Erster Spieltag: Zwei Siege für die Erste – Zweitvertretung stark ersatzgeschwächt

Erstmals in der Vereinsgeschichte schlägt der TTC Wiehl mit gleich zwei Mannschaften in der 1. Rollstuhl-Tischtennis-Bundesliga auf – und hat beim Saisonauftakt in Ruppichteroth direkt ein Ausrufezeichen gesetzt.

Die erst 2018 ins Leben gerufene Rollstuhl-Tischtennisgruppe des TTC Wiehl blickt auf eine erfolgreiche Saison 2025/26 zurück – und hofft auch in der gerade begonnenen Meisterschaftsrunde 2026/27 diese Erfolge wiederholen zu können. Die vergangene Saison schloss die 1. Mannschaft in der 1. Bundesliga mit dem vierten Tabellenplatz ab – und die erfolgreiche Saison der „Wheelers“ wurde durch den Aufstieg der 2. Mannschaft in die 1. Bundesliga gekrönt, so dass der TTC – genau wie Rekordmeister Borussia Düsseldorf – nun mit zwei Teams in der höchsten deutschen Rollstuhl-Tischtennis-Liga an den Start geht.

Inzwischen haben die Wiehler auch bereits den ersten von vier Spieltagen in der 1. Bundesliga absolviert, der vom TuS Winterscheid in unmittelbarer Nachbarschaft in der Bröltalhalle in Ruppichteroth stattfand. Dort untermauerte die 1. Mannschaft mit zwei Siegen und einer Niederlage die hohen Saisonerwartungen, während die stark ersatzgeschwächte 2. Mannschaft, die verletzungsbedingt auf alle drei Spitzenspieler verzichten mussten, noch auf das erste Erfolgserlebnis in der höchsten Rollstuhl-TT-Liga warten muss. Die erste Mannschaft geht erneut mit den beiden Schweden David Olsson und Isak Nyholm an den Start, während der Slowake Boris Travnicek und Henrik Anderson die beiden Spitzenbretter des Aufsteigers innehaben. Im Übrigen werden die beiden Schweden und auch Travnicek, der einen großen Anteil am Aufstieg der Wiehler 2. Mannschaft in die 1. Liga hatte, die Farben des TTC Wiehl bei den bevorstehenden Rollstuhl-TT-Weltmeisterschaften (13.-19. November 2026) in Thailand vertreten.

Zurück zum 1. Spieltag in Ruppichteroth: Im vereinsinternen Wiehler Duell behielt die 1. Mannschaft klar mit 5:0 die Oberhand gegen die Zweitvertretung, für die Ex-Paralympics- Sieger Charly Weber und Martin Altermatt an die TT-Platte fuhren. Dagegen waren David Olsson und Isak Nyholm gegen den Rekordmeister und hohen Meisterschaftsfavoriten Borussia Düsseldorf mit den beiden mehrfachen Welt- und Europameistern Thomas Schmidberger und Valentin Baus beim 0:5 chancenlos, wobei die Wiehler nur in zwei Sätzen siegreich blieben. Dagegen fuhren die „Wheelers“ gegen die Zweitvertretung des Rekordmeisters mit der amtierenden Paralympics-Siegerin von Paris, Sandra Mikolaschek als Spitzenspielerin einen wichtigen 3:2-Sieg ein. In der ausgeglichen und überaus spannenden Begegnung war David Olsson mit zwei Einzelsiegen gegen Mikolaschek und Sem Roelofs und dem Doppelerfolg an der Seite von Isak Nyholm der Sieggarant.

Derweil waren Charly Weber und Martin Altermatt erwartungsgemäß auch gegen beide Düsseldorfer (jeweils 0:5-Niederlagen) chancenlos. Die Tabelle der 1. Bundesliga führen nach dem ersten Spieltag die beiden verlustpunktfreien Teams von Borussia Düsseldorf (8:0) und TT Frickenhausen (6:0) an, gefolgt vom TTC Wiehl I mit 4:2 Punkten. Der TTC Wiehl II (0:6) als Tabellensiebter muss derweil genau wie Schlusslicht RSC Frankfurt (0:8) noch auf das erste Erfolgserlebnis warten. Die nächsten Chancen bieten sich dazu an den nächsten Spieltagen in Frickenhausen (5. Dezember 2026) und Frankfurt (13. Februar 2027). Der TTC Wiehl hat im Übrigen die große Ehre, das Saisonfinale mit dem vierten und letzten Bundesligaspiel am 27. Februar 2027 auszurichten.

Das Wiehler Doppel David Ollson (r.) und Isak Nyholm (l.) musste sich beim ersten Bundesliga-Spieltag nur den mehrfachen Welt- und Europameistern Thomas Schmidberger (l.) und David Baus geschlagen geben. Foto: TTC Wiehl/Tobias Ender

Als Betreuer der beiden Wiehler Teams fungierten in Ruppichteroth Charly Weber und Tobias Ender, der sich mit dem Verlauf des ersten Spieltages durchaus zufrieden zeigte: „Unsere 1. Mannschaft hat mit dem wichtigen Sieg gegen die Düsseldorfer Zweitvertretung bewiesen, dass sie wieder oben mitmischen kann. Unser Ziel ist es, uns gegenüber der Vorsaison in der Tabelle zu verbessern und einen Podiumsplatz zu erreichen.“ Dagegen geht es für die 2. Mannschaft als Aufsteiger naturgemäß nur um den Klassenerhalt. Tobias Ender ist aber zuversichtlich: „Ich denke, wenn unsere drei Topspieler Boris Travnicek, Henrik Anderson und Maximilian Zuber wieder mit von der Partie sind, dass wir die nötigen Punkte zum erhofften Klassenerhalt holen werden.“

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