„De schönste Kääze strohlen em Advent“

Besinnlich und heiter gestalteten „Medden us dem levve“ gleich zwei Abende im Burghaus Bielstein kurz vor dem dritten Advent. Unter der Überschrift „De schönste Kääze strohlen em Advent“ gastierte das in Köln bekannte und beliebte Kabarett- Ensemble mit einem Weihnachtsprogramm vor ausverkauftem Haus.


Foto: Vera Marzinski

Elfi Steickmann eröffnete den Abend mit „Schnückelchen“ von den Pänz und so manch anderem. Vor zwei Jahren war sie bereits mit der „Atlanta Jazz Band“ vor Weihnachten im Burghaus. Sie ist ein echtes Kölsches Mädchen, und dass ihr die Kölsche Mundart sehr am Herzen liegt, merkte das Publikum schnell. Und das Bielsteiner Publikum verstand den kölschen Dialekt perfekt, was Bandleader Jörg Weber sehr beeindruckte. Horst Weber fungierte als Frikadellen-Kellner oder auch Gärtner auf dem Friedhof. Dort trafen sich auch das kultige kölsche Ehepaar Anton un Jertrud Kolvenbach (Wolfgang Nagel und Elfi Steickmann) um noch mal die letzten Beerdigungen zu rekapitulieren. Mittlerweile wären nicht mehr so viele übrig bei denen die beiden zum Beerdigungskaffee bzw. Leichenschmaus gehen könnten – da würde es mit den 20 Euro pro Woche für den Lebensunterhalt bald etwas schwieriger. Doch einen Besuch in der „Wiehler Scala“ zum Opernabend gönnten sich die zwei. Zu Musik von Franz von „Suppe“ oder auf kölsch „Zupp“. „Leeder, Sketsche un Verzällcher in Kölscher Mundart“ mit Elfi Steickmann, Wolfgang Nagel, Jörg Weber, Mariam Weber, Dirk Schnelle, Andreas Münzel und Horst Weber. Ein richtig gut dosiertes Mischungsverhältnis von „heiter“ und „besinnlich“ präsentierten sie. Die Mischung aus Kölner Mundart, verpackt mit eigener Musik und viel Situationskomik. Im ersten Teil aus dem aktuellen Programm „Wat immer och kütt“ und im zweiten Teil „De schönste Kääze strohlen em Advent“. So auch ein Musiktitel im Programm.

Jörg Weber studierte Musiker und verzauberte auf seiner Gitarre, Mandoline und mit seiner Stimme dasPublikum. Mariam Weber spielt nicht nur Gitarre, Banjo und Cahon – sie singt auch in Kölscher Mundart und das ohne jeglichen fremdsprachigen Akzent – die in Tiflis/Georgien geborene Musikerin, ist ein gutes Beispiel dafür, dass Musik keine Grenzen kennt. Als Bassist und Sänger ist Dirk Schnelle seit zwei Jahren fest im Ensemble von „Medden us dem levve“. Keyboarder Andreas Münzel mag und macht handgemachte Musik aus Köln, die kölschen Texte mit spitzer Feder geschrieben, das alles ohne großes Brimborium und mit wenig technischem Aufwand auf die Bühne gebracht. Elli Steickmann schildert Begebenheiten kölschen Alltags und kölscher Mentalität. Vieles von dem was sie beschreibt, hat sie selbst erlebt. So wie ein Krippenspiel, das der junge Herbergsvater-Darsteller dann mal kurzfristig mitten im Stück umtextet. Krippenspiel hat Tradition, aber auch das, wovon Wolfgang Nagel erzählt. So der traditionelle Satz seines Vaters „So ne schöne Boom hadden mir noch nie“ nachdem er ihn geschmückt hatte und sich dabei zu jeder Kugel ein Mariacron genehmigte. „Medden us dem levve“ präsentiere ein Programm mit Situationskomik, Textbeiträgen, Musik und einer Menge Spaß. Und das alles in Kölscher Mundart und auch noch weihnachtlich. Wie mit „Wann der Nikolaus kütt“ oder einem kölschen „I’m dreaming of a white christmas“.

