massenware“ abhebt: Rainer Bohm und Gabriele Timm verbinden intelligente Kompositionen von klassisch über jazzig bis poppig, gespickt mit Zitaten aus Bachs Musik mit einem temporeichen Text voller Wortwitz.

Weitere Aufführungen gibt es am Freitag, 30.09.2011 um 19 Uhr und am Samstag, 01.10.2011 um 17 Uhr im Bielsteiner Burghaus. Karten sind über Wiehlticket erhältlich (Tel.: 02262-99285).

Mitwirkende:
Thomas Knura – Johann Sebastian Bach
Barbara Wiwianka – Anna Magdalena Bach, seine Frau
Michael Albrecht – Ernesti, Rektor der Thomasschule
Leif Schulmeistrat – Johann Gottfried Bernhard Bach
Kerstin Schwab – Katharina Dorothea Bach
Dominik Stückemann – Wilhelm Friedemann Bach
Svenja Szeghedi – Carl Philipp Emanuel Bach
Robin Simon – Gottfried Heinrich Bach
Emily Sellke – Elisabeth Juliana Friederika Bach
Henri Jansen – Johann Christoph Friedrich Bach
Katrin Platzer – Johann Heinrich, Neffe und Schüler Bachs
Hartwig Steinmetz – Niklas, der Postbote
Piet Wiwianka – Johann Gottlob Krause, erster Präfekt
Georgia Stobert – Wagner
Julian Kessmann – Präfekt 2
Linda Diesem – Präfekt 3
Joshua Reuter – Präfekt 4
Vincent Staus – Malvitia
Luisa Schwunk – Tugend
Jonathan Windgassen – Kunst
Jana Kessmann – Tod
Luca Steiniger – Bernstein
Viola Lenzing – Mozart
Sophia Jacobs – Schumann
Robin Simon – Rossini
Hannah Bischof – Beethoven
Selina Ebener – Mendelssohn

Viola Lenzing, Hannah Bischof, Hannah Mae Bär, Tine Wiwianka, Selina Ebener, Georigia Stobert (Thomaner-Solisten) // Mariella Barf, Lea Dütsch, Maya Carell, Annika Kleber, Janine Enns, Luca Steiniger, Sophia Jacobs, Linda Diesem (Thomaner-Kammerchor) // Henri Sellke, Robin Simon, Julian Kessmann (Chorsolisten) //Marie Tanyous, Pauline Vetten, Emily Beutgen, Jason Kunke, Henri Sellke („Die 5 Thomaner“) // Solisten und Chöre des Knaben- und Mädchenchores der Chorakademie /Die Thomaner)

Marco Fischdick – musikalische Assistenz / Schlagzeug
Josephine Pilars de Pilar – Stimmbildung
Charlotte Mohrs – Kontrabass
Musikalische Leitung / Klavier: Dirk van Betteray
Regie: Ulrich E. Hein

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Gänsehaut und Groove bei Pop trifft Klassik

Musik – mal nachdenklich, mal spaßvoll. Melodiöser Pop mit Klassik verbunden. Eigene Songs von Gitarrist und Sänger Andreas Schleicher wechselten sich ab mit ausgewählten Coversongs, die auch ihre eigene Note erhielten. Diesen speziellen Klang in einer neuen, interessanten und mitreißenden Art erzeugten: „vier Streicher & ein Schleicher!“ Mit Percussion-Mann Heiko Braun wurde das Ganze zu einem homogenen Sound. Der Sound von „String.it“.


Andreas Schleicher – Foto: Christian Melzer

Das Burghaus Bielstein war noch nie so ausverkauft wie an diesem Donnerstagabend. Gespannt warteten die Gäste auf „String.it“. Mit „Die 3 von der Funkstille“ sorgte Gitarrist Andreas Schleicher vor fast genau einem Jahr für Lachmuskel-Showtime. Am Mittwoch stand er noch mit der Popolski-Show auf der Bühne. „Beton an den Füßen“ hatte er deshalb nicht – so hieß nur das erste Lied. Eins aus seiner Feder, die teilweise sehr gedankenvoll sind, aber auch viel Lebensfreude ausdrücken. Einerseits könnte man zum Tanzen aufspringen, andererseits gebannt zum Spiel der Streicherinnen schauen und sowieso noch auf die Texte hören, die Andreas Schleicher singt.

