Es macht mehr Spaß, wenn beide mitmachen

Mitmachen durfte das Publikum im Burghaus Bielstein beim Kabarettabend – und auch Kabarett verkauft sich besser mit Sex und so heißt das neue Programm der Kabarettistin Martin Brandl natürlich: „Irgendwas mit Sex“.


Foto: Vera Marzinski

Sprachliche Komplikation – insbesondere in Sachsen – kennt Martina Brandl. Sie selbst überzeugte mit Berliner Schnauze und schwäbischem Dialekt auf ganzer Breite. Martina Brandls großes Plus ist, dass sie ohne Übergang vom Blödeln zur Gesellschaftskritik wechselt. Und besonders gut ist sie, wenn sie singt. Da kommt dann ein: „Ich lass mir’n QR Code auf’n Arsch tätowiern“ oder „Er ist nicht mehr ganz jung, er ist nicht schön, hat wenig Haare und Humor, ist nicht mal gut im Bett. Aber: Er hat sich in mein Herz geputzt!“ Und mit diesem Lied sang sich die Kabarettistin in das Herz der Zuschauer „Alles Reiner!“.

Ihr Programm „Irgendwas mit Sex“ enthielt alles Mögliche – vom Friseurbesuch über das Unterschichten-Fernsehen, wo man ja nur zufällig reinzappt oder Brandl als „Uckermerkel“, dies das Märchen vom fleißigen Hartz-IVchen und den sieben Minijobbern verlas. Wenn die meist weiblichen Gäste viel zum Thema Sex erwartet hatten, bekamen sie zumindest teilweise etwas davon. So mit Schulz-Kondome-Werbung aus diversen Epochen oder Infos zu den Berufswünschen junger Abiturientinnen – „Webcamgirl oder so aber auf jeden Fall irgendwas mit Sex“. Und die wichtigste Info fürs Publikum: „Über Sex redet man nicht. Man hat ihn. Natürlich haben Sex und Kabarett gemeinsam, dass es mehr Spaß macht, wenn beide mitmachen.“

Und so machte das Bielsteiner Publikum fleißig mit und ließ sich die Lachmuskeln strapazieren. Die Kabarettistin, die 20 Jahre lang in Berlin lebte, bevor die Aufenthaltsgenehmigung für die Schwäbin abgelaufen war, verriet, dass frau irgendwann zu alt für Kinder sei. Auch „wenn die Einrichtung noch da ist“. Sogar Ideen für ein neues Programm hatte die fast 50jährige: „Wechseljahre sind keine Herrenjahre“. Da könne sie Lieder singen wie „Wind of Change“ oder „Atemlos durch die Nacht – weil die Hitze mich fertig macht“. Martina Brandl brachtet eine Pointe nach der anderen. Zotiges, brüllend Komisches und auch mal Gesellschaftskritisches spickten den Abend.

Ausgezeichnet ist Martina Brandl mit dem Prix Pantheon und dem Kritikerpreis der Berliner Zeitung. Sie beherrscht die lauten Töne genauso wie die leisen und braucht keine Ghostwriter – und auch als Buchautorin ist sie aktiv. Seit 1997 als Komikerin, Sängerin und Bestsellerautorin durch den deutschsprachigen Raum. Sie tritt im Fernsehen auf und moderiert als einzige Frau regelmäßig in den Quatsch-Comedy-Clubs in Berlin und Hamburg.

Vera Marzinski

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Bierfest im Haus Kranenberg

Das Haus Kranenberg feiert das 500-jährige Bestehen des deutschen Reinheitsgebotes am 23. und 24. April mit einem neuen, hellen Hausbier von der örtlichen Erzquell Brauerei. Dazu gibt es eine spezielle Speisekarte mit kölsch-oberbergischen Gerichten.

Am 24. April wird es zudem vor dem Haus Kranenberg einen Trödelmarkt geben.

BSV holt einen weiteren jungen Spieler

Die Verantwortlichen des BSV Bielstein haben für den Kader in der kommenden Saison einen weiteren Neuzugang verpflichtet. Der 20-jährige Robin Rinker kommt von der Tura Dieringhausen und soll die Mannschaft des BSV im Mittelfeld und in der Defensive verstärken.

Zuvor hat Rinker bei der U 19 der Tura gekickt. Nach einer Verletzung am Knie und einer längeren Genesungsphase möchte er nun neu angreifen und wird hochmotiviert um einen Platz im Kader für die neue Saison kämpfen.

Trainer Mohammed Imharraf freut sich, dass sie Robin nach seiner längeren Verletzungspause überzeugen konnten, den Weg nach Bielstein zu finden und so einen weiteren, hochmotivierten jungen Spieler für das Team gewinnen konnten.