Latin-Jazz vom Feinsten

Einen kleinen Jazztage-Vorgeschmack im Burghaus Bielstein erhielten die Gäste am Donnerstag im ausverkauften Saal beim Konzert von „Hotel Bossa Nova“. Drei grandiose Musiker und eine Sängerin, die jedes Stück zum Strahlen bringt.

Sie zündeten ein Jazz-World-Music-Fusion-Feuerwerk mit viel Latin-Jazz im Burghaus: Hotel Bossa Nova. Foto: Vera Marzinski
Sie zündeten ein Jazz-World-Music-Fusion-Feuerwerk mit viel Latin-Jazz im Burghaus: Hotel Bossa Nova. Foto: Vera Marzinski

„Hotel Bossa Nova“, das sind die portugiesisch-indische Sängerin Liza da Costa, die in der Pop- und Jazzmusik unterwegs ist. 1995 bis 1998 sang sie bei „Captain Jack“ mit. Sie steuert alle Texte zu den „Hotel Bossa Nova“-Stücken bei. Tilmann Höhn ist Gitarrist: Jazz-Gitarrist, Akustik-Gitarrist, Blues-Gitarrist, Elektrik-Gitarrist, Studio-Bossanova-Pop-Solo-Duo-Trio-Gitarrist. Er begleitete unter anderem Grammy-Gewinnerin Alannah Myles, komponiert Filmmusiken und ist bei zahlreichen CD- , Fernseh- und Jingle-Produktionen als Studiogitarrist tätig. Zur kongenialen Einheit des Quartetts zählen zudem Alexander Sonntag am Kontrabass und Wolfgang Stamm am Schlagzeug. Und diese vier zündeten gemeinsam im Burghaus ihr Jazz-World-Music-Fusion-Feuerwerk. Ihnen gelingt es, dem brasilianischen Bossa Nova stets neue Facetten abzugewinnen. Fado, Samba-Motive und afrokubanische Rhythmen werden zu bezaubernden Latin-Jazz-Kreationen.

Bereits fünf Alben haben sie veröffentlicht und das sechste hätten sie gerne mitgebracht – aber „Little fish“ wird erst nächste Woche veröffentlicht. Dafür gab es aber für die Bielsteiner Gäste einige Stücke aus dem neusten Werk und Autogramme, die fünf Vorgänger-Alben und Gespräche am CD-Stand in der Pause. Vorher und nachher nahmen sie mit auf einen Spaziergang durch ihre Musikwelt. Und Liza da Costa erzeugte bei den Gästen Kopfkinos zu einem warmen Sommerabend, mit Weißwein und untergehender Sonne. Dann ging es auf die „Estrada amarela“, den gelben Lehmweg oder in „Paisagem“ ließen sie die Landschaft am Tourbus vorbeiziehen. Liza da Costa bedauerte, dass sie zwar schon in vielen schönen Städten waren, aber meist nichts davon gesehen hätten. Natürlich fehlte das namensgebende Stück zur nächsten CD nicht: „Little fish“. Danach verabschiedete sich die Sängerin kurzfristig, um dem Trio Raum für ein paar Instrumentalstücke zu geben. Tilmann Höhn gestand, dass sie wahrscheinlich noch immer keine so tollen Auftritte hätten, wenn sie ein Trio geblieben wären. Aber seit 2005 spielen sie gemeinsam mit der charismatischen Sängerin, die mit Stimme und Ausstrahlung überzeugt. Doch auch als Trio sind sie genial und überzeugen. Mit viel Leidenschaft präsentieren sie alle gemeinsam ein Konzert, das beschwingt und facettenreich ist.

Vera Marzinski

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Fotos: Vera Marzinski

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