Im Mai 2012 feiern die Bielsteiner Tanzmäuse ihren 25. Geburtstag – eine kleine Chronik

Alles begann am 21.05.1987 im Oberbantenberger Hof: Der noch junge Karnevalsverein Bielstein brauchte ein Tanzcorps und so würde an diesem Tag das Tanzcorps „Die Mäuse“ gegründet. Die ersten Trainingsabende leitete Frau Ulla Fritsch, bevor dann Frau Binder, Sportlehrerin am Gymnasium Wiehl, das Training übernahm und seitens Hans Schultheis als Betreuer unterstützt wurde. Zu diesem Zeitpunkt bestand die gesamt Gruppe aus 7 Mädchen im Alter von 15 – 21 Jahren und tanzte in Gardeuniformen.

1988 wuchs stetig die Anzahl der Tänzerinnen und so konnte in der Session 1988/1989 dem damaligen Prinzen des KVB – Reinhard Jeworowski – bereits ein Tanzcorps mit 13 aktiven Tänzerinnen zur Seite stehen. In nachfolgenden Bilder das damalige Tanzcorps „Die Mäuse“:


(1988) 1. Karte der Mäuse


(1988) 1. Rosenmontagszug


(1988) Auftritt PriPro Jewo

Am 09. März 1989 war das Tanzcorps zu Gast bei der Rudi Carell-Show und trat zusammen mit Showgrößen wie Louis Armstrong, Boy George, Juliane Werding und Peter Maffay auf. Bis dahin gehörte dies natürlich zu den Höhepunkten der jungen Tanzgarde.

1991 übernahmen dann Gaby und Volkmar Winkler das Training von Frau Binder. Gaby und Volkmar waren zum damaligen Zeitpunkt noch aktiv bei den „Winzer und Winzerinnen vun d´r Bottmüll“ und „befruchteten“ dadurch natürlich das heimische Tanzcorps mit Tanzschritten und Übungen, die sie in Köln gelernt hatten. Ohne Unterbrechung sind Gaby und Volkmar Winkler nun schon seit 22 Jahren (also 2 * 11 Sessionen) als Trainerin und Trainer für die Bielsteiner Tanzmäuse verantwortlich. Mit Ablauf dieser Session wird sich Gaby Winkler als Trainerin der Tanzmäuse verabschieden und in den wohlverdienten Ruhestand treten. Zum Glück finden sich aber immer ehemalige Aktive, die sich dann auch als Trainer bzw. Betreuer engagieren und so steht nunmehr Tina Hielscher dem Volkmar Winkler als Trainerin zur Seite.


(2012) Andreas Lenger und Gaby Winkler

Aber lassen sie uns die weitere Geschichte „Der Mäuse“ erzählen.

1992 war ein entscheidender Wendepunkt in der Geschichte „Der Mäuse“: es wurden in die Gruppe die ersten Tanzoffiziere integriert. Dies machte natürlich die Tänze noch attraktiver, da somit auch Hebefiguren und Würfe möglich wurden. Da ja nun auch Tanzoffiziere mit an Bord waren, dachte man gleichzeitig auch über einen Namenswechsel nach und so wurde aus „Die Mäuse“ der noch bis heute gültige Gruppenname „Die Tanzmäuse“. 1992 nahmen „Die Tanzmäuse“ auch erstmals an ein einem bundesweiten Turnier für Tanzgarden teil und belegten einen hervorragenden 8. Platz.


(1993) Gruppenbild mit den ersten Tänzern


(1993) Training


(1997) Brauerei Trainingsanzüge

1998 veränderte sich dann das langjährig bekannte Outfit der Tanzmäuse: Die Gardekostüme mit Hüten, die ständig bei den Figuren störten, kamen in den Schrank. Das neue Kostüm bestand aus einem kurzen Tellerrock mit einer Miederweste und eine kurzärmlige Bluse – im Grunde das Outfit, mit dem man noch heute unsere Garde tanzen sieht. In diesem Jahr rekrutierte sich auch das Prinzenpaar aus den Reihen der Tanzmäuse: Prinz Volkmar I. mit seiner Prinzessin Gaby hatten fortan einen schick eingekleideten „Mäuse-Hofstaat“ und die Tanzmäuse fuhren in diesem Jahr auch das erste Mal einen eigenen Karnevalswagen im Bielsteiner Rosenmontagszug.


(1998) Der erste eigene Wagen

1998 fand dann auch die erste gemeinsame Tour der Truppe statt (genannt „Mäusetour“). Es ging nach Cuxhaven und man beendete mit dieser Fahrt dann traditionsgemäß eine zurückliegende Session. In den folgenden Jahren gab es diverse weitere Ziele wie „Grossarl im Bundesland Salzburg“, „Garmisch Partenkirchen“, das „Pitztal“, „München“, „Erfurt“, „Bremerhaven“ und viele mehr.

