„Antidepressionsmusik“ im Burghaus

In „Kommissar Dupin“ gibt Schauspieler Pasquale Aleardi den eigenwilligen Ermittler. Aber der Schauspieler ist nicht nur in diesem Genre sehr vielseitig. Mit Jörg „Spike“ Hamers und Marc „Mary“ Leymann – den „Phonauten“ – präsentierte er „Antidepressionsmusik“ ins Burghaus Bielstein vor ausverkauftem Haus in einer mitreißenden Mischung aus Soul, Pop und Funk mit deutsch getexteten Eigenkompositionen.

Weil viele seinen Namen nicht vernünftig aussprechen können, nennen ihn seine Bandkollegen einfach „Paco“. Jörg Hamers hat seinen zusätzlichen Namen „Spike“ wegen der Ähnlichkeit zum gleichnamigen Hund bei Tom & Jerry und Marc Leymann ist die bösartige „Mary“ und stammt aus Wermelskirchen. Die drei hatten viel zu erzählen und nahmen sich und das Publikum – insbesondere Isolde aus der ersten Reihe – aufs Korn. „Retro“ oder „Illusion Register 8/9“ heißen ihre Lieder. Ihre ersten Liebesgeschichten geben sie preis. So hat Spike sich nach tollem Strandfeeling Ibos „Ibiza“ Schlager-Ohrwurm anhören müssen – seitdem habe er eine Depression. Und Mary geht bei trüber Laune in den Keller, denn hier hat er den Liebesbrief auf blauem Papier mit Rosenduft von dem Mädchen mit den kecken Sommersprossen verwahrt. Paco dagegen hat ein Kinski-Tourette und spricht zwischenzeitlich in dessen Sprachwahl oder gibt dem Publikum eine kleine Einführung in das Nasenflöten-Spiel. Aber auch von ihm kommt ein Liebeslied. Gefolgt von einem Stück für Frischgetrennte – eine Scheidungshymne.

Pasquale Aleardi beweist mit seiner Band „Die Phonauten“ im lässigsten Rhythmus der Welt, das er nicht nur ein grandioser Schauspieler ist. Die drei machen Musik für pure Lebensfreude. Sie erzählen von ihrer Männer-WG, die aber mit Paco nicht funktioniere, widmen eine Ode ihrem großen Idol James Brown und begeistern das Bielsteiner Publikum von der ersten bis zur letzten Minute. Die drei Musiker boten den Burghausgästen ein kurzweiliges Programm und mit guter Laune verließen die Gäste nach dem King Louie Lied aus dem Dschungelbuch „Ich wäre gern wie du“.

Vera Marzinski

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Fotos: Vera Marzinski

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