Richtfest am Bielsteiner Haus

Nun werden die Veränderungen am Bielsteiner Haus augenfällig. Das Dach ist gedeckt. Der Abbruch der rechten und linken Flanke des Hauses verursachten in den vergangen Monaten viel Lärm, Staub und auch Verkehrsbehinderungen. Doch nun wird aufgebaut, das Haus hat ein neues Dachgeschoss bekommen und damit ein neues Gesicht.


Fotos: Christian Melzer

Über 100 Gäste waren der Einladung der Sparkasse und der Bielsteiner Haus GmbH gefolgt, darunter Bürgermeister Werner Becker-Blonigen, Stadtpolitiker, führende Vertreter der Stadtverwaltung, Wohnungskäufer und -interessenten sowie natürlich als derzeitige Hauptpersonen die am Bau beteiligten Firmen und deren Arbeiter.

Nach dem Richtspruch durch Zimmermann Lars Schween ließen Dieter Lindenbaum, Geschäftsführer der Berster Bau GmbH, und Manfred Bösinghaus, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse der Homburgischen Gemeinden, die Entwicklung dieses ambitionierten Projekts Revue passieren und gaben auch einen Ausblick auf die kommenden Monate. Derzeit geht man vom 30. April 2012 als Datum der Fertigstellung aus.

Die Hälfte der Wohnungen sind verkauft beziehungsweise fest vorgemerkt. Teile der Gewerbeflächen sind bereits verkauft, für die übrigen gibt es ebenfalls Interessenten. „Das Richtfest ist ein Meilenstein in dieser für Bielstein bedeutenden Infrastrukturmaßnahme“, freute sich Manfred Bösinghaus. Sein Haus, die Sparkasse der Homburgischen Gemeinden, sei stolz, dieses bedeutende Projekt federführend begleiten zu dürfen.

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3. Festveranstaltung Wein & Musik: „Stilvolles Ambiente im Burghof“

Selbst bereits am Samstagvormittag einsetzender oberbergischer Nieselregen hielt die Fans von guter Musik und gutem Wein nicht davon ab, wetterfest ausgerüstet den Weg zum Bielsteiner Burghaus zu finden.


Fotos: Christian Melzer

Wenn auch das „M.Z. Quartett“ um den Wiehler Jazz – Geiger Dr. Michael Zirwes und die beiden Dozenten der Mu – sikschule der Homburgischen Gemeinden, Pianist Henning Wolter und Bassist Stefan Rheinbay durchaus mehr Publikum verdient hätte, so kamen die wenigen Fans bei den virtuos dargebotenen Jazzklassikern dennoch voll auf ihre Kosten. Die routinierte, aber mit Swing, Blues und Bossanova überaus frisch daherkommende Formation wurde durch den Kölner Drummer Marko Menrath rhythmisch ergänzt.

Trotz anhaltenden Regen und kühlen Temperaturen füllte sich der Burghof in Hinblick auf den bevorstehenden Topevent des Tages zusehend. Mit den „Slyboots“ betrat nun eine der bergischen Spitzenbands die Bühne und schlug die Zuhörer in ihren Bann. Oldies der Beatles, Hollies, Searchers, aber auch Santana und Gary Moore begeisterten bis in die Nacht die nunmehr zahlreichen Fans. Die Vorträge der Band, allen voran der Frontleute Sinah Meier und Manuel Chamorro begeisterten so sehr, dass sogar das ein oder andere Pärchen einen flotten Rock’n‘ Roll auf das nasse Hofpflaster legte.

