Freibad Bielstein: Jetzt wird durchgestartet

Es ist nur eine scheinbare Ruhe vor dem Sturm, die sich nach der Sommersaison auf das Freibad Bielstein gelegt hat; denn hinter den Kulissen sind die Wiehler Freizeit- und Sportstätten (FSW) als Betreiber des Bades gemeinsam mit dem Förderverein und der Politik im Gespräch, wie sich das Bielsteiner Freibad in den kommenden Jahren präsentieren soll. „Wer 80 km/h erreicht hat und auf 100 will, muss weiter Gas geben. Und das gilt nicht nur für die Autobahn“, betont FSW-Betriebsleiter Michael Schell, zugleich 1. Beigeordneter der Stadt, auch angesichts des 80-jährigen Bestehens des Freibades.


Gemeinsam für das Freibad Bielstein im Einsatz (v. l.): Michael Schell, Eberhard Klein und Andreas Zurek

Jetzt geht es neben den Fragen nach der richtigen Technik vor allem auch um das richtige Betriebskonzept, um den vielen Schwimmerinnen und Schwimmern auch künftig ein hervorragendes Ambiente für Sport und Freizeit bieten zu können.

Wieviel Zuspruch das Bielsteiner Bad in den 80 Jahren seines Bestehens erfahren hat, hat die gerade zu Ende gegangene Saison erneut gezeigt. Höhepunkte der Jubiläums-Saison waren sicher die Festwoche mit Konzert und Feuerwerk sowie der Kinder- und Familientag mit Radio Berg und der DLRG. Als bleibende Einrichtung hat der Förderverein zudem den Barfußpfad angelegt. „Wir werden auch weiterhin tatkräftige Unterstützung leisten, um die Attraktivität unseres Bades weiter zu erhöhen“, so der Vorsitzende des Fördervereins, Eberhard Klein.

Nächste Woche schon steht eine gemeinsame Fahrt ins Ruhrgebiet an, um ein Freibad zu besichtigen und im Gespräch mit der dortigen Betreibergesellschaft Anregungen zu erhalten und Erfahrungen auszutauschen.

Besonderes Trio spielt „Unter Freunden“

Die „Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler“ beschert immer wieder junge Musiker, die für Ausnahmekonzerte sorgen. So auch das „Trio Stapf-Plath-Müller“ am Freitagabend im Burghaus Bielstein.


Foto: Vera Marzinski

Ihre Besetzung ist eher außergewöhnlich: Judith Stapf (Violine), Theo Plath (Fagott) und Fabian Müller (Klavier). Alle drei sind Preisträger diverser Wettbewerbe – und das hört und spürt man auch. „Unter Freunden“, so der Titel des Programms des Trios. Alle Komponisten kannten sich – wobei die Beziehung zwischen Liszt und Mendelssohn Bartholdy, wie Fabian Müller erläuterte, wohl eher etwas kompliziert war.

Gerade mal 19 Jahre alt ist Julia Stapf und spielt die Violine mit viel Ausdruck und hervorragender Interpretation der Stücke. Sie brilliert nicht nur bei ihrer „Sonate op. 82 e-moll“ von Edward Elgar. Dazu erzählt sie vorab die Geschichte zu diesem Stück, dass Elgar – der vor allem durch seine Pomp and Circumstance- Märsche bekannt ist – einer Freundin widmen wollte, die vier Tage nach der Anfrage verstarb. Es ist eine Violinsonate in drei Sätzen. Teilweise sehr geheimnisvoll im ersten Teil Der zweite Satz, Romance, beginnt dramatisch, wird ein wenig heiter und der letzte Satz endet einem scheinbar optimistischen Höhepunkt. Ebenso eher melancholisch-traurig beginnen die Variationen über ein Motiv von Bach „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ für Klavier-Solo von Franz Liszt. Er komponierte es nach dem Tod seiner Tochter und übernahm das Bassmotiv von Bach aus Ausdruck für tiefen Schmerz. Das Stück enthalte die ganze Bandbreite des Schmerzes, erklärte Müller vorab. Und auch hier endet es mit einem positiven Ausblick. Liszt, dessen christlicher Glaube sehr stark war, zitiert am Schluss den Choral „Was Gott tut, das ist wohlgetan“.

