Rosenmontagszug in Bielstein mit neuem Teilnehmerrekord

So lang war er noch nie, der Bielsteiner Rosenmontagszug: 31 Gruppen, über 800 Teilnehmer. „Atemlos in Bielstein“ lautete das Motto an diesem Rosenmontag und als der Zug kurz nach 14 Uhr startete, hätte wohl niemand gedacht, dass die erste Runde erst 15:30 Uhr beendet sein würde.


Prinz Martin I. und seine Prinzessin Astrid – Foto: Christian Melzer

Die Stimmung in Bielstein war wieder super, Kamelle gab es reichlich und die Kälte ließ sich schunkelnd und tanzend gut ertragen.

Viele bunte Wagen und Fußgruppen gab es zu sehen, manche waren das erste Mal dabei. Die größte Gruppe mit rund 140 Teilnehmern war die TanzArt-Broichhagen-Gruppe aus Bielstein, ein Höhepunkt war der Wagen der Interessengemeinschaft Groß- und Kleinfischbach, der unter dem Motto „Schlagermove“ mit Konfetti-Raketen und Seifenblasen für gute Stimmung sorgte.

Den krönenden Abschluss bildeten wie immer Prinz und Prinzessin. Prinz Martin I. und seine Prinzessin Astrid ließen es sich nicht nehmen, mit vollen Händen immer wieder Kamelle auf die Zuschauer regnen zu lassen.

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Bielstein soll zu einem Kleinod werden

Zum Infoabend für den zweiten Bauabschnitt des integrierten Handlungskonzepts (IHK) Bielstein hatten die Stadt Wiehl und der Heimatverein in die Mensa der Sekundarschule Bielstein geladen. Seit April 2013 befindet sich die Stadt Wiehl in der Umsetzungsphase des mit Bürgerbeteiligung erarbeiteten integrierten Handlungskonzeptes Bielstein (IHK Bielstein). Das gemeinsame Erarbeiten stellte Baudezernent Maik Adomeit besonders heraus. „Wünsche und Bedenken haben wir ernstgenommen und umgesetzt“. Und um weiter einvernehmlich vorgehen zu können sollten nunmehr die unmittelbaren Maßnahmen und Auswirkungen vorgestellt werden.


Udo Kolpe und Klaus Marenbach (beide Büro Donner und Marenbach) Andreas Behle (Geschäftsführer Straßen- und Tiefbau GmbH Kirchhundem), Sebastian Hennen (Schachtmeister Straßen- und Tiefbau GmbH), Christian Reusch (Ansprechpartner Bauamt Stadt Wiehl), Bernd Niedermeier (Planungsgruppe mwm). Fotos: Vera Marzinski

Nachdem die Umgestaltung von Schlanderser Straße und Bahnhofsplatz beendet ist, beginnt nun die zweite Bauphase in Bielstein. Der erste Spatenstich wird am 12. März 2014 offiziell stattfinden. Dipl. Ing. Udo Kolpe vom Ingenieurbüro Donner und Marenbach erläuterte anhand des Bauabschnittplanes die zeitlichen und örtlichen Vorgehensweisen. Die Firma Straßen- und Tiefbau GmbH aus Kirchhundem wird die Arbeiten durchführen. Der geplante Umbaubereich im zweiten Bauabschnitt umfasst die Bielsteiner Straße und einen Teil der Bechstraße im zentralen Abschnitt. Diese soll zu einer attraktiven Geschäftsstraße mit Einbahnstraßenverkehr werden. Sichere und unbeschwerte Querungsmöglichkeiten, ein komfortables Parkangebot und eine verstärkte Verkehrsberuhigung (Schrittgeschwindigkeit) sind Bausteine des Konzeptes, die durch die vorgesehene Oberflächengestaltung betont werden soll. Neben Blockparken im Brinkdöpke-Platz-Bereich stehen als komfortables Kurzzeit-Parkangebot dann auch Längs- und Diagonalparkplätze in den westlichen und östlichen Abschnitten zur Verfügung.

Für die Zeit der Neugestaltung wird die Bielsteiner Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt und der Ausbau in vier Abschnitten so durchgeführt, dass Sackgassen mit Wendemöglichkeiten eingerichtet werden. Im eigens eingerichteten Büro in der Bielsteiner Straße 113 wird Birte Birte Rötzmeier immer donnerstags ab 11 Uhr Ansprechpartnerin sein. Sie ist Assistentin des Citymanager Dr. Wolfgang Haensch, der den Bauabschnitt begleitet. Hier können die Bürger und Geschäftsleute der Bielsteiner Straße Anfragen zum Baufortgang ebenso los werden als auch Hilfe beim zukünftigen Marketing oder Erstberatungen für Fassadengestaltung erhalten.