2002 stand dann das erste Jubiläum an: Unter dem Motto „wir feiern im ganz großen Rahmen mit allen die gingen und denen die kamen“ wurde der 15. Geburtstag der Tanzmäuse gefeiert. Zahlreiche Nachbarvereine erschienen und wie es im Karnevalistischen Sinne halt so ist wurde ausgiebig und kräftig gefeiert.


(2002) 15 Jahre Tanzmäusefeier

2005 beendeten die Tanzmäuse das Jahr mit einem grandiosen Auftritt an Sylvester im Theater der Stadt Gummersbach beim Quartettverein „Die Räuber“. Im Archiv des Kölner Stadtanzeigers Oberberg vom 02. Januar 2006 finden sich dazu zahlreiche Bilder.

In der Session 2006 bildete die Einladung durch die Prinzengarde in Berlin das Highlight des Jahres für die gesamte Gruppe. Für ein komplettes Wochenende fuhr man während der närrischen Zeit nach Berlin und begeisterte das Berliner Publikum auf allen Veranstaltungen. Zusammen mit dem damaligen 1. Damendreigestirn Oberbergs wurde der Karnevalsverein Bielstein in unserer Bundeshauptstadt würdig vertreten.

Weitere Höhepunkte der Jahre 2007 und 2009 waren die beiden Auftritte bei den „Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V.“ auf dem Kölner Neumarkt anlässlich des Funkenbiwak, die vor ca. 8.000 Zuschauern stattfanden oder der Auftritt in der Lanxess-Arena bei einem Spiel des VFL-Gummersbach.

In den letzten Jahren kam es vermehrt zu Auftritten in den großen Sälen und Stadthallen, wie zum Beispiel in Köln, Duisburg, Düsseldorf, Neuss, Münster, Bochum, Mönchengladbach oder erst in der Anfang Februar 2012 in der Stadthalle in Osnabrück. Die Tanzmäuse haben mittlerweile eine Fangemeinschaft, die über die NRW-Landesgrenzen hinaus geht. Der Volksmund sagt „von nichts kommt nichts“ – viel Schweiß und Arbeit stecken hinter den immer lächelnden Gesichter unserer Tänzer und Tänzerinnen und die Anerkennung ihrer stets guten Leistungen sind die überregionalen Engagements der Truppe. Unsere Tanzmäuse befinden sich nunmehr in der 25. Session und sie stehen auf den Brettern, die für jeden Künstler die Welt bedeuten. Im Laufe des Jahres 2012 wird dieses Jubiläum gebührend mit einem Fest gefeiert – 25 Sessionen und 25 Jahre Tanzmäuse, 50 gute Gründe diese tolle Tanzformation zu feiern.

Benefizkonzert im Burghaus Bielstein

Für die Rückführung des entführten Kindes Lussiana Salman aus dem Libanon am Sonntag, 26.Februar 2012 um 17 Uhr.

Für Marianne Haupt ist Musik schon seit ihrer Kindheit Ausdruck von Lebensfreude und ihrer Person. Ihre professionelle Gesangsausbildung begann sie in Bonn bei Anneliese Luetjohann. Dann folgten Studien in der Klasse für Gesang und Theater am Musik-Konsevatorium in Frankfurt/Main. Meisterkurse bei Prof. Julia Hamari, Max Ciolek und Wolfgang Röntz runden ihr musikalisches Können ab. Marianne Haupt fühlt sich sowohl im Alt- als auch im Sopran-Fach zu Hause und verfügt über ein vielseitiges Repertoire, welches sich vom Oratorium (J.S.Bach: Johannes- und Matthäuspassion, Weihnachtsoratorium, G.F.Händel: Messias, F.Mendelsohn: Elias, Lobgesang usw.) und klassischem Liedgesang (aktuell: Mahler- und Schumann-Programm) über Oper und Operette bis hin zu Musical und Chanson erstreckt. Eigens für sie komponierte geistliche Liedkompositionen aus dem persischen Kulturraum runden das vielfältige Repertoire ab. Marianne Haupt arbeitet im Hauptberuf als Dipl. Psychologin und lebt mit ihrer Familie in Wiehl.

Dörte Behrens, Pianistin, Korrepetitorin und Pädagogin, studierte an der Musik-Hochschule Düsseldorf bei Prof. Herbert Drechsel, der sowohl die Aspekte des solistischen Vortrags förderte, als auch intensiv die kammermusikalische Ausbildung unterstützte und prägte. In Meisterkursen bei Badura-Skoda und Rudolf Buchbinder perfektionierte sie ihr Klavierspiel. Außerdem nahm sie an Meisterkursen im Fach Kammermusik bei Prof. Siegfried Palm teil. Sie konzertiert im In-und Ausland. Ihr ausgeprägtes kammermusikalisches Feingefühl hat dazu geführt, dass sie festes Mitglied in verschiedenen Ensembles geworden ist und von verschiedenen Chören und Solisten als einfühlsame Begleiterin geschätzt wird.