Die beiden Herren des Trios sind ebenfalls brillant in ihrer Spielweise. In der „Sonate für Fagott und Klavier op. 168“ von Camille Saint-Saëns sind die wunderbaren tiefen Fagott-Töne besonders gut zu hören. Das Fagott von Theo Plath beeindruckt schon von der Optik her. Seinen Namen verdankt das Bassinstrument seinen vielen Einzelteilen, den verschiedenen „Röhren“ (ital.: „fagotto“, „Bündel“). Wie bei der Oboe entsteht der Ton auch beim Fagott durch ein Doppelrohrblatt. Das Stück von Camille Saint-Saëns ist das Kernstück der Fagott-Literatur und ist das zweitletzte Werk des Komponisten. Mit Stücken von Charles Lefèbvre bis Mendelssohn-Bartholdy in eigener Bearbeitung konzertieren die drei Ausnahmemusiker am Freitagabend im Burghaus und bescherten den Gästen mit ihrer „Unter Freunden“-Auswahl einen ganz besonderen Abend.

Vera Marzinski

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Bayerische Leichtigkeit mit den String of Pearls

„Entertainment a´la Rat Pack“, aber mit vier Damen – den Sängerinnen Julia v. Miller, Ricarda Kinnen und Ruth Kirchner und Pianistin Beatrice Kahl – bot der Kulturkreis den Gästen im Burghaus mit String of Pearls.


Foto: Vera Marzinski

„Wir legen großen Wert auf handgemachte Musik, dazu gehört auch „String of Pearls“, betonte Kulturkreis-Geschäftsführer Hans-Joachim Klein. Nicht selbstgemacht, aber in eigener Variation selbst gesungen, sind die Stücke der bayerischen Damen, mit der Besonderheit: „Wir verwenden ausschließlich erneuerbare Melodien und sind somit ein einer Biobetrieb“, betonte Julia von Miller. Sie reisten sogar mit der Bahn an – und das aus Bayern ohne Verspätung.

Nach der ausführlichen Vorstellung swingten die Ladies dann wieder los. Schon rein optisch zeigten sie sich als glänzende Perlen mit ihren Samtkleidern und später im silber-schwarzen Outfit. Und um das Glamouröse zu unterstützen ließen sie sich für jede ein Glas Sekt bringen. Die Gäste vergaßen sie dabei nicht und verteilten zwei Schachteln mit süßen „Geistvollem“ – wobei erst mal die Damen zugreifen sollten. „Einfach rumreichen, wie in der Kirche den Korb – aber hier können Sie sich etwas rausnehmen“, war der verschmitzte Kommentar der String of Pearls dazu. Seit 15 Jahren stehen sie zusammen auf der Bühne und präsentierten in Bielstein ihr mittlerweile fünftes Programm „Sophisticated Lady“. Das Ganze mit eleganter Leichtigkeit und einer unwiderstehliche Atmosphäre voller Inspiration, die von der Bühne herab den ganzen Raum durchflutete. Fast immer dreistimmig singen sie – ab und zu auch vierstimmig, denn die Pianistin Beatrice Kahl fungierte nicht nur als Ein-Frau-Band des Gesangstrios.

Ihr Programm ist gespickt mit weltberühmten Oldies von „Big Spender“ über „Bei mir bist du schön“ bis zu „Cucurucucu Paloma“ und „La Vie en rose“ – ständig auf dem schmalen Grat zwischen Parodie und einer großen Glamourshow nach amerikanischem Vorbild. Eben schwelgen sie noch in Erinnerung an Kinoklassiker und weltbekannten alten Songs, lassen ein brillant klingendes „Heaven I’m in heaven“ hören, da unterhalten sich die drei Münchner Ladies plötzlich auch schon über Marillenknödel. Für die Männer, insbesondere die Ehemänner, hatte sie ein spezielles Motto „Happy wife – happy life“ und sangen „ihre“ Version von Pharrell Williams „Happy“. Über fast alle wichtigen Dinge des Lebens sprachen und sangen sie. Facebook und Google blieben nicht außen vor. Sehr interessant die Übersetzung von „Cheek to cheek“ was das Übersetzungs-Programm wohl in „Backe an Backe“ übertrug.

