Rosenmontagszug und „After-Zug-Party“ in Bielstein

Am 3. März startet um 14:11 Uhr der Rosenmontagszug in Bielstein. Was im letzten Jahr als Testballon gestartet wurde, traf auf ein extrem positives Echo seitens der Besucher des Bielsteiner Rosenmontagszuges: Die „After-Zug-Party“ im beheizten Zelt auf dem Gelände der Bielsteiner Erzquell Brauerei.


Archivfoto: Christian Melzer

Auch in diesem Jahr wird der Karnevalsverein Bielstein seinen tausenden Gästen, die aktive oder passiv am Rosenmontagszug teilnehmen, die Möglichkeit verschaffen, nach Ende des Zuges weiter zu feiern. Ab Zugende lädt der KVB als Veranstalter ins beheizte Zelt auf dem Brauereigelände (Zugang über Dreibholzerstraße). Für die Bewirtung hat sich der KVB mit Michael Chlechowitz sowie Marriage Berg explizite Fachleute geholt, die Erfahrung mit Großveranstaltungen dieser Art haben. Zwei Kölner Karneval DJs sorgen für die richtige Musik, auf die die Jecken abgehen werden. Ausreichend überdachtes und sogar beheiztes Freigelände wird den Rauchern zur Verfügung stehen und auch für saubere und vielzählige Toiletten ist Sorge getragen.

Der Eintritt wird 7,- € kosten. Gerne und auch auf Wunsch des Veranstalters haben Kinder in Begleitung des Erziehungsberechtigten Zutritt zum Zelt. Natürlich müssen gesetzliche Bestimmungen eingehalten werden. Jugendliche unter 18 Jahre werden beim Einlass „Rot“ gestempelt, alle anderen „Blau“. Die Security kontrolliert zudem Stichprobeweise am Eingang die Ausweise und die Mitarbeiter im Zelt achten beim Verkauf der Getränke selbstverständlich auf die gesetzlichen Vorgaben.

Seien Sie dabei, wenn das Bielsteiner Prinzenpaar mit starkem Gefolge seinen letzten öffentlichen Auftritt in Bielstein haben wird.

BSV Bielstein: Dietmar Herhaus neuer Trainer der 1. Mannschaft

Beim BSV Bielstein laufen die Planungen für die neue Saison auf Hochtouren. Ab der neuen Spielserie übernimmt Dietmar Herhaus die sportliche Leitung im Seniorenfußball und trainiert die 1. Mannschaft des BSV.

Für den 1. Vorsitzenden Christof Fries und das Vorstandsteam des BSV war er der absolute Wunschkandidat, da Herhaus auf große Erfahrungen im Jugend- wie auch im Seniorenbereich zurückgreifen kann. „Wir freuen uns sehr diese Verpflichtung bekannt zu geben, da er ein überaus qualifizierter und fachkundiger Fußballlehrer ist, der zudem zu seinem Heimatverein zurückkehrt“, so Fries.

Als Co-Trainer von Verbandssportlehrer Helmut Jungheim- und als einer der ersten Stützpunkttrainer des DFB hat er u.a. mit Lukas Podolski und Tim Wiese gearbeitet und einige Jahrgänge mit zum Gewinn des Länderpokals der Deutschen Fußballverbände geführt.

Weitere Stationen seiner Trainerlaufbahn waren der SSV Bergneustadt (A-Junioren Mittelrheinliga), Germania Windeck (U23)(Bezirksliga), der 1.FC Gummersbach (Kreisliga B) und die sehr erfolgreichen Tätigkeiten als Chefcoach beim Frauen-Bundesligisten FCR Duisburg (Vizemeister) und als Trainer des Frauen-Regionalligisten TUS Rechtsrheinisch Köln, mit dem er zweimal den Verbandspokal gewann und in die Zweite Bundesliga aufstieg.

„Der Verein möchte die herausragende Möglichkeit mit D. Herhaus nutzen, in den nächsten Jahren vom Jugendbereich bis zum Seniorenbereich konzeptorientiert zu arbeiten und wir erhoffen uns, dass wir mit Ihm einen großen sportlichen Schritt nach vorne machen werden“, teilte der 1. Vorsitzende des BSV mit.

Posaunenklang von Bach bis Gershwin

>Die Posaune erschallte nicht vorm Turm, dafür aber im Burghaus Bielstein am Samstagabend. Und es war nicht nur eine sondern gleich vier. Das Posaunenquartett „Opus 4“ brachte den Klassik-Part ins Frühjahrsprogramm des Kulturkreises Wiehl.