Hermi Stracke Vocals, ist Verwaltungsangestellte im Ruhestand und Sängerin seit über 40 Jahren mit Leib und Seele. Sie hat ihn drauf den schwarzen Sound. Ihre Stimme ist imposant, stimmgewaltig und leidenschaftlich. Spirituals, Jazz, Soul u.a. liegen ihr im Blut.

Matthias Schippel Piano, bekannt durch Trio Vamos. Seine Leidenschaft liegt in den Bereichen Klassik, Jazz, Lateinamerikanische Musik, Spirituals und mehr. Mit Matthias Schippel hat Sängerin Hermi Stracke den richtigen Partner gefunden. Auch er hat viel Jazz im Blut und weiß die Zuhörer mit seinem Pianospiel zu begeistern. Matthias Schippel ist evangelischer Pastor in Waldbröl.

Karnevalsverein Bielstein: Kinderkarnevalssitzung wieder ein toller Erfolg

Am letzten Samstag, 11. Februar fand in der Aula des Bielsteiner Schulzentrums die traditionelle Kindersitzung des Karnevalsvereins Bielstein statt. Pünktlich um 15.00 Uhr eröffnete der Sitzungspräsident Wolfgang Müller die Veranstaltung und blickte in eine proppenvolle Aula. Es gab kein Kind, das nicht phantasievoll verkleidet erschienen ist – unabhängig davon, wie alt es auch war. Und auch die Eltern waren größtenteils verkleidet erschienen.


Foto: Christian Melzer

Wolfgang Müller hatte für diesen Nachmittag ein für die Kinder tolles Programm zusammengestellt. Es erschienen im Laufe des Nachmittags die „Pänz der Garde KG Engelskirchen“, der „Kinder Elferrat der KG Rot-Weiß Denklingen“, begleitet vom WDR-Fernsehen die Kinder- und Jugendtanzgruppe „Hellige Knäächte und Mägde e.V.“ aus Köln mit insgesamt 37 Tänzern du Tänzerinnen, die „Crazy Girls & Boys“ des KVB, das Kinderprinzenpaar der KG Engelskirchen Prinzessin Teresa und Prinz Jannick die „Crazy Frogs“ der Fröschköppe aus Brüchermühle, sowie das amtierende Prinzenpaar des KVB Prinz Hansi I. mit seiner Prinzessin Sandra. Das Programm war also prall gefüllt und die Kinder und Eltern hatten alle ihren Spaß dabei.

Zum Schluss wurden dann die drei besten Kostüme prämiert und das fiel den Juroren dieses Mal besonders schwer, kamen doch zahlreiche Kinder in wirklich wunderschönen Kostümen zur Sitzung. Alle waren sich einig: Diese Veranstaltung wird nächsten Jahr wieder besucht.

Eine Bilderserie finden Sie hier…

KVB Bielstein: Prinzessin Sandra feierte Geburtstag mit Landrat und den Oberbergischen Tollitäten

In bester Laune präsentierten sich die oberbergischen Dreigestirne und Prinzenpaare mit ihrem Gefolge im Kreishaus. Sie folgten damit der traditionellen Einladung von Landrat Hagen Jobi, der die Jecken zum nunmehr 16. Male offiziell im Kreishaus begrüßte.


Fotos: Christian Melzer

„Wir sind sichtbar und hörbar in der fünften Jahreszeit angekommen. Die Kreis-Kantine hat sich in den kleinen Gürzenich des Oberbergischen verwandelt!“ rief der Landrat den zahlreichen Vertretern der heimischen Karnevalsvereine zu. Gemeinsam mit den stellvertretenden Landräten Ursula Mahler, Monika Hüttenmeister und Prof. Dr. Friedrich Wilke ehrte Hagen Jobi die heimischen Karnevalisten für ihre Verdienste, Frohsinn und gute Laune im Oberbergischen zu verbreiten.

Die festlich gekleideten Jecken präsentierten ihre Mottolieder und verkündeten ihre närrischen Botschaften.

Für den KVB Bielstein gaben die Engelskirchener Narren ein Extra-Ständchen, denn Prinzessin Sandra feierte Geburtstag. Stolz, an einem Rosenmontag geboren zu sein, forderte die Wiehlerin alle Jecken auf mit ihr zu feiern.

