Rabe Socke und der Dachs sind Rabenstark

Wie erobert man sich seine Burg zurück? Darüber müssen sich der kleine Rabe „Socke“ und der Dachs Gedanken machen, denn der Wolf hat ihre Burg Sockenstein einfach mal in Beschlag genommen und ein Schild mit „Betreten verboten“ aufgehangen.

Figurenspieler Ulrich Schulz vom Theater „Die Complizen“ begeisterte das Burghaus Publikum mit seiner Inszenierung des Kinderbuchklassikers „Alles rabenstark! oder Hauen, bis der Milchzahn wackelt?“. Foto: Vera Marzinski

Sie könnten schon in die Burg hinein, wo sie eigentlich Ritter spielen wollten, doch dann müssten sie Eintritt an den Wolf zahlen. Dass wollen sie natürlich nicht. Das Kindertheater „Die Complizen“ brachte den Raben Socke – eine der bekanntesten Figuren der modernen Kinderliteratur – als Mitmach-Stück auf die Bühne im Burghaus Bielstein und zeigte „Die Complizen Alles Rabenstark!
oder Hauen, bis der Milchzahn wackelt?“.

Der kleine Rabe „Socke“ ernannte seinen Freund, den Dachs, zum Ritter „Dachs-Max“ für ihr gemeinsames Ritterspiel in ihrer Burg Sockenstein. Foto: Vera Marzinski

Die Geschichte, nach dem Buch von Nele Moost, fing erstmal ganz lustig an. Denn Socke trödelte rum, während sein Freund, der Dachs es eilig hatte, zu ihrer Burg Sockenstein zu kommen. „Die Burg gehört jetzt mir“ ließ sie der Wolf wissen als sie dort ankamen. Dachs lässt sich einschüchtern und wird vorsichtig, Socke wird frech und beschimpft den Wolf mit „Weichei, Kartoffelbrei, komm doch raus wenn du dich traust“ – sehr zum Spaß der Kinder im Burghaus. Aber der Dachs weist darauf hin, dass man nicht hauen dürfe. Zudem sei der Wolf ja auch viel stärker als die beiden. So laufen sie erstmal weg und fragen ihre Freunde was sie machen könnten, um ihre Burg zurück zubekommen. Vorschläge gibt es viele. Hase Löffel meint „einfach mächtig großmachen und angeben“, Bär Eddi will sie mit seinen Fitnessübungen stark machen. Er schlägt vor, Muskeln zu trainieren, boxen zu lernen und zurückzuhauen. Doch ist das der richtige Weg oder macht es alles nur noch schlimmer? Die Eule hat da andere Vorschläge und trägt letztendlich sehr zur Lösung des Konflikts bei.

Mühelos und im Sturm eroberte Figurenspieler Ulrich Schulz sein Publikum, das seinerseits die Tiere gerne anfeuerte und es sich nicht nehmen ließ, die Lieder, die Schulz anstimmte, lautstark mitzusingen. In Windeseile baute Ulrich Schulz das Bühnenbild um. Wo gerade noch die Burg Sockenstein stand, ist plötzlich nur noch ein Baum aus dem zwei Augen aus einem Fernglas schauen und dazu wird „Luna, La Luna hei“ gesungen. Wer steckte dahinter? Der Hase Löffel, der erklärte wie man sich mit den Händen selbst ein Fernglas bilden kann. Das Kindertheater „Die Complizen“ bot eine lebendige, freche und musikalische Inszenierung, die begeisterte. Die Autorin der Geschichte, Nele Moost, wurde 1952 in Berlin geboren und verbrachte einen Teil ihrer Kindheit in Schweden. Nach einem Studium der Germanistik arbeitete sie als Lektorin in einem Kinderbuchverlag. Ihre Geschichten für Kinder und Erwachsene wurden bisher in 30 Sprachen übersetzt und die Kinder sind begeistert vom Raben Socke, auch beim „Kultur für Kids“ im Bielsteiner Burghaus. Hier wird nächstes Mal – am 4. November 2026 um 16:30 Uhr – das Nimmerland-Theater „Das Jahreszeiten-Durcheinander“ zeigen. Mit den bekanntesten Rolf-Zuckowski-Hits in einer Geschichte über Wetterchaos und Klimawandel.

Vera Marzinski

Die nachfolgende Bilderserie wird Ihnen präsentiert von:


 

Zum Vergrößern der Fotos bitte Vorschaubilder anklicken.

Fotos: Vera Marzinski

Beitrag teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert