Ausstellung „Menschwerdung“ in St. Bonifatius zur Adventszeit

Unter dem Titel “Menschwerdung” zeigt der Engelskirchener Künstler Hermann Bach ab Samstag, 1. Dezember, in der Katholischen Kirche St. Bonifatius in Bielstein 20 Zeichnungen und Skulpturen. Wie im vergangenen Jahr lädt die Pfarrgemeinde wieder zu einer kleine Ausstellung von Kunstwerken im Advent ein.

Hermann Bach 1955 in Köln geboren war vier Jahre lang Schüler von W. Göddertz und A. Wande in Köln, bevor er an der Pädagogischen Hochschule sein Studium in Kunst und Physik ablegte. Seit 27 Jahren ist er Lehrer an der Hauptschule (BESTE Wiehl) in Bielstein. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit der Natur im Beziehungsgeflecht: Elemente (Naturkräfte)< =>Mensch< =>Industrie.
Die Ausstellung zum Thema „Menschwerdung“ stellt die Grundfragen menschlichen Seins auf in den Mittelpunkt: „Wer sind wir?“ und „Wie werden wir zu dem was wir sind?“

Es werden 20 Bilder und Skulpturen vorgestellt, die zeigen, dass vieles, was der Mensch erlebt, ihn zu dem macht, was er ist. Die Brüche und Probleme, die Ängste und Nöte, aber auch die Freude und die Hoffnung prägen das Leben eines jeden und damit ihn selbst.

Ausstellungseröffnung ist am Samstag den 1. Dezember 2012 nach der Vorabendmesse um 18.00 Uhr in St. Bonifatius Bielstein. Bei einem Umtrunk ergibt sich hier die Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem Künstler Hermann Bach.
Ab dem 1. Advent sind dann die Objekte jeden Sonntag in der Adventszeit von 11.00 Uhr bis 17.00 in der Kirche St. Bonifatius in Wiehl-Bielstein, Florastraße zu sehen.

Eröffnung der Galerie 4bis7 am 1. Dezember

Nach Fertigstellung des Bielsteiner Hauses als viel gelobtes Schmuckstück des kleinen Zentrums gibt es im gleichen Haus, Bielsteiner Strasse 88, jetzt eine Galerie für Kunst und Bücher.

In wechselndem Rhythmus präsentiert die Architektin Ilse Bültmann dort moderne Malerei sowie Skulpturen aus Bronze, Porzellan und brasilianischem Speckstein von namhaften Künstlern.

Man findet dort handgefertigte Glasvasen als Unikate. Die außergewöhnlichen, lebensgroßen Holzscherenschnitte können nach Fotovorlagen individuell angefertigt werden, ebenso die edlen Olivenholztische nach Maßwünschen. Außerdem gibt es dort eine Vielzahl von unterschiedlichsten Büchern, von Biographien über Belletristik bis zu Bildbänden über Geschichte und Kunst.

Die gemütliche Atmosphäre lädt zum Verweilen ein und schenkt bei allen Überraschungen auch einen Moment der Ruhe.

Die Öffnungszeiten entsprechen dem Namen der Galerie 4bis7:
Mi – Fr 16-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr.

Außerdem ist eine persönliche Terminvereinbarung zu jeder Zeit möglich:
Tel.: 01 60 / 90 94 56 50.

„Stimmung“ mit dem Meister des bissigen Wortes

„Stimmung“ heißt Richard Roglers mittlerweile siebtes Programm mit dem er auf Deutschlands Bühnen unterwegs ist. Scharf und bissig, dabei dennoch spaßig sprach er am Donnerstagabend im Burghaus Bielstein viele Stimmungen an.


Richard Rogler im Burghaus Bielstein – Foto: Christian Melzer

Richard Rogler ist große Halle gewohnt, aber auch im kleinen, gemütlichen Kulturkreis-Ambiente fühlte er sich sichtlich wohl. Mit seiner bissigen, humorvollen und manchmal grantelnden Art hat sich das in Köln lebende Kabarett-Urgestein einen festen Platz in der deutschen Kabarett-Szene geschaffen. Seine Soloprogramme sind ein besonderer Genuss, denn seine Art und sein Humor haben den richtigen Biss.

