20. Brauerei Open Air: NDW-Stars verbreiteten Partystimmung in Bielstein

Endlich: Nach ganz langer Zeit mal wieder richtig gutes Wetter beim Brauerei Open Air in Bielstein.


Fotos: Christian Melzer

Zum Jubiläum, es war immerhin schon die 20. von der Brauerei organisierte Open-Air-Veranstaltung, waren diesmal einige Stars der Neuen Deutschen Welle mit dabei.

Los ging es mit der Waldbröler Band Wambo, die mit Westernhagen-Klassikern die Besucher auf Musik mit deutschen Texten einstimmten. Mit Geier Sturzflug und ihrem Megahit „Bruttosozialprodukt“ betraten dann die ersten NDW-Stars die Bühne. Obwohl die meisten NDW-Hits schon mehr als 20 Jahre alt sind, war es doch erstaunlich zu sehen, wie präsent die Texte auch heute noch beim Publikum sind.

Auch bei den Hits von Markus, „Ich will Spaß“ und „Kleine Taschenlampe brenn'“, wurde kräftig mitgesungen.

Die Band Knutschfleck präsentierte dann die ganz großen Hits der Neuen Deutschen Welle in eigener Interpretation. Bei „99 Luftballons“, „Hurra die Schule brennt“ oder „Rock me Amadeus“ war die Stimmung auf dem Siedepunkt.

Fräulein Menke präsentierte zusammen mit Knutschfleck ihre größten Hits wie beispielsweise „Hohe Berge“, „Tretboot in Seenot“ oder „Traumboy“. Zum Abschluss rockte Hubert Kah unterm Bielsteiner „Sternenhimmel“ und ließ schließlich ein glückliches und ausgepowertes Publikum zurück.

Etwas Kurioses noch am Rande: Als das Brauerei Open Air gegen Mitternacht fast zu Ende war, berichtete ein Helfer dem DRK, dass ein Mann, der dicht an der Wiehl auf dem Open-Air-Gelände gestanden hatte, plötzlich verschwunden war. Als etwas später eine Frau ihren Mann vermisste, wurde eine große Suchaktion gestartet, da vermutet wurde, der Mann sei in die Wiehl gestürzt. Die Feuerwehr wurde alarmiert, die Polizei setzte einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera ein, Rettungstaucher und Boote kamen zum Einsatz. Nach etwa einer Stunde gab es dann Entwarnung, der Vermisste wurde am Bielsteiner Busbahnhof trocken und unversehrt von Verwandten entdeckt.

Eine Bilderserie finden Sie hier…

14. ADAC Oberberg Klassik: Tour der 1000 Kurven

Auch die 14. Auflage der Oberberg Klassik bot wieder eine bunte Palette aus 50 Jahren Automobilgeschichte. Unter den 80 Teilnehmern waren einige seltene Schätzchen aus nächster Nähe zu begutachten. Die zahlreichen interessierten Zuschauer hatten dazu die beste Gelegenheit, als die Oldtimer-Karawane gegen 12.30 Uhr zur Halbzeitpause das Gelände der Erzquell Brauerei in Bielstein erreichte.

Noch vor der verdienten Mittagsrast war hier eine Sonderprüfung zu absolvieren. Eine kurze Strecke vor dem Kesselhaus war in exakt 30 Sekunden zu befahren. Jede Abweichung in Hundertstel Sekunden gemessen, erbrachte Strafpunkte. Einige Oldie-Besatzungen lösten die Aufgabe mit Bravour, was man auf einer großen Anzeigetafel vor Ort verfolgen konnte. Andere nutzten die Gelegenheit und kamen mit den Besuchern ins Gespräch. Einige Zuschauer waren extra mit ihren Oldtimern angereist und vermittelten rund um die Brauerei den Flair einer Oldtimershow.

Bis zum Eintreffen in Bielstein, lagen bereits 90 der insgesamt 150 Km langen Strecke hinter den Teilnehmern. Viele Gäste aus anderen Regionen waren ob der Streckenführung und den erlebten Landschaftsbildern beeindruckt von der Schönheit des Oberbergischen Landes. „Die Leute hier wissen wahrscheinlich gar nicht mehr, wie schön es hier ist“, so ein Beifahrer vom Niederrhein, der mit großer Konzentration und Begeisterung seinen gewichtigen amerikanischen Straßenkreuzer durch das Kurvenlabyrinth bugsierte. Sogar das Wetter spielte mit und vertrieb die zunächst drohenden dunklen Wolken.

