Weiberfastnacht 2004

Das Dreigestirn Prinz Christian, Prinzessin Margo und Bauer Horst wurden heute zusammen mit den Tanzgruppen des Karnevalsvereins von den Wiehlern und Wiehler Bürgerinnen auf dem Rathausvorplatz empfangen. Mit jecker Musik, tollen Tanzeinlagen und schönen Kostümen wurde die Ortsmitte von Wiehl zur Karnevals-Hochburg.

Die OVZ berichtete: „Bürgermeister Werner Becker-Blonigen und seine Mannschaft leisteten wieder intelligente Gegenwehr und hatten das Rathaus (in Anspielung auf eine jüngst abgebrochene Kur des Bürgermeisters) als „Kurklinik St. Werner-Ording“ verkappt: Die Bediensteten hatten sich als Kurgäste und medizinisches Personal verkleidet; das Dreigestirn wurde mit Pflastern bedeckt und bekam Genever-Injektionen in den Mund verabreicht. Doch alles nützte nichts: Die weiblichen Schalke-Fans vom KVB forderten den Rathausschlüssel als Einsatz bei einem Torwandschießen, das Bürgermeister und Vizebürgermeisterinnen prompt vermasselten.“

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Prunksitzung wurde zu einem rauschenden Fest

Am 22. November fand in der Aula des Schulzentrums Wiehl-Bielstein die Prunksitzung des Karnevalsvereins Bielstein e.V. statt. Vor der Proklamation des Bielsteiner Dreigestirns wurden das Prinzenpaar Wolfgang I und Prinzessin Heike verabschiedet, die das närrische Volk in der Session 2002/2003 regiert hatten. Das Dreigestirn Prinz Christian I. (Seifarth), Bauer Horst (Lindenberg) und Jungfrau Margo (Marco Schmitz) präsentierten Lieder von der eigens für die Session 2003/2004 produzierte CD. Die drei Vollblutkarnevalisten von den Bomiger „Höhenspatzen“ wussten die zahlreichen anwesenden Karnevalsjecken zu begeistern. Nicht nur das bekannte „Bielstein Kapaaf“ wurde immer wieder angestimmt, auch das Motto des Dreigestirns „Ob Bomig om Berg oder Bielstein im Tal – Hauptsache blau und weiß – der Rest ist egal“ war allgegenwärtig. Blau und weiß sind nicht nur die Farben des Bielsteiner Karnevalsvereins, als Schalke-Fans ist den drei Vollblutkarnevalisten das „Blau und Weiß“ schon lange vertraut. Für gute Stimmung sorgten im Laufe des Abends Renate Fuchs, Leo Colonia, Peter Kolb, Klaus und Willi, die Tanzgruppen des Bielsteiner Karnevalsvereins und viele weitere Gäste.

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130 Oberberger mit der Wiehltalbahn beim Tag der Chemie im Bayerwerk Leverkusen

Text: Ulrich Clees
Fotos: Gerhard Mansel, Ulrich Clees

Etwas uneins waren sich die 130 Fahrgäste im Müllermilch-Zug der Wiehltalbahn am vergangenen Samstag, was denn nun der größere Höhepunkt des Tages gewesen sei: Die Fahrt selbst mit dem Triebwagenzug der Wiehltalbahn oder der Tag der Chemie im Chemiepark Bayer Leverkusen. Einig waren sich die Fahrgäste indes, dass beides ein großes Erlebnis war.

Am frühen Morgen hatten die Wiehltalbahner die Fahrgäste mit ihrem Triebwagen VT1 (Baujahr 1966) und dem Steuerwagen VS235 (Baujahr 1959) im Wiehltal und in Dieringhausen abgeholt. Im Zug boten sie ein Frühstück an, während das erwachende Aggertal an ihnen und ihren Gästen vorbeizog. Großes „Ohh!“ und „Ahh!“ war zu hören, als der Zug auf der Kölner Südbrücke erstmals den Rhein überquerte. Das Kölner Rheinpanorama zeigte sich an diesem sonnigen Septembertag von seiner schönsten Seite. Dass man mit dem eigenen Zug „einfach so“ durch den Kölner Hauptbahnhof fahren kann, überraschte einige Fahrgäste. „Wir dürfen mit unserem Zug auf allen Eisenbahnstrecken in Deutschland fahren“, so Klaus Schmidt, Geschäftsführer der WB WiehltalBahn GmbH. Der Zug sei auch schon auf den Rheinstrecken unterwegs gewesen. „Natürlich muss man die Fahrt vorher anmelden, und dann bekommt man einen extra aufgestellten Fahrplan, nach dem wir uns penibel richten müssen.“ Kein Problem: Den Kölner Hauptbahnhof erreichten die Wiehltalbahner fünf Minuten früher als geplant.