Gleich zu Beginn fiel ihm auf: „Die Deutschen sind verdächtig gut gelaunt – klar, die ersten Weihnachtsmärkte sind schon geöffnet“. Da komme die richtige Stimmung auf. Der typische Deutsche lebe von einem Urlaub zum anderen und könne perfekt ausrechnen, wie man die Brückentage nutzt um die maximale Zahl an Urlaubstagen zu erreichen. Auch in Wiehl sei das sicher so, unkte Rogler. Entsetzt stellte er fest: hier kennt man offensichtlich keine Solidarität, denn keiner der Anwesenden war in diesem Jahr in Griechenland im Urlaub.

Nachbar Ansgar, der mit 82 Jahren Turnschuhe trägt und wieder mit Laubsägearbeiten angefangen hat, regt ihn auf. Ebenso wie das Fernsehprogramm. „Wann hören die auf mit der blöden Kocherei?“ Kaum mache man das Fernsehen an „ist wieder einer an der Pfanne“. Kontrastprogramm seien die ständigen Tiersendungen da auch nicht. Und prompt kommt er wieder zur Politik. Dass dies sein Lieblingsthema ist, befürchtet wohl mittlerweile jeder der ihm begegnet, grummelt er. Kaum einer spreche noch mit ihm – nur er noch mit sich selbst. Die Suche nach einem Ausweg gestalte sich zudem nicht so einfach. Sport als Ersatz für die Politik wäre perfekt – doch Yoga sei nichts für ihn. Der „denkende Pfau“ führe bei ihm nur zum Einschlafen. Auch der Kölner Halbmarathon war nicht die Erfüllung.

Angela Merkel möchte er sportlicher sehen und ihr zu Weihnachten ein paar Gymnastikstunden schenken, weil sie immer so steif ist. Auch Schröder hätte keine Politik fürs Volk gemacht, aber der konnte im Gegensatz zu ihr winken und grüßen. Von der Kanzlerin über die Minister – Rogler hat für jeden ein paar treffende Sätze übrig. Und – er traf damit gekonnt die Lachmuskeln des Publikums. Eigentlich wollte er „die Merkel“ an diesem Abend gar nicht erwähnen. Auch nichts über Politik, da das Interesse an dem Thema ja sehr gering sei, wie er betroffen feststellte. Dabei wolle er doch eins klarstellen: „Parteien sind für Menschen, die auf natürlichem Weg keine Freunde finden!“. Ob SPD oder die Linke, selbst die Grünen würden langsam gefährlich. Was ihn so in Angst versetzte? Sie wollen Zugriff auf deutsche Duschköpfe nehmen. Nur noch ein Viertel der Wassermenge soll herauskommen. Das ist für Rogler Stress pur, denn dann muss er morgens zwei Stunden eher aufstehen um das ganze Shampoo wieder aus den Haaren zu waschen.

„Ja meine Damen und Herren, wir kommen zur Zugabe!“ kam für die Gäste im Burghaus überraschend. Dabei lagen fast zwei Stunden des Soloprogramms „Stimmung“ hinter ihnen. Das Schöne am Kabarett sei nun mal, dass es irgendwann mal aus ist, scherzte Richard Rogler. Zudem komme das mit der Zugabe von der Schnäppchenjagd. Die Leute nähmen gerne das, was man gar nicht brauche. Das Bielsteiner Publikum nahm diese Bemerkung sportlich und schenkte ihm viel Applaus. Gelacht wurde viel bei guter „Stimmung“ mit dem Grantler der Nation.

Vera Marzinski

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Hallenhandball-Kreispokalrunde um den Zunft-Kölsch-Pokal 2012: Siegerehrung

Zum vierzehnten Mal wurde 2012 die Hallenhandball-Kreispokalrunde der Herren um den Zunft-Kölsch-Pokal ausgespielt. In enger Zusammenarbeit mit dem Handballkreis Oberberg kämpften die Herren-Mannschaften der oberbergischen Handballvereine um Punkte und attraktive Preisgelder.


Siegerehrung im Braustübchen – Foto: Christian Melzer

Dabei ist die Grundidee dieses Zunft-Kölsch-Pokales, die Jugendarbeit in den heimischen Vereinen zu fördern. So spielen und gewinnen die Herren im Wesentlichen für die Jugendarbeit ihres Vereins. Da gemäß der Ausschreibung 75% der zu gewinnenden Preisgelder in die Jugendkasse des jeweiligen Vereins fließen müssen.