Ein Abend gespickt mit Songs von Schleicher und einigen bekannten Stücken, so wie „Ain’t No Sunshine“. Bei dem Stück kam das besondere Timbre von dem Sänger und Gitarristen mit dem speziellen Charisma richtig schön rüber. Ein paar Künstler verehrt er besonders, einer davon ist Sting. Dessen „Fragile“ spielten die sechs auf der Bühne wunderschön zerbrechlich und gefühlvoll. Beteiligung des Publikums war erwünscht zu „Stand By Me“ in Form von Fingerschnippen, Klatschen und im Refrain mit Gesang. Seals „Crazy“ reihte sich ebenso ins Programm wie „Just The Two Of Us“ oder John Mayers „Stop this train“.

Zwei der eigenen Stücke hatte Schleicher innerhalb von jeweils einer halben Stunde komponiert. Eins davon am Klavier und da im Burghaus ein Flügel steht, präsentierte er das sehr gefühlvolle „Wellenklang“ auf diesem Musikinstrument. Sein „That’s it“ handelt von seinen drei Hobbies – Liebe, Essen, Singen – und beeindruckte mit einem irischen Intro. In eine ganz andere Musikrichtung tendierte „Genau der Tag“. Dieses Stück im Reggea-Stil wirkte besonders interessant durch das Streicherquartett. Gesa Hangen (Cello / Gesang), Heike Haushalter (Violine), Monika Malek (Viola) und Petra Stalz (Violine) spielen bereits seit 20 Jahren als Ensemble „Indigo“ zusammen. Ihre Neugier und Experimentierfreude führte das Streichquartett von der Klassik zur Moderne, bis in jazzig swingende Sphären. Ihre charakteristischen Eigenschaften und ihre langjährige Spielerfahrung, sind sehr gefragt bei Bands verschiedenster Stilistik.

Mit Andreas Schleicher musizieren die vier Damen als „String.it“ schon seit elf Jahren zusammen. Der Gitarrist und Sänger ist sehr vielseitig, denn vor „String.it“ gab es die Band „Schleicher“. Er agierte zudem mit diversen Künstlern auf Konzerten und Tourneen, wie Sascha oder Nils Landgren. Demnächst ist er auch wieder im TV zu sehen: als Vocalcoach und Songfinder bei der 2. Staffel von „X-Faktor“ auf VOX. Er selbst war Kandidat bei der ZDF-Talentsuche „Die deutsche Stimme 2003“. Viel Stimme zeigte er in Bielstein auch bei „Roxanne“ – ein Stück mit einem fantastischen Streicher-Intro. Sein „Ab Dreißig“ handelte von einem Zeitraum zwischen Pubertät und Midlifecrisis. Der perfekte Song für die Liebste muss natürlich „Perfekter Song“ heißen. Als Zugabe hieß es: „Bis hier und nicht weiter“ – aber es ging noch weiter mit „Tears In Heaven“. So endete der Abend mit viel Gänsehaut und viel Groove und einem Treffen von Klassik mit Pop.

Vera Marzinski

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BSV Bielstein: Oktoberfest

Der BSV Bielstein richtet am Samstag, dem 2. Oktober 2011 ein Oktoberfest für den ganzen Verein und die Bielsteiner Bevölkerung aus und hofft auf viele Besucher.

Das Oktoberfest beginnt um 17:00 Uhr mit einem Fassanstich. Das Motto lautet: „Kölsch trifft Weissbier“. Neben Original-Bayrischen Speisen werden sich auch die Musik und die Deko in bekannt bayrischer Art präsentieren. Weitere Infos können auch auf der Internetseite www.bsv-bielstein.de abgerufen werden.