Vera Marzinski

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BSV Viktoria Bielstein: Mitgliederversammlung 2014

Die diesjährige Mitgliederversammlung des BSV Viktoria Bielstein stand noch ganz im Zeichen des zurückliegenden ereignisreichen Jahres.

Der alte und neue 1. Vorsitzende Christof Fries bedankte sich bei allen Mitgliedern des Vereins für ihr Engagement und ihren Einsatz bei der Realisierung des Kunstrasenprojekts „Dr. Kind Arena“ und für den Umbau des Vereinsheims.

Ein Dankeschön ging auch an die heimische Wirtschaft, die Bevölkerung, die Stadt Wiehl und ein großer Dank auch an die Familie Kind ohne deren Unterstützung der Verein die beiden Großprojekte nicht „gestemmt“ hätte.

Vor den Neuwahlen wurde der Vorstand von der Mitgliederversammlung einstimmig entlastet. Die nächsten 2 Jahre geht der BSV auch weiterhin mit einem eingespielten Vorstandsteam an. Christof Fries wurde einstimmig zum 1. Vorsitzenden wiedergewählt.

Zu seinem wiedergewählten Team gehören Alfred Lindemann als Geschäftsführer und Holger Thönes als 2. Vorsitzender. Das Trio wird komplettiert durch den Hauptkassierer Ernst-Dieter Noreikat. Weiterhin wurde eine neue Frauenwartin mit Catrin Heim gefunden und einige Beisitzer neu gewählt. Für die verschieden Aufgaben im Verein sind nunmehr Rüdiger Brinkmann, Ronnie Schmidt, Florian Last, Rainer Klocke, Thomas Rothe und Stefan Kapp zuständig. Weiterhin konnte Jörg Große und Joachim Herhaus als kommissarische Jugendabteilungsleitung benannt werden. Dieses Duo kann auf der nächsten Mitgliederversammlung, die aus organisatorischen Gründen bereits im März 2015 stattfindet, bestätigt werden.

Wichtige Themen waren auch die moderate Beitragserhöhung und die Einrichtung eines Ältestenrats aus ehemaligen Vorstandsmitgliedern (Lothar Volmer, Burkhard Klein, Rainer Klocke und Eckard Klees) der dem Vorstand bei seinen vielfältigen Aufgaben beratend zur Seite steht.

„Rosemie – sonst nix….“

„Nix“ hatte sie mit und schon ihre Eltern sagten „Von nix kommt nix und wird nix“. Ihr „Nix“ wollte sie mit dem Publikum teilen. Rosemie Warth teilte allerdings viel mehr mit den Gästen im Burghaus Bielstein zwei Tage vor Nikolaus.


Foto: Vera Marzinski

Ihre schwäbische Herzenswärme verteilte sie großzügig im Burghaus ebenso wie Umarmungen – die spontan zwischen den Besuchern des Abends weitergegeben wurden. Gleich zu Anfang hatte sich die Komikerin, Clownin, Sängerin und Tänzerin Ulrich ausgeguckt – und gemeinsam sangen sie im zweiten Teil ein beeindruckendes „Where is love“. Bei anderen Gästen prüft sie die Schwingungen und sagt ihnen, ob das Chakra noch stimmt oder die Hormone zu heftig ausstrahlen.

Durch die Höhen und Tiefen des Lebens führte das Programm „Rosemie – sonst nix…“ von Rosemie Warth und begeisterte die Burghaus-Gäste. Mit ihrer eigenen schwäbischen Philosophie brachte Rosemie Warth die Gäste nicht nur zum Schmunzeln sondern auch zum Nachdenken. So manches Tiefgründige versteckte sich in ihrem Programm. Schon alleine ihre Sinn- bzw. Berufsfindung gestaltete sich offensichtlich schwierig. Denn die Möglichkeiten sind vielfältig und teilweise lebensfüllend. Der Tipp ihrer Tante, „Mach, was dir lieb ist“, ist dann gar nicht so einfach umsetzbar. Häkeln kann sie – das sei doch wohl eine Lebensaufgabe und falle ihr leicht. Very british im Queen Outfit oder im blauen Häkelkleid mit Alphorn – beides sehr komödiantisch und charmant. Auch putzen könnte eine Bestimmung sein, fand sie. So hat sie doch am Strand den Sand aufgesaugt und die Kehrwoche im New Yorker Wolkenkratzer als erfüllend empfunden. Witzig ihre Denkmal-Performance bei der die Enthüllung unter warmen Worten von Angela Merkel aus dem Off stattfand und sie doch feststellen muss „Hunde lieben einen, aber sonst gehen alle vorbei“.