Auch im diesem Jahr verstanden es der Heimatverein Bielstein und die Dorfgemeinschaft Helmerhausen wieder, das Fest entsprechend stilvoll zu gestalten. Kulinarische Genüsse wie aromatisch gebratene Garnelenspieße, Reibekuchen mit Lachs, Folienkartoffeln mit Flusskrebsen, Bratkartoffeln mit Speck oder eine auf der Zunge zergehende speziell kreierte Currywurst wurden den Gästen angeboten wie auch Käsespezialitäten und Antipasti ergänzt durch süße Leckereien rund um die Erdbeere, fesch und frisch dargeboten vom Frauenchor Oberbantenberg. Kühle Sommerweine, aber auch erlesene Qualitäten boten die Weingüter Kallfelz (Mosel), Closheim (Nahe) und Badischer Winzerkeller, ergänzt durch Wein&Tee Dr. Sachse aus Wiehl. Das Angebot reichte von Spätburgunder über Rivaner und Zweigelt bis zum Markgräfler Gutedel, auf Schiefer gewachsenem Riesling und Rose‘ aus Bordeaux, um nur einige der bekannten Sorten zu nennen.

Erst als sich das Wetter am Sonntagmittag zum Guten wendete, erschienen die Gäste immer zahlreicher, so dass das Salonorchester „Die Glühwürmchen“ Hits der „Zwanziger Jahre“ wie „Veronika, der Lenz ist da“ oder „Mein kleiner grüner Kaktus“, legendäre Tonfilmschlager und Swingnummern doch einem größeren Publikum darbieten konnten.

Einen wahren Augenschmaus bildeten dabei die in Originalkostümen aufspielenden und singenden Solistinnen der Truppe. Den Abschluss bildete dann anschließend die Jazzcombo „Deluge“, ein Ensemble, dass sich an der Musikhochschule in Köln kennen lernte und dann auch in der Wipperfürther Bigband „Big Stuff“ gemeinsam musizierte. Pianist Florian Offermann, Bassist Stefan Rey, Drummer Thomas Esch und Saxophonist Matthias Bauer präsentierten den Zuschauern und Zuhören zusammen mit der in jeglicher Hinsicht überzeugenden Sängerin Christina Schreinemacher ein neues Soul-Programm, das von den Wurzeln bei Ray Charles, über die Hits von Aretha Franklin bis zum zeitgenössischen NeoSoul a‘ la Alicia Keys reichte.

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Feinster Jazz für Ometepe im Burghaus Bielstein

Ein beeindruckender Abend für Jazz-Freunde und Ometepe-Förderer, die sich im Burghaus in Bielstein zum Benefiz-Konzert des Vamosatrio am Samstagabend im Burghaus trafen.


Foto: Christian Melzer

Das Vamosatrio aus Waldbröl mit seinen drei hervorragenden Musikern (Matthias Schippel, Piano, Norbert Jorzik, (Bass) und Martin Schulte, (Schlagzeug) schenkte den Jazzfreunden einen wirklich genussvollen Abend, den Matthias Schippel so einführte: „Das Vamosatrio besteht seit etwa drei Jahren und hat sich verschiedene Schwerpunkte gesetzt. Neben eigenen Kompositionen und freien Jazzimprovisationen sind dies Stücke aus verschiedenen Kulturen wie Lateinamerika oder Afrika (Ethno-Jazz).“

Auch die Jazzimprovisation über klassische Stücke gehört zum Repertoire (Jazz meets Classic). Besonders gern spielt das Trio Kompositionen der ehemaligen schwedischen Gruppe e.s.t. (Esbjörn Svenson Trio)

Das Vamosatrio tritt seit Jahren beim Waldbröler Musiksommer und zu anderen Gelegenheiten in der Region auf. „Es wäre schön“, meinte eine Zuhörerin, „wenn dieses Trio wieder einmal im Burghaus zu hören ist.“

Das Trio spielte vor einem kleinen Publikum von etwa 30 ZuhörerInnen, das sich mit stehenden Ovationen bei der Musikgruppe bedankte und sich eine baldige Wiederholung dieses Konzertes im Burghaus wünschte.