In diesem Jahr beteiligten sich 27 Herrenmannschaften aus dem Oberbergischen am Wettbewerb um den Zunft-Kölsch-Pokal und spielten von November 2011 bis zum Finale am 01. Mai 2012 in der Nümbrechter Sporthalle die Pokalrunde aus.

Zur Erinnerung noch einmal die Ergebnisse der Endspiele am Finaltag, der in diesem Jahr durch den SSV Nümbrecht hervorragend ausgerichtet wurde:

Endspiel Herren (HVM)
SSV Nümbrecht : CVJM Oberwiehl 42:29

Endspiel Herren (HKO)
TV Gelpetal : TV Strombach 2 32:35

Endspiel Damen
TV Strombach : SSV Marienheide 39:28

Endspiel Junioren
TV Strombach : HSG Marienh./Müllenb. 38:23

Endspiel Juniorinnen
SSV Marienheide : VfL Gummersbach 27:22

305 Tore fielen in den 300 Spielminuten der insgesamt 5 „Endspiele“. Der „Oberbergische Handballgipfel“ bot in diesem Jahr, vor über 600 Zuschauern, beste Unterhaltung. Das Finale des laufenden Wettbewerbs wird ebenfalls wieder als „traditionelles Mai-Event“ am 01.05.2013 stattfinden.

Im Braustübchen der Erzquell Brauerei Bielstein wurden dann am Dienstag, 27.11.2012 bei einem zünftigen Schluck und Deftigem vom Buffet die Sieger 2012 geehrt.

Der Vorsitzende des Handballkreises Oberberg, Udo Kolpe und der Spielwart Hans-Heinrich Notbohm sowie Dr. Axel Haas, Chef der Erzquell Brauerei und Werbeleiter Oliver Pack, überreichten hier den Zunft-Kölsch-Pokal, den 750,00 EURO-Siegerscheck und einen Gutschein über 100 Liter Zunft-Kölsch an die 1. Herren-Mannschaft des SSV Nümbrecht. Die zweitplazierte Mannschaft des CVJM Oberwiehl konnte sich über ein Preisgeld von 500,00 EUR0 und 50 Liter Zunft-Kölsch freuen und die Drittplazierten (die Sieger des HKO-Finales) nahmen 250,00 EURO und 30 Liter Zunft-Kölsch für ihre Leistung und die Jugendarbeit ihres Vereins mit nach Hause.

In diesem Jahr nicht dabei: der „Rekord-Pokalsieger“ TuS Derschlag, denn im Finale der HVM-Teams gab es das „ewig junge“ Südkreisderby: SSV Nümbrecht – CVJM Oberwiehl. Diese beiden Teams und der TV Strombach 2 (HKO-Runde) durften heute das Hallentraining mit dem Braustübchen tauschen.

Ebenfalls eingeladen: die Schiedsrichtergespanne der Finalspiele, das Kreispokalsieger-Team der Damen des TV Strombach, der Ehrenvorsitzende des Handballkreises Oberberg Karl-Heinz Lenz, Frauenwartin Christiane Köpplin, die Volksbank Oberberg eG (die Volksbank Oberberg stellte für den Frauen-Kreispokal ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 1.250,00 EUR zur Verfügung). Die Damen wurden zusätzlich von der Erzquell-Brauerei mit Sachpreisen sowie einem Bier-Gutschein bedacht. Als Vertreter zweier weiterer Förderer des HKO-Jugendhandballs waren Peter Lenz (AggerEnergie, Auswahl-Teams) und Dirk Zurawski (Oberberg Online, Junioren-Kreispokal) eingeladen.

Der Handballverband Mittelrhein wurde durch den Präsidenten Lutz Rohmer, Köln, und den Vizepräsidenten und Spielwart, Günter Knickmann, Köln, vertreten.

Alle beteiligten Mannschaften, der Handballkreis Oberberg und auch die Vertreter der Brauerei waren gemeinsam der Ansicht, dass es ein besonderer Anreiz ist, um diesen Pokal zu spielen, da neben dem Spaß am Handballspiel, insbesondere die Jugendarbeit des jeweiligen Vereins gefördert wird.

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Bielsteiner Männerchor: Weihnachtskonzert mit dem Kölner Domchor und dem Posaunenchor Remperg

Der Bielsteiner Männerchor freut sich auf das Weihnachtskonzert mit dem Kölner Domchor und dem Posaunenchor Remperg am ersten Adventssonntag, 2. Dezember, 17:00 Uhr, in der Aula der Realschule Bielstein.