Rosemie Warth hat vielfältige Talente. Ob als weiblicher Clown, als Komödiantin, Musikerin oder Tänzerin. Sie ist schlichtweg einzigartig und überzeugt in jeder Rolle. Auftritte solo oder moderierend und mit anderen Künstlern auf Festivals, in Theatern, Varietés und im Fernsehen – sie ist viel unterwegs. Mit ihrer Mischung aus Begriffsstutzigkeit und schlauer Selbstironie führt sie das Publikum tanzend, singend und musizierend, liebevoll zu den typischen menschlichen Missgeschicken. Die Künstlerin kommt aus Heidelberg und hat am College of Performing Arts in Philadelphia/USA studiert sowie eine zweijährige Tanzausbildung mit Klassik, Modern, Kontaktimprovisation, Contemporary, Flamenco, Afro-Haitian in New York absolviert. Und all das fließt auch in ihre Kunstfigur Rosemie Warth. Was diese aber ganz besonders macht – das sie dies mit viel Herzblut zelebriert. Denn das ist sofort spürbar und macht sie so umwerfend.

Und um was geht es eigentlich letztendlich? „Rosemie – sonst nix …“ zeigt den Gästen teilweise einen Spiegel. So einen Spiegel in den sie schaut, als sie ein Geschenk auf der Bühne findet – mit einem Spiegel drauf. Und darin sieht sie sich selbst und kommentiert dies mit „das ist wohl eine alte Schachtel – wie ich!“. Leicht verklemmt oder auch enthemmt tanzend, immer Sinn suchend und mit einer grandiosen Mimik – das ist Rosemie Warth. Die Botschaft zum Schluss – mit riesiger Tuba vorgetragen „I feel good“ und so fühlten sich auch die Burghaus-Gäste nach dem fesselnden Abend mit der Komikerin.

Vera Marzinski

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Stimmungsvolle „Beat Brothers“

Mit zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug und viermal Gesang brachten Franz und Arno Matejcek, Christopher Wüst und Günni Stöckel – die „Beat Brothers“ – eine große musikalische Bandbreite auf die Bühne.


Foto: Christian Melzer

Covern von Beat und Rock’n Roll der 1960/70er Jahre beherrschen sie grandios. Egal ob sensible Balladen, lockere Midtempo-Nummern und kräftige Rocksongs. Von den Beatles bis zu The Who ist bei ihnen alles vertreten, was in den Sixties und Seventies einen Namen hatte und fügte sich zu einem aufregenden Konzert im Burghaus Bielstein. Und viele befanden: „Die können gerne wieder kommen!“.

Das ist kein Wunder, denn das kommt durch ihren hervorragenden mehrstimmiger Gesang und viel Spaß an der Musik, die sie covern. Dazu tolle Grooves und beherztes Spiel auf ihren Instrumenten. Und das beispielsweise beim Beatles-Hit „Help“ oder auch bei „I’m a believer“ von den Monkees – sie haben die Stücke extrem gut drauf. Und extrem gut drauf war auch das Publikum am Donnerstagabend. Mit Rock’n Roll-Stücken fingen die „Beat Brother“ vor Jahren an. Irgendwann kamen auch andere, neuere Stücke hinzu. So das „Crazy little things called love“ von Queens Freddy Mercury. Besonders schön, aber ein bisschen traurig „Why does it always rain on me“ von Travis. Viel Stimmung beim „Honky tonk blues“ oder auch bei „Hotel California“ von den Eagles.

