Die Stadt Wiehl hat ihr Projekt „Klimaschulhof“ gestartet: Zum Auftakt gab es einen Workshop in der TOB-Sekundarschule Bielstein. Dabei konnten die Jugendlichen Ideen für eine klimagerechte Schulhofgestaltung einbringen.
Wie sollte der Schulhof an der TOB in Zukunft vor dem Hintergrund des Klimawandels aussehen? Mit dieser Frage befassten sich kürzlich Schülerinnen und Schüler des MINT-Kurses der Schule – wobei die vier Buchstaben für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik stehen. Im Rahmen des Workshops waren sie aufgerufen, „mit den Händen zu denken“. Konkret konnten die Jugendlichen in Kleingruppen Fantasiemodelle des Schulhofs entwerfen. Zur Gestaltung standen ihnen verschiedene Naturmaterialien zur Verfügung wie Steine, Sand und Moose.
Die Ergebnisse zeigten deutlich, wie sie sich ihren Schulhof der Zukunft vorstellen: vielfältig gegliedert, mit verschiedenen Bereichen und viel Grün. Das Ziel des Workshops war erreicht, nämlich Ideen und Anregungen zu einer umfangreichen Umgestaltung des Schulhofs zu sammeln. „Wir haben mit dem Workshop erste Impulse gesetzt für ein ganzheitliches Konzept zur Umgestaltung der Schulhöfe“, sagte Sandra Heibach vom Umweltamt der Stadt. „Mit ihrem Engagement tragen die Jugendlichen maßgeblich dazu bei, dass der Schulhof der TOB nicht nur Lernraum, sondern auch Aufenthaltsort wird, der dem Klimawandel begegnet und Lebensqualität erhöht“ betonte Wiehls Klimamanager Torsten Richling.

Bei dem Workshop arbeitete die Stadt mit der Bergischen Agentur für Kulturlandschaft (BAK) zusammen, die das Angebot nach dem „Dillinger Modell“ gestaltet hatte. Dieses Verfahren steht für eine frühe Einbindung von Kindern und Jugendlichen in konkrete Fragestellungen. Die Beteiligung geschieht auf praktische Art, indem die künftigen Nutzerinnen und Nutzer mit natürlichen Materialien und ihren Händen Modelle bauen und so greifbare Vorschläge entwickeln.
Sowohl Sandra Heibach als auch Torsten Richling bewerteten den Auftakt zu dem Projekt „Klimaschulhof“ durchweg positiv. „Die Ergebnisse des Workshops liefern wertvolle Orientierungspunkte für die weitere Planung“, lobte Richling. Das Projekt zur Klimawandelanpassung wird auch Bestandteil der diesjährigen NaturErlebnisTage im Juni sein und ist ein Punkt im Konzept „WiehlKlima 2035“. Darin sind Leitlinien für Maßnahmen zum Klimawandel in Wiehl skizziert. „Die Partizipation der Schülerinnen und Schüler ist uns wichtig“, unterstreicht Sandra Heibach den Anspruch der Stadt.