Kölner Domchor

Es wird feierlich, wenn der Kölner Domchor am Sonntag 2. Dezember 2012 (1. Advent) mit einem weihnachtlichen Programm zu Gast beim Bielsteiner Männerchor ist.

Der Kölner Domchor steht vor seinem 150-jährigen Jubiläum und das Repertoire berücksichtigt die Musik für einen Knabenchor aus Renaissance und Barock, ohne dabei die Musik des 20. Jahrhunderts aus dem Blickwinkel zu verlieren. Der Domchor war bereits auf verschiedenen nationalen und internationalen Wettbewerben erfolgreich und ist überregional bekannt.

Das Konzert findet um 17 Uhr in der Aula der Realschule Bielstein statt und wird durch den Posaunenchor Remperg eröffnet. Im Wechsel werden die drei Ensembles stimmungsvolle Stücke vortragen. Von Vivaldi über Beethoven und Anton Bruckner zu zeitgenössischen Komponisten wie John Rutter werden instrumentale Titel, sowie Lieder in deutscher, lateinischer und englischer Sprache vorgetragen.

Karten für dieses besondere und besinnliche Konzert sind zum Preis von EUR 14,- bei ‚Auge und Ohr’, Metzgerei Müller, bei Wiehl-Ticket, Bahnhofstraße 1, 51674 Wiehl, Telefon 02262/99285, sowie bei den Sängern vom Bielsteiner Männerchor erhältlich.

Erfolgreiche Prinzenproklamation des Karnevalsvereins Bielstein

Am Samstag, 24. November 2012 war es endlich soweit und der KVB durfte sein neues Prinzenpaar der Session 2012/2013 proklamieren.

Prinz Markus II und Prinzessin Jenny – Foto: Christian Melzer

Bereits gegen 18.00 Uhr wurde die diesjährige Prinzenproklamationssitzung eröffnet, denn der Literat des KVB hatte für ein prall gefülltes Programm gesorgt und so wurde jede Minute herausgeholt, auch wenn man dies dem Ablauf der Sitzung nicht ansah. Traditionell wurde zunächst dem scheidenden Prinzenpaar samt Gefolge der vergangenen Session – ex-Prinz Hansi I. und ex-Prinzessin Sandra – die Bühne bereitet. Schwungvoll sangen sie noch einmal ein Potpourri ihrer Sessionslieder und waren gar nicht mehr zu stoppen. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an das ex-Prinzenpaar, die bei ihren Auftritten stets für viel Stimmung gesorgt hatten.

Als nächster Programmpunkt stand dann eine Premiere an: Es kam eine Gesangstruppe zum Einsatz, die aus den eigenen Reihen des KVB stammt und als Höhenspatzen bzw. Prinzenequipe vielen Jecken bestens bekannt ist. Sie sangen live einige bekannte Lieder der kölschen Gruppe „Brings“ und wurden deshalb dem Publikum auch als die „Bomiger Brings“ vorgestellt. Die Gesangseinlage kam sehr gut beim Publikum an und ließ die Stimmung des zahlreich erschienen Publikums noch einmal beträchtlich steigen. Und dann kam es zum Höhepunkt des Abends: Die Mitglieder des KVB zogen gruppiert auf die Bühne und bildeten einen festlichen Rahmen für den Einmarsch des neuen Prinzenpaares samt Gefolge. Flankiert von den Bielsteiner Raketen zogen zunächst Prinzessin Jenny und anschließend ihr Prinz Markus II. in den Saal ein und ließen sich feiern. Endlich auf der Bühne angelangt war die Anspannung der vergangenen Tage bei den neuen Tollitäten noch sichtbar, doch nach der offiziellen Proklamation durch den Wiehler Bürgermeister Becker-Bloningen und der Übernahme des Zepters wurden beide Tollitäten sichtbar entspannter. Die ersten Worte des neuen Prinzen kamen dann auch immer flüssiger und als sie dann dem Publikum ihre diesjährigen Sessionslieder vortragen durften, waren sie vollends in ihrer Rolle angekommen. Der dann folgende Programmpunkt verzögerte sich ein wenig und so hatte das Prinzenpaar die Chance, alle ihre Lieder vortragen zu können und man hörteschon heraus, welches Lied der „Renner der Session“ werden könnte.