Das Posaunenquartett „Opus 4“ aus Leipzig begeisterte die Burghausgäste am Samstagabend. Fotos: Vera Marzinski

Sie spielen, wie auch die Wiener und Berliner Philharmoniker, auf deutschen Instrumenten und geben damit dem Posaunensatz einen typischen, homogenen weichen Klang. Seit Oktober 2012 haben sie sich anlässlich der Aufnahmen zu einer CD neue Instrumente angeschafft – als Dauerleihgabe -, die „erzeugen einen wunderbaren Klang!“, so Jörg Richter, der durch das Programm führte.

Das Posaunenquartett „Opus 4“ mit Posaunisten des Gewandhausorchesters zu Leipzig wurde 1994 gegründet und kann auf 20 Jahre mit vielen Konzerten im Inland und europaweit zurückblicken. Heute besteht das Ensemble aus Jörg Richter und Dirk Lehmann vom Gewandhaus zu Leipzig, sowie Stephan Meiner und Hans-Martin Schlegel, beide freischaffende Musiker, die das Posaunenquartett „Opus 4“ in Bielstein vervollständigten. Das umfangreiche Repertoire des Ensembles umfasst Bläsermusik aus fünf Jahrhunderten.


Hans-Martin Schlegel (li.) und Stephan Meiner (re.), beide freischaffende Musiker, vervollständigten das Posaunenquartett „Opus 4“ in Bielstein.

Die Posaune ist das Bassinstrument der Trompetenfamilie und wird im Italienischen trombone (große Trompete) genannt. Da sich die Posaune als selbstständiges Instrument etabliert hatte, wurde sie zu einer ganzen Familie ausgebaut: Diskantposaune, Altposaune, Tenorposaune und Bassposaune. Ihr Klang ist voll, majestätisch und klingt besonders im Zusammenspiel mehrerer Posaunen oder mit anderen Blechbläsern prunkvoll und festlich. Und mit einem sehr festlichen Stück begann auch das Konzert von „Opus 4“ in Bielstein. „Marienvesper“ oder „Gloria und Exultent Caeli“ von Claudio Monteverdi. Andächtige Feierlichkeit bestimmten auch die geistlichen Kompositionen von Josquin des Pres, Thomas Selle und Hans Leo Hassler. Johann Sebastian Bach – obwohl er nur sehr wenig für Posaune komponierte – durfte als Komponist nicht fehlen. So stand im Mittelpunkt des Konzertes die hervorragende Bearbeitung einer seiner bekanntesten Orgelkompositionen, der Toccata und Fuge in d-moll BWV 565. Und die klingt mit vier Posaunen dann ganz anders. Außergewöhnlich! Beeindruckend!


Dirk Lehmann (li.) und Jörg Richter (re.) sind beide Posaunisten im Gewandhaus zu Leipzig.

Ganz besonders auch „Kaffeestunde bei Anna Magdalena – Leipziger Intermezzo opus 183“ von Benrhard Krol. Den im vergangenen Jahr verstorbene Komponisten hatte das Ensemble „Opus 4“ vor sechs Jahren bei einem Konzert kennengelernt. Er war so begeistert von ihrer Musik und ihrem Können, dass er drei Stücke für sie schrieb. Jörg Richter las zu der Leipziger Kaffestunde einen kleinen Text vor, aus dem die Gäste erfuhren, dass die tonale Geräuschkulisse der Kaffeeschlürfer an Lautstärke der eines Posaunenquartettes nicht nachgestanden habe. Ins Programm hatten die vier Posaunisten auch „A Portrait“ von George Gershwin genommen und sie begeisterten das Publikum so sehr, dass dies sie erst nach vier Zugaben – darunter auch „Mr. Sandmann“ – gehen ließ.

Vera Marzinski

Karnevalsverein Bielstein: Kindersitzung

Am 22. Februar 2014 fand in der Aula des Bielsteiner Schulzentrums die diesjährige Kinderkarnevalssitzung statt. Hunderte bunt maskierter Kinder stürmten mit ihren Eltern den Saal und durften ausgelassen herumtoben, während sich die Eltern bei Kaffee und Kuchen entspannt unterhalten konnten.


Foto: Christian Melzer

Der KVB hatte wieder ein umfassendes Programm zusammengestellt, das mit den Bielsteiner Crazy Girls and Boys startete. Gefesselt schauten die Kinder zu, wie perfekt die kleinste Gardetanzgruppe ihr Programm abspulte. Es folgte der „Kinderelferrat“ der KG Rut-Wies aus Denklingen, gefolgt von einer Clowneinlage, die den Kleinen besonders viel Spaß bereitete.