Musik sei eine Universalsprache, denn mit Musik könne man über Dinge sprechen, die unsagbar sind, betonten sie. Allerdings würden ganz wenige Lieder von Bilanzen und Jahresabschlüssen handeln, stellten die Sängerinnen fest. Ein paar gebe es aber wohl doch, so wie das „Bruttosozialprodukt“ von Geier Sturzflug und das, was die String of Pearls mitbrachten. Ein Stück von Johnny Mercer, der viele bekannte Titel komponierte, wie „Moon river“ oder das von den Damen vorgetragene „If I had a million dollar“. Das sollte wohl eigentlich ein Liebeslied sein, aber – so Ruth Kirchner – lieber wäre ihnen ein „Ich habe eine Millionen und gebe sie Dir“. Sie hat auch die Liebeslieder der Länder erforscht, verriet sie, und musste feststellen, dass die Spanier da doch die Königsklasse der Liebeslieder darbieten – sie singen fast immer von der Zukunft. Ein musikalisches Häppchen davon gab es ebenso wie am Schluss Original bayerisches Liedgut. String of Pearl glänzte mit einem anspruchsvollen und heiteren Programm und wollten ihre Gäste am Ende gar nicht mehr gehen lassen. Die wurden an diesem Burghaus-Abend mit Zweierlei beschenkt: mit richtig guter Musik und jede Menge Spaß.

Vera Marzinski

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Ein Dankeschön an den großen Udo

Hits wie „Aber bitte mit Sahne“, „Ein ehrenwertes Haus“, „Mit 66 Jahren“ und „Griechischer Wein“ fehlten natürlich nicht beim Konzert „Merci Udo“ im Burghaus Bielstein. Es solle keine Double-Show sein, sondern eine Hommage an Udo Jürgens und seine Lieder, betonte Michael von Zalejski und begeisterte mit seinem Programm die Gäste. Nicht nur die altbekannten Hits – die kamen zwischendurch und als Medley am Schluss – präsentierte er. So einige weniger bekannte Stücke erklangen und rundeten das Konzert perfekt ab. Und das nicht am weißen sondern am schwarzen Flügel.


Foto: Vera Marzinski

Udo Jürgens war ein Grenzgänger zwischen Schlager, Pop und Chanson. Viele Lieder mit Tiefgang, die nachdenklich stimmen, wie „Wohin die Liebe geht“ oder auch mit viel Sarkasmus und Satire auf Zustände weisen. In die Kategorie Lebenshilfe fällt „Weichei“ – da rät er den Frauen mit einem Badehauben-Duscher im Bad und Weichei zum Frühstück: „Schmeiß ihn raus!“. Es gibt Kindheitserinnerungen in „Damals wollt ich“ und sogar volkstümliche Musik, obwohl Udo die hasste. Doch bei „Humtata Täterä“ wies Michael von Zalejski das Publikum darauf hin, dass es eine Soll-Klatschstelle gebe, bei der man klatschen müsse und dürfe ohne sich zu schämen, da man es aus satirischen Gründe mache. Auch die menschlichen Laster wurden an diesem Abend angesprochen und mit „Es lebe das Laster“ besungen. Besungen wurde auch eine 82-jährige Dame im Publikum, die an diesem Abend Geburtstag hatte und dafür ein „Das ist dein Tag“ als musikalisches Geschenk des Künstlers bekam.

Michael von Zalejski, Jahrgang 1978, kam bereits als Kind in Kontakt mit der Musik von Udo Jürgens, die ihn fortan begleitete und letztlich sehr prägend war für seine weitere berufliche Laufbahn. Er erhielt ab dem Alter von sechs Jahren Klavierunterricht, nachdem er bereits vorher Lieder von Udo Jürgens autodidaktisch nachspielte. Seit 2013 präsentiert von Zalejski Lieder von Udo Jürgens nur am Klavier – ohne Playback oder Einspielungen – und kommt dabei seinem musikalischen Vorbild erstaunlich nahe. Und am Schluss kam er zwar nicht mit weißem Bademantel auf die Bühne, aber das „Ich war noch niemals in New York“ schenkte er den Gästen zum Abschied, die mit in das Lied einstimmten.