Das Programm ging dann mit dem Büttenrednerduo „Labbes und Drickes“ weiter und das Prinzenpaar durfte endlich auf der Bühne Platz nehmen und den weiteren Programmpunkten folgen bzw. sich ein wenig stärken. Anschließend zog mit den „Crazy Girls & Boys“ die jüngste der drei Bielsteiner Tanzgruppen auf die Bühne und es dauerte nicht lange und die Herzen des Publikums flogen ihnen zu. Gleich zwei neue Tänze konnten sie direkt zur Prinzenproklamationssitzung präsentieren und alles klappte auf Anhieb. Mit tosendem Applaus und mehreren Raketen wurden unser jüngsten Tänzerinnen und Tänzer hernach verabschiedet. Es folgte als nächster Programmpunkt die Gesangseinlage durch „die Kölsche Nachtigall“ Rosita, die das Publikum mit bekannten Kölschen Liedern unterhielt. Anschließend gaben zu Ehren der Prinzessin Jenny die „Freschen Fejer“ eine kurze Einlage auf der Bühne. Am liebsten wäre Prinzessin Jenny selber mit aufgetreten, ist sie doch Mitglied dieser KVB-Gruppierung, sie freute sich jedoch sichtbar über die ihr gewidmete Einlage.

Nach einer kleinen Pause war es dann für die „Bielsteiner Raketen“ soweit, ihr neues Programm zu präsentieren. Schwungvoll und begleitet von einem Amerikanischen „Superbullen“ tanzten sie ihr erstes Lied, das insbesondere in der Kombination mit diesem erwähnten „Superbullen“ bestens beim Publikum ankam. In ihren neuen Kostümen sahen sie nicht nur gut aus, sie machten ihre Sache auch wirklich klasse und man darf sich auf die kommenden Auftritte der Raketen freuen.

Zu einer für Büttenredner gewagten Zeit – es war annähernd 22.00 Uhr – trat dann Jürgen Pinter auf die Bühne und übernahm das Mikrofon. Es gelang ihm aber sehr schnell, die gesamte Aufmerksamkeit des Publikums zu erhalten und musste sogar zum Abschluss seiner launigen Darbietung eine Zugabe geben, etwas sehr seltenes bei solchen Sitzungen.

Als letzte der Bielsteiner Tanzgruppen zogen dann zu später Stunde die „Bielsteiner Tanzmäuse“ auf die Bühne und begeisterten mit gekonnten Schritten, Hebefiguren und Würfen. Es gelang beinahe alles perfekt und dies ist umso schöner, als die Tanzgruppe sich nach Ende der letzten Session wieder komplett neu formieren musste. Wie immer im Leben kam es auch bei den „Mäusen“ zu einem Generationswechsel, den die Truppe aber durch intensives Training nahezu ausgleichen konnte.

Zum Abschluss des Abends kamen mit „De Albatrosse“ und „die 3 Colonias“ überregional bekannte Musikgruppen zum Einsatz, die das Publikum bis weit nach Mitternacht begeisterten. Ein wunderschöner Abend und eine wunderschöne Proklamationsfeier gingen späte zuende. Freuen wir uns auf die weiteren Auftritte, die noch folgen werden.

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„Krüger rockt!“ das Burghaus

Rock ’n‘ Roll Party im Bielsteiner Burghaus. Gleich als erstes die Frage von „Krüger rockt!“ ans Publikum: „Are you ready for Rock ’n‘ Roll?“. Ohne die Antwort abzuwarten spielten sie los und da zuckten sofort die Beine der Gäste beim „C’mon Everybody“. Am Donnerstagabend rockte nicht nur die Band auf der Bühne. „Krüger rockt!“ steckte alle an mit ihrem Drive. Sie waren tatsächlich „On Fire“.


Foto: Vera Marzinski

Alle Rock ’n’Roll-Fans kamen auf Ihre Kosten. Denn, wie die vier Musiker selbst von sich sagen, sind sie „die schärfste Rock ‚ n‘ Roll Band seit Einführung der Anschnallpflicht.“ Hörbare Spielfreude boten sie den Gästen und auch ihr Bühnen-Outfit war so perfekt wie die Musik. Nur im Publikum fehlten die Petticoats und Elvis-Haartollen.