Das Engelskirchener Kinderprinzenpaar ließ sich natürlich auch die Gelegenheit nicht nehmen, gemeinsam mit ihrem Schmöllzchen in Bielstein ihre Visitenkarte abzugeben. Prinz Leon I. und Prinzessin Greta merkte man schon an, dass sie beide viel Karneval im Blut haben und das Erbe ihrer Eltern gut investiert wurde.

Nach einer schönen und langen Polonaise der Kinder durch den Saal hatte das Bielsteiner Prinzenpaar Prinz Martin I. und seine Prinzessin Astrid die erste Gelegenheit, sich die schönsten Kostümierungen unter den anwesenden Kindern anzuschauen und im Kopf schon einmal die Topfavoriten zu selektieren – eine Entscheidung die jedes Jahr aufs neue schwer fällt, sind doch viel mehr als nur drei Kinder wunderbar verkleidet. Sie konnten sich aber noch etwas Zeit lassen, denn zunächst zeigten die „Pänz der Schlossgarde“ aus Engelskirchen, was sie im Laufe des letzten Jahres alles gelernt hatten.

Dann war es an der Zeit, dass das Bielsteiner Prinzenpaar die Bühne übernahm und ein paar Lieder mit den Kindern vortrug. Am Ende wurde es dann spannend und das Prinzenpaar musste die Wahl treffen, welche Kinder sich am prächtigsten verkleidet hatten.

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Burghaus wurde zum Rockabilly-Eldorado

Sie machen keinen Pop und erst recht keinen Elektro – sie zelebrieren den Rockabilly – „Peggy Sugarhill & The Eldorado Tigerettes“. Frontfrau Peggy Sugarhill fegt dabei mit Leidenschaft über die Bühne. Die Musikerin mit tschechisch-litauischer Herkunft ist in Köln aufgewachsen, spielte im Alter von 15 Jahren in einer Schulband und entwickelte im Laufe der Zeit eine besondere Vorliebe zu Elvis Presley. So heißt dann auch ein Burghaus wurde zum Rockabilly-Eldorado im Rockabilly-Stil mit kölschem Text „Elis lääv“.


Peggy Sugarhill & The Eldorado Tigerettes – Foto: Vera Marzinski

„Wollt ihr Party?“ rief Peggy in die Menge – da sagten die Gäste im Burghaus nicht „Nein“. Aber auch Balladen konnten die fünf Musiker auf der Bühne. Und damit sprachen sie nicht nur „All the single ladies“ – so der Burghaus wurde zum Rockabilly-Eldorado eines Musikstückes – an. „That’s all right Mama“ kam ebenso klasse an wie „Tainted Love“ oder das mit dem Publikum gesungene „Hit the road Jack“. Bei Coverversion wie „Money Honey“, wird die raue Stimmlage von Peggy eins mit dem Song. Selbst Katy Perrys „I kissed a girl“ hatten sie im Programm. Das hat Peggy dann selbst mal ausprobiert, um den Song auch richtig rüber zu bringen – aber wirklich begeistert war die Mutter einer kleinen Tochter davon nicht. Dennoch kam es ebenso gut wie das „Breakaway“ von Tracy Ullman.

„New Rockabilly“ nennen sie ihre Musik. Das steht für die typischen Rockabilly-Elemente mit den einschlägigen Grooves und Sounds an der Gitarre, am Kontrabass und Schlagzeug. Dazu kommt modernes Songwriting, auch mit abwechslungsreicheren Sounds vom Keyboard. Rockabilly hat eine Energie, die sehr direkt und positiv ist, sie geht einfach gnadenlos ins Herz, als nächstes sofort in die Beine. Am bekanntesten für Rockabilly sind in Deutschland „The Baseballs“ und „Dick Brave & The Backbeats“. Und auch „Peggy Sugarhill & The Eldorado Tigerettes“ geben richtig Gas und lassen die Musik aus glorreichen Zeiten aufleben.

Das Publikum hatte fünf Rockabilly-Ladies erwartet. Peggy Sugarhill kam mit Bassistin „Lea Randellak“ und „Lucy Karashigo“ am Keyboard. Die Tigerettes-Schwestern Captainesse und „Princess Charles“ waren leider verhindert. Kurzfristig konnten zwei „Tiger“ einspringen – Gitarrist Til Kersting und Drummer Bernhard Reichinger ergänzten die drei Damen perfekt und spielten mit viel Spaß an der Musik. In dieser Konstellation sind sie somit nicht immer auf der Bühne, aber zum Abschluss wollten sie dennoch keinen Song wiederholen und verabschiedeten sich mit Chuck Berrys „Johnny be Good“. Der Groove und der Sound im Rockabilly versprühen ein gutes Gefühl und das kam auch mit „Peggy Sugarhill & The Eldorado Tigerettes in Bielstein sehr gut an.

Vera Marzinski

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