Nur ein Oldtimer erreichte das Ziel nicht. Ein kleiner Fiat 500 mit nur 23 Pferdestärken unter der geöffneten Haube gab schon bei der Einfahrt ins Brauerei – Gelände eindeutige Rauchzeichen von sich. Kurze Zeit später quittierte das Motörchen seinen Dienst.

Alle anderen waren, ungeachtet ihrer Platzierung, nicht nur begeistert von der Route, sondern auch der guten Organisation, der guten Stimmung und der schnellen Auswertung der Ergebnisse.

Das Oldie-Feld unterteilte sich in eine Sportliche, respektive touristische Wertung. Während die Rangfolge der „Sportler“ über die Einhaltung der Gleichmäßigkeitsprüfungen und der richtigen Streckenwahl ermittelt wurden, lösten die „Tourister“ einige zusätzliche Denksportaufgaben. Am Ende hatte hier mit Rainer Siebenhaar ein Fahrer aus Wermelskirchen die Nase vorn, der bereits im vergangenen Jahr einen Sieg erzielen konnte. Jörg Stursberg, sein für diese Fahrt entliehener Navigator, löste seine Aufgabe hervorragend und lotste den Mercedes Benz 180 Diesel aus dem Jahre 1960 fehlerfrei ins Ziel.

Die Überraschung lieferten hier aber sicherlich Dr. Franz Severin und sein Sohn Florian. Vor zwei Jahren war der rote VW Käfer Cabrio noch meilenweit von einem Erfolg entfernt.

Nach dem man beim ersten Start noch vor dem Zielpersonal den Wipperfürther Marktplatz erreicht hatte, fuhren die Frielingsdorfer nun mit dem nötigen Fingerspitzengefühl zum ersten Klassensieg und landeten auf Rang zwei in der Kategorie „Tourensport-Gesamtwertung“. Hinter dem Wuppertaler Porsche – Team Endemann, folgte mit Joachim Rübenhagen/Wolfgang Grosalski aus Wipperfürth, die nächste positive Überraschung aus lokaler Sicht.

Während „Siebenhaar/Stursberg“ ihren Sieg recht souverän erzielten, entwickelte sich die Sparte „Sport“ zu einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen zweier Teams. Mit 39 Bewerbern war diese Kategorie nicht nur quantitativ hervorragend besetzt. Die Besten aus dem Westen hatten sich am Start in Lindlar versammelt. Ursprünglich machten sich mehr als ein Dutzend Mannschaften Hoffnungen auf einen Sieg. Rudi Kreutz/Gert Schirmer verloren den Anschluss, als ihnen eine verunglückte Gleichmäßigkeitsprüfung gleich 10 Strafpunkte aufbrummte. So blieben Erwin Reineke/Andreas Stüker aus Westfalen und Bernd Hilgers aus Schwelm, zusammen mit dem Hückeswagener Copiloten Michael Thomas, die im Ziel nur 0,09 Punkte voneinander getrennt waren. Der Sieg eines ortsfremden Teams belegte schließlich die faire Aufgabenstellung. Erwin Reineke, der mit seinem 72er Opel Kadett B im Rallye-Trimm auch international startet, kann seinen Gesamtsiegerpreis, ein überdimensionales Kölschglas, nun neben dem Pokal der historischen Rallye San Remo platzieren.

Einen Sonderpokal verdiente sich Familie Hafner aus Ainring. In ihrem NSU TTS hatten sie sich schon Freitags auf die Reise gemacht und sind auf eigener Achse die 600 Kilometer ins Oberbergische gereist. Ihnen gefiel es hier ebenfalls so gut, das sie beschlossen, ihre Heimreise um einen Woche zu verschieben. (MR)

Eine Bilderserie finden Sie hier…

Schürzenjäger gaben eines ihrer letzten Konzerte in Bielstein

Die Schürzenjäger sind auf ihrer letzten Tournee. Eines ihrer Abschiedskonzerte führte sie dank Vermittlung durch Brauerei und Bonn-Musik am 16. Juni nach Bielstein.

Dass die österreichische Kultband auch in Deutschland eine riesige Anhängerschar hat, bewiesen die zahlreichen Fanclubs die aus ganz Deutschland nach Bielstein anreisten und gleich nach Einlass die erste Reihe, direkt nach der Bühnenabsperrung, in Beschlag nahmen. Dort waren vom 8-jährigen Fan bis zur 80-jährigen Oma alle Alterschichten anzutreffen.

Doch bevor die Schürzenjäger die Bühne betreten sollten, hatten zwei Bands die Aufgabe den Fans schon mal ordentlich einzuheizen. Diese Aufgabe erledigte die erste Band des Abends, Heart&Soul, eine Blues Brothers Tribute-Band problemlos. Die allseits bekannten Kultsongs der Blues Brothers luden zum mitsingen, mitklatschen und tanzen ein. Die Band brachte die Songs mit viel Groove rüber und erleichterten dadurch der zweiten Band des Abends, V.I.A., den Einstieg.