Die Musik aus den 50er Jahren ist ansteckend – gute Stimmung wird garantiert! Ob Schnulze, Doo-Wop, Boogie oder Rockabilly. Stücke von Chuck Berry, Little Richard, Bill Haley, Everly Brothers, Jerry Lee Lewis, Elvis oder auch Buddy Holly gehören zum Repertoire von „Krüger rockt!“. Band-Leader Harald Krüger ist ein echter Piano-Rock’n’Roller. Schon im Alter von fünf Jahren begann er mit dem Pianospiel und genoss eine 13-jährige klassische Ausbildung. Zudem kam er recht früh mit der Boogie Woogie und Piano-Bar-Musik in Berührung. Das lebt er immer noch aus und hat sich dazu drei ebenso Rock ’n‘ Roll-infizierte Musiker in seine Band geholt.

Mit Elvis-Stimme singt Gitarrist Joachim Villock auch mal die eher schnulzigen Stücke und mit vollem Körpereinsatz entlockt er seiner Gitarre die grandiosesten Klänge. Akrobatisch wird es bei Kontrabassist Patrick Daniel, der sein Instrument für Spezialeinlagen in jede erdenkliche Position bringt. Und dafür wird er immer wieder mit Beifall belohnt. Zwischenzeitlich steht er bei „Bop A Lena“ als waschechter Punk-Rocker auf der Bielsteiner Bühne. Doch die hochstehenden Haare kämmt er flott wieder zu einer typische 50er-Jahre Frisur zurück. Walt Bender ist nicht nur Schlagzeuger bei „Krüger rockt!“ – mit Harald Krüger ist er auch als Duo unterwegs. Er bearbeitet nicht nur sein Schlagzeug sondern zeigt sich auch mit dem Waschbrett musikalisch sehr kreativ.

Einen Boogie-Woogie könnten sie nicht, verriet Harald Krüger. Aber leider wäre er im Vertrag, den sie beim Kulturkreis unterschrieben hätten, vorgesehen. Von wegen den können sie nicht! Ebenso perfekt, wie sie einen waschechter Rock ’n‘  Roll zelebrieren, klang auch der Boogie-Woogie. Ein bisschen enttäuscht waren die vier Jungs vom Bielsteiner Publikum. „Ist hier ein Stockwerk tiefer die CVJM-Pokerrunde?“ Manche Gäste standen arg unbeweglich rum und so nahm Gitarrist Joachim Villock das mal selbst in die Hand und zu „Fever“ gab es einen Finger-Schnipp-Kurs. Vorher ging Harald Krüber singend mit Mikro durchs Publikum und integrierte zwei Herren mit in sein Stück. Das war dann im wahrsten Sinne des Wortes „Trouble“.

Sollen wir ein bisschen Volksmusik spielen? Sollen wir Schunkelmusik spielen? – lautstark beantworteten die Gäste im Burghaus dies mit „Nein!“ Da musste ja die Frage kommen: „Was wollt ihr dann?“ Nicht nur der nächste Titel hieß „Rock ’n‘ Roll“ – genau das wünschten die Gäste auch. Mit seinem großen roten Bass auf den Schultern rannte Patrick Daniel während dieser fetzigen Nummer quer durch den ausverkauften Saal. Genial Harald Krügers Saxophon-Spiel zu „Shake, Rattle & Roll“ und Drummer Walt Bender glänzte bei „Caravan“ mit seinem Drummer-Solo. Blau-leuchtende Sticks und einem fulminanten Dauer-Wirbel – einfach irre. Natürlich fehlten „Johnny Be Good“ sowie „Great Balls Of Fire“ nicht und mit einem „Que Sera“ verabschiedeten sie die Vollblut-Rock ’n‘ Roller von einem johlenden Publikum. Zuvor noch eine Ansage: „Gehet hin und verkündet was ihr gehört und gesehen habt!“ Das nahmen die Bielsteiner Rock ’n‘ Roll Freunde als Aufforderung noch reichlich runde silberne Scheiben mitzunehmen.

Vera Marzinski

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HBW Haus für Menschen mit Behinderung Wiehl GmbH verabschiedet Geschäftsführer Jürgen Grafflage in den Ruhestand

Der langjährige Geschäftsführer der HBW Haus für Menschen mit Behinderung Jürgen Grafflage wurde in einem festlichen Rahmen in seinen Ruhestand verabschiedet. Jürgen Grafflage leitete über 26 Jahre die Geschicke der HBW GmbH.