Eine Bilderserie finden Sie hier…

„Klüngelbeutel“ – die Hütchenspieler-Engel

Der Hütchenspieler als Engel – klingt erstaunlich, aber: Leute mit strategischen Fähigkeiten werden da oben immer gebraucht. Das wurde auch den Gästen im Bielsteiner Burghaus klar, nachdem Engel Uli aus der Engel-Führungsetage ihnen so einiges dazu nähergebracht hatte. Und das mit viel Humor.

Foto: Christian Melzer

Gleich zweimal ausverkauft – „Klüngelbeutel“ ist in Wiehl ein besonders Highlight. Selbst ohne die Mitwirkenden des „Klüngelbeutels“ auf der Bühne, sorgten sie für viele Lacher im Burghaus. Grund dafür: die Gäste konnten den Anrufbeantworter des Ensembles abhören. Neben Wilfried Schmickler hatte auch die Mama was für das Programm anzumerken: bloß nichts über Moslems oder Juden ins Programm bringen. „Wir tun doch nichts – wir wollen doch nur spielen“ sangen sie deshalb wohl gleich zu Anfang.

Darf ein Ensemble, in dem zwei Pfarrer mitspielen unkorrekte Witze im Programm haben? Eigentlich ja nicht, aber in den Papierkörben vielleicht doch – die durchwühlten sie auch erst einmal. Witze mit geschäftstüchtigen Juden, geistlosen Katholiken und weitere interreligösen Fettnäpfchen kamen zum Vorschein und zu Gehör. Immer wieder mal musste der gute Hausmeister im Programm „Gott ist ein Hütchenspieler“ dafür sorgen, dass das Kruzifix doch an seinem Platz hängt. In der „Maus-Sendung“ bastelte seine Nichte ein Ersatz-Kreuz, das dann doch als veraltet empfunden wurde. Lieber die Uhr aufhängen – da weiß man was die Stunde geschlagen hat oder wem die Stunde schlägt. Keine Religion mehr an der Wand sondern die Zeit – die wie eine Bombe tickt.

„Klüngelbeutel“ – das sind vier Kabarettisten, die die Kirche unter die Lupe und auf die Schippe. Und manches wirkt erst im Nachhinein. Da durfte auch eine Sendung wie „Christen suchen ein zu Hause“ nicht fehlen. Denn: Gerade heute ist die Vermittlung eines Christen schwierig. Früher strömten sie sonntagvormittags in Scharen zu ihren Fütterungsstätten. Ehrenamtliche Häkel- und Kaffee-Damen sitzen nun frustriert und tatenlos herum, weil die katholische Kirche ihre Gotteshäuser verkauft. Oder so Christen wie Ernst August vom Landeskirchenamt, der dort unchristliche Arbeiten verrichten musste und sich nur durch seinen Anruf „Ich bin ein Christ, holt mich hier raus!“ retten konnte, blieben übrig.

Auch die Bewerberauswahl für die immer weniger werdenden Stellen blieb nicht verschont. Und wie mehr Pepp in die Gemeindeabkündigungen kommt? Theodor Schmitt gestaltete dies in ganz neuer Weise. Mit Stampfen, Schnippen und einem Abkündigungs-Rap.

Wer sind die vier vom „Klüngelbeutel“? Da ist erstmal Wolfram Behmenburg. Den kannten im Burghaus ganz viele Gäste, denn – er ist gebürtiger Wiehler. Mittlerweile ist er Pfarrer mit halber Stelle in Köln-Weiden, Gründer und Textautor im Ensemble und mit Ulrike Behmenburg verheiratet. Die ist Sozialpädagogin und Schwester von Friedrich Behmenburg – noch ein Pfarrer beim „Klüngelbeutel“. Seine Frau Jutta ist die vierte im Bunde und als Finanzbeamtin tätig. Wenke Wesemann spielte zwar nicht vor dem Vorhang mit, baute aber Szenen auf und ab und bediente die Technik. Ein eingespieltes Team – seit über 20 Jahren – und bei „Gott ist ein Hütchenspieler“ unter der Regie von Joschi Vogel.

„Gott ist ein Hütchenspieler“ – und auch seine Engel-Führungsetage. Engel Uli beschäftigte sich auf dem Weg dorthin mit Finanzen, Pfarrdienst und….Hütchenspiel. Alles wunderbar erklärt mit den grünen Hütchenbechern und den dazu gehörigen Kugeln. Hütchenspieler des Höchsten – der nun die Hüte verteilt. Und da war es dann wieder, das: „Wir tun doch nichts – wir wollen doch nur spielen“.

Seit 1990 wollen sie nur spielen. Das erste Stück des allerersten „Klüngelbeutel“-Programms gab es als Zugabe. Eine Umdichtung auf „Wohl denen die da wandeln“ mit der Seligpreisung: „Selig sind, die über sich selbst lachen – sie werden immer ihren Spaß haben.“

Vera Marzinski

Eine Bilderserie finden Sie hier…