Vera Marzinski

Großes Chorkarussell in Bielstein

Unter dem Motto „Singen macht Freu(n)de“ lädt der Verein „Bergisches Chorfest“ unter Mitwirkung des KreisChorVerbandes Oberberg zu einem bunten Chorkarussell in die Aula des Schulzentrums Bielstein (Dr. Hofmann Platz 1, 51674 Wiehl) am Sonntag, 25. September 2016 ein. In zwei Konzerten um 14 Uhr und 17 Uhr werden insgesamt 15 Bergische Chöre ein breites Spektrum an Chormusik präsentieren.

Die Chöre stehen dabei nicht klassisch auf einer Bühne und absolvieren ihre Auftritte nacheinander, sondern sind um das Publikum herum aufgestellt und werfen sich gegenseitig Lied für die Lied die Bälle zu. Der Programmablauf dreht sich also wie ein Karussell. Vor den Konzerten bzw. in der Konzertpause sorgt der Vorstand des KreisChorVerbandes Oberberg für das leibliche Wohl.

Eintrittskarten kosten für Erwachsene für ein Konzert 10,00 €, als Kombikarte für beide Konzerte gemeinsam 15,00 €. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren haben freien Eintritt. Karten sind im Vorverkauf bei Angelika Maluck, Tel.: 02297-902776, E-Mail: amaluck@t-online.de sowie an der Abendkasse erhältlich.

Von den 15 Chören sind neun aus dem Bereich des KreisChorVerbandes Oberberg, die anderen Chören kommen aus dem weiteren Bergischen Land. Weitere Informationen sowie den kompletten Programmablauf finden Sie auf der Homepage des KreisChorVerbandes Oberberg www.kcv-oberberg.de oder unter www.bergisches-chorfest.de.

Im Konzert um 14 Uhr treten auf: Knaben-und Mädchenchor der Bergischen Akademie für Vokalmusik, ensemble cantabile wiehl, MGV Homburg Winterborn, More Than Voices 1967, Chorfreunde Plan B Velbert, Coro Belcanto Leverkusen, Frauenchor Neviges 84, Gemischter Chor 4 Voices.

Im Konzert um 17 Uhr sind zu hören: AggerChor Loope, Allegra Musica, Bielsteiner Männerchor, Frauenchor Wallelfeld, HeartChor Hunstig, „Haste Töne“ Wiehlmünden, Kammerchor des MGV Wermelskirchen, Leverkusener Damenchor „Bergisches Echo“.

Ruhrpott-Comedy mit Bruno

Vom Ohr direkt zu den Lachmuskeln – das zelebriert Bruno Günna Knust vom Feinsten. Das Lachen der Gäste im Burghaus brach kaum ab. Er kommt vom „vom Höcksken auf’s Stöcksken“ und das immer im leichten Ruhrpott-Slang.


Foto: Vera Marzinski

Denn er ist aufgewachsen im Ruhrgebiet und für seine typische Mundart bekannt. Einmal in Plauderlaune spannt er humorvoll einen breit gefächerten Bogen – oberhalb und unterhalb der Gürtellinie. Aber es gefällt und das Publikum kommt aus dem Lachen nicht raus. Laut Bruno bringt Lachen ja auch Sauerstoff ins Gehirn und davon gab es reichlich an diesem Abend.

Vom Sauerlandurlaub als Kind zu den Kölnern, die nicht nur Kölsch sprechen sondern auch trinken. Wobei dieses Getränk noch eine Besonderheit habe: „Kippste oben rein und kommt zehn Minuten später in der gleichen Farbe unten wieder raus“. Sprache ist schon was Spezielles. So kann das Wort „Wat“ universell eingesetzt werden und man sagt nicht mehr „Guten Tag“ sondern „Hö ma!“. Bei blöden Anmachsprüchen wäre dann mit „Hasse schomma ’n Liter Blut durche Nase gespendet?“ zu kontern. Schon als Kind wurde Bruno Günna Knust mit Sprachbesonderheiten konfrontiert. So glaubte er lange, er hieße „Hermann“, denn sein Vater sagte immer „Komma her man“. Wobei Kinder früher meist nur einen Namen hatten – da waren oft acht bis zehn Kinder in einer Familie. Heute gibt’s weniger Kinder, die haben dafür bis zu zehn Namen. Auch die Herkunft war früher eindeutiger. Die „Gabriele“ bekam ihren Namen, weil Muttern nicht wusste, ob sie vom Gasmann, Briefträger oder Elektriker war.

