BWO und HBW: Spendenaktion für die Ukraine

Bei Sammlungen zugunsten der Ukraine-Nothilfe von Unicef unter den Angehörigen von HBW und BWO kamen 5000 € zusammen.

In ihrem Alltag sind die Menschen mit Beeinträchtigung, die in den BWO Behinderten Werkstätten Oberberg arbeiten oder im HBW Haus für Menschen mit Behinderung Wiehl wohnen, oft selber auf Begleitung und Unterstützung angewiesen. Für das Leid anderer unempfänglich macht sie das nicht – ganz im Gegenteil: Seit Kriegsbeginn haben die Beschäftigten der BWO und die Bewohnerschaft des HBW gegenüber den Mitarbeitenden immer wieder den Wunsch geäußert, den ukrainischen Kriegsopfern helfen zu wollen. Mit einer großen gemeinsamen Spendensammel-Aktion unter allen Angehörigen der BWO und des HBW wurde dieser Wunsch in den vergangenen Wochen in die Tat umgesetzt.

Von links: BWO-Mitarbeiterin Diana Boywitt, BWO-Frauenbeauftragte Sabrina Gazek, BWO-Werkstatträtin Jennifer Reier, HBW-Bewohner Janos Gombi, BWO- und HBW-Geschäftsführer Jens Kämper, HBW-Mitarbeiter Holger Neuburg, HBW-Bewohner Heinz Gerd Rees und BWO-Betriebsrat Guido Pinzke freuen sich über das tolle Ergebnis der gemeinsamen Spendensammlung. Fotos: BWO und HBW/F. Jansen

In der BWO riefen der Werkstattrat, die Frauenbeauftragten und der Betriebsrat gemeinsam zum Spenden auf. Im HBW gingen Spendendosen durch jedes Haus und wurden von den Bewohnern und Mitarbeitenden fleißig gefüllt. Die leeren Konservendosen stellte die Landmetzgerei Gerlach aus Nümbrecht zur Verfügung. Das Verschließen der leeren Dosen übernahm Inhaber Thorsten Gerlach persönlich, beklebt wurden sie anschließend von Bewohnern des HBW-Hauses „Am Konradsberg“.

5.000 € kamen bei dieser gemeinsamen Sammel-Aktion insgesamt zusammen. Möglich wurde dies auch durch eine Verkaufs-Aktion im „Haus Am Konradsberg“: Die Mitarbeitenden und Bewohnern backten im hauseigenen Backes Stuten und Frühlingsbrote und gaben diese gegen eine Spende an die Nachbarschaft ab. Über 100 Brote und Stuten gingen dabei über den Tisch. Die Fußball-Tipp-Gemeinschaft des Hauses spendete zusätzlich ihre Kasse, von der eigentlich ein Restaurantbesuch finanziert werden sollte. „Manche unserer Bewohner haben 50 € von ihrem Taschengeld gespendet. Das ist eine enorm hohe Summe, die zeigt, wie tief das Mitgefühl und der Wunsch zu helfen ist“, zeigte sich Petra Kaufmann, Pädagogische Leitung des HBW, gerührt.

Im hauseigenen Backes backten die Mitarbeiter und Bewohner Brot und gaben dieses gegen eine Spende zugunsten von Unicef an Nachbarn und Kollegen ab.

Die gesamte Summe wurde nun an die Ukraine Nothilfe von Unicef gespendet. „Es war der Wunsch unserer Menschen mit Beeinträchtigung, für diejenigen zu spenden, die in diesem Krieg am verwundbarsten sind. Und das sind die Kinder. Unicef setzt sich dabei für Kinder mit und ohne Behinderung ein“, erklärt Magnus Liebetanz, Vertrauensperson des BWO Werkstattrats. Zusätzlich nahm das HBW Kontakt mit der Gummersbacherin Valentyna Butulay auf, die gemeinsam mit der Caritas Oberberg Hilfstransporte organisiert. „Wir haben in der Einrichtung zahlreiche ausrangierte Hilfsmittel wie Rollatoren oder Rollstühle, die wir nun sammeln und spenden werden“, so Kaufmann. Es sei der Wunsch des HBW, auch langfristig Hilfe leisten zu können.

Spendendosen gingen durch alle Wohnangebote des HBW und wurden anschließend von den Besuchern und Mitarbeitern der Tagbetreuung im Haus Am Konradsberg geöffnet und das Geld gezählt.
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