Wildtiere: Die Gefahr vom Straßenrand

Allein am vergangenen Wochenende hat die oberbergische Polizei 14 Wildunfälle im Kreisgebiet verzeichnet. In allen Fällen blieb es bei Sachschäden.

Wildunfälle sind nicht immer vermeidbar. Dennoch können angepasste Geschwindigkeit, genügend Abstand zu Vorausfahrenden sowie Bremsbereitschaft das Risiko minimieren. Insbesondere in den frühen Morgenstunden und abends in der Dämmerung lauert die Gefahr vom Straßenrand.

Die Polizei rät: „Seien Sie in Waldnähe und besonders dann wachsam, wenn Warnschilder auf Wildwechsel hinweisen. Reduzieren Sie auf entsprechenden Strecken ihre Geschwindigkeit und seien Sie aufmerksam und bremsbereit! Sollten Sie mit Ihrem Scheinwerfer ein Tier erfassen, schalten sie auf Abblendlicht um. Fernlicht blendet die Tiere. Das Wildtier bleibt möglicherweise reglos stehen oder läuft auf die Lichtquelle zu. Bremsen Sie – aber machen Sie auf keinen Fall ein Ausweichmanöver. Die Gefahr bei plötzlichen Lenkbewegungen ist zu hoch. Sie könnten die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlieren, wobei die Folgen nicht absehbar sind.

Eine Kollision mit einem Wildtier geht in der Regel glimpflicher aus als eine Kollision mit einem Baum oder dem Gegenverkehr. Versuchen Sie, das Lenkrad gerade zu halten und konzentrieren Sie sich auf das Bremsen. Halten Sie nötigenfalls an. Wildtiere sind in ihrem Verhalten unberechenbar. Sie können weiter laufen, plötzlich stehen bleiben, umdrehen und wieder zurückkommen. Wo ein Tier auftaucht, gibt es möglicherweise noch weitere!

Kommt es trotz erhöhter Vorsicht zu einem Zusammenstoß mit dem Wildtier, halten Sie an und sichern Sie die Unfallstelle mit einem Warndreieck ab. Schalten Sie bei Dunkelheit auch Warnblinklicht und Fahrzeugbeleuchtung an. Informieren Sie die Polizei!“

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