Second-Hand-Basar in der Johanniter-Kindertagesstätte Bielstein

Am 8. Oktober findet zwischen 10:30 und 15:30 Uhr in der Johanniter-Kindertagesstätte Bielstein, Hindenburgstraße 14, ein Second-Hand-Basar statt. Angeboten werden Spielzeug, Baby- und Kinderkleidung.

Nummernvergabe und weitere Infos unter der Telefonnummer 02262-8490327 und 0151-16944394. Für das leibliche Wohl ist gesorgt! Die Johanniter Kindertagesstätte wünscht viel Spaß beim Stöbern.

TTV Bielstein 04 richtete die Tischtennis-Kreismeisterschaften aus: Dominik Scholten gewann die Herren-A-Klasse

Zum wiederholten Mal richtete der TTV Bielstein 04 die Tischtennis-Kreismeisterschaften aus, und bestand auch in diesem Jahr die organisatorische Herausforderung. An drei Tagen kämpften in der Bielsteiner Sporthalle Oberbergs Tischtennis-Asse (mit Ausnahme der freigestellten Bundesliga-Spieler/innen des TTC Schwalbe Bergneustadt) um die Siegerpokale, Plaketten und Urkunden.


Kreismeister Dominik Scholten – Foto: Christian Melzer

Die Turnierleitung lag in den Händen von Kreissportwart Heinz Duda (TTC Bergneustadt) und Kreisjugendwart Peter Zupke (Aggertaler TTC), die von dem Organisationsteam des TTV Bielstein unterstützt wurden. Die Damenwartin und Computerexpertin Erltraud Lütgebüter, stand an allen drei Turniertagen in bewährter Manier „ihren Mann“.

Zum Gelingen der Veranstaltung trug auch der Oberschiedsrichter Fred Hill (Kerpen) bei, der bei den fairen Spielen wenig Arbeit hatte, aber mit seiner bestimmenden, aber ausgleichenden Art auch erst keine Unsportlichkeiten aufkommen ließ. Ein besonderes Kompliment gilt aber auch unserem Vergnügungsausschuss mit Klaudia Discher und Dietlind Schulz-Weikert an der Spitze, die erneut einen tollen Job geleistet haben und dafür sorgten, dass die Aktiven und Zuschauer an allen drei Tagen bestens versorgt wurden.

Zum sportlichen Teil dieser Veranstaltung. Um das Erfreulichste vorwegzunehmen: In der Herren-A-Klasse stellt der TTV Bielstein nach 2007 (Rene Wilhelm) und 2008 (Dominik Scholten) erneut den Kreismeister. Dabei sicherte sich Dominik nach 2008 zum zweiten Mal diesen begehrten Titel, wobei er besonders im Endspiel ganz groß auftrumpfte. Hier ließ er dem jungen Bergneustädter Zweitligaspieler und topgesetzten Markus Grothe bei seinem 3:1-Sieg keine Chance. In dem Feld der 12 Herren hatte sich Domi durch Siege über Reiner Rohlje (Bergneustadt) und Thomas Reckers (Lantenbach) für das Finale qualifiziert. Den Bielsteiner Triumph vervollständigte Michael Hollweg mit seinem vierten Platz, wobei er im Halbfinale gegen Markus Grothe den Kürzeren gezogen hatte. Auch Jan Gerheim musste schon in der 2. Runde dem Bergneustädter zum Sieg gratulieren. Fabian Schmidt hatte im vereinsinternen Duell gegen Michi Hollweg 1:3 verloren.

Und auch im Herren-A-Doppel stand eine Bielsteiner Kombination ganz oben auf dem Siegertreppchen: Das eingespielte Team Dominik Scholten/Michael Hollweg sicherte sich mit einem souveränen 3:0-Sieg gegen Bosch/Kaufmann (Aggertal) den Kreismeistertitel. Dagegen hatten Fabian Schmidt/Jan Gerheim gegen Bosch/Kaufmann und Dominik Müller/Holger von Lepel gegen Novak/Rohlje (Aggertal/Bergneustadt) den Kürzeren gezogen.