Von links: Dietmar Groß, Klaus Pütz, Jürgen Grafflage

Angefangen hat seine Arbeit mit einem Wohnhaus mit 36 Wohnplätzen für Menschen mit geistigen und schwerst mehrfachen Behinderungen. Mittlerweile betreut die HBW GmbH in 7 Wohnhäusern im Oberbergischen Kreis, 120 Menschen. Hinzu kommt der Bereich des ambulant Betreuten Wohnens mit über 50 Klienten, die in eigenen angemieteten Wohnungen leben und vom HBW betreut werden.

Mitgeschäftsführer Dietmar Groß und Klaus Pütz vom Verein zur Förderung und Betreuung behinderter Kinder e.V. bedankten sich bei Jürgen Grafflage für seine großen Verdienste in der Arbeit mit den Menschen mit Behinderungen. Über 160 Mitarbeiter sind z.Zt. beim größten Wohnanbieter im Oberbergischen Kreis beschäftigt. Das Haupthaus „Am Konradsberg“ in Wiehl-Oberbantenberg wurde pünktlich zur Verabschiedung nach einjähriger Um- und Anbauphase fertiggestellt. In dieser Baumaßnahme wurden die letzten Doppelzimmer der HBW GmbH abgebaut.


Von links: Jens Kämper, Dietmar Groß

Jürgen Grafflage beschenkte zum Abschied die Einrichtung mit einem Baum, den er in den neu gestalteten Außenbereich pflanzen lies. Die Nachfolge von Jürgen Grafflage in der Geschäftsführung hat Jens Kämper übernommen, er arbeitet bereits seit über 11 Jahren als Haus- und Bereichsleiter im HBW.

Die Veranstaltung wurde musikalisch sehr stimmungsvoll von der A Cappella Gruppe „Wanderer“ begleitet. Nach der offiziellen Verabschiedung wurde, zur Überraschung von Jürgen Grafflage, am Nachmittag mit allen Bewohnern und Mitarbeitern des HBW ein zünftiges Oktoberfest gefeiert.

Dorfgemeinschaft Linden wählt neuen Vorstand

Am 29. September 2012 haben die Mitglieder der Dorfgemeinschaft Linden e.V. ihre Mitgliederversammlung abgehalten, um einen neuen Vorstand zu wählen. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Dieter Jung, Holger Bohle und die Kassenwartin Natalie Kirches, sowie die Beisitzer Dietmar Rekowski und Rainer Becker haben ihre Arbeit im Vorstand beendet, um sich mehr ihren Familien oder anderen Aufgaben widmen zu können.

Ihre bisherige Arbeit wurde während der Versammlung von allen Anwesenden besonders gelobt. Trotz der geringen Beteiligung der Mitglieder ist es gelungen, einen neuen Vorstand zu wählen.

Mit Walter Kobus als 1. Vorsitzenden und Claude Reiss als seinen Stellvertreter wurde ein neues Team gewählt. Mark Wiesmann wurde als neuer Kassenwart bestimmt. Walter Kobus ist in Bezug der Vereinsarbeit ein alter Hase, da er das Amt des Vorsitzenden bereits vor einigen Jahren inne hatte. Er ist im Ort bekannt wie der berühmte „Bunte Hund“ da er seit seiner Geburt im Ort lebt. Der Neubürger Claude Reiss wechselt vom Beisitzer in seine neue Position. Als Schriftführerin wurde Martina Hoffman bestimmt, die bereits Aufgaben im alten Vorstand übernommen hatte. Als Beisitzerin wurde Rosi Nötzel wieder gewählt. Neu als Beisitzer wurden Sigrid Althöfer, Frauke Pawils und Birgit Reiss-Kroh gewählt.

Mit dieser Wahl ist es gelungen eine gute Mischung aus „Alt-Eingesessenen“ wie auch „Neubürgern“ für den Verein zu finden. Dies wie die Altersstruktur des Vorstandes wird es ermöglichen, Jung und Alt, Ureinwohner und Neubürger unter den Mitgliedern erreichen zu können. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es immer schwieriger wird, Menschen für die Belange ihres Ortes zu begeistern. Mit der neuen Mannschaft wird es hoffentlich leichter die Lindener noch mehr für „ihr Dorf“ zu begeistern. Die Vereinsarbeit in Linden blickt auf eine lange und erfolgreiche Tradition zurück. Diese gilt es fortzuführen.

