Auch in diesem September fand der bundesweite Aktionstag „Schichtwechsel“ wieder statt. Zwei Beschäftigte der BWO tauschten dabei für einen Tag ihren Arbeitsplatz mit Mitarbeitenden externer Unternehmen.
In Werkstätten wie der BWO Bilden. Wirken. Oberberg. GmbH arbeiten Menschen mit und ohne Beeinträchtigung Tag für Tag zusammen. Dabei wird die Arbeit an die Fähigkeiten der Menschen angepasst – nicht der Mensch an die Anforderungen der Arbeit. „Nur wenige haben eine Vorstellung von den Leistungen, die hier von und für Menschen mit Behinderung erbracht werden“, ist sich die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e. V. (BAG WfbM) sicher. Um Einblicke in die Arbeitswelt von Werkstätten zu ermöglichen, hat sie 2019 die Aktion „Schichtwechsel“ ins Leben gerufen. Mitarbeitende aus Unternehmen tauschen dabei für einen Tag ihren Arbeitsplatz mit Beschäftigten aus Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Aus dem „Schichtwechsel“ soll so ein „Sichtwechsel“ werden.
Axel Schneider von Panarbora in Waldbröl tauschte seinen Arbeitsplatz mit Benjamin Feick. Marc Schneider wechselte für einen Tag zu TeBEL nach Lindlar, während Herr Amberg- Smolka von TeBEL seinen Arbeitsplatz mit ihm tauschte. Die beiden externen Mitarbeitenden erhielten dabei Einblicke in die Arbeit der BWO und unterstützten in verschiedenen Produktionsgruppen und in der Schlosserei.
In einer gemeinsamen Abschlussrunde mit der Pädagogischen Leitung der BWO, Johannes Wester, sowie Magnus Liebetanz und Nina Hamberger vom Inklusionsdienst der BWO berichteten alle Beteiligten von ihren Eindrücken und Erfahrungen.
Benjamin Feick, der seinen Schichtwechsel-Tag bei Panarbora verbrachte, zog ein positives Fazit. Zu seinen Aufgaben gehörten unter anderem das Verteilen von Splitt sowie das Verschrauben und Anbringen von Bohlen. „Es hat mir sehr gut gefallen“, berichtete er. Auch das Team vor Ort habe ihm eine positive Rückmeldung gegeben und ihm mitgeteilt, dass er gerne wiederkommen dürfte.

Auch Marc Schneider blickte positiv auf seinen Tag bei TeBEL zurück. „Es war richtig schön. Alle Mitarbeiter waren freundlich, so wie in der BWO“, erzählte er. Während seines Einsatzes arbeitete er unter anderem mit einem Freischneider, schnitt Sträucher und verlud das Schnittgut auf einen Anhänger.
Besonders aufgefallen ist ihm der Einsatz moderner Arbeitsgeräte: „Alles funktionierte mit Akkus“, stellte Marc fest.
Auch Herr Amberg-Smolik von TeBEL zog ein positives Fazit seines Schichtwechsel-Tages. Aufgrund eines Termins musste er den Schichtwechsel leider vorzeitig beenden, gab zuvor jedoch noch seine Rückmeldung zu seinem Einsatz. „Schön, dass es die Werkstatt gibt“, sagte er. Er empfand den Tag als sehr beeindruckend und interessant und nahm viele neue Eindrücke aus der Arbeit in der BWO mit.
Axel Schneider von Panarbora nahm ebenfalls viele positive Eindrücke aus seinem Tag bei der BWO mit. „Die Mitarbeiter waren sehr nett und offen. Es war sehr interessant und informativ, das Zusammenspiel zu sehen. Wirklich Hochachtung, was hier geleistet wird“, fasste er seine Erfahrungen zusammen.
Der Schichtwechsel hat damit erneut gezeigt, wie wertvoll persönliche Begegnungen und Einblicke in unterschiedliche Arbeitswelten sind. Der direkte Austausch schafft Verständnis, baut Berührungsängste ab und macht Inklusion im Arbeitsalltag erlebbar.