In der Herren-B-Klasse gab es ebenfalls einen Sieg für den TTV Bielstein 04 zu feiern, denn hier gewannen Klaus Wolff/Jan Gerheim in einem spannenden Endspiel das Doppel gegen die Kotthausener Kombination Tobias Kluge/Stefan Kluge mit 3:2. Im Halbfinale verloren Dominik Müller/Holger von Lepel knapp mit 2:3 gegen Kluge/Kluge. Im Einzel der Herren-B-Klasse hatte Klaus Wolff im Halbfinale knapp gegen Tobias Kluge (2:3) den Einzug ins Endspiel verpasst.

Aus dem Damen- und Herrenbereich ist aus Sicht des TTV Bielstein noch folgende Ergebnisse besonders zu erwähnen: Siegfried Hombach gewann die Herren-60-Klasse, Daniel Schütz an der Seite von A. Bublies (TuS Homburg-Bröl) das Doppel in der Herren-D-Klasse, in der Senioren-50-Klasse belegten Dirk Schneider und Roland Jahn die Plätze 2 und 3 und in der Damen-B-Klasse sicherte sich Isabella Bojdol hinter Martina Duda und Sigrid Krieger (beide TTC Schwalbe Bergneustadt) die Bronzemedaille.

Auch im Nachwuchsbereich gab es aus Sicht des gastgebenden TTV Bielstein 04 einige erfreuliche Ergebnisse. So sicherte sich Sarah Musiol den Kreismeistertitel bei den Schülerinnen A und gewann mit L. Noll (TTC Bomig) auch die Doppelkonkurrenz; ebenso wie Lucas Melzer mit dem Morsbacher Katzenbach die Doppelkonkurrenz bei den C-Schülern. Die weiteren Platzierungen von TTV-Spielern/innen im Nachwuchsbereich: Mädel: 2. Sarah Musiol; Schülerinnen B: 4. Carina Blum; Schülerinnen C: 3. Joana Fach, 4. Carina Blum, 6. Luisa Discher; Bambini: 3. Luisa Discher; Schülerinnen B-Doppel: 3. J. Ruland/Carina Blum (TuS Weiershagen/TTV 04); Schülerinnen C-Doppel: 2. Joana Fach/Carina Blum, 3. Luisa Discher/Mikod (TTV 04/SV Morsbach); Jungen: 6. Jonas Discher, 9. Jannis Kanelias, 17. Malte Klein, Pascal Scheer; Schüler A: 3. Janis Kanelias, 5. Jonas Discher, 9. Noah Melzer, 17. Benjamin Wunder; Schüler B: 7. Noah Melzer, 8. Lucas Melzer, 11. Sebastian Hihn, 13. Jeremie Hübner, 17. Sebastin Menning; Schüler-C-Doppel: 1. Lucas Melzer/Katzenbach (TTV 04/SV Morsbach); Bambini-Doppel: 2. Luisa Discher/A. Wippermann (TTV 04/TV Klaswipper).

Die vom TTV Bielstein 04 ausgerichteten Tischtennis-Kreismeisterschaften wurden von den drei oberbergischen Sparkassen (Sparkasse der Homburgischen Gemeinden, Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt und Kreissparkasse Köln) unterstützt.

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„Conni“-Puppenspiel begeisterte die kleinen Zuschauer

Ein kleines pausbackiges blondes Mädchen mit roter Schleife im Haar begeisterte im Burghaus Bielstein die kleinen Gäste ab drei Jahre und auch ihre großen Begleitungen. Das Mühlheimer Figurentheater WODO zeigte gleich zwei Geschichten von „Conni“ am Donnerstagnachmittag.