Und konnten die Eltern früher noch sagen „Solange du deine Beine unter meinen Tisch stellst“, um ein wenig Druck zu machen, heißt es heute „Solange dein Handy über mein WLAN läuft“. Selbst Kennenlernen laufe ja heute nur noch übers Internet. Und was noch immer mehr um sich greife sei der „Hä-ismus“ – da „Hä?“ die Abwandlung von „Wie bitte?“ sei. Kurz und knapp und so sollte auch der Sprachgebrauch sein. Männer hätten ja sowieso nur einen Sprachumfang von 1.000 Wörtern pro Tag. Deshalb „Nie zu viel sprechen, denn dann hat man plötzlich eine Unterhaltung am Bein“. Kennenlerntipps hat Bruno Günna Knust auch in petto und ganz besonders: sein kleiner Tanzkurs für Männer, damit sie auch von den Frauen beachtet werden. Eigentlich sei die richtige Bewegung des rechten Knies schon der perfekte Ansatz um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Bruno Günna Knust ist Inhaber und Hauptakteur im „Theater Olpketal“ in Dortmund. Neben der Präsenz im Theater kennt man Bruno „Günna“ Knust auch als ehemaligen Stadionsprecher von Borussia Dortmund und als Sportreporter bei ran und Premiere (heute sky) oder dem WDR. Die wohl bekanntesten Stadionhymnen der Bundesliga „Boooooorussia“ und „Leuchte auf mein Stern Borussia“ stammen von ihm. In Bielstein begeisterte er das Publikum mit seinem Programm und las noch zum guten Schluss ein paar Schmankerl aus seinen Büchern. Die konnten die Besucher auch anschließend erwerben und noch ein bisschen Ruhrpott-Slang und Bruno Günna mit nach Hause nehmen, denn der steht wie kaum ein anderer für den Ruhrpott und vermittelt mit Spaß und Sprachwissen, was man unbedingt zur Verständigung im Pott braucht.

Vera Marzinski

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Start ins Herbstprogramm mit Rock ’n’ Roll

Mit Rock ’n’ Roll l und weiterem Repertoire einer gut gefüllten Jukebox eröffnete die „Mobile Jukebox“ das Kulturkreis-Herbstprogramm im Burghaus Bielstein. Alte Rock ’n’ Roll Klassiker begeisterten das Publikum ebenso wie Stücke aus den folgenden Jahrzehnten.


Fotos: Vera Marzinski

Stilvoll gekleidet in weißen Hemden und schwarzen Westen und dazu schwarze Krawatten mit weißen Punkten kamen die vier Herren auf die Bühne. Dazu passte dann auch das Outfit von Uta Wiedersprecher, die das „Mobile Jukebox Quartett“ an diesem Abend nicht nur optisch hervorragend ergänzte. Zu „One Fine Day“ kam sie hinzu und sang ebenso perfekt zu „Perfekt“ von Fairground Attraction. Einige Beatles-Hits schallten durch das Burghaus, wie „I Saw Her Standing There“ oder „Mr. Postmann“, aber auch „Rolling On The River“ von Creedence Clearwater Revival präsentierten sie. Auch Rock ’n’ Roll aus den 1980er Jahren, wie Shakin Stevens “ You Make Me Crazy“. Selbst Swing – Fly Me To The Moon“ – hatten sie in ihrer Jukebox, die mit den Musikern Bastian Korn (Mobile Piano), Bernd Eltze (Double Bass), Marc Wardenbach (Guitar) und Benjamin Korn (Drums) zum Klingen gebracht wurde.

Es gab sogar spezielle Gäste an diesem Abend: die fast 20-köpfige Delegation aus Bistriz/Rumänien, die am folgenden Tag zur Städtepartnerschaftsunterzeichnung abermals ins Burghaus kamen, waren dabei – und ganz begeistert. Nicht nur Bistritz Bürgermeister Ovidiu Cretu zeigte mehr als einmal eine flotte Tanzeinlage auf der Tanzfläche vor der Bühne. Das deutsche Publikum war da etwas zurückhaltender – wippte aber immer fleißig mit zur mitreißenden Musik des Quintetts.


Begeistert vom Kulturangebot der Stadt Wiehl zeigte sich Bistriz Bürgermeister Ovidiu Cretu und legte sogar eine flotte Sohle aufs Parkett.

