„Green River“ gegen Novemberblues

So kurz vor Weihnachten und in dieser etwas trüben Novemberzeit wollten „WILLY and the POOR BOYS“ im Burghaus Bielstein beim siebten und letzten Abend der Reihe „Seven Nights of Tribute“ mit „Green River“ ein bisschen Sommer zurückbringen.

Sie ließen den „Bad Moon Rising“, besangen „Hello Mary Lou“ und wagten einen musikalischen Blick „Lookin‘ Out My Back Door“. Die Band „„WILLY and the POOR BOYS“ spielt die großartige Musik der legendären amerikanischen Band „Creedence Clearwater Revival“ und erweckten im Burghaus am Mittwochabend deren Welthits wie „Proud“ Mary“, „Have You Ever Seen The Rain“ zu neuem Leben. Grundlage für eine authentische CCR Coverband muss natürlich eine charismatische Stimme sein. Genau diese hat Tom Stalla, der in unnachahmlicher Weise dem Original ganz nahekommt. Billy Azzurro an der Gitarre, Sam Sommer an den Drums und Bonnie Batzler am Bass komplettieren die schnörkellose, authentische CCR – Show, die durch den Multi-Instrumentalisten Robert Maaß – mit Gesang, Akustik-Gitarre und Keyboards dabei) und den brillanten Saxophonisten Michael Steiner perfekt ergänzt wird.

CCR, das sind unverkennbare, eingängige und schnörkellose Songs zwischen Country, Rock und Blues. Und genau diese Musik lieben „„WILLY and the POOR BOYS“. Sie bringen zu 100 Prozent das Feeling der Songs von CCR und John Fogerty auf die Bühne. Auch aus der Solozeit von Fogerty spielten sie einiges. So das „The Old Man Down The Road“, mit dem er sein erstes Comeback eingeläutet hatte. Mit „Wrote A Song For Everyone“ wollte John Fogerty seine Ehekrise retten – „hat wohl nicht geklappt“, so Leadsänger Tom Stalla. Der kommentierte die Stücke zwischendurch, bevor die Band wieder einen der vielen bekannten CCR-Hits spielte. CCR hatte ja auch am laufenden Band Top-Ten-Hits zwischen 1968 und 1972. Doch ihre Musik lebte auch nach der Auflösung weiter – 1993 wurde die Band in die“Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen. „WILLY and the POOR BOYS“ lassen die bekannten und auch weniger bekannten Stücke der Kultband wiederaufleben. Sie wollten sich nicht „Revivalband“ nennen und wählten für den Bandnamen den Titel des vierten Albums von CCR – „Willy and the poor boys“.

Der Song, der auf keiner CCR-Party fehlen darf kam fast am Schluss: „Hey tonight“. Auch hier zeigte sich ein Großteil des Burghaus-Publikums genauso textsicher wie bei den meisten anderen Stücken. Erst recht bei der Zugabe. Ein Stück, dass John Fogerty geschrieben hat, aber mit einer anderen Band – Status Quo – zu einem Kult-Hit wurde: „Rockin‘ all over the world“. Und so rockten die sechs Musiker von „WILLY and the POOR BOYS“ das (Burg)Haus.

Vera Marzinski

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Fotos: Christian Melzer

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