Musikalische Bildermaler: Gruber & Gruber

Die Brüder Thomas und Rainer Gruber entführten am Samstagabend im Burghaus Bielstein mit ihrer Musik auf eine Reise von Bayern nach Andalusien, über Paris, die Aggertalsperre und wieder zurück. Die Gewinner des bayerischen Kulturpreises 2010 servierten eine Melange von Klassik bis bayerischem Flamenco als ein Menü für Genießer. Auf Akkordeon, Gitarre und Hackbrett zauberten die Beiden musikalische Geschichten und Märchen aus Gegenwart und Vergangenheit rund um den Globus.


Fotos: Christian Melzer

Zwischenzeitlich nutzen sie während des Konzertes Hackbrett und Akkordeon auch als Percussion-Instrumente. Das Duo ist sehr vielseitig und Thomas Gruber zudem noch viel-saitig. Er spielt das Hackbrett, das mit Saiten bespannt ist. Im Prinzip funktioniert das Hackbrett eigentlich wie ein Klavier. Auf die gespannten Saiten schlagen beim Klavier festinstallierte mechanische Hämmerchen – beim Hackbrett ist der Musiker selber die Tastatur. Das Hackbrett wird in Volksmusikgruppen meistens mit der Zither, der Volksharfe und der Gitarre gespielt. Aber das, was „Gruber & Gruber“ musikalisch darbieten, kann nicht als Volksmusik bezeichnet werden. Auch wenn da mal ein bayerischer Zwiefacher – ein Volkstanz mit Taktwechsel – mit spanischen Klängen vermischt wird. Und das was die beiden Musiker daraus machen wird dann ein „Bayerischer Flamenco“.

Das Hackbrett ist ein Instrument mit einer einzigartigen Klangfarbe und gibt den Stücken eine besondere Note. Auch der warme Klang der diatonischen Knopfharmonika ist andersartig und kam besonders bei einigen Kompositionen heraus, die sie nicht auf der Bühne sondern im Seitengang präsentierten. Thomas Gruber spielte dieses Instrument mit ebenso viel Leidenschaft wie das Hackbrett. Man meint, die beiden Musiker entführen sich selbst immer wieder in die kammermusikalischen Bilder, die sie malen. Fast alle Stücke stammen aus der Feder der beiden Grubers. Rainer Gruber schrieb auch das Auftaktstück „Gruß an James Brown“. Charakteristisch für seinen ganz eigenen, unverwechselbaren Stil ist die Verbindung der europäischen Klangmöglichkeiten des Akkordeons mit Elementen aus der Klassik: Und nicht nur das Akkordeon beherrscht er virtuos und nuancenreich – auch sein Spiel auf der Gitarre ist brillant.

Sie erzählen vom alten Maultier des Ritters Don Quichotte oder nehmen mit in einen Regenschauer, der in einen strahlenden Sonnenschein übergeht – und wer genau zuhört kann den kleinen Schmetterling flattern hören, der sich durch die gereinigte Luft hochschwingt. Ob es daran liegt, dass die beiden so authentisch sind? Sie entführen nach Afrika oder mit dem „Italienischen Walzer“ ans Mittelmeer ebenso wie auf hohe Gipfel oder nach Paris. Für den „Sonnenuntergang“ benötigten sie vom Publikum die Assoziation eines Badesees. Vorgeschlagen wurde die Aggertalsperre.

< Sie deuten abwechselnd vor den Stücken an, wohin die Reise geht und schon sieht man sich am Wasser der Aggertalsperre, in dem sich die Sonne spiegelt oder auf einem kleinen Ausflug am warmen Herbsttag, der auf den Watzmann führt. Der steile Anstieg und dann das Gefühl, wie der Wanderer sich bei dem Anblick "herobn" fühlt - das alles geht bei dieser musikalischen Reise. "Mir wolln das auch spuiln", kommentiert Thomas Gruber das "Manha de Carneval" von Luiz Bonta, das eigentlich für ein Orchester vorgesehen ist - aber natürlich funktioniert das auch hervorragend bei solch einem Duo. Und weil die Jahreszeit "nimmer so schee" ist, geht es mit "Reisefieber" dann noch mal musikalisch auf einen Ausflug in Gefilde, wo es schön und warm ist. Es klingt bei ihnen nach Klassik, Jazz, Folklore, höfische Musik oder mal nach einem argentinischen Tango. Die zwei sympathischen, musikalischen Grenzgänger aus Bayern nahmen das Publikum an diesem Abend mit zu einer grenzenlosen, beeindruckenden Musik-Reise durch ihr kammermusikalisches Miteinander. Vera Marzinski