Entstanden ist diese stimmungsmachende „Mobile Jukebox“ aus der mobilen Mini Band „Das Duo“. 2013 vergrößerten Marc Wardenbach und Bernd Eltze die Mobile Band mit Bastian Korn am mobilem Piano. Ein Jahr später erweiterten sie ihre Besetzungsmöglichkeiten um weitere Musiker. Zur klassischen Besetzung um das mobile Piano, Kontrabass und der E- Gitarre kam – wie im Burghaus Bielstein – die Sängerin Uta Wiedersprecher und der Drummer Benjamin. Durch das revolutionäre mobile Piano ist die Band in der Lage, Rock ’n’ Roll Klassiker der 50er und 60er Jahre- sowie diverse Eigeninterpretationen bekannter Popsongs im Sound der guten alten Zeit wiederzugeben – und das zeigten sie ausgiebig zum Start des Herbstprogrammes im Burghaus Bielstein.

Vera Marzinski

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Neugestaltete Bielsteiner Jahnstraße bietet attraktives Naherholungsareal

Mit der offiziellen Einweihung des neugestalteten Bielsteiner Sport-und Freizeitparks an der „Jahnstraße“ endet nach jetzt einjähriger Bauzeit der dritte Abschnitt des Integrierten Handlungskonzeptes für Bielstein, während dessen ein großzügiges Areal mit abwechslungsreichen Freizeitmöglichkeiten und hoher Aufenthaltsqualität entstand. In Händen des Ingenieurbüros Donner und Marenbach, sowie der Planungsgruppe MWM Aachen lagen Entwurf, Ausführungsplanung und Bauleitung.


Foto: Ute Sommer

Beim großen Eröffnungsfest, am Samstag, 3. September, nutzten zahlreiche große und kleine Besucher die Gelegenheit, den neu angelegten Erholungsraum in Augenschein zu nehmen, seine Möglichkeiten und Angebote auszuprobieren und genossen das vielseitige Veranstaltungsprogramm. „Hier hat man nicht hinter verschlossenen Türen geplant, sondern zusammen mit den späteren Nutzern ein tolles Ergebnis erzielt“, lobte Bürgermeister Ulrich Stücker die intensive Bürgerbeteiligung schon während der Planungsphase, durch die die Aufwertung des Naherholungsareals Wiehlaue stark in den Fokus der Bevölkerung rückte und sich in der Folge Vertreter aller Generationen engagiert in den Gestaltungsprozess mit einbrachten. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf 2,1 Millionen Euro, von denen 60 Prozent über die IHK-Landesfördermittel finanziert wurden. „Gut investiertes Geld, das die Attraktivität Bielsteins steigert“, wertete Stücker.

Mittelpunkt aller gemeinsamen Überlegungen war es, den gesamten Bereich hinsichtlich der demografischen Entwicklung zukunftsfähig aufzustellen, die bereits getätigten Investitionen der Tennisfreunde Bielstein, des Freibad-Fördervereins und des BSV Bielstein (Neubau Kunstrasenanlage und Renovierung des Vereinsheim) abzusichern, sowie das Freizeitangebot zielgruppenspezifisch für Kinder und Jugendliche zu ergänzen. „Hier vor Ort wird der Synergie- Effekt bei Zusammenspiel zwischen privatem und öffentlichem Engagement deutlich“, unterstrich der Rathauschef, dankte allen Beteiligten im Namen von Rat und Verwaltung und wünschte den Besuchern gute Unterhaltung im Naherholungsbereich Wiehlaue.

Im Anschluss präsentierte der erste Vorsitzende des Karnevalsvereins Bielstein, Michael Röser, im Beisein des Hofstaates vor großem Publikum, mit Prinz Helmuth I. und seiner Prinzessin Astridt, aus dem Hause Mangesius, die Tollitäten für die kommende Session 2016/2017. Entlang der Jahnstraße, – die über eine Länge von rund 340 Metern mit gepflasterten Erhöhungen verkehrsberuhigende Elemente erhielt- und die flankierenden Gehwege,- die farblich korrespondierend zu Ortskerngestaltung, ebenfalls mit Betonsteinen der Sonderfarbe Terra Toscana angelegt wurden-, flanierten die Eröffnungsfest-Besucher durch die neu geordnete Wiehlaue, in der sich die Sportzentren der Tennisfreunde, der Schwimmer, Fußballer und Camper wie Perlen an einer (Freizeit-)Kette aneinanderreihen. Durch Auslichtung sichtversperrender Bäume, den Rückschnitt wuchernder Sträucher und der gezielten Neubegrünung entstand ein ganzheitliches, transparentes Freiraumkonzept, das die gesamte Freizeitanlage schon von Weitem optisch ins Blickfeld der Besucher rückt und sich gleichzeitig einladend präsentiert. Aus der Ortsmitte kommend bildet die flexibel nutzbare Aktionsgrünfläche das Entree des Areals, wo am Eröffnungstag die Falkner-Vorführungen besonderen Unterhaltungswert darstellten. Zwischendurch lud der Kreissportbund Oberberg hier zum ersten Cross-Boccia-Generationenturnier.