Dr. Wolfgang Haensch, Birte Rötzmeier

„Die wenigsten haben es wahrscheinlich bemerkt – wir sind schon seit drei Wochen dran“, so Udo Kolpe in der Infoveranstaltung, denn unterirdisch haben die Bauarbeiten schon mit der Kanalsanierung begonnen. Und einen neuen Bielsteiner wird es bald geben: Prunus schmittii wird seine Wurzeln in der Bielsteiner Straße wachsen lassen. Der Zierkirsche weicht der „stinkende“ Hahnensporn-Weißdorn (Crataegus crus-galli). Am Dienstag nach Rosenmontag ist das Entfernen der Bäume eine der ersten Maßnahmen. In den Tagen danach wird die Baustelle eingerichtet und ab 10. März geht es richtig los. Aber wenn dann alles fertig ist – anvisiert ist Ende September- soll Bielstein ein Anziehungspunkt auch für Menschen außerhalb eines Radius von drei Kilometern werden, als ein Kleinod im Wiehler Stadtgebiet.

Vera Marzinski

Rosenmontagszug und „After-Zug-Party“ in Bielstein

Am 3. März startet um 14:11 Uhr der Rosenmontagszug in Bielstein. Was im letzten Jahr als Testballon gestartet wurde, traf auf ein extrem positives Echo seitens der Besucher des Bielsteiner Rosenmontagszuges: Die „After-Zug-Party“ im beheizten Zelt auf dem Gelände der Bielsteiner Erzquell Brauerei.


Archivfoto: Christian Melzer

Auch in diesem Jahr wird der Karnevalsverein Bielstein seinen tausenden Gästen, die aktive oder passiv am Rosenmontagszug teilnehmen, die Möglichkeit verschaffen, nach Ende des Zuges weiter zu feiern. Ab Zugende lädt der KVB als Veranstalter ins beheizte Zelt auf dem Brauereigelände (Zugang über Dreibholzerstraße). Für die Bewirtung hat sich der KVB mit Michael Chlechowitz sowie Marriage Berg explizite Fachleute geholt, die Erfahrung mit Großveranstaltungen dieser Art haben. Zwei Kölner Karneval DJs sorgen für die richtige Musik, auf die die Jecken abgehen werden. Ausreichend überdachtes und sogar beheiztes Freigelände wird den Rauchern zur Verfügung stehen und auch für saubere und vielzählige Toiletten ist Sorge getragen.

Der Eintritt wird 7,- € kosten. Gerne und auch auf Wunsch des Veranstalters haben Kinder in Begleitung des Erziehungsberechtigten Zutritt zum Zelt. Natürlich müssen gesetzliche Bestimmungen eingehalten werden. Jugendliche unter 18 Jahre werden beim Einlass „Rot“ gestempelt, alle anderen „Blau“. Die Security kontrolliert zudem Stichprobeweise am Eingang die Ausweise und die Mitarbeiter im Zelt achten beim Verkauf der Getränke selbstverständlich auf die gesetzlichen Vorgaben.

Seien Sie dabei, wenn das Bielsteiner Prinzenpaar mit starkem Gefolge seinen letzten öffentlichen Auftritt in Bielstein haben wird.

BSV Bielstein: Dietmar Herhaus neuer Trainer der 1. Mannschaft

Beim BSV Bielstein laufen die Planungen für die neue Saison auf Hochtouren. Ab der neuen Spielserie übernimmt Dietmar Herhaus die sportliche Leitung im Seniorenfußball und trainiert die 1. Mannschaft des BSV.

Für den 1. Vorsitzenden Christof Fries und das Vorstandsteam des BSV war er der absolute Wunschkandidat, da Herhaus auf große Erfahrungen im Jugend- wie auch im Seniorenbereich zurückgreifen kann. „Wir freuen uns sehr diese Verpflichtung bekannt zu geben, da er ein überaus qualifizierter und fachkundiger Fußballlehrer ist, der zudem zu seinem Heimatverein zurückkehrt“, so Fries.

Als Co-Trainer von Verbandssportlehrer Helmut Jungheim- und als einer der ersten Stützpunkttrainer des DFB hat er u.a. mit Lukas Podolski und Tim Wiese gearbeitet und einige Jahrgänge mit zum Gewinn des Länderpokals der Deutschen Fußballverbände geführt.

Weitere Stationen seiner Trainerlaufbahn waren der SSV Bergneustadt (A-Junioren Mittelrheinliga), Germania Windeck (U23)(Bezirksliga), der 1.FC Gummersbach (Kreisliga B) und die sehr erfolgreichen Tätigkeiten als Chefcoach beim Frauen-Bundesligisten FCR Duisburg (Vizemeister) und als Trainer des Frauen-Regionalligisten TUS Rechtsrheinisch Köln, mit dem er zweimal den Verbandspokal gewann und in die Zweite Bundesliga aufstieg.