Alfred Eberharter jr., der Schlagzeuger der Schürzenjäger, ist auch gleichzeitig der Schlagzeuger von V.I.A. Die Partyband rund um die Sängerin Vanessa überzeugte mit fetzigen Klängen, garniert mit der steirischen Harmonika. Mit guter Laune, bekannten Rocksongs und auch eigenen Liedern kam die Band in Bielstein sehr gut an.

Dass die Schürzenjäger zu ihren Fans eine freundschaftliche Beziehung pflegen, bewiesen sie, als am Anfang des Konzertes das Hotel bekannt gegeben wurde in dem die Schürzenjäger übernachteten, alle Fans seien dort willkommen um mit der Band den Tag ausklingen zu lassen.

In über 30 Jahren ihrer Karriere hat die Formation um Bandchef Peter Steinlechner Gold- und Platinauszeichnungen gesammelt wie kaum eine zweite Band. Ursprünglich als Trio für heimatverbundene Volksmusik gegründet, haben die Schürzenjäger im Lauf der Jahre Zuwachs aus allen Richtungen bekommen – personell wie musikalisch. Die Einflüsse aus Rock, Country, Schlager, Blues, Reggae und Pop, die die einzelnen Charaktere zum Gesamtkonzept beigesteuert haben, haben den Schürzenjägern ihren unverwechselbaren Sound gegeben.

Die Besucher in Bielstein erwartete nicht nur ein musikalisches, sondern auch ein visuelles Erlebnis. Im Hintergrund der Bühne waren drei riesige Leinwände angebracht, auf die passend zur Musik Bilder, Videos und Animationen eingeblendet wurden.

In der fast dreistündigen Show wurden alle Hits der letzten 35 Jahre gespielt, viele der alten Hits zu Medleys verbunden. Die Band wurde von den Fans enthusiastisch gefeiert.

Leicht wehmütig klangen Peter Steinlechners Ansagen – nur noch einen Monat, dann werden die Schürzenjäger ihr allerletztes Konzert in Finkenberg im Zillertal geben.

Eine Bilderserie finden Sie hier…

23. Zunft-Kölsch-Osterlauf 2007

Traditionell am Ostersonntag fand wieder der Zunft-Kölsch-Osterlauf statt.

Bei herrlichem Sonnenschein und fast 20 Grad am Ziel in Bielstein, aber noch kühlen 0 Grad beim Start in Köln schickte Werbeleiter Oliver Pack die insgesamt 46 Teilnehmer vom Start in Köln-Porz-Wahn an der Freizeitanlage Leidenhausen um 8:31 Uhr auf die Strecke. Bei immer wärmer werdenden Temperaturen konnten die Teilnehmer die landschaftlich schöne Strecke somit bei bestem „Läuferwetter“ bestreiten.

So kam dann auch der Erste zum Applaus der anwesenden Zuschauer und Gäste bereits um 12:04 Uhr schon vor dem Sudhaus der Brauerei in Bielstein an. Da schmeckte dann den im Ziel ankommenden Läufern sofort auch das Zunft Kölsch, die Schnittchen und die Ostereier. 40 von insgesamt 46 Läufern, davon 11 Frauen schafften in diesem Jahr die komplette 50km-Distanz von Köln nach Bielstein.

Ergebnisse:
1. Dirk Lieder, TuS Weiershagen (3:33)
2. Norbert Lindemann, Athletik Waldniel (3:44)
3. Wilhelm Wölfel, TuS Weiershagen (3:44)


Von links: Brauereichef Dr. Axel Haas, Norbert Lindemann, Wilhelm Wölfel und Dirk Lieder – Fotos: Christian Melzer

Frauen:
1. Josi Guttenberger, Welcome Sportcenter Gummersbach (4:29)

Werbeleiter Oliver Pack überreichte bei der Siegerehrung in der Brauerei allen Teilnehmern eine Urkunde und konnte als 10maligen Horst Waldvogel vom Verein SSV Heimbach-Weiss mit einem Sachpreis und einer Urkunde besonders ehren. Als stärkste Mannschaften erschienen ebenfalls der SSV Heimbach-Weiss sowie die LG Gummersbach mit jeweils fünf Teilnehmern. Ältester Teilnehmer des Zunft Kölsch-Laufes war Karl-Ernst Rösner mit 69 Jahren.

Das Video ist zur Zeit nicht verfügbar.

Eine Bilderserie finden Sie hier…