Eine spannende und auch lehrreiche Mitmach-Story brachten WODO – zusammengesetzt aus Wolfgang und Dorothee – auf die Bühne. Dabei sah es erst so aus, als wenn es gar nichts mit der Conni-Geschichte geben würde, denn Dorothee wollte mit dem großen Koffer gleich zum Bahnhof. Aber der Koffer verschwand für die „Conni ist krank“-Geschichte hinter der Bühne. Und kaum war sie wieder gesund kam „Conni backt Pizza“. Mit den liebevoll gestalteten Puppen, Mitmachelementen und interessanten Requisiten setzten die zwei von WODO die Geschichten hervorragend um.

Auch die Kuschelkatze tauchte auf und die Kinder riefen begeistert: „Die Mau!“. Natürlich fehlte der kleine Bruder Jacob, der immer „pielen“ wollte, genauso wenig wie Freund Simon. Der hatte zum Pizzabacken einen ferrari-roten, kreisrunden Pizzabackofen dabei, mit dem sogar eine Mafiatorte live zubereitet wurde. Da zog der Pizzageruch durch die Burghaus-Gemäuer und es schallte laut das Lied „In der Pizzabäckerei“. Auch bei „ABC, die Katze lief im Schnee“ waren die kleinen Gäste textsicher und voll dabei. Der Doktor, der Conni untersuchte, testete die Fitness der Kinder und ließ sie hüpfen. Auch hier blieben die kleinen Gäste nicht auf den Stühlen sitzen und machten eifrig mit.

Seit fast zwanzig Jahren begeistert das Mülheimer Figurentheater WODO Kinder und Eltern mit ihrem Puppenspiel. Dabei erfolgt die Umsetzung immer anders – mal mit Marionetten, mal mit Tischfiguren und Handpuppen oder Großfiguren. Mal handelt es sich um reines Puppenspiel, mal wird mit Schauspiel gemischt, mal zeigen sie nur Marionetten und mal werden sie mit anderen Figurenarten kombiniert. Eines bleibt gleich: alle Inszenierungen verfolgen das Ziel, dem Publikum gute, interessante und inhaltsvolle Unterhaltung zu bieten.

Zu sehen sind Stücke wie Lauras Stern, Hexe Lili, Pippi Langstrumpf oder Pünktchen und Anton. Und auch Conni ist einer ihrer Figuren. Conni steht im Mittelpunkt eines wahren „Meine Freundin Conni“-Kosmos‘, den der Carlsen-Verlag über die Jahre hervorgebracht hat. Vom Pixi-Büchlein, das schon Dreijährige verstehen, bis zum englischsprachigen E-Book für werdende Jugendliche. Als Puppenspiel kommen die Figuren noch etwas mehr in die Welt der Kinder. So hatten die kleinen Gäste im Burghaus einen ganz besonderen Nachmittag mit ihrer Conni.

Vera Marzinski

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Tischtennis-Asse ermitteln in Bielstein ihre Kreismeister: Können Bielsteiner Verbandsliga-Asse in die Bergneustädter Phalanx einbrechen?

Der TTV Bielstein 04 hat sich als Veranstalter von zahlreichen Tischtennis-Großveranstaltungen in der Vergangenheit einen guten Ruf erworben. Am kommenden Wochenende (16. bis 18. September) wartet erneut eine große Herausforderung auf den Bielsteiner Verein: In der Sporthalle im Schulzentrum finden zum wiederholten Male die Kreismeisterschaften des Tischtennis-Kreises Oberberg statt.

Startschuss ist am Freitagabend, 16. September, 19 Uhr, die letzten Klassen starten am Sonntag, 18. September.

Der TTV Bielstein 04 hofft als Ausrichter auf eine große Beteiligung und auf ein großes Zuschauerinteresse (bei freiem Eintritt). Bei den Kreismeisterschaften ist Tischtennissport vom Feinsten garantiert, denn bis auf die freigestellten Bundesliga-Asse des TTC Schwalbe Bergneustadt dürften alle oberbergischen Spitzenspieler am Start sein. Neben dem Kreismeistertitel geht es zusätzlich um die Qualifikation für die Bezirksmeisterschaften im Oktober.

