Doppel beim “Electric Evening“

Sechs Musiker in zwei Bands mit jeweils vier Musikern. Da musste doch was doppelt sein. Zum ersten „Electric Evening“ im Burghaus Bielstein spielten „Between & Beyond“ und „Odd & Even“. Zwei der Musiker in beiden Bands – und die (Daniel Galati und Florian Offermann) hatten somit Doppelauftritte.

Mit der Jazz-Fusion-Band „Between & Beyond“ startete der erste „Electric Evening“-Abend im Burghaus Bielstein. Foto: Vera Marzinski

„Before you go“ hieß es witziger Weise zum Anfang. Gehen wollten die Gäste sicherlich nicht. Der Komponist dieses groovigen Stücks, George Benson, begann seine Karriere als gefeierter Jazz-Gitarrist und gilt als Virtuose des Instruments. Ebenfalls ein hervorragender Gitarrenvirtuose ist Manuel Marcos, der auch im ersten Teil die Moderation übernahm. „Strasbourg St. Denis“ – ein Stück aus 2008 von Roy Hargrove, der für seinen vielseitigen Stil, der Hard Bop, Hip-Hop, Soul in Verbindung mit Neo-Soul bekannt war – zählte zu den Darbietungen der ersten Band „Between & Beyond“. Auch das „Butterfly“ von Herbie Hancock reihte sich ein, mit coolen Keyboard-Grooves von Florian Offermann. Eine Version von Gregor Hilden des „Breezin“, das eigentlich von Bobby Womack stammt, aber oft von George Benson gespielt wurde, kam ebenfalls dazu. Mit dem Soul-Jazz-Klassiker „Back at the Chicken Shack“ von dem Organisten Jimmy Smith startete das Programm von „Odd & Even“ im zweiten Teil des „Electric Evening“.

Im zweiten Teil das Quartett „Odd & Even“ – stilistisch etwas anders mit Klassikern des Jazz, Funk und Eigenkompositionen. Foto: Vera Marzinski

Virtuose Saxophon-Soli, funky Gitarrenriffs, ausgefeilte Drumgrooves und der besondere Klang der Hammondorgel das ist der Sound von „Odd & Even“. Pat Methenys “James“ hatten sie dabei. Das Stück ist einer der bekanntesten Klassiker des US-amerikanischen Jazz-Gitarristen Pat Metheny und des Keyboarders Lyle Mays. Es handelt sich um ein Jazz-Fusion-Stück, das vor allem durch Methenys lyrisches Gitarrenspiel getragen wird. Den Part übernahm Axel Fabry. Florian Offermann an der Hamond-Orgel moderierte für die Band und betonte „wir machen Musik und das groovt!“. Wie bei dem Stück „So live!“ der US-amerikanischen Band Soulive – eine der bekanntesten Live-Bands in den Bereichen Soul, Funk und Jazz-Groove. Mit „Mio & Feline“, ein Stück von Fabry, dass er für seine Enkel-Zwillinge komponierte. Zuvor eins aus der Feder von Offermann – „Didi’s Dance“ über seinen Sohn „Didi“ Felix. Super Saxophonklänge von Matthias Bauer, nicht nur bei „Greasy G“, das im Jahr 2005 auf dem Album Momentum von der Joshua Redman Elastic Band erschien. Das gab es zum Abschluss von „Odd & Even“.

Sechs Musiker in zwei Bands mit jeweils vier Musikern, die am Schluss für ein Stück gemeinsam auf der Bühne standen: v.l. Manuel Marcos, Axel Fabry. Daniel Galati, Thomas Rieck, Matthias Bauer und Florian Offermann. Foto: Vera Marzinski

„Between & Beyond“ sind Zwischenräume und Übergänge oder auch die Fusion-Jazz-Band aus dem Oberbergischen, die ihr zehnjähriges feiern kann und seit 2022 als Quartett unterwegs ist. Jazz-Fusion mit Einflüssen der 1970er- und 1980er-Jahre und Stücke von Künstlern wie George Benson, Deodato, Herbie Hancock oder Robben Ford. Gespielt von Gitarrist Manuel Marcos, Florian Offermann an den Keyboards, Bassist Thomas Rieck und Daniel Galati am Schlagzeug. „Between & Beyond“ überzeugen mit lässig grollenden Allzeit-Hoch-Songs und das mit Spielfreude und musikalische Hochspannung. „Odd & Even“ sind gerade und ungerade Zahlen, aber auch eine Modemarke im urbanen und Retro-Stil – oder auch eine „Instrumental Rock Jazz Fusion“ aus dem Oberbergischen. Gegründet 2018 präsentiert die Gruppe um Saxophonist Matthias Bauer, Gitarrist Axel Fabry, Florian Offermann an der Hammond-Orgel und Drummer Daniel Galati Highlights des Jazz-Funk und Soul, vielseitige Eigenkompositionen – und vor allem jede Menge Spielfreude. Von allen sechs Musikern gab es ein „Friday Night“ zum Abschied beim ersten „Electric Evening“.

Vera Marzinski

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Fotos: Vera Marzinski

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