Vom Tag der Chemie im Chemiepark Bayer Leverkusen kamen die Besucher nicht nur mit den Schutzbrillen zurück, die sie bei den Betriebsbesichtigungen tragen mussten. Manche trugen gar Salatschüsseln aus Makrolon unter dem Arm, dem Stoff, aus dem im Alltag Musik-CD´s hergestellt werden. Die Eindrücke, von denen die Fahrgäste nachher im Zug erzählten, waren so vielfältig wie das Chemiewerk selbst. Bei Führungen durch die Schwefelsäure-Produktion, die Chlorfabrik oder den Sulfier- und Nitrierbetrieb konnten die Besucher die chemische Produktion live erleben. Auch Forschungslaboratorien, Technika, die Lagerlogistik, das Wasserwerk und das Ausbildungszentrum und die Feuerwehr luden zu Besichtigungen ein.

Zum Renner entwickelten sich die Besichtigung des Bayer-Hochhauses mit Blick vom 29. Stock und die Eisenbahnrundfahrt durch das Werk mit dem Museumszug des Eisenbahnmuseums Bochum-Dahlhausen. Kinder durften in die Uniformen der Werksfeuerwehr schlüpfen und einen Kinder-Autoführerschein machen, und selbstverständlich durften Groß und Klein sich selbst an chemischen Experimenten versuchen. Und gerade die Kinder zeigten dann während der Rückfahrt ins Oberbergische ihre unbändige Energie: Während einige das Zugpersonal über die Eisenbahn und ihre Signale ausfragten, hatten andere ihren Spaß, als ein Vater ihnen vormachte, dass sich die aus dem Chemiewerk mitgebrachten heliumgefüllten Luftballons hervorragend dazu eigneten, mit dem Gas die eigene Stimme zu verändern. Chemie live!
Bundesweit waren es am 20. September 2003 mehr als 400.000 Besucher, die am „Tag der offenen Tür“ des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) das Angebot zum Dialog mit der Chemie bei 250 Unternehmen und 40 Universitäten wahrnahmen. Nach 1990, 1993, 1996 und 1999 fand die Veranstaltung bereits zum fünften Mal statt. In den Chemiepark Bayer Leverkusen kamen an diesem Samstag 25.000 Menschen.
Der Zug der Wiehltalbahn wird für öffentliche Fahrten und Charterfahrten eingesetzt. Bereits jetzt arbeiten die Wiehltalbahner an der Vorbereitung von Fahrten für Betriebs-Weihnachtsfeiern.

Zirkus Fantastikus im Johanniter Kindergarten Bielstein

„Manege frei“ hieß es am Sommerfest des Johanniter-Kindergartens Bielstein für Seiltänzerinnen, Raubtiere, Akrobaten, Zauberer, Tanzbären, Clowns, Jongleure und Gewichtheber. Eine Woche lang wurde im Rahmen eines Zirkusprojekts von den Kindern mit Begeisterung ausprobiert, sich für eine Darbietung entschieden und einstudiert. Der Höhepunkt war eine Zirkusvorstellung während des Sommerfestes.

Alle kleinen Künstler hatten Lampenfieber, die Vorstellung war jedoch ein großer Erfolg. Eltern, Geschwister und Großeltern waren begeistert. Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Sparkasse der Homburgischen Gemeinden und der Volksbank Oberberg.

Alperbrücker Schützen schossen mit den Bielsteiner Jecken um die Wette

„Kappaaf und Horrido“ schallte es von der „Obersten Sohle“ in Alperbrück – die aus Schützen- und Narrenvolk bestehende Anwärterschar hatte es nach fast drei Stunden geschafft und einen Sieger ihres gemeinsamen Schießens ermittelt. Modellbaumeister Stefan Moog hatte diesmal ein hölzernes Narrensymbol angefertigt, dieses galt es in 25 Meter Entfernung zu treffen. Unter kundiger Anleitung standen dafür den 19 Anwärterinnen und Anwärtern eine KK-Büchse mit Zielfernrohr sowie die urige Winchester zur Verfügung. Nach dem 155. Schuss ging ein Raunen durch die Menge: Sportschütze Oliver Rodenkirchen hatte die Scheibe gekonnt mit der Winchester vom Mast geknipst. Allerdings hing noch eine Halteplatte in luftiger Höhe – ergo ging das Wettschießen weiter. Oliver Rodenkirchen fegte die Scheibe mit der Winchester vom Mast. Matthias Kemmerling letztlich, Aktiver in beiden Vereinen und vor 4 Jahren Initiator dieses Freundschaftsschiessens holte mit dem 239. Schuss den letzten Span vom Gewinde – und wurde sogleich von Narren- und Schützenvolk gefeiert. Olaf Ruland, der 1.Vorsitzende des KVB Bielstein, bedankte sich bei den Gastgebern wortreich für die Einladung, welcher man mit „großer Freude“ nachgekommen sei – schließlich war sogar das amtierende Prinzenpaar Wolfgang und Heike aus dem Hause Lenz mit Adjutant und Sohn Sascha auf die ‚Oberste Sohle‘ gekommen. Gastgeber Wolfgang Pühler, 1. Vorsitzender der Alperbrücker Schützen bestätigte das freundschaftliche Verhältnis beider Wiehler Vereine und wünschte sich, das es von dauerhaftem Bestand sei. Schließlich überreichte er dem neuen Narrenkönig Matthias Kemmerling die von Detlef Steffen gestiftete Clown-Trophäe – sowie eine arg zerlöcherte Narrenscheibe.