Das Team des TTV Bielstein 04 um den Vorsitzenden Alfred Kubeile und Erltraud Lütgebüter dürfte für reibungslose Organisation sorgen. Auch für das leibliche Wohl der Aktiven und Besucher ist vom TTV-Vergnügungsausschuss um Dietlind Schulz-Weikert und Klaudia Discher bestens gesorgt. Die Kreismeisterschaften werden von den drei oberbergischen Sparkassen (Sparkasse der Homburgischen Gemeinden, Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt und der Kreissparkasse Köln) unterstützt.

Das sportliche Hauptinteresse gilt natürlich wieder der Herren-A-Klasse, die am Samstag ab 17 Uhr ausgespielt wird. Dabei wird es auf jeden Fall einen neuen Titelträger geben, denn Vorjahressieger Manuel Schmidt (TTC Schwalbe Bergneustadt) ist nach seinem schwerem Autounfall noch nicht wieder genesen. Aus Bielsteiner Sicht stellt sich natürlich die Frage, ob die eigenen Verbandsligaspieler um Dominik Scholten, immerhin Kreismeister des Jahres 2008, Michael Hollweg und Fabian Schmidt in die Phalanx des TTC Schwalbe Bergneustadt eindringen können. Dagegen ist Bielsteins neuer Spielertrainer und Spitzenspieler Alexander Bosliakov aus privaten Gründen nicht am Start.

In der Damen-A-Klasse, die ebenfalls am Samstag ab 17 Uhr ausgetragen wird, dürfte es dagegen eine bessere Vereinsmeisterschaft des TTC Schwalbe Bergneustadt geben.

Am Samstag beginnen die Wettkämpfe um 10.30 Uhr mit der Schüler/innen-A-Klasse. Als letzte Wettkämpfe am Sonntag, 14 Uhr, stehen die Damen- und Herren-B-Klassen und die Bambini auf dem Programm.

Die vom TTV Bielstein 04 ausgerichteten Tischtennis-Kreismeisterschaften wurden von den drei oberbergischen Sparkassen (Sparkasse der Homburgischen Gemeinden, Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt und Kreissparkasse Köln) unterstützt.

Posaunenchor Mühlen & Drabenderhöhe: Einladung zum Jungbläserlehrgang

Ende September startet der Posaunenchor Mühlen & Drabenderhöhe mit einem neuen Jungbläserlehrgang für alle, die gerne ein Blasinstrument erlernen wollen.

Gemeinsam mit der Musikschule der Homburgischen Gemeinden bildet der Posaunenchor junge‚ interessierte Menschen für folgende Instrumente aus: Trompete, Flügelhorn, Tenorhorn, Posaune, Tuba.

Nähere Informationen erhalten Sie bei:
Thomas Noss, Drabenderhöher Str.1‚ 51674 Wiehl
Telefon: (0 22 62) 70 15 50
E-Mail: thomas.noss@signal-iduna.net

Die Botschaft lautet: Jazz

Mit „Sie dürfen sich jetzt in Behandlung begeben“ hatte Kulturkreis-Geschäftsführer Hans-Joachim Klein die Herbstsaison im Burghaus Bielstein eröffnet. „Dr. Jazz Ambulanz“, die Bonner Botschafter des Jazz, „behandelten“ die Gäste im Burghaus mit richtig gutem alten Jazz. Die 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erklangen nicht nur für die, die unter akuter Jazznot litten oder gerade den zweiten Jazzfrühling hinter sich hatten.

Zu den Vorbildern der sieben Musiker gehören Orchester wie King Oliver, Fletcher Henderson, Clarence Williams, McKinney’s Cotton Pickers, Bix Beiderbecke und andere, vornehmlich schwarze Bands jener Zeit. Auch „Amerikas klassische Musik“, der Ragtime zählt zu ihrem Programm. Ragtime wird heute im Wesentlichen als Klavierstil wahrgenommen, wurde aber zunächst auch auf anderen Instrumenten (insbesondere auf dem Banjo) und von größeren Ensembles gespielt. Ob ruhige oder mitreißende Stücke, die Band riss das Publikum mit.