Rumstehen und Bierchen trinken ginge bei ihnen gar nicht, so Franz Matejcek. Die Musik ging aber auch wirklich in die Beine und die Stimmung war durchgehend genial. Und bei welchem Stück geht der rechte Arm nach oben und die linke Hand liegt lässig auf der Hüfte? Beim „Stayin‘ Alive“ von den Bee Gees. Selbst das „Lola“ von den Kinks aus 1973 fehlte nicht und am Schluss gab es ein „Califorinia Dreaming“. Die vier rockten das Haus und bei jedem Solo, jeder Gesangspassage setzten sie ihre Spielfreude ein. Eine perfekte Songauswahl für solch einen Abend. Die vier Beat Brothers überzeugten und bescherten den Gästen einen tollen Abend im Burghaus.

Vera Marzinski

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Metzgerei Müller aus Bielstein zählt zu den 500 besten Metzgern Deutschlands

Die führende deutsche Gourmetzeitschrift „Der Feinschmecker“ hat die 500 besten Metzgereien Deutschlands ausgezeichnet. Unter ihnen findet sich auch die Metzgerei Müller aus Bielstein.


Von links: Metzgermeister Manfred Klein, Verkäuferin Silvia Reez, Metzgergeselle Hans-Joachim Schmidt, Verkäuferin Katja Fabrizius, Verkäuferin Ursula Pinzke, Metzgermeister Stefan Engelberth, Bernie Müller (Verkaufsleiterin) und Herbert Müller (Metzgermeister und Inhaber). Die abgebildeten Würste sind die vom Feinschmecker als besondere Spezialitäten ausgezeichneten: Kölsche Flönz, Rheinische Jagdwurst, Bauernblut- und Leberwurst. Foto: Christian Melzer

In den vergangen Monaten waren die Tester der Feinschmecker-Redaktion anonym unterwegs, von Flensburg bis zum Bodensee, mit dem Ziel die 500 besten Metzgereien der Republik ausfindig zu machen. Ihre Kriterien waren dabei handwerkliche Tradition, ein frisches und hausgemachtes Sortiment sowie natürlich der Geschmack. Aber auch freundliche wie kompetente Verkäufer und die Herkunft des Fleisches aus bäuerlichen Kleinbetrieben fernab der Massentierhaltung war den Testern wichtig. In alle dem wusste die seit 1913 in Familienbesitz befindliche Metzgerei Müller aus Bielstein zu überzeugen.

Metzgermeister Herbert Müller, der das Bielsteiner Stammhaus und eine Filiale am Wiehler Weiherplatz seit 1986 gemeinsam mit seiner Frau Bernie führt, ist stolz über die Prämierung: „So eine Auszeichnung ist eine tolle Anerkennung für die Arbeit die hier jeden Tag von allen Mitarbeitern der Firma geleistet wird.“

Auch in Zukunft will Herbert Müller und sein Team auf Qualität, Frische und Geschmack setzen: „Unser Ansatz ist seit 101 Jahren derselbe: Höchste Qualität zu fairen Preisen.“

Besonders weist der Feinschmecker in seinem Gourmetführer auf die hausgemachte Leber- und Blutwurst und den milden über Buchenholz geräucherten Bauernschinken hin. Aber auch die Spezialitäten: Kölner Leberwurst, Kölsche Flönz, rheinische Jagdwurst, Bauernblut- und Leberwurst sowie Bauernschwartemagen hatten es den Testern angetan. Zur Weihnachtszeit ist die Honigleberwurst eine der Spezialitäten des Hauses.

Der Gourmetführer „Die besten Metzger in Deutschland“ liegt der Dezemberausgabe des Magazins bei. Er appelliert an seine Leser: „Umfahren Sie den Discounter mit seiner eingeschweißten Ware, die es oft zum Dumpingpreis gibt. Kaufen Sie beim Metzger in der Nachbarschaft – Sie pflegen damit ein Juwel deutscher Handwerkskunst!“