Auf dem sich anschließenden Abenteuerspielplatz sorgten verschiedenste Klettergeräte, ein Pyramidennetz, Drehspiele, Wippen, die Wellen-Breit-Hangrutsche und eine ausgedehnte Sandspielfläche, im Gesamtwert von 80.000 Euro, für Spaß und Bewegung beim unternehmungslustigen Nachwuchs. Zur Mobilisation und Unterhaltung der heranwachsenden Freizeitpark- Besucher stehen ein Basketballkorb, zwei Energie-Liegefahrräder, bei deren Betrieb man den Akku von Tablett, Smartphone und Co. per USB-Anschluss laden kann, zwei Kraftstationen, ein Walker-Bewegungsgerät, sowie eine Tischtennisplatte bereit. Zum Chillen animiert spezielles Jugendmobiliar und Liegeflächen. Durch ausgedehnte Spazierwege, einen 9×9 Meter großen Pavillon, verschiedene Sitz-und Hockerbänke und zwei Tischgarnituren wird das Angebot des Generationenparks komplettiert und lädt Gäste jeden Alters ein zum Schlendern, Picknicken und Verweilen. Drei Orts-Infostelen schaffen Aufmerksamkeit, sorgen für Strukturierung und verweisen auf sehenswerte Besonderheiten. Insgesamt 24 Bodenstrahler zur indirekten Beleuchtung von Bäumen und guten Ausleuchtung von Gehwegen in Dämmerung und Abendstunden vermitteln sichere und angenehme Atmosphäre.

Auf der in östlicher Richtung benachbarten Tennisanlage boten die Tennisfreunde Bielstein Schnuppertraining, Ball-Geschwindigkeitsmessungen und kleine Show-Matches. Auf dem idyllischen Freibad-Gelände konnten sensorische Erfahrungen auf dem Barfuß-Pfad gesammelt werden. In der Turnhalle mobilisierte der KSB Oberberg mit Functional Balance Fitness und die Tanzgruppe des BieNe Netzwerks in Zusammenarbeit mit TanzArt Broichhagen demonstrierte Gesellschaftstanz und Gymnastik. Im Zugangsbereich von Schwimmbad und BSV-Kunstrasenplatz, auf dem neuen „Jahnplatz“, unterhielt die Tanzschule mit Vorführungen von Gesellschafttänzen und Gymnastikeinheiten. Zur musikalischen Unterhaltung der Partyband Hot Stuff trugen die BSV-Verantwortlichen auf dem Kunstrasen der Dr. Kind-Arena das Turnier der Betriebs-und Freizeitmannschaften aus. Im BSV-Vereinsheim organisierten Mitarbeiter der BieNe (Bielsteiner Netzwerk) Veranstaltungen für Alt und Jung. In Zusammenarbeit mit dem MSC Drabenderhöhe/Bielstein freuten sich die Betreiber der Campingplatzes über Kinder mit Interesse am Motocross und Baggerfahren. Weitere interessante Attraktionen boten die Feuerwehrkameraden des Löschzugs Bielstein/Weiershagen, die Einblicke in die Ausstattung ihrer Fahrzeuge gestattete und die kleinen Erste- Hilfe- Kurse des DRK.

Im Oktober 2016 wird dann das Teilstück der Schlanderser Straße, von der Einmündung Bielsteiner Straße bis zur Bechstraße im Rahmen des IHK-Bielstein fertiggestellt. Danach ruht das Konzept, bis zum Jahr 2020, in dem der Neubau des Schulzentrums avisiert ist. (so)

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