Die Musik von Eric Clapton ist besonders – Bluesrock, der Geschichte schrieb. Sein einzigartiger Sound und seine unverwechselbare Spielweise berühren Generationen von Musikliebhabern und haben ihn zu einem der einflussreichsten Musiker der Rockgeschichte gemacht.

Und die Band Clapton Experience brachte seine Musik live auf die Bühne im Burghaus Bielstein. Rund zweieinhalb Stunden entführte die Band das Publikum auf eine emotionale Zeitreise – vom legendären Sound von „Cream“ und „Derek and the Dominos“ bis hin zu den unvergesslichen Solo-Hits des Mr. Slowhand. „Clapton Experience“, das sind Sebastian Strodtbeck (Gitarre / Gesang), Nico Braxmaier (Keyboards / Hammond), Nic Schmidt (Schlagzeug / Gesang) und Marc Fibich (Bass). Im Burghaus war ihr Konzert eine der vielen ausverkauften Veranstaltungen. „Clapton Experience“ spielen, wie der Name schon verrät, Musik von Eric Clapton. Der ist mittlerweile über 80 – Mister „Slowhand“ prägte die Entwicklung des Bluesrock seit den 1960er Jahren wesentlich mit und gilt als einer der bedeutendsten Blues- und Rock-Gitarristen. Der Rocksong „Pretending“ wurde 1989 auf dem Album „Journeyman“ veröffentlicht. Und die Band aus Mannheim eröffnete damit ihr Tribute-Programm. Es folgte eine kleine Zeitreise durch das Werk von Eric Clapton. „Nur ein kleiner Querschnitt – wir müssen morgen weiterreisen“, so Drummer Nic Schmidt.

Der erzählte auch was zu „Double Trouble“, einer der einflussreichsten Blues-Klassiker des US-amerikanischen Gitarristen und Sängers Otis Rush. Aufgenommen und veröffentlicht in der späten Phase seiner Sessions Ende 1958. Dieser Chicago West Side Blues wurde nicht nur von Clapton gecoverd. Auch das „I Shot the Sheriff“ ist kein Original von Clapton, sondern von Bob Marley – 1974 von Clapton als Coverversion veröffentlicht. Entspannt und cool. So auch bei der Mannheimer Coverband. Die spielten im ersten Teil des Bielsteiner Konzertes Stücke wie „Hideaway“ oder „White Room“ oder auch „Running on faith“. Im zweiten Teil wurde es etwas ruhiger und auch die nicht Hardcore-Clapton-Fans kamen auf ihre Kosten. Wunderschön das „Tears in Heaven“ oder auch „Layla“, das gleich in zwei Varianten präsentiert wurde. Der Rockklassiker wurde 1970 von Eric Clapton und Jim Gordon für die Band „Derek and the Dominos“ aufgenommen. 1992 nahm Clapton eine völlig neue, blues- und akkustikgetriebene Version von „Layla“ auf. Diese langsamere Fassung wurde ein großer Erfolg und gewann 1993 einen Grammy als Best Rock Song. Mit einem Akustikset – bei dem auch „Layla“ gespielt wurde – begeisterten die Musiker von „Clapton Experience“ das Bielsteiner Publikum besonders. Aber auch mit denen im Anschluss gespielten Stücke „Forever Man“, „Wonderful tonight“ und „Cocaine“. Am Schluss bauten sie noch einige Soloparts ein – beim Basssolo fügte sich kurz ein „Anotherone bites the dust“ mit ein bevor es zum ausgiebigen Schlagzeug-Solo überging. Mit der Musik von „Mr. Slowhand“ sorgten sie für Gänsehautmomente und überraschende Highlights an diesem Tribute-Abend im Burghaus Bielstein.
Vera Marzinski
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Fotos: Vera Marzinski