„Dr. Jazz Ambulanz“, das sind Marc Bothe (Kornett), Klaus M. Gronemeyer (Bass, Tuba), Wolfgang Gundlach (Klarinette, Saxophone), Uli Heier (Tenorbanjo, Gitarre), Franz-Josef Lübken (Piano, Arrangements), Stefan Roth (Schlagzeug, Gesang, Moderation) und Uwe Schollmeyer (Posaune). Roth verriet, dass er vor 50 Jahren zum ersten Mal in Wiehl war – damals hatte er die Jugendherberge in Augenschein genommen. Er gab aber auch interessante Einleitungen zu den einzelnen Stücken in denen es oft um unglückliche Liebe ging. So wie bei „Mama I Wanna Make Rhytm“ oder das „I Used To Love You“ von Fats Waller. Der wegen seines stattlichen Leibesumfangs Fats genannte Jazzer – eigentlich Thomas Wright Waller – hatte große Bedeutung in der Entwicklung des frühen Jazz der 20er Jahre zum Swing der 30er und 40er. Auch „The Minor’s Drag“ stammte von ihm – und mit „Dr. Jazz Ambulanz“ ging es dabei ab wie mit der Feuerwehr.

Voluminöse Klänge entlockte Klaus Maria Gronemeyer seiner Tuba bei „Someday Sweetheart“. Einen tollen Charleston präsentierten die sieben Musiker mit dem „Black Bottom Stomp“ von Jelly Roll Morton. Viele Musiker in der Zeit betitelten ihre Stücke mit Inselnahmen die mit „M“ anfingen, so auch das im karibischen Sound gehaltene „Martinique“. Aber von den Inseln ging es wieder zu den dramatischen Beziehungen mit „Nobodys Sweetheart Now“ oder das „Don’t Be Like That“ und auch Fats Waller hatte noch eins dabei gesteuert: „Blue Because Of You“. Nichts mit dem Land Österreich hatte das „The Ostrich Walk“ von der Original Dixieland Jass Band aus New Orleans zu tun. Das Stück stammt aus 1917 und „ostrich“ bedeutet „Vogelstrauß“. Ein nicht nur musikalisch exzellenter Abend sondern auch ein lehrreicher, der mit einem Boogie Woogie endete bei dem besonders Pianist Franz-Josef Lübken brillierte.

Sicher werden die Jazz-Doktoren wieder Mal den Weg nach Wiehl finden – vor vielen Jahren waren sie schon einmal da und können diesen und den Auftritt im Burghaus in die lange Liste ihrer musikalischen Stationen einreihen. Alle Stationen der vergangenen fast 33 Ambulanz-Jahre im Einzelnen nachzuzeichnen oder alle Auftritte in Clubs oder auf Festivals lückenlos aufzulisten, wäre den Musikern zu buchhalterisch. Aber: Sieger der WDR-Stadtmusik 1983, Rundfunkproduktionen mit WDR, NDR, SWF und Radio France, Fernsehauftritte, Fernsehfilm mit Dr. Dietrich Schulz-Köhn „Wie der Jazz nach Deutschland kam“, in- und ausländische Jazzfestivals, die „Barrelhouse Jazz Party“ in der Frankfurter Alten Oper, Konzerte in Miami, Florida – seit drei Jahrzehnten sind die sieben Musiker auf in- und ausländischen Festivals und in Jazzclubs als die „Bonner Botschafter des Jazz“ unterwegs. Mit Erfolg bringt die „Ambulanz“ den Zuhörern den mitreißenden Hot Jazz der frühen Swing-Ära nahe. Jedes Mal eine aufmunternde Behandlung der Doktor Jazz Ambulanz – auch in Bielstein.

Vera Marzinski

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