Ist das Bielsteiner Hallenbad so marode, dass es nur mit größtem Kostenaufwand saniert werden kann? Oder muss das Bad gar geschlossen und der Schwimmunterricht der Schulen auf Bäder in anderen Kommunen verlegt werden? Diese Fragen wollte Horst Mörchen (CDU) im Wiehler Ausschuss für Sport, Freizeit und Grünflächen von der Verwaltung beantwortet haben. Der Technische Beigeordnete Thomas Gaisbauer gab Entwarnung. Dem gut 30 Jahre alten Bad gestand er eine gewisse Abnutzung zu, doch der Zustand sei „so schlecht nicht“. Das Bad erfülle seine Funktion, und die Technik werden auch nicht von heute auf morgen ausfallen. mehr… (OVZ)
Zukunftsbausteine für Bielstein: Markttag vor der Alten Post?
Text: Corinna Bauer, Foto: Christian Melzer

Ein Kreis von rund 30 interessierten Bielsteiner Bürgern war der Einladung der CDU zum 2. Workshop in die Sparkassenzweigstelle Bielstein gefolgt. Sie wollten wissen, was sich seit dem ersten Treffen im November 2004 im Stadtteil bewegt hat.
Der 1. Beigeordnete der Stadt Wiehl, Thomas Gaisbauer, legte Rechenschaft ab über die Aktivitäten der Stadt zur Verbesserung der Situation in Bielstein (Abriss der Bauruine in Kehlinghausen, Überprüfung Verkehrskonzept, Verhandlungen mit Investoren). Er forderte aber auch klare Entscheidungen der Bielsteiner Bürger z.B. bei der Verkehrsführung im Ortskern, ausserdem mehr Engagement der Bürger für das Erscheinungsbild des Ortsteils. Die Entwicklung des Projektes „Weissenberger Haus“ mit einem neuen Investor müsse zunächst abgewartet werden.
Frau Neuburg von der OASE stellte ein Konzept „Netzwerk Senioren“ vor und forderte dazu auf, neben der persönlichen und wirtschaftlichen Vorsorge auch „soziale Vorsorge“ gegen Vereinsamung im Alter zu betreiben. Es gebe rund 2000 ältere Mitbürger in Bielstein, die künftig stärker am Ort in die Seniorenarbeit einbezogen werden sollen.
Schliesslich beschäftigten sich die Bielsteiner in 3 Arbeitsgruppen mit Themen, die besonders dringlich sind: „Verkehrsführung“, „Belebung Ortskern“ und „Netzwerk Senioren“.
Ein Arbeitsergebnis war die Bereitschaft von Mitgliedern des Heimatvereins, in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung eine Anliegerbefragung durchzuführen. Heimatverein und Gewerbering wollen sich auch demnächst mit der Frage befassen, ob unter Mitwirkung des Einzelhandels ein Markttag vor der Alten Post mit hochwertigen Angeboten organisiert werden kann. Und als Standort der neuen Begegnungsstätte für Senioren wünschen sich Bielsteiner und Mitarbeiter der OASE einen möglichst zentralen Ort, vielleicht demnächst in dem zur Sanierung stehenden Gebäudekomplex?
Die Initiatoren der Zukunftswerkstatt Bielstein wollen am Ball bleiben. Das nächste Treffen findet spätestens im Oktober statt.
Bielsteiner Weißenberger-Haus: Neueigentümer will loslegen
Das Bielsteiner Weißenberger-Haus hat einen neuen Besitzer: „Eben gerade habe ich im Namen meiner Firma beim Notar den Kaufvertrag unterschrieben“, sagte gestern Wolfgang Fuhrmann. Der 69-jährige Immobilien-Kaufmann hat kürzlich Pläne für den Umbau des maroden Baus im Bielsteiner Zentrum vorgestellt. Nun will er mit seine schweizerischen Bank auch über die Finanzierung des Umbaus sprechen, der seiner Schätzung nach fünf Millionen Euro kosten wird. mehr… (OVZ)
Diebstahl von Edelmetall
Zwischen dem 4. April, 18:00 Uhr, und dem 18. April, 07:00 Uhr, entwendeten unbekannte Täter von einem frei zugänglichen Firmengelände in Wiehl-Bomig, Am Verkehrskreuz, drei Fässer mit je ca. 200 Kilogramm Messingschrott. Hinweise bitte an das Kriminalkommissariat Gummersbach, Tel.: 022618199-0.
Den Naturschutz live miterlebt
Der Johanniter-Kindergarten Bielstein besuchte die Amphibien im Wiehler Alpetal.
Passend ausgestattet mit Regenhosen und Gummistiefeln marschierten am Dienstag, 5. April, die 50 Kinder des Johanniter-Kindergartens Bielstein durch das Wiehler Alpetal. Auf Einladung des Naturschutzbunds (NABU) Oberberg besuchten sie dort die Laichplätze und Wohnorte der Amphibien. Kaulquappen hatten die Kleinen bereits in ihrem Kindergarten in Gefäßen groß gezogen. „Nun sollen sie die Frösche und Kröten in ihrer natürlichen Umgebung beobachten“, erklärte Birgit Kleese, die Leiterin der zweigruppigen Kindertagesstätte der Johanniter-Unfall-Hilfe Rhein.-/Oberberg.
„Wenn der Frost vorbei ist, und die Temperaturen auf über zehn Grad ansteigen, begeben sich die Kröten auf Wanderschaft“, erläuterte NABU-Mitarbeiter Holger Schulz. „Aus ihrem Winterquartier im Wald laufen sie zu den Laichplätzen an den Teichen.“ Dazwischen liegt allerdings die stark befahrene Landstraße durchs Alpetal. Vor zehn Jahren ließ der NABU daher die Schutzzäune aus Plastik entlang der Fahrbahn aufstellen. Und die wurden dann von den Drei- bis Sechsjährigen ebenso in Augenschein genommen, wie die dahinter platzierten Eimer.
„Dort fallen die Amphibien hinein, bis sie von unseren freiwilligen Helfern über die Straße getragen und wieder ausgesetzt werden“, erklärte Schulz. Die Kinder wurden schnell fündig und entdeckten in einigen Eimern die zehn Zentimeter großen Kröten. „Das sind Erdkrötenmännchen, denn die Weibchen sind noch mal ein Drittel größer“, informierte Schulz. Mit respektvollem Abstand begutachteten die Kleinen die braunen Hüpfer, bis sich die Ersten trauten die Tiere einmal anzufassen. „Die sind aber kalt“, meinten die Kleinen. Dass es sich hierbei um wechselwarme Lebenwesen handelt, die ihre Körpertemperatur der Umgebung anpassen, erfuhren sie darauf hin von NABU-Mitarbeiter Schulz.
In den Eimern trugen die Kinder die Tiere dann über die Straße. Damit den Kindern dabei nichts passiert, hatten der Wiehler Bezirksbeamte Karl Prawitz und einige Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßen NRW die Fahrbahn abgesperrt.