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Knallharte und rasante Unterhaltung beim Vorleseabend

In der Literaturreihe „Vorleser“ bescherten die Buchhandlung Hansen&Kröger und der Kulturkreis Wiehl im Burghaus Bielstein den Gästen einen besonders spannenden Abend. Im Thriller „Die Schatten von Belfast“ von Stuart Neville geht es um das Moralgefühl eines ehemaligen irischen Profikillers, der aus dem Gefängnis entlassen wurde und nur noch säuft. Er spricht mit den zwölf Toten, die er auf dem Gewissen hat. Sie folgen ihm und wollen, dass er die Auftraggeber für ihren Mord umbringt. Faszinierend an diesem Abend, wie Schauspieler Boris Aljinovic als Vorleser mit Stimme, Mimik und Gestik mit in die Geschichte nimmt. Er weiß genau, wie er mit seiner Stimme noch mehr Spannung in die spannende Geschichte um Gerry Fegan bringen kann.


Foto: Christian Melzer

Gerry Fegan hat wegen zwölf Morden im Gefängnis gesessen. Als er wieder herauskommt, hat die Welt sich verändert. In Nordirland ist der Frieden verkündet worden. Seine einstigen Weggefährten von der IRA haben sich mit der neuen Zeit arrangiert. Nur Gerry Fegan gelingt das nicht. Die Geister seiner zwölf Opfer verfolgen ihn – unschuldige Männer, Frauen und Kinder. Und sie wollen von ihm, dass er die tötet, die den Befehl gegeben hatten für ihren eigenen Tod. Von Anfang an steht fest, wie viele Menschen mindestens sterben müssen. Und dann kommt in den Rachefeldzug noch ein Gegenspieler – Campbell. Damit beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Der 1972 in Armagh/Nordirland geborene Buchautor Stuart Neville hat sich in vielen Berufen versucht: Er war Bäcker, Musiker, Komponist, Verkäufer und Hand-Double für einen irischen Schauspieler. Zurzeit ist er Mit-Inhaber einer erfolgreichen Multimedia-Design-Firma in Nordirland und – Autor spannender Literatur. Die Journalistin Antje Deistler stellte ihm detaillierte Fragen zum Buch und seinem Leben. Sie ist regelmäßig im Hörfunkprogramm des WDR 2 mit Beiträgen vertreten und stellt in der sonntäglichen Sendung „Bücher“ Neuerscheinungen vor – bevorzugt Kriminalromane. Somit eine prädestinierte Moderatorin für diesen Leseabend. Auch dem Vorleser Boris Aljinovic ist im Bereich Krimi angesiedelt. Als Berliner „Tatort“-Kommissar Felix Starke sind schwere Verbrechen in der Hauptstadt für Boris Aljinovic im Film zum täglich Brot geworden. Der deutsche Theater- und Filmschauspieler wurde 2007 mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet und 2004 war er als Zwerg Cloudy in der Komödie 7 Zwerge – Männer allein im Wald zu sehen.

Der Roman spielt in Nordirland, einem Land mit einer Bürgerkriegsgeschichte. Katholiken gegen Protestanten – erst 2005 wurde offiziell Frieden geschlossen. Die Idee zu seinem Buch kam Stuart Neville sozusagen über Nacht. Er wachte morgens mit einem Image dieses Mannes – Gerry Fegan – auf und so entstand die Idee. Zuerst sollte es eine Kurzgeschichte werden und eigentlich wollte er nie über den Bürgerkrieg in Nordirland schreiben – nun ist es ein Thriller mit über 400 Seiten geworden. Antje Deistler wies auf den filmischen Charakter des Buches hin – offensichtlich hat der Autor viele Filme und auch Bücher aus diesem Genre verschlungen. Stuart Neville könnte sich sogar Boris Aljinovic gut als den Darsteller der Hauptfigur vorstellen. Eine genaue Beschreibung von Gerry Fegan gibt es in dem Buch nicht, denn Neville vermeidet es, die Figuren zu genau darzustellen, das sei der Job des Lesers.

Ein spannender Abend im Burghaus mit knallharter und rasanter Unterhaltung, guter Moderation und einem genialen Vorleser. Der nächste Abend in der Reihe „Vorleser“ findet am 17. Juni im Burghaus Bielstein mit Margarete von Schwarzkopf statt.

Kulturkreis Wiehl

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