„Der Verein möchte die herausragende Möglichkeit mit D. Herhaus nutzen, in den nächsten Jahren vom Jugendbereich bis zum Seniorenbereich konzeptorientiert zu arbeiten und wir erhoffen uns, dass wir mit Ihm einen großen sportlichen Schritt nach vorne machen werden“, teilte der 1. Vorsitzende des BSV mit.

Posaunenklang von Bach bis Gershwin

>Die Posaune erschallte nicht vorm Turm, dafür aber im Burghaus Bielstein am Samstagabend. Und es war nicht nur eine sondern gleich vier. Das Posaunenquartett „Opus 4“ brachte den Klassik-Part ins Frühjahrsprogramm des Kulturkreises Wiehl.


Das Posaunenquartett „Opus 4“ aus Leipzig begeisterte die Burghausgäste am Samstagabend. Fotos: Vera Marzinski

Sie spielen, wie auch die Wiener und Berliner Philharmoniker, auf deutschen Instrumenten und geben damit dem Posaunensatz einen typischen, homogenen weichen Klang. Seit Oktober 2012 haben sie sich anlässlich der Aufnahmen zu einer CD neue Instrumente angeschafft – als Dauerleihgabe -, die „erzeugen einen wunderbaren Klang!“, so Jörg Richter, der durch das Programm führte.

Das Posaunenquartett „Opus 4“ mit Posaunisten des Gewandhausorchesters zu Leipzig wurde 1994 gegründet und kann auf 20 Jahre mit vielen Konzerten im Inland und europaweit zurückblicken. Heute besteht das Ensemble aus Jörg Richter und Dirk Lehmann vom Gewandhaus zu Leipzig, sowie Stephan Meiner und Hans-Martin Schlegel, beide freischaffende Musiker, die das Posaunenquartett „Opus 4“ in Bielstein vervollständigten. Das umfangreiche Repertoire des Ensembles umfasst Bläsermusik aus fünf Jahrhunderten.


Hans-Martin Schlegel (li.) und Stephan Meiner (re.), beide freischaffende Musiker, vervollständigten das Posaunenquartett „Opus 4“ in Bielstein.

Die Posaune ist das Bassinstrument der Trompetenfamilie und wird im Italienischen trombone (große Trompete) genannt. Da sich die Posaune als selbstständiges Instrument etabliert hatte, wurde sie zu einer ganzen Familie ausgebaut: Diskantposaune, Altposaune, Tenorposaune und Bassposaune. Ihr Klang ist voll, majestätisch und klingt besonders im Zusammenspiel mehrerer Posaunen oder mit anderen Blechbläsern prunkvoll und festlich. Und mit einem sehr festlichen Stück begann auch das Konzert von „Opus 4“ in Bielstein. „Marienvesper“ oder „Gloria und Exultent Caeli“ von Claudio Monteverdi. Andächtige Feierlichkeit bestimmten auch die geistlichen Kompositionen von Josquin des Pres, Thomas Selle und Hans Leo Hassler. Johann Sebastian Bach – obwohl er nur sehr wenig für Posaune komponierte – durfte als Komponist nicht fehlen. So stand im Mittelpunkt des Konzertes die hervorragende Bearbeitung einer seiner bekanntesten Orgelkompositionen, der Toccata und Fuge in d-moll BWV 565. Und die klingt mit vier Posaunen dann ganz anders. Außergewöhnlich! Beeindruckend!


Dirk Lehmann (li.) und Jörg Richter (re.) sind beide Posaunisten im Gewandhaus zu Leipzig.

Ganz besonders auch „Kaffeestunde bei Anna Magdalena – Leipziger Intermezzo opus 183“ von Benrhard Krol. Den im vergangenen Jahr verstorbene Komponisten hatte das Ensemble „Opus 4“ vor sechs Jahren bei einem Konzert kennengelernt. Er war so begeistert von ihrer Musik und ihrem Können, dass er drei Stücke für sie schrieb. Jörg Richter las zu der Leipziger Kaffestunde einen kleinen Text vor, aus dem die Gäste erfuhren, dass die tonale Geräuschkulisse der Kaffeeschlürfer an Lautstärke der eines Posaunenquartettes nicht nachgestanden habe. Ins Programm hatten die vier Posaunisten auch „A Portrait“ von George Gershwin genommen und sie begeisterten das Publikum so sehr, dass dies sie erst nach vier Zugaben – darunter auch „Mr. Sandmann“ – gehen ließ